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Der Gebrauch von (verschieden-)sprachlichen Ressourcen in den unterschiedlichen Phasen des Entstehungsprozesses studentischer wissenschaftlicher Arbeiten
Bisherige Forschungen zeigen, dass im wissenschaftlichen Kontext nicht alle Sprachressourcen, über die Personen verfügen, gleichermaßen zum Einsatz kommen (Mueller & Siemund, 2017, 59-60, 65, Dreo, 2016, 46-72). Bei unserem Schreibmentoring-Abschlussprojekt untersuchten wir die Verwendung unterschiedlicher sprachlicher Ressourcen in den verschiedenen Phasen des Entstehungsprozesses studentischer wissenschaftlicher Arbeiten. Zu diesem Zweck führten wir qualitative Erhebungen mit drei Bachelor-Studierenden der Universität Wien durch. Diese bestanden jeweils aus drei aufeinanderfolgenden Etappen: der Bearbeitung eines Sprachenportraits, der Einteilung von Schreibphasen durch eine von uns entwickelte Erhebungsmethode sowie einem episodischen Interview.
Insgesamt 18 Sprachen bzw. Varietäten führten die Studierenden in ihren Sprachenportraits und den Gesprächen an. Von diesen fanden allerdings nur Varietäten des Deutschen und Englischen als Teil des Entstehungsprozesses wissenschaftlicher Arbeiten Erwähnung. Als besonders prägend für die im Schreibprozess gebrauchten Sprachen zeigten sich die Zielsprachen der wissenschaftlichen Arbeiten. Die Studierenden beschrieben ähnliche Arbeitsschritte im Entstehungsprozess ihrer Texte, wobei sie diese in unterschiedlich viele Phasen mit verschiedener Dauer und Reihenfolge zusammenfassten. Als entscheidender Faktor für den Gebrauch verschiedener Varietäten kam der Fortschritt im Schreibprozess zur Geltung. Während die Studierenden die frühen Phasen in der Arbeit an ihren akademischen Texten als vielfältiger beschrieben, erklärten sie, in den späteren ausschließlich Wissenschaftssprache zu verwenden
It all began in Linz – 20 years of the VÖB Commission for University of Applied Sciences Libraries: Introducing the commissions of the Association of Austrian Librarians (VÖB)
keine Beschreibung verfügba
ePortfolio as an occasion for reflection in teacher training programmes: Förderung der Reflexionsfähigkeit von Lehramtsstudierenden: Eine qualitative Untersuchung zu den Perspektiven von Hochschullehrenden auf die Methode ePortfolio
Der vorliegende wissenschaftliche Artikel beschäftigt sich mit der Methode ePortfolio und deren Einfluss auf die Reflexionsfähigkeit von Lehramtsstudierenden.
Dazu wurde eine qualitative Studie durchgeführt, in der Lehrende, die an Pädagogischen Hochschulen unterrichten und mit der Methode ePortfolio arbeiten, zu Wort kommen. Ihre Erfahrungen mit der Methode wurden beleuchtet.
Während der empirischen Untersuchung wurde deutlich, dass die Meinungen über die Förderung der Reflexionsfähigkeit der Studierenden durch das ePortfolio, ähnlich wie in der Literatur, auseinandergehen. Einige Hochschullehrende hielten andere Lehrmethoden für ebenso effektiv. Dennoch wurden zahlreiche Vorteile des ePortfolio-Ansatzes identifiziert.This academic paper deals with the ePortfolio method and its influence on the ability of student teachers to reflect.
To this end, a qualitative study was conducted in which teachers who teach at university colleges of teacher education and work with the ePortfolio method had their say. Their experiences with the method were analysed.
During the empirical study, it became clear that opinions on the promotion of students\u27 ability to reflect through the ePortfolio differed, similar to the literature. Some university teachers considered other teaching methods to be equally effective. Nevertheless, numerous advantages of the ePortfolio approach were identified
Editorial 03/2024: Antisemitismus
Im Vorfeld dieser Schwerpunktausgabe zu Antisemitismus hat die Redaktion der MEDIENIMPULSE im Einklang mit der aktuellen Forschung u. a. zwischen dem Vernichtungs- und Erlösungsantisemitismus, dem Feuilleton-Antisemitismus oder dem Antisemitismus des politischen Islam unterschieden. Angesichts der Sprache der Judenfeindschaft im 21. Jahrhundert sprechen wir dabei u. a. von linkem, rechtem, religiösem, migrantischem, proletarischem oder globalem Antisemitismus. Diese Schwerpunktausgabe nähert sich aus verschiedenen Perspektiven dem gefährlichen Phänomen des Antisemitismus, um Möglichkeiten vor Augen zu führen, ihn medienpädagogisch und demokratiepolitisch zu bekämpfen. Dabei bleibt zu betonen, dass der Antisemitismus auch in Österreich zugenommen hat, am Rande der Gesellschaft ebenso wie in ihrer Mitte, wo er sich u. a. in den Social Media vervielfacht. Diese Problemlage ist in Österreich nicht nur der kommunikativen Latenz der postnazistischen Verharmlosungspolitik geschuldet. Verantwortlich ist auch der Antizionismus der westlichen Linken, der sich seit dem Zivilisationsbruch vom Siebten Oktober 2023 auch im Kultur- und Wissenschaftsbetrieb aktualisiert und verdichtet. Welchen Beitrag kann mithin die Medienpädagogik zur Aufarbeitung und d. h. Kritik am Antisemitismus leisten?In the run-up to this special issue on anti-Semitism, the editors of MEDIENIMPULSE, in line with current research, have differentiated between anti-Semitism of annihilation and redemption, feuilleton anti-Semitism and the anti-Semitism of political Islam. In view of the language of anti-Semitism in the 21st century, we speak of left-wing, right-wing, religious, migrant, proletarian or global anti-Semitism. This special issue approaches the dangerous phenomenon of anti-Semitism from various perspectives in order to demonstrate ways of combating it in terms of media education and democratic policy. It should be emphasised that anti-Semitism has also increased in Austria, both on the fringes of society and in its midst, where it is multiplying on social media and elsewhere. This problem in Austria is not only due to the communicative latency of the post-Nazi policy of trivialisation. It is also due to the anti-Zionism of the Western left, which has also been updated and intensified in the cultural and academic world since the civilisational rupture of the seventh of October 2023. What contribution can media education therefore make to coming to terms with and criticising anti-Semitism
Crime Fiction & Psychoanalysis
peer-reviewed
The essay takes a historical and systematic look at the relationship between psychoanalysis and crime fiction. From a historical point of view, it points to the links between early psychoanalysis and criminology as well as the significance of the enlightened crime story for the emergence of psychology in the late 18th century. From a systematic point of view, the essay shows that literary detection and psychoanalysis meet in the interpretation of the found evidence and in the critical analysis of the surface. The analogy of crime fiction and psychoanalysis consists particularly in the (re)construction of a story from existent clues: the concealed course of the crime or the repressed experience. The story itself becomes the most important component of the solution of the criminal case, similar to the ‘talking cure’ in psychoanalysis.
Der Aufsatz nimmt das Verhältnis von Psychoanalyse und Kriminalliteratur historisch und systematisch in den Blick. In historischer Hinsicht weist er auf die Bezüge der jungen Psychoanalyse zur Kriminologie hin sowie auf die Bedeutung der aufgeklärten Kriminalgeschichte für die Entstehung der Seelenkunde im späten 18. Jahrhundert. In systematischer Hinsicht zeigt er, dass sich literarische Detektion und Psychoanalyse in der Deutung vorgefundener Spuren und der kritischen Prüfung der Oberfläche begegnen. Ihre Parallele besteht darin, anhand von Spuren eine Geschichte zu (re-)konstruieren: den verschwiegenen Tathergang oder die verdrängte Erfahrung. Die Erzählung selbst wird zum wichtigsten Teil der Lösung des Kriminalfalls sowie der psychoanalytischen ‚talking cure‘.The essay takes a historical and systematic look at the relationship between psychoanalysis and crime fiction. From a historical point of view, it points to the links between early psychoanalysis and criminology as well as the significance of the enlightened crime story for the emergence of psychology in the late 18th century. From a systematic point of view, the essay shows that literary detection and psychoanalysis meet in the interpretation of the found evidence and in the critical analysis of the surface. The analogy of crime fiction and psychoanalysis consists particularly in the (re)construction of a story from existent clues: the concealed course of the crime or the repressed experience. The story itself becomes the most important component of the solution of the criminal case, similar to the ‘talking cure’ in psychoanalysis.
Der Aufsatz nimmt das Verhältnis von Psychoanalyse und Kriminalliteratur historisch und systematisch in den Blick. In historischer Hinsicht weist er auf die Bezüge der jungen Psychoanalyse zur Kriminologie hin sowie auf die Bedeutung der aufgeklärten Kriminalgeschichte für die Entstehung der Seelenkunde im späten 18. Jahrhundert. In systematischer Hinsicht zeigt er, dass sich literarische Detektion und Psychoanalyse in der Deutung vorgefundener Spuren und der kritischen Prüfung der Oberfläche begegnen. Ihre Parallele besteht darin, anhand von Spuren eine Geschichte zu (re-)konstruieren: den verschwiegenen Tathergang oder die verdrängte Erfahrung. Die Erzählung selbst wird zum wichtigsten Teil der Lösung des Kriminalfalls sowie der psychoanalytischen ‚talking cure‘
OSUN Open Access Summit – Visitors from all over the world in Vienna-Favoriten
Bericht über das OSUN Open Access Summit (Wien, 20.–21. März 2024.Report on the OSUN Open Access Summit (Vienna, 20-21 March 2024
Report of the Main Office of the Austrian Library Network over the Period from April 2023 to April 2024
Aufbauend auf dem verbundinternen, jährlichen „Bericht der Verbundzentrale“, wird die Arbeit des Österreichischen Bibliothekenverbundes und seiner Verbundzentrale vom Zeitraum April 2023 bis April 2024 der Öffentlichkeit vorgestellt.Drawing from the internal, annual report of the Austrian Library Network\u27s main office, this article presents projects and services from April 2023 to April 2024
Rezension: "Die Synagoge" von Joann Sfar, übersetzt aus dem Französischen von Annika Wisniewski
In den 1980er-Jahren steht der junge Joann Sfar als Schüler vor einer Synagoge in Nizza, um die Menschen darin vor Störungen zu bewahren. Er tut dies weniger aus Idealismus als dem Umstand geschuldet, dass ihm während der Gottesdienste darin zu langweilig ist. Im Laufe einer faszinierenden Geschichte recherchiert der heute 52jährige Sfar, wie oft dem Judentum in Frankreich im Laufe der Jahrzehnte seines Lebens Gewalt angetan wurde – und dass kein Ende abzusehen ist.
In the 1980s, young Joann Sfar stands outside a synagogue in Nice as a schoolboy to protect the people inside from disturbances. He does this less out of idealism than because he is bored during the services. In the course of a fascinating story, the now 52-year-old Sfar investigates how often violence has been inflicted on Judaism in France over the decades of his life – and that there is no end in sight
Zukunft schon heute gestalten : Interaktive Medien im Deutschunterricht nutzen
Interaktive Medien – wie Apps, Games, Virtual-, Augmented- oder Mixed-Reality – verändern die Art und Weise, wie Inhalte sowohl im schulischen wie auch in außerschulischen Kontexten gelernt werden können. Interaktive Medien präsentieren die Themen zumeist als problemlösungsorienterte Settings, die die Auseinandersetzung mit Inhalten via Schrift, Audio und Bild sichtbar machen. Allerdings handelt es sich bei interaktiven Medien nicht um Wunderwerkzeuge, die Lernen und Verstehen wie von Zauberhand entstehen lassen, vielmehr kommt es auf die fundierte Auswahl und Begleitung an.Interactive media - such as apps, games, virtual, augmented or mixed reality - are changing the way in which content can be learnt in both school and non-school contexts. Interactive media usually present topics as problem-solving orientated settings that make the engagement with content visible via text, audio and images. However, interactive media are not miracle tools that make learning and understanding appear as if by magic; rather, it depends on the well-founded selection and support
Editorial 01/2024: Aufgeklärte Medienpädagogik
Kant hat in seiner Beantwortung der Frage, was Aufklärung ist, das Prinzip der Aufklärung klar formuliert: Aufgeklärt ist, wer frei ist. Frei ist der Mensch, der dazu in der Lage ist, Medien vernünftig zu verwenden, oder – in Kants Worten – „von seiner Vernunft in allen Stükken öffentlichen Gebrauch zu machen“ (Kant 1968). Damit wird die Möglichkeit, sich öffentlich frei zu äußern, als eine Methode vorgeschlagen, die Menschen zum Vernunftgebrauch zu erziehen. Das erinnert an die negative Erziehung von Rousseau, denn die Bewegung auf dem Pfad der Bildung soll nicht durch Inhalte, sondern durch die materielle Struktur vermittelt werden: Es gilt, für alle Menschen die Möglichkeit zu schaffen, von der eigenen Vernunft kritischen Gebrauch zu machen – das Weitere regeln sie dann selbst. Die Annahme, dass Menschen das Weitere dann selbst regeln können, liegt in der Logik der Sache, denn alles andere ist mit dem Ziel der Freiheit nicht zu vereinbaren