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Betty Paoli und die Mode
peer-reviewed
Am Beispiel der zu ihren Lebzeiten berühmten und renommierten Lyrikerin und Feuilletonistin Betty Paoli (1814–1894) erörtert Karin S. Wozonig Beschränkungen der Frauen im 19. Jahrhundert durch Vorgaben der Mode. Paoli beschäftigte sich in ihrem Schaffen bereits vor der sogenannten bürgerlichen Frauenbewegung mit Geschlechterstereotypen und Mode. Im Mittelpunkt des Beitrags steht das 1867 in der liberalen Neuen Freien Presse erschienene Feuilleton „Unsere Moden“. Wozonig zeigt, wie Paoli selbstbewusst über das Thema Mode nachdenkt und eine „Mitschuld“ der Frauen an manchen Missständen konstatiert – und wie sie dabei auf ihr Lebensthema abzielt: die Bildung der Frauen.
Using the example of Betty Paoli (1814–1894), a famous and renowned lyricist and feuilletonist during her lifetime, Karin S. Wozonig discusses the restrictions placed on women in the 19th century by the dictates of fashion. Paoli’s work dealt with gender stereotypes and fashion even before the so-called bourgeois women’s movement. The article focuses on the feuilleton “Unsere Moden” (Our Fashions) published in the liberal Neue Freie Presse in 1867. Wozonig shows how Paoli self-confidently reflects on the topic of fashion and states that women are partly to blame for some grievances – and how she at the same time aims at her life\u27s theme: the education of women
Making of – schaubuehne.oeaw.ac.at
Die 1905 von Siegfried Jacobsohn in Berlin gegründete Theaterzeitschrift Die Schaubühne zählte zu den führenden intellektuellen Organen im deutschen Sprachraum. Sie präsentierte und kommentierte die Avantgarde in Literatur und Kunst, reflektierte das Theatergeschehen der Zeit und brachte Vor- und Teilabdrucke aus Stücken in hoher Zahl. Die Liste an Beiträger:innen, Autor:innen und Kritiker:innen ist beeindruckend, die Schaubühne war ein weitsichtiges Organ mit hohem Anspruch, das die Vielfalt der Epoche wiederzugeben wusste. 1918 benannte Jacobsohn die Zeitschrift in Die Weltbühne um und gab ihr eine verstärkt politische Ausrichtung. Die 2024 online gegangene digitale Edition der Jahrgänge 1905–1918 wurde am Austrian Centre for Digital Humanities – Cultural Heritage (ACDHCH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften realisiert. Imelda Rohrbachers Beitrag stellt die Edition in ihrer Entstehungsgeschichte – ausgehend vom Ziel der Flexibilität des Taggings und der Validität des XML über Transformationen hinweg –, in ihrer Annotationsstrategie und dem Ergebnis auf der Website vor. Wichtiges Qualitätsmerkmal der Schaubühne-Edition ist die Fehlerauszeichnung, die digitale Edition umfasst neben Autoren- und Titelregister eine druckfehlerannotierte Textedition mit Lesefassung.
The theater magazine Die Schaubühne, founded in 1905 by Siegfried Jacobsohn in Berlin, was one of the leading intellectual organs in the German-speaking area. It presented and commented on the avant-garde in literature and art, reflected the theater events of the time, and published numerous preprints and excerpts from plays. The list of contributors, authors, and critics is impressive; Schaubühne was a far-sighted organ with high standards that was able to reflect the diversity of the era. In 1918, Jacobsohn renamed the magazine to Die Weltbühne and gave it a more political orientation. The digital edition of the years 1905–1918, which went online in 2024, was realized at the Austrian Centre for Digital Humanities – Cultural Heritage (ACDH-CH) of the Austrian Academy of Sciences. Imelda Rohrbacher’s contribution presents the edition in its history of development – based on the goal of flexibility in tagging and the validity of XML across transformations – in its annotation strategy and the result on the website. An important quality feature of the Schaubühne edition is the error marking; the digital edition includes, in addition to author and title indexes, a text edition (including a reading version) with annotation of printing errors
Die Familie im Blickpunkt: Familienmedienbildung als Konzept für eine bildungs- und handlungsorientierte Medienpädagogik
Die handlungsorientierte Medienpädagogik steht in der mediatisierten Gesellschaft vor der Herausforderung, ihre Ansätze und Konzepte weiterzuentwickeln, um ihrem Anspruch, Subjekte zu einem souveränen Medienumgang zu befähigen, weiterhin gerecht zu werden. Mit der Familienmedienbildung wird in diesem Beitrag ein Konzept vorgestellt, dass die Zielgruppe der handlungsorientierten Medienpädagogik auf Familien erweitert und neben der kreativ-gestalterischen Auseinandersetzung mit Medien vermehrt reflexive Elemente und das bildungs- und schulbezogene Lernen in den Blick nimmt. Die Familienmedienbildung wird dabei als theoretisches Konzept ausformuliert und auf Ebene ihrer praktischen Umsetzungsmöglichkeiten vorgestellt.In a society where digitalization plays an ever-growing role, action-oriented media pedagogy is challenged to keep rethinking and developing its methods to continue empowering individuals in regards of their media literacy. This paper presents the concept of family media education. Our approach extends the traditional focus of action-oriented media pedagogy to include families. It also places emphasis not only on creative, design-based interactions with media but also on reflective practices and learning that connects to both educational and school contexts. The concept is presented as a theoretical framework, the paper futhermore explains practical implementation strategies
Herausforderungen und Bewältigungsstrategien von First Generation Students beim Verfassen wissenschaftlicher Schreibprojekte: Eine qualitative Interview-Studie
Dieses Paper untersucht die Ressourcen und Herausforderungen von First-Generation-Students (FGS) an der Universität Wien im Kontext wissenschaftlicher Schreibprojekte. Während sich bisherige Forschung zu FGS vorwiegend auf den US-amerikanischen Raum beschränkt und häufig einer defizitorientierten Logik folgt, legt diese qualitative Studie den Fokus auf die Perspektiven und Handlungsspielräume der Studierenden selbst. Mittels konstruktivistischer, induktiver Analyse nach Clark und Brown (2006) wurde ein Fokusgruppen-Interview mit FGS ausgewertet. In den Ergebnissen zeigt sich, dass FGS zu Beginn ihres Studiums mit einem Gefühl der Unterlegenheit kämpfen, was sich in Perfektionismus und einem ausgeprägten Bedürfnis, sich zu beweisen, äußert. Zudem erschweren materielle Voraussetzungen und der damit verbundene Zeitmangel das Schreiben. Gleichzeitig entwickeln FGS jedoch vielfältige Strategien: Sie wählen ihr soziales Umfeld bewusst aus, setzen Grenzen gegenüber Lehrenden, nutzen KI als Schreibhilfe und begreifen wissenschaftliches Schreiben als Möglichkeit, dominante wissenschaftliche Paradigmen kritisch zu hinterfragen. Die vorliegende Studie trägt zu einer ressourcenorientierten Perspektive auf FGS bei und eröffnet neue Zugänge für die wissenschaftliche Arbeit mit FGS
Eine Traumatherapiesitzung mit Biss: Eine Fanfiction aus dem Redaktionsteam
Eine komplett normale Gruppentherapiesitzung, geleited von Yoda und Leonardo DiCaprio. Heute versammelt: Ginny, Bella, Pingu und eine mysteriöse flexible rosa Masse. Welche Probleme beschäftigen diese bekannten Filmfiguren? Und wie sehr hassen alle DiCaprio? Let\u27s find out
Fanart: Whang Zhi (Sleuth of the Ming Dynasty)
Ein Fanart einer Teilnehmer*in des Proseminars
The Allocations (Taʿyīnāt) of Abdurrahman Paşa in 1760
The Allocations (Taʿyīnāt) of Abdurrahman Paşa in 1760