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    Nicole Brenez: On The Figure In General And The Body In Particular. Figurative Invention In Cinema.: London: Anthem 2023. ISBN:9781839987809. 260 Seiten, 80.00£.

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    Manchmal dauert es ein wenig. Im Jahr 2000 beendete Bill Routt, frisch pensionierter Filmwissenschafts-Professor in Melbourne, seine aufgeregte Rezension von Nicole Brenez\u27 De la figure en général et du corps en particulier: l\u27invention figurative au cinéma (1998) mit der Hoffnung, "that Brenez\u27s book – all of it – will soon be translated into English so that her insightful and provocative work can annoy and intrigue an even wider audience than it has until now." (Routt 2000) Ein Vierteljahrhundert später ist es soweit. 2023 erschien Brenez\u27 Aufsatzsammlung bei Anthem Press auf Englisch. Dass die gründliche, klare Übersetzung von dem US-Amerikaner Ted Fendt, einem Filmemacher (Short Stay, 2016, Outside Noise, 2021) und cinephilen Filmpublizisten (Herausgeber von Jean-Marie Straub & Danièle Huillet, Wien: FilmmuseumSynema 2016), besorgt wurde, ist dabei schon ein Hinweis auf die Positionierung des Buchs zwischen den Stühlen von experimentierfreudiger Filmkritik und kunstwissenschaftlicher Begriffsarbeit. Dieser Spagat bildet sich bis heute in der Arbeit von Brenez ab, die als Professorin für Filmwissenschaft an der Universität Paris III – Sorbonne Nouvelle eine rege Tätigkeit als Filmprogrammiererin beibehalten hat. Vollständig ist die nun vorliegende Übersetzung des Buchs bei weitem nicht: Von 44 Texten im französischen Original fanden nur 24 Eingang, und die Auslassungen, verteilt über die Buchstruktur, bleiben im Buch irritierend unkommentiert. Die 260 Seiten enthalten trotzdem mehr als genug, um – im Sinne Routts – beim Lesen zu faszinieren wie aufzustören. (Und lohnender als das Weiterwarten auf eine deutsche Übersetzung ist das Lesen ohnehin.) Diese Veröffentlichung bietet nicht zuletzt eine neue Gelegenheit, sich mit einem frankophonen Filmdenken der Figuration auseinanderzusetzen, das im englischen und deutschen Sprachraum nach wie vor mäßig rezipiert ist. Als weitere Vertreter wären hier Philippe Dubois, Luc Vancheri und (in Teilen seines Werks) Jacques Aumont zu nennen, die sich wie Brenez sowohl an einer französischen Filmtheorie des Fotogenies als auch grob an den Theoriekoordinaten Erich Auerbach, Gilles Deleuze und Jean-François Lyotard orientieren. Auch innerhalb dieser Gruppe ist Brenez\u27 Beitrag in seinen Verfahren und Schwerpunkten distinkt. Im Zentrum ihres Buches steht die simple Feststellung, dass in der fotografischen Filmaufnahme Menschen, Tiere, Pflanzen, Dinge nie einfach \u27gezeigt\u27 würden. Noch im neutralsten Abfilmen steckt immer auch eine Bearbeitung der Erscheinungen, ob in der einzelnen Einstellung, im Schnitt oder über einen gesamten Film verteilt. "[O]ne must first consider that figuring anything is not a given. Indeed, it never will be, perhaps not even from shot to shot." (S. 20) Wenn hier (im Englischen wie im französischen Original) von "figures" die Rede ist, geht es also nicht um eine "Figurenanalyse" im Sinne Jens Eders, welche die Bildung von Figuren – im Sinne von dramatis personae – als einigermaßen stabile, mit sich identische Erzähleinheiten untersucht. Stattdessen betont Brenez\u27 Perspektive einer figuralen Analyse, wie Filme im balancierten Zusammenspiel von Bildgestaltung, Schnitt und Erzählung mit Gestalten (im Englischen: figures, aber eben nicht characters) auf Weisen operieren, die ganz andere Effekte zeitigen können. Programmatisch dienen ihr in den Einstiegskapiteln zur Erläuterung ihres Forschungsinteresses Beispiele aus dem Horror- und Actionkino: Die schemenhaften Doppelgängerwesen aus Abel Ferraras Body Snatchers (1993) werden in einem beeindruckenden Close Reading auf Spezifik und Inkongruenzen ihres Auftretens (wie, von wo, mit welchen visuellen Reimen und Kontrasten) und deren Zusammenspiel mit Beziehungsachsen und Motivhaushalt des Films hin gelesen. Auch im weiteren Verlauf des Buchs bleiben Monster – von den mehrdeutigen Silhouetten in Cat People (1942) bis zu der Differenz-Collage des titelgebenden Aliens in Predator (1987, mit \u27Dreadlocks\u27 und Vulva-Mund) – eine wiederkehrende Referenz für die recht unterschiedlichen "figurativen Ökonomien" (S. xii), die Filme mit ihren Körperbildern und -tönen je ins Werk setzen können und die statt Wiedererkennbarkeit abzusichern auch Unähnlichkeit, Uneindeutigkeit, Vermischung oder Transformation akzentuieren können. Insofern dient \u27der Körper\u27 dieser Aufsatzsammlung als offene Größe, die weder einen Kern authentischer Empfindung oder Erschütterung signalisieren soll (im Gegensatz zu manch anderem in der körperbesessenen Filmtheorie der 1990er Jahre), noch die völlige Verfügung von Kinotechnologien und -ökonomien über das Menschliche. Mit \u27Körpern\u27 (durchaus im geometrischen Sinn) hat die fotografische Filmaufzeichnung ständig zu tun und Brenez\u27 methodische Wette ist, dass es lohnt, Filme daraufhin zu analysieren, wie sie diese Körper organisieren – und auch was diese Körper in den Filmen tun, die ja eben doch nie nur geometrische Figuren sind, sondern eigene Vermögen und Neigungen mitbringen. Neben Menschen und anthropomorphen Monstern gehören in die Reihe untersuchter Körper ebenso Tiere (Lassie Come Home, 1943) oder Fahrzeuge (in einem schönen, leider unübersetzten Aufsatz im französischen Original etwa ein Segelschiff, das einem Dokumentarfilm von Heinrich Hauser Parameter seiner Darstellung selbst vorgibt). Aber auch die physischen Elemente des kinematografischen Basisapparats werden gelegentlich als Körper gefasst, wenn es Filme darauf anlegen, diese auszustellen. Das ist etwa der Fall in einer nuancierten Untersuchung von Paul Sharits\u27 Filmen und programmatischen Texten im Spektrum der Experimentalfilmbewegung des \u27strukturellen Films\u27, die Brenez erfrischenderweise nicht als monolithische Einheit behandelt. Brenez betont, sie würde mit ihren figuralen Analysen primär Fragen ausentwickeln, die die jeweiligen Filme mittels ihrer "figurativen Logik" (S. xiv) selbst stellen würden. In diesem Gestus steckt etwas vom scheinnaiven \u27Schauen wir einmal, was da im Filmbild genau steht\u27, das für die strukturalistische Methodik der "analyse textuelle" in der französischen Filmwissenschaft der späten 1960er und der 1970er Jahre prägend war. Wie dort fügen auch bei Brenez allerhand Theorie-Setzungen dem kleinteiligen Filmbilder-beim-Wort-nehmen ihren eigenen Drall hinzu. Diese betreffen hier aber nicht mehr so sehr freudomarxistische Ideologiekritik (und wenn doch, mehr Adorno als Althusser), sondern vor allem einen historisch weiten kunsttheoretischen und philosophischen Gelehrtenkanon, in dem Heraklit, Giordano Bruno und Takuan Sōhō neben Friedrich Nietzsche, Sergei Eisenstein und Roland Barthes stehen. Die jeweilige Auswahl der Stichwortgeber:innen mutet gelegentlich eklektisch und kontextuell unterbegründet an, wenn etwa an John Woos Hongkong-Actionfilmen abwechselnd Sophokles, Xenophon, Hegel und Lessing ihre Brauchbarkeit erweisen sollen. Zugleich zeigt gerade das Woo-Kapitel, mit dem Brenez nach der Einführung loslegt, den Erkenntniswert ihrer Art, nicht eilig über die Filmbilder hinweg zur Repräsentation zu springen. Wo etwa der Neoformalist David Bordwell in seinen konzisen Anmerkungen zu Woo in Planet Hong Kong ätzte, dieser würde in seinen wuchernden Actionszenen um 1990 "nie eine Einstellung verwenden, wenn es auch drei tun" (Bordwell 2011, S. 69), findet Brenez in Hard Boiled (1992) statt barocken Anschwellens etwas, das in solchen gedehnten Bildfolgen gelesen und ernst genommen werden will. Da würden erstens Helden und Schergen in Zeitlupe in ähnlichen Bewegungen und Bildpositionen direkt hintereinander montiert, bis sie gemeinsame Collage-Körper ausbilden. Und zweitens werde das Niederstürzen von tödlich getroffenen Gangsterkörpern durch mehrere Einstellungen hindurch verlangsamt und zur Himmelfahrt umgebogen (S. 9-12). Die Filmauswahl ist, soviel dürfte sich schon angedeutet haben, breit gefächert. Von Österreich aus gesprochen steht hier Arnold neben Arnold: Found-Footage-Filmer Martin Arnold kommt ebenso vor wie Schwarzenegger, der nicht nur als Hauptdarsteller von Predator einem Text das Schlussbild gibt, sondern an anderer Stelle auch als Terminator (1984). Dazwischen findet sich auch manches akademisch Kanonischere: Citizen Kane (1941) ist für Brenez ein Film über – erraten! – Menschenkörper, die in ihren Umgebungen entweder zu groß oder zu klein wirken. Nicht zuletzt macht der Band auch entschieden Lust, manchen weniger prominenten französischen Autor:innenfilm zu sehen, etwa Philippe Garrels Liberté, la nuit (1983), den sich Brenez gleich zweimal vornimmt, oder – über das Buchcover tanzend – die Teenager-Romanze Travolta et moi (1993) von der hierzulande selten gezeigten Patricia Mazuy (die aktuell mit La Prisonnière de Bordeaux ihren bestbesprochensten Film seit Jahren hat: ein Fall für weitere Untersuchungen?). Der Band versammelt überwiegend Texte, die für andere Zusammenhänge geschrieben wurden und im Umfang zwischen zehnzeiligem Aperçu und theoriehistorischem Zwanzig-Seiter variieren. Dennoch bleibt der Bezug der Texte zu Brenez\u27 übergreifenden Fragen figuraler Analyse meist klar. Ihr Schreibstil pendelt dabei durchgehend zwischen apodiktischer Zuspitzung und einem Zug zur Listenbildung (vier Eigenschaften, drei Ebenen, fünf Aspekte…), der Beobachtungen und Unterscheidungen eher vorsichtig durchsortiert als sie im Bauplan einer meisterlichen Lektüre zu verschalten. Als Maßstab für den Wert dieses Buchs scheint wenig sinnvoll, ob all die versammelten Befunde gleichermaßen einleuchten (manches bleibt dunkel, manches wirkt mehr gewollt als gefunden). Wichtiger ist, ob Brenez\u27 Fragerichtung und Methodik das Zeug haben, im eigenen Filmsehen und -schreiben einen Unterschied zu machen, und diesbezüglich fällt mir das Urteil leicht: Wer öfter einmal um Begriffe dafür gerungen hat, wie Filme an Körpern arbeiten (was zum Beispiel in Mond, 2024, Kurdwin Ayub als Regisseurin/Autorin und Florentina Holzinger als Hauptdarstellerin gemeinsam an Körpervariationen herstellen, vom beredten Rückenportrait übers Schminkpuppe-Werden bis zum Tanz im Stroboskoplicht), wird mit On the Figure in General and the Body in Particular viel anfangen können.   Literatur:Bordwell, David: Planet Hong Kong. Popular Cinema and the Art of Entertainment, 2. Aufl., Madison, Wisconsin: Irvington Way Institute Press 2011. Brenez, Nicole: De la figure en général et du corps en particulier: l’invention figurative au cinéma. Paris/Brüssel: De Boeck Université 1998. Routt, Bill: "De la figure en général et du corps en particulier: l’invention figurative au cinéma". In: Screening the Past, 1.3.2000. http://www.screeningthepast.com/issue-9-reviews/de-la-figure-en-general-et-du-corps-en-particulier-linvention-figurative-au-cinema/, abgerufen am 31.03.2025

    Stripes and Strings: Facilitating sustainable Digital Humanities research

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    The article introduces the service platform “Stripes and Strings”, where humanities scholars, archivists and librarians can find support looking for sustainable digital technologies that can address their research questions. Baillot emphasizes that in the field of digital humanities there is still a gap between technical needs and research questions. Modelling as a central element in the process of digital research is often outsourced to technical staff, not least due to a lack of academic reputation for modelling achievements. “Stripes and Strings" aims to counteract this with an epistemological approach and a focus on sustainability in relation to our planet’s resources. Der Beitrag stellt die Dienstleistungsplattform „Stripes and Strings” vor, auf der Geisteswissenschaftler:innen, Archivar:innen und Bibliothekar:innen Unterstützung finden können, wenn sie auf der Suche nach nachhaltigen digitalen Technologien sind, die ihre Forschungsfrage bearbeiten können. Baillot betont dabei, dass im Bereich der Digital Humanities nach wie vor eine Kluft zwischen technischem Bedarf und Forschungsfragen besteht. Die Modellierung als zentrales Element im Prozess digitaler Forschung wird oftmals an technisches Personal ausgelagert, nicht zuletzt aufgrund mangelnder akademischer Reputation für Modellierungsleistungen. Dem will „Stripes and Strings” mit erkenntnistheoretischem Anspruch und dem Augenmerk auf Nachhaltigkeit in Bezug auf die Ressourcen unseres Planeten entgegenwirken.The article introduces the service platform “Stripes and Strings”, where humanities scholars, archivists and librarians can find support looking for sustainable digital technologies that can address their research questions. Baillot emphasizes that in the field of digital humanities there is still a gap between technical needs and research questions. Modeling as a central element in the process of digital research is often outsourced to technical staff, not least due to a lack of academic reputation for modelling achievements. “Stripes and Strings" aims to counteract this with an epistemological approach and a focus on sustainability in relation to our planet’s resources. Der Beitrag stellt die Dienstleistungsplattform „Stripes and Strings” vor, auf der Geisteswissenschaftler:innen, Archivar:innen und Bibliothekar:innen Unterstützung finden können, wenn sie auf der Suche nach nachhaltigen digitalen Technologien sind, die ihre Forschungsfrage bearbeiten können. Baillot betont dabei, dass im Bereich der Digital Humanities nach wie vor eine Kluft zwischen technischem Bedarf und Forschungsfragen besteht. Die Modellierung als zentrales Element im Prozess digitaler Forschung wird oftmals an technisches Personal ausgelagert, nicht zuletzt aufgrund mangelnder akademischer Reputation für Modellierungsleistungen. Dem will „Stripes and Strings” mit erkenntnistheoretischem Anspruch und dem Augenmerk auf Nachhaltigkeit in Bezug auf die Ressourcen unseres Planeten entgegenwirken

    編者的話:: 倍蘊新章

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    The editorial committee is pleased to present volume 6.1 of the Journal of the European Association for Chinese Studies, which opens with a special section on “Ciphering and Ruling Modern China’s Population”.    編委會榮幸地推出《歐洲漢學學會學刊》第六卷第一期。本期特設“近代中國人口的編碼與治理”專題,作為開篇內容。編委會榮幸地推出《歐洲漢學學會學刊》第六卷第一期。本期特設“近代中國人口的編碼與治理”專題,作為開篇內容

    Die sonntägliche Eucharistiefeier – Fest des Lebens : Romano Guardinis Worte zum Sonntag mit einer liturgietheologischen Weiterführung

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    Angesichts lebhafter und teils kontroverser Debatten stellt sich zunehmend die Frage, ob das Festhalten an der gewohnten Praxis traditioneller (eucharistischer) Sonntagsgottesdienste am Vormittag noch zeitgemäß ist. In einer sich rasant wandelnden Gesellschaft fordern zahlreiche Stimmen zu einer kritischen (Selbst-)Reflexion heraus: Lässt sich der Sonntag noch retten? Würde dem Sonntag tatsächlich etwas fehlen, wenn die Feier von Tod und Auferstehung Jesu Christi entfiele – oder könnte man ihn, insbesondere in seiner liturgisch-eucharistischen Ausprägung, etwa doch bedenkenlos in der Asservatenkammer kirchlicher Praxis ablegen? Ausgewählte Schriften Romano Guardinis sollen zunächst einen Beitrag zur Klärung der Bedeutung und Relevanz des Sonntags leisten. Im Anschluss wird der Versuch unternommen, vertiefende liturgietheologische Perspektiven – insbesondere im Hinblick auf das Phänomen der Vulnerabilität – herauszuarbeiten.Ongoing and often controversial debates increasingly raise the question whether the continued observance of traditional (Eucharistic) Sunday morning services remains appropriate in the contemporary context. In view of far-reaching transformations in society, numerous voices are calling for a critical (self-)reflection: Can Sunday still be preserved? Would something be lost if the celebration of the death and resurrection of Jesus Christ were to cease – or could Sunday, particularly in its Eucharistic form, be consigned to the liturgical archive without significant loss? To address the meaning and theological significance of Sunday, selected writings by Romano Guardini will first be examined. Building on this foundation, further liturgical-theological perspectives are discussed, especially in view of vulnerability as a key concept for a theologically grounded interpretation of the present.Ongoing and often controversial debates increasingly raise the question whether the continued observance of traditional (Eucharistic) Sunday morning services remains appropriate in the contemporary context. In view of far-reaching transformations in society, numerous voices are calling for a critical (self-)reflection: Can Sunday still be preserved? Would something be lost if the celebration of the death and resurrection of Jesus Christ were to cease – or could Sunday, particularly in its Eucharistic form, be consigned to the liturgical archive without significant loss? To address the meaning and theological significance of Sunday, selected writings by Romano Guardini will first be examined. Building on this foundation, further liturgical-theological perspectives are discussed, especially in view of vulnerability as a key concept for a theologically grounded interpretation of the present.Ongoing and often controversial debates increasingly raise the question whether the continued observance of traditional (Eucharistic) Sunday morning services remains appropriate in the contemporary context. In view of far-reaching transformations in society, numerous voices are calling for a critical (self-)reflection: Can Sunday still be preserved? Would something be lost if the celebration of the death and resurrection of Jesus Christ were to cease – or could Sunday, particularly in its Eucharistic form, be consigned to the liturgical archive without significant loss? To address the meaning and theological significance of Sunday, selected writings by Romano Guardini will first be examined. Building on this foundation, further liturgical-theological perspectives are discussed, especially in view of vulnerability as a key concept for a theologically grounded interpretation of the present

    Collections as Data: The Project “Bibliotheca Eugeniana Digital” as Use Case at the Austrian National Library

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    Die Initiative „Sammlungen als Daten“ transformiert die Nutzung von Kulturerbe-Sammlungen, indem sie diese als maschinenlesbare Daten aufbereitet, um digitale Technologien wie Visualisierung, maschinelles Lernen und Datenanalyse zu ermöglichen. Ein Beispiel dafür ist das Projekt Bibliotheca Eugeniana Digital, das von der Österreichischen Nationalbibliothek gemeinsam mit der Universität für Weiterbildung Krems umgesetzt wurde. Ziel war die Rekonstruktion der Privatbibliothek von Prinz Eugen von Savoyen mittels digitaler Technologien (Maschinelles Lernen, HTR), um die Sammlung für weitere Forschung zu öffnen. Zu den Ergebnissen des Projekts zählt eine digitale Edition, ein offenes Datenset, sowie eine Visualisierung der Sammlung, die sowohl Forschenden als auch der Öffentlichkeit zugutekommt. Herausforderungen wie die Qualität der Digitalisierung, strukturierte Datenformate, Langzeitarchivierung und Zugänglichkeit, rechtliche Aspekte, sowie Nutzerfreundlichkeit und Visualisierung werden in diesem Kontext diskutiert. Dieses Projekt unterstreicht die Bedeutung des Ansatzes „Sammlungen als Daten“ für die Erforschung und Vermittlung historischen Wissens.The “Collections as Data” initiative is transforming the use of cultural heritage collections by preparing them as machine-readable data to enable digital technologies such as visualization, machine learning and data analysis. One example of this is the project Bibliotheca Eugeniana Digital by the Austrian National Library and the University for Continuing Education, which is reconstructing the private library of Prince Eugene of Savoy using digital technologies (machine learning, HTR) to enable further research. The results of the project are a digital edition, an open data set and a visualization of the collection that will benefit both researchers and the public. Challenges such as the quality of digitization, structured data formats, long-term archiving and accessibility, legal aspects, as well as user-friendliness and visualization will be discussed using the project as an example. This project underlines the approach of collections as data for the research and communication of historical knowledge

    Kurzfilmausschreibung von VIENNA SHORTS: Deadline: 05. Jänner 2026

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    Für die 23. Ausgabe des internationalen Kurzfilmfestivals (26. bis 31. Mai 2026) können Filme für zwei internationale Wettbewerbe, zwei nationale Wettbewerbe sowie für non-kompetitive Programmsektionen (außerhalb des Wettbewerbs) eingereicht werden. Die reguläre Deadline für alle Einreichungen ist der 5. Jänner 2026; die Nachfrist endet am 31. Januar 2026. fältig durchzulesen.For the 23rd edition of the international short film festival (May 26th to 31st, 2026), films can be submitted for two international competitions, two national competitions and non-competitive program sections (outside the competition). The regular Deadline for all submissions is January 5, 2026; the grace period ends on January 31, 2026

    Ko-Kreativ mit Maschinen: Generative und kommunikative KI als kreative und kritische Impulsgeberin in der Schule

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    Der Beitrag diskutiert aus medien- und schulpädagogischer Perspektive, wie kommunikative und generative KI ästhetische, kreative und spielerische Lernprozesse in Schule und Unterricht anregen können. Zu Beginn wird das Verhältnis von menschlicher und maschineller Kreativität theoretisch-konzeptionell diskutiert; kritisch reflektiert werden außerdem die behavioristisch geprägten Lernlogiken vieler digitaler Bildungs- und Lern-Apps, die Lernende auf enge, vorgegebene Lernpfade beschränken. Im Zentrum steht die Frage, wie KI nicht als „Drill-and-Practice-Maschine“ oder als „non-konstruktiver Shortcut“, sondern als „Impulsgeberin“ für ko-kreative Lernformen Lehrer*innen im Unterricht unterstützen kann. Anhand praxisnaher Beispiele – von kollaborativen Text- und Bildproduktionen über kreative und kritische Datenvisualisierungen bis hin zu hybriden Kunstprojekten – zeigt der Beitrag, wie Schüler*innen zu forschenden, gestaltenden und reflektierenden Akteur*innen werden können. Er plädiert für eine kritisch-reflektierte Medienbildung, in der Lehrer*innen mit der KI als ko-kreative Partnerin zusammenarbeiten.From a media and educational science perspective, this article discusses how communicative and generative AI can stimulate aesthetic, creative, and playful learning processes in schools and classrooms. After providing a theoretical examination of the relationship between human and machine creativity, it critically questions the behaviorist learning logics underlying many (digital) learning apps and educational applications. The core question is how AI can serve as an inspiring co-creative catalyst for experimental and design-oriented learning formats that support teachers. Using practical examples ranging from collaborative text and image productions to AI-assisted data visualizations and hybrid art projects, the article illustrates how students can become inquisitive, creative, and reflective agents in their own learning. The article calls for critically reflective media education, in which teachers collaborate with AI as co-creative partners

    “Now what?” in Social Ontology and Metaethics

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    Error theorists of all stripes face the “Now what?”-question: what do we do with our judgements if they are systematically erroneous? The question is perhaps most commonly discussed with error theories about all moral judgements or all normative judgements in mind. But other error theories are possible. As it matters particularly for our social coordination and is ideologically and emotionally charged, I consider an error theory about corporate moral responsibility judgements—both for its own sake and to see if it generates lessons about how to answer the “Now what?”-question more generally. First, I argue that an error theory about corporate moral responsibility judgements plausibly could be true, which gives us reason to explore the “Now what?”-question about it. Then I argue that if it is, we should become revisionary expressivists about corporate moral responsibility judgements. This allows us to preserve our interests in these judgements better than alternative responses, including abolitionism, conservationism, fictionalism, propagandism, and revisionary naturalism. Finally, I generalize to more familiar error theories. Altering some assumptions, the lessons from “Now what?” about corporate moral responsibility judgements also make revisionary expressivism generalize to answer the “Now what?”-questions faced by more familiar error theories

    Fandom - Safe(r) Space?

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    Der Text „Fandom – Safe(r) Space?“ fragt, ob Fandoms wirklich sichere Orte darstellen. Er zeigt, dass sie zugleich Zuflucht und Konfliktzone sein können – kreativ, empowernd, aber auch ausgrenzend. Zwischen Fanfiction, Mary Sues und Gatekeeping wird deutlich: Fandoms sind keine Utopien aber dennoch eine Zuflucht.Dieser Beitrag stellt zunächst Fandoms und Safe Spaces generell in Relation. Darauffolgend werden soziale Regeln und Normen in Fandoms angesprochen, wobei anschließend die Frage gestellt wird, für wen Fandoms tatsächlich als Safe Spaces agieren. Abschließend wird die Rolle und Auswirkung der Kritik in Fandoms näher untersucht

    Fanart: Jinx

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    Ein Fanart von Marlies Stepha

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