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    Was bedeutete „Literarische Texte verstehen“ im Fremdsprachenunterricht und was kann und könnte es bedeuten?

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    Dieser Beitrag befasst sich mit dem Umgang mit literarischen Texten im Unterricht Deutsch als Fremdsprache in der französischen Schweiz. Der Ausgangspunkt sind einige Überlegungen zur Bedeutung des Lesens literarischer Texte im heutigen Unterricht. Im ersten Teil wird der Literaturunterricht (LU) in schulischem Kontext des Kantons Waadt im Kontext der Bildungspolitik erläutert. Im zweiten Teil wird die Verschiebung der Rolle von Literatur mit der Entwicklung didaktischer Methoden für den fremdsprachlichen LU in einer historisch-sozial-didaktischen Perspektive dargestellt. Im dritten Teil wird der Umgang mit dem aktuellen kompetenz- und handlungsorientierten LU in der Praxis und die Perspektiven, die sich daraus ergeben, diskutiert.This article focuses on teaching literary texts in German as a foreign language in the French-speaking part of Switzerland. I start with a discussion of the importance of reading literary texts in current teaching. In the first part, literature teaching in the school context of the canton of Vaud is explained in the context of educational policy. In the second part, I present changes of the role of literature in foreign language teaching from a socio-historical and didactic perspective. In the third part, I discuss perspectives for the teaching of literature within the framework of current action-oriented approaches

    Mehrsprachigkeit in der Schule – aus der Sicht migrationsbedingt mehrsprachiger Jugendlicher

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    Wie erleben und empfinden migrationsbedingt mehrsprachige Schüler*innen (im Folgenden: S*S) den Umgang mit ihrer Mehrsprachigkeit in der Schule? Wie schätzen sie die Einstellungen von ihren einsprachig aufgewachsenen MitS*S und Lehrkräften gegenüber ihrer Mehrsprachigkeit ein? Inwiefern wünschen sie sich eine Berücksichtigung ihrer Erstsprachen als Schulsprache oder Unterrichtsgegenstand? Der vorliegende Beitrag geht diesen Fragen nach. Um zu ergründen, welcher schulische Umgang mit migrationsbedingter Mehrsprachigkeit aus der Sicht der betroffenen S*S gepflegt bzw. gewünscht wird und welche Wertschätzung bzw. Berücksichtigung sog. ,Migrantensprachen‘ in der Schule aus ihrer Sicht erfahren, haben wir 308 S*S (Sek II) im Alter von 15–20 Jahren mittels eines standardisierten Fragebogens befragt. Neben mehrsprachig aufgewachsenen S*S (N=141) nahmen zum Vergleich auch einsprachig aufgewachsene S*S (N=167) an der Studie teil.How do multilingual students who grew up with a heritage language and acquired German as a second language think about the handling of migration related multilingualism in German schools? How do they perceive the attitudes of monolingual students and teachers towards their multilingualism? Would they like a stronger consideration of their heritage languages as a school subject or as school language, and how should this be achieved? The present study focuses on such questions, particularly from the perspective of heritage language speakers, and presents the results of a questionnaire-based survey which was conducted with 308 students between the ages of 15 and 20. The language attitudes of 141 heritage speakers is compared to the language attitudes of 167 L1 German speakers

    Deutschförderung und Prüfungen in einem Bildungsgang für neuzugewanderte Jugendliche an berufsbildenden Schulen in Bremen: Herausforderungen und Lösungsansätze

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    Der Beitrag beschreibt Maßnahmen der beruflichen und sprachlichen Integration neuzugewanderter Jugendlicher an berufsbildenden Schulen im Bundesland Bremen. Nach einer Darstellung der Rahmenbedingungen wird auf Deutschprüfungen in einem speziellen Bildungsgang eingegangen und die Abschlussprüfung Erweiterte Berufsbildungsreife im Bereich Deutsch genauer in den Blick genommen. Daraufhin werden die mit dieser zentralen Prüfung einhergehenden Herausforderungen für die Schülerinnen und Schüler einerseits und für die Lehrkräfte andererseits erläutert. Schließlich werden lokale Lösungsansätze aufgezeigt, diskutiert und mit Beispielen illustriert: erstens die Zusammenarbeit von Lehrkräften mit der Bildungsbehörde zwecks Anpassung der Abschlussprüfung und zweitens die Vorbereitung der Lernenden auf die Prüfung in der Unterrichtspraxis.In this article, we describe measures for the professional and linguistic integration of recently immigrated young people in professional schools in the federal state of Bremen, Germany. After a presentation of the surrounding conditions, we focus on the standardized final German exam in a specialized educational programme. Students and teachers are facing challenges concerning this central test. We illustrate and discuss two current local solutions: First, the adaptation of the German exam in cooperation with teachers and stakeholders in the local school administration; and secondly, the preparation of learners in classroom

    Schreiben mit digitalen Hilfsmitteln. Suchstrategien und Anwendungsmuster einiger schwedischer Deutschlernender

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    Die Nutzung von frei verfügbaren Sprachlernressourcen im Internet ist gängige Praxis der Lernenden im Fremdsprachenunterricht in der schwedischen Schule geworden. Aus der Forschungsperspektive ist jedoch bisher wenig bekannt über die konkreten Anwendungsmuster und Strategien der Lernenden bei der Verwendung digitaler Lernhilfen. Die vorliegende Studie untersucht, wie schwedische Deutschlernende Online-Wörterbücher und Übersetzungsmaschinen beim Schreiben anwenden. Es werden acht Anwendungsmuster und Strategien beschrieben. Insgesamt zeigt sich eine große Heterogenität u.a. bezüglich der zielorientierten, planmäßigen Einbindung der Suchvorgänge in den Schreibprozess, der kompetenten Nutzung der Funktionen von Online-Ressourcen sowie der adäquaten Einbindung der Suchergebnisse in den eigenen Text.The use of freely available language learning resources on the Internet has become common practice among foreign language learners at Swedish schools. From a research perspective, however, little is known about the particular application patterns and strategies of learners when employing digital learning tools. The present study investigates how Swedish learners of German apply online dictionaries and machine-based language translators when writing texts. The results show eight highly heterogeneous patterns and strategies. These include the goal-oriented and systematic implementation of online searches in the writing process, the competent use of the online resources’ functions as well as the adequate integration of search results in their own texts

    Englischdidaktik in der Grundschule. Eine Lehrkräftebefragung zu Bedeutung und Umsetzung didaktischer Prinzipien

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    Der vorliegende Beitrag stellt eine Befragung von 23 Grundschulenglischlehrkräften vor, die sich auf den Einsatz sowie die Relevanzzuschreibung verschiedener Unterrichtsmaterialien und Methoden im Sinne einer literaturbasierten Konkretisierung didaktischer Prinzipien für den Englischunterricht bezieht. Die Befragung erfolgte anonym mithilfe eines Fragebogens. Die Ergebnisse zeigen, dass die meisten Lehrkräfte einen motivierenden, kindgerechten, authentischen und fördernden Englischunterricht für sehr wichtig erachten und sich bemühen, den Unterricht entsprechend zu gestalten. Lehrkräfte unterscheiden sich jedoch in der Bedeutungszuschreibung und dem Einsatz verschiedener didaktischer Prinzipien je nachdem, ob sie Englisch als Unterrichtsfach studierten, mehr oder weniger Zeit im englischsprachigen Ausland verbrachten, wie sie ihr eigenes Sprachkönnen einschätzen und schließlich auch hinsichtlich ihrer beruflichen Erfahrung.This article presents data from 23 English teachers in primary education in Germany about the importance and implementation of didactical principles based upon a theoretical approach. An anonymous and comprehensive online survey was administered. Results reveal that English teachers stress the importance for organizing their classes in a motivational, authentic, and supporting way that is suitable for their young learners and mainly act according to these principles. Attribution of relevance and application of didactic principles depends on the teacher: whether s/he studied English as foreign language as a major subject, spent time in English speaking countries or how s/he evaluates her/his own competence in English and finally, on occupational experience

    Zum Einsatz des Deutschen Sprachdiploms der Kultusministerkonferenz (erste Stufe) an Schulen in Deutschland: Ein Problemaufriss

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    Neuerdings kommt das für Deutschlernende an Schulen im Ausland entwickelte Deutsche Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz (erste Stufe) auch im Inland zum Einsatz. Allerdings wurde die Validität dieser Testverwendung noch nicht nachgewiesen. Basierend auf einem verbreiteten Validierungsmodell diskutiert dieser Artikel Potenziale und Herausforderungen des DSD-Einsatzes im Inland. Es wird gezeigt, dass positive Konsequenzen erhofft werden, deren Nachweis jedoch noch aussteht; nicht intendierte Folgen werden kaum thematisiert. Ferner zeigt sich eine große Heterogenität der Einsatzzwecke. Der Beitrag bespricht dann das im Spannungsfeld von kommunikativer und bildungssprachlicher Kompetenz angesiedelte Testkonstrukt und diskutiert die Rolle des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens. Modelltestanalysen zeigen ferner, dass Testinhalte teils ethisch problematisch sind. Insgesamt verweist der Beitrag auf den Bedarf einer umfassenden Validierungsanstrengung für die neue Verwendung des DSD I.Recently, the Deutsches Sprachdiplom (DSD) I, a language test originally developed for learners of German at schools outside of Germany, has increasingly been used for newly immigrated pupils inside Germany. However, almost no validity evidence justifying this novel test use is available. Based on a well-proven assessment use argument, this contribution delineates potentials and possible drawbacks of this test use. For example, we show that while beneficial consequences are expected, there is a lack of evidence proving these effects; unintended consequences have not yet received any attention. Furthermore, the DSD I is being used for a wide range of heterogeneous test purposes. In summary, the contribution recommends a considerable validation effort for the new DSD I use

    „Das ist Zeitverlust für mich, den Text wieder lesen“ – Einblicke in das Schreiben von Zusammenfassungen in der Fremdsprache Deutsch

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    Akademisches Schreiben erfordert die Verarbeitung von Informationen aus unterschiedlichen Quellen. Ein wichtiger Schritt in diesem Verarbeitungsprozess ist das Zusammenfassen, also die Reduktion und sprachliche Transformation des Gelesenen und/oder Gehörten. Wie aber gehen Schreibende mit diesen Anforderungen um? Im Rahmen einer Validierungsstudie für den digitalen Test Deutsch als Fremdsprache (TestDaF) wurden die kognitiven Prozesse von internationalen Studienbewerberinnen und -bewerbern beim Verfassen einer schriftlichen Zusammenfassung mit Hilfe eines Mehr-Methoden-Designs untersucht. Der Beitrag diskutiert exemplarisch an Daten von zwei Teilnehmenden die Möglichkeiten und Grenzen der eingesetzten Methoden Eye Tracking und Stimulated Recall und gibt des Weiteren Einblicke in die Bearbeitungsprozesse und die Anforderungen, die das Aufgabenformat an die Teilnehmenden stellt.Academic writing requires the processing of information from different sources. An important step within this process is the summarisation of information, i.e. extracting, reducing, and clearly expressing the information that has been read and/or heard. But how do writers deal with these demands? As part of a validation study for the newly developed digital Test Deutsch als Fremdsprache (Test of German as a foreign language; TestDaF), cognitive processes of international study applicants were investigated while completing a summary writing task. This paper uses data of two participants to discuss the possibilities and limitations of the eye tracking and stimulated recall methods that were applied. Furthermore, it sheds light on the writing process and the challenges participants encountered when writing from sources

    Zoom, Padlet, Screencast + Co. – Fremdsprachen lehren und lernen in Zeiten der Corona-Krise

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    Die Corona-Pandemie stellte (und stellt) Hochschulen weltweit vor große Herausforderungen. So musste im März 2020 die University of Sydney innerhalb weniger Tage Möglichkeiten, Ansätze und Konzepte zur Aufrechterhaltung des Lehrbetriebs erarbeiten. Die Einstellung des Präsenzunterrichts führte zur Verlagerung des Lehr- und Lernangebots in die vollständig onlinebasierte Lehre. Dieser Umstand zwang viele Lehrkräfte, sich tiefgründiger mit Distance- bzw. Online-Learning zu beschäftigen. Inzwischen dürfte die Onlinelehre zu einem der weltweit größten Experimente im Bereich Bildung gehören. Der vorliegende Beitrag berichtet über Erfahrungen aus der universitären Unterrichtspraxis im Kontext Deutsch als Fremdsprache.The corona pandemic has posed and continues to pose significant challenges for tertiary education institutions worldwide. In March 2020, the University of Sydney had just a few days in which to develop options, approaches and concepts for the continuation of its teaching activities during lockdown. The suspension of face-to-face teaching lead to a transition of the curriculum to completely online instruction. These circumstances forced many teaching staff to engage more intensively with distance and online learning. Online instruction during this period may well constitute one of the greatest worldwide experiments in the field of education. This contribution reports on experiences in university teaching practice in the context of German as a foreign language

    Why do so many children who hear two languages speak just a single language?

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    Twenty years ago De Houwer (1999) asked why young children reared with two languages speak just a single language. At the time, there was little research that could address the question. This contribution reviews research from the last two decades that either directly or indirectly addresses the problem of single language use by bilingually raised children. Amongst others, it focuses on the role of parental input patterns, the quantity and quality of language input, parental discourse strategies, the role of institutions such as day care centers and preschools, and child agency.Vor zwanzig Jahren stellte De Houwer (1999) die Frage, warum junge Kinder, die in zwei Sprachen erzogen wurden, nur eine Sprache sprechen. Zu jener Zeit gab es kaum Forschung, die dieser Frage nachging. Dieser Beitrag blickt zurück auf die Forschung der letzten zwei Jahrzehnte, die direkt oder indirekt das Problem der Einsprachigkeit bei zweisprachig erzogenen Kindern behandelt. Besprochen werden, u.a., die Rolle der sprachliche Input-Muster der Eltern, die Quantität des Inputs, die elterlichen Diskursstrategien, die Spracheinstellungen von Kindern und die Rolle von Institutionen wie Tagesstätten und Vorschulen

    Kulturelles Gedächtnis und Erinnerungsorte im Kontext Deutsch als Fremdsprache

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    Die Autorin fasst auf der Grundlage mehrerer früher entstandener Texte sowie einschlägiger Lehrveranstaltungen und Projekte ihre Erfahrungen mit der Konzeption des Kulturellen Gedächtnisses und der Erinnerungsorte im akademischen Kontext Deutsch als Fremdsprache zusammen. Der Beitrag ist entlang von fünf Fragen konzipiert, und folgt einer Fokussierung vom theoretischen Rahmen zu einer konkreten didaktischen Idee und ihrer methodischen Umsetzung. In den Antworten wird angedeutet, welchen notwendigen Vereinfachungen komplexe kulturwissenschaftliche Forschung oftmals unterliegen muss und welchen Lese- und Diskussionsaufwand sie erfordert, um eine der wichtigsten Zielgruppen im Kontext fremdsprachlichen kulturellen Lernens tatsächlich erreichen zu können.The author summarizes her experience with the concepts of cultural memory and sites of memory in the academic context of German as a foreign language, leaning upon several earlier papers and relevant teaching experience. The article is designed around five questions and focuses on the progression from theoretical framework through to a concrete teaching idea and its actual implementation in class. The answers indicate which simplifications complex research must often undergo, and what reading and discussion efforts are required to actually reach one of the most important target groups in the context of cultural learning in foreign language(s)

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