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    Professionelles Schreiben in mehreren Sprachen – das PROSIMS-Schreibprozessmodell

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    Schreibprozesse verlaufen individuell und situativ unterschiedlich. Wie Strategien, Routinen und verschiedene Sprachen bei anspruchsvoller Textproduktion in mehrsprachigen Kontexten eingesetzt werden, hängt von einer Reihe von Faktoren ab. Das dreiteilige PROSIMS-Schreibprozessmodell fokussiert auf das Zusammenspiel dieser Faktoren: Der Schreibprozess wird als Abfolge von Schreibsituationen modelliert, in denen sich jeweils heuristische und/oder rhetorische Anforderungen und Herausforderungen (HRAH) in einem spezifischen Bedingungsgefüge ergeben. Die HRAH stellen wiederum Anknüpfungspunkte für Strategien und Routinen dar, die auf die jeweilige Schreibsituation wirken, sie verändern und eine neue schaffen – mit neuen HRAH. Werden Schreibprozesse solcherart als dynamische Systeme in mehrsprachigen Kontexten modelliert, unterstützt dies die Reflexion und Analyse des Einsatzes von Schreibstrategien und sprachlichen Ressourcen in individueller und situativer Variation.Writing processes vary individually and situationally. How strategies, routines and multilingual resources are applied in the production process of texts with high level requirements, depends on a variety of influence factors. The PROSIMS writing process model focuses on the interaction of those factors: The writing process is visualized as sequence of writing situations containing specific heuristic and rhetorical requirements and possible challenges (HRRC; in German: HRAH). The HRRC can be seen as connecting points for strategies and routines. Activities during writing interact with the conditions of the writing situation, change them and thus create a new situation – with new conditions and new HRRC. Such an understanding of writing processes as dynamic systems supports the reflection and analysis of the use of (multilingual) verbal resources in its individual and situational variation in writing processes

    „Interkulturelle Kommunikation im Unterricht“ – Empirische Beobachtungen im Kontext von DaZ als Gegenstand von Fallarbeit in der Lehrer*innenbildung

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    Unser Beitrag hat zwei Schwerpunkte: Zuerst beschäftigen wir uns mit der Frage, wie die empirische Erforschung interkultureller Kommunikation in Lehr-Lern-Kontexten möglichst ohne Essentialisierung von Kultur aussehen kann. Wir schlagen vor, Unterrichtsinteraktion anhand der Prämissen der Konversationsanalyse (KA) zu untersuchen, und zeigen eine Beispielanalyse aus sprach- und fachintegriertem Projektunterricht in einer Internationalen Klasse (Willkommens-klasse). Darauf aufbauend zeig en wir anhand pilotierter Lehrveranstaltungen an der Martin-Lu-ther-Universität Halle-Wittenberg, wie empirisches Material für Fallarbeit im Lehramtsstudium ein-gesetzt werden kann, mit dem Ziel, eine kulturreflexive Haltung anzubahnen, die in einer Migrati-onsgesellschaft als Teil der Entwicklung von Professionalität von Lehrer*innen konzeptualisiert wird.This paper’s aim is twofold: First, we ask how intercultural communication may be conceptualized and empirically analyzed while avoiding the pitfall trap of cultural determinism. Our suggestion is to explore classroom interaction by adhering to the principles of Conversation Analysis (CA), and we show a single case analysis of an extract of classroom interaction in a language and content integrated learning project in a so-called International Class (Willkommensklasse). Second, we show how we have used such empirical material in teacher education at Martin Luther University Halle-Wittenberg. In courses that draw on casuistics, the goal is to allow the (prospective) teachers to develop a (more) culture reflexive stance, which we conceptualize as an integral part of profes-sionalization in a migration society

    Probleme geflüchteter Jugendlicher in Intensivklassen an beruflichen Schulen: Eine interkulturelle Bestandsaufnahme aus Sicht der teilnehmenden Jugendlichen

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    Der Bedarf an Beschulungsmaßnahmen für geflüchtete Jugendliche ist seit 2015 enorm gestiegen. Dafür wurden unter anderem InteA-Klassen an beruflichen Schulen gegründet. Da das Programm erst seit dem Schuljahr 2015/2016 existiert, konnten bisher nur wenige empirische Daten dazu gesammelt werden. Die vorliegende Untersuchung beschäftigt sich mit Problemen, die in diesem Programm aus Sicht der Schülerinnen und Schüler auftreten. Dafür wurden 12 Interviews mit Schülerinnen und Schülern aus Intensivklassen an beruflichen Schulen (im weiteren Text InteA-Klassen genannt) geführt und qualitativ ausgewertet. Die Schülerinnen und Schüler wurden unter anderem zu den Punkten Lehrkräfte, Erstsprachgebrauch, Unterrichtsfächer und Mitschüler befragt. Durch die Analyse der erhobenen Daten lässt sich festhalten, dass von mehreren Schülerinnen und Schülern dieselben Kritikpunkte an verschiedenen Bereichen des InteA-Programms geäußert werden.The need for taking measures to ensure education for adolescent refugees has increased enormously since 2015. To meet this need, so-called InteA-classes have been offered at vocational schools. In that this program has only existed since the 2015/2016 school year, there is only little empirical data available. The study presented here deals with problems with the program as seen by the pupils themselves. For this purpose, twelve interviews with refugees visiting InteA-classes were conducted and qualitatively evaluated. The pupils were asked about their experiences with teachers, their use of first language, their subjects and their classmates. The analysis of the data shows that refugees encounter the same problems in various areas of the InteA- program

    Mehrsprachigkeit in der Familie: Einführung in den Themenschwerpunkt

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    Die Rolle von Mehrsprachigkeit beim Lehren und Lernen von Fremdsprachen aus der Sicht zukünftiger SprachenlehrerInnen in Finnland

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    Die hier präsentierte Studie untersucht vor dem Hintergrund der Implementierung neuer Lehrpläne in Finnland, in denen Mehrsprachigkeit eine wichtige Rolle spielt, über welche Erfahrungen mit Mehrsprachigkeitsdidaktik Lehramtsstudierende (n=18) aus der eigenen Schulzeit sowie aus der Fachlehrerausbildung an der Universität verfügen und welche Einstellungen sie gegenüber den Neuerungen haben. Die Analyse der Fragebogenuntersuchung zeigt, dass die Studierenden in institutionellen Kontexten nur wenig mit Mehrsprachigkeitsdidaktik in Berührung gekommen sind. Andererseits beurteilen sie ihr mehrsprachiges Repertoire als nützliche Ressource beim eigenen Fremdsprachenlernen und begrüßen die Neuerungen in den Lehrplänen. Aufgrund der in dieser Untersuchung deutlich hervortretenden fehlenden Erfahrung mit Mehrsprachigkeits-didaktik erscheint Aus- und Weiterbildung in diesem Bereich als unumgänglich und am Ende des Beitrages werden zwei Beispiele für neue Unterrichtsmodule zu diesem Thema vorgestellt.In the context of the implementation of new curricula in Finland, in which multilingualism plays an important role, the study presented here examines pre-service teachers’ (n=18) experiences with multilingual didactics from their own school days as well as from the teacher training at university and their attitudes towards the innovations. The analysis of the questionnaire shows that students have had little contact with multilingual didactics in institutional contexts. On the other hand, they consider their multilingual repertoire to be a useful resource in their own foreign language learning and they welcome the innovations in curricula. Due to the lack of experience with multilingual didactics revealed by this study, education and training in this area appears to be necessary and at the end of the article two examples of teaching modules on this topic are presented

    Direktheit, Indirektheit und Ironie in der Fremdsprachendidaktik des Spanischen – Über das Konzept der kulturellen Stile und seine Bedeutung für das interkulturelle Lernen im Fremdsprachenunterricht

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    Die Erstellung neuer Deskriptoren zur interkulturellen Kompetenz im Begleitband zum Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (Council of Europe 2018) bietet die Gelegenheit, neue didaktische und methodische Impulse zur Einbettung interkulturellen Lernens im Fremdsprachenunterricht zu geben. Am Beispiel der Verwendung von Ironie mit positiven Wirkungen in der direkten Kommunikation auf Spanisch werden Möglichkeiten beschrieben, mit kommunikativen als kulturellen Stilen zu arbeiten, um Elemente interkultureller Kompetenz in den Unterricht einzufügen. Insgesamt soll damit gezeigt werden, wie durch die Thematisierung kultureller Stile nicht essenzialistisches, kulturspezifisches sowie transkulturelles, perspektivenreflexives Lernen in klassischen formellen Bildungskontexten gestaltet werden kann.The creation of new descriptors for intercultural competence in the companion volume of the Common European Framework of Reference for Languages (Council of Europe 2018) offers the opportunity to provide new didactic and methodological impulses for embedding intercultural learning in foreign language teaching. Using irony with positive effects in direct communication in Spanish as an example, possibilities of working with communicative as cultural styles to incorporate intercultural competence in the classroom are described. In summary, it will be shown how non-essentialist, culture-specific as well as transcultural, perspective-reflective learning can be designed in classical formal educational contexts by addressing cultural styles

    Ich weiß ja, was im Plan steht, aber was genau soll ich eigentlich im Unterricht machen – Bericht über eine erste Pilotuntersuchung hinsichtlich des Fort- und Weiterbildungsbedarfs bei norwegischen Deutschlehrern

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    Norwegische Deutschlehrer unterrichten seit 13 Jahren nach dem geltenden Lehrplan K06. Ein neuer Lehrplan wird 2020 eingeführt. Welchen Fort- und Weiterbildungsbedarf sehen Fachlehrer nach langjährigen Erfahrungen mit dem Lehrplan K06? Dieser Frage geht die vorliegende Pilotstudie nach. Sie liefert ein erstes Datenmaterial, das eine wichtige Grundlage für eine zukünftige umfassende Bedarfsanalyse unter Lehrern des Faches Deutsch und anderer Fremdsprachen bilden kann.Norwegian teachers of German have taught some thirteen years in accordance with the valid curriculum (læreplan) K06. A new curriculum will apply from 2020. Which needs of continued and further education are seen by such teachers, with a long experience from working within the K06 curriculum? My pilot study has investigated this question, and resulted in data which could represent an important point of departure for a necessary, extensive needs assessment among teachers of German and other foreign languages

    Neue Lernerfahrungen und Kontexte durch Partnerschaften im Austausch und vor Ort: Zugänge zur Relevanz von Deutsch als Fremdsprache in Kanada

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    Didaktische Möglichkeiten und Herausforderungen der nonverbalen Kommunikationssituation im digitalen Raum – Präsentation und Erfahrungsbericht eines internetbasierten DaF-Lehrerkurses

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    Dieser Beitrag beleuchtet sowohl die didaktischen Möglichkeiten des Online-Fernunterrichts am Beispiel eines komplett internetbasierten DaF-Lehrer-Fortbildungskurses in Norwegen als auch die kommunikativen Herausforderungen, vor welche die den Fernunterricht durchführenden Lehrkräfte im digitalen Raum gestellt werden. Auf der einen Seite wird die Notwendigkeit eines rein internetbasierten Fortbildungskurses für die in den Schullalltag bereits eingebundenen TeilnehmerInnen dargelegt und gleichzeitig beleuchtet, in wie weit dies die Webinar-Didaktik um neue Möglichkeiten bereichern kann. Auf der anderen Seite können die Erfahrungswerte der den Online-Kurs unterrichtenden Lehrkräfte wertvolle Anhaltspunkte für eine Weiterentwicklung dieser Lehrmethode bieten. Auf Grundlage einer kurzen Befragung werden die Beobachtungen und Empfindungen der Lehrkräfte in einer digitalen und damit kommunikativ eingeschränkten Unterrichtssituation dargestellt. Ausblickend werden Lösungsansätze präsentiert, wie sich potenzielle ‚digitale Lehrkräfte‘ auf diese Situation vorbereiten könnten.This article provides, on the one hand, insights into the didactic possibilities of online teaching by presenting an exclusively internet-based teachers’ education course in German as a foreign language (GFL) in Norway. On the other hand, the point of discussion lies on the communicative challenges that the teaching staff of the course faces in the digital room. Since the participants already are deeply involved in the everyday routines at their schools, there is a necessity to provide the course exclusively online-based. This offers new perspectives in the field of webinar didactics. Therefore, experiences of the teachers running these classes can contribute to furthering the development of digital teaching methods. Based on findings from a short survey, the focus lies on their observation and perception of teaching in a virtual setting, which is restricted by limited communicative aspects. Concluding approaches on how potential ‘digital teachers’ can be prepared for this situation will be presented

    Understanding humorous metaphors in the foreign language: a state-of-the-art review

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    Humor is not only a highly valuable tool for pedagogical purposes, it can also help language learners increase their feeling of engagement in everyday communication in the target culture (cf. Lee 2006). However, the understanding of humor in a foreign language (L2) requires the use of a great deal of knowledge that goes far beyond the mastery of mere linguistic features of the target language. It requires the use of specialized sociocultural knowledge (e.g. the use of political satire, local sights and sounds, historical references) and to some extent the creative elaboration of figurative meaning. In this context, it is quite surprising that cross-cultural humor research so far has neglected the contribution of conceptual metaphors as a mean to create humorous language. Therefore, the present article explores the theoretical and empirical interconnections between cross-cultural humor research and cognitive linguistic research on metaphor and shows some directions for future research on the comprehension of humorous metaphors in the L2.Humor ist nicht nur ein wertvolles didaktisches Mittel, sondern er kann Sprachlernern dazu verhel-fen, ihre affektive Beteiligung an zielkultureller Alltagskommunikation zu stärken (vgl. Lee 2006). Das Verständnis von Humor in einer Fremdsprache (L2) erfordert jedoch den Einsatz von Wissens-beständen, die weit über die Beherrschung rein sprachlicher Merkmale der Zielsprache hinausgehen. Es erfordert nämlich den Einsatz von soziokulturellem Wissen (z.B. die Verwendung von politischer Satire, Kulturgütern und Lauten, historischen Bezügen) und bis zu einem gewissen Grad den kreati-ven Umgang mit metaphorischer Bedeutung. Vor diesem Hintergrund mag es überraschen, dass die kontrastive Humorforschung die konzeptuellen Metaphern als linguistisches bzw. konzeptuelles Mittel des Humors bisher kaum erforscht hat. Daher untersucht der vorliegende Aufsatz die theoretischen und empirischen Verbindungen zwischen der kontrastiven Humorforschung und der kognitionslinguistischen Metaphernforschung und formuliert Desiderata für künftige Studien zu den Verarbeitungsprozessen humorvoller Metaphern in der L2

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