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    Vom „Kind der Praxis“ zur wissenschaftlichen Disziplin? Die Entwicklung des Fachs Deutsch als Fremd- und Zweitsprache seit den 1990er Jahren

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    Der folgende Beitrag möchte zeigen, wie sich die wissenschaftliche Disziplin Deutsch als Fremd- und Zweitsprache innerhalb des deutschsprachigen Raums seit den 1990er Jahren entwickelt und innerhalb der akademischen Welt etabliert hat. Er geht kurz auf die Entstehung des Fachs und die äußeren, d.h. politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ein, diskutiert aber vor allem einige konkrete Fragen und Themen, die sich in den letzten Jahren als besonders wichtig herausgestellt haben und bei denen sich das Fach auch als Forschungsdisziplin weiter profiliert hat. Insgesamt wird die Auffassung vertreten, dass Deutsch als Fremd- und Zweitsprache an vielen Universitäten im deutschsprachigen Raum heute fest verankert ist.The following paper outlines the recent development of the academic discipline German as a Foreign and Second Language in the German speaking countries within the last 25 years. After a short overview of the emergence and the political and societal background of the discipline some concrete questions and topics are discussed, which have turned out to be most important especially with regard to the formation of a specific research profile. The paper takes the view, that German as a Foreign and Second Language today is a well established part of the academic field in the German speaking countries

    Die Unterstützung leserseitiger Verstehens- und Wissensbearbeitung beim Schreiben in der fremden Wissenschaftssprache Deutsch am Beispiel von koordinierenden Ausdrücken

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    Akademisches Schreiben ist an Universitäten in Italien nicht sehr verbreitet. Eine Ausnahme bilden Dozierende, die u.a. im Fach Deutsch, Studierende dazu bringen, eine (vor)wissenschaftliche Arbeit in der Fremdsprache zu verfassen. Das stellt eine große Hürde für die Schreibenden dar, denn sie haben Schwierigkeiten, sich auf gehobenem Niveau auf Deutsch auszudrücken und sind mit den wissenschaftlichen Konventionen der fremden Kultur nicht vertraut. Im vorliegenden Beitrag geht es darum, aus handlungstheoretischer Sicht zu untersuchen, wie italophone Studierende mit dieser Aufgabe umgehen, also wie sie das sprachliche Handeln in ihren Arbeiten organisieren und wie sich ihr konkretes Vorgehen auszeichnet. Ein besonderes Augenmerk wird auf sprachliche Verfahren der Leserinvolvierung und der Unterstützung von Verstehens- und Wissensbearbeitungsprozessen bei den Lesenden gelegt.Academic writing is not a very common practice in Italian universities. An exception are some lecturers who get students to write a (pre-)scientific paper, e.g. in German. Writing academically in a foreign language poses a major hurdle for the students because they encounter difficulty expressing themselves in German at a higher level and are not familiar with the scientific conventions of the foreign culture. By adopting an action-theoretical approach, this article aims to investigate how Italian students deal with these challenges by focusing on how they organize linguistic production in their papers and how they complete their assignments. Particular attention is paid to the linguistic devices they use to involve the reader and support the reader’s knowledge processe

    Unterricht, Ausbildung, Forschung: Zur Situation von DaF in Japan

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    Landeskunde/Kulturstudien im Kontext Deutsch als Fremd- und Zweitsprache: Einführung in den Themenschwerpunkt

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    Über die Notwendigkeit eines postideologischen Ansatzes in der Mehrsprachigkeitsforschung

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    Der vorliegende Artikel gibt einen kurzen Überblick zum Verlauf der Forschungsarbeiten in der Zwei- und Mehrsprachigkeitsforschung der letzten Jahrzehnte. Dieser Überblick lässt klar erkennen, dass die Mehrsprachigkeitsforschung stark von politischen Ideen und Ideologien beeinflusst war und dass auch heute noch eine ideologische Orientierung die klare und unvoreingenommene Schilderung der Sachlage erschwert. Es wird auf Probleme für Schulen und Familien hingewiesen, die durch dieses einseitige Forschungsinteresse entstehen, aber durch eine ausgewogenere Darstellung vermieden werden könnten.In the present study we provide a short overview of the history of research in bi- and plurilingualism studies of the past few decades. This overview shows clearly that the research on these topics has been influenced by dominant political views and ideologies and that even today ideological orientations are sometimes an obstacle to a clear and unbiased description of bi- and plurilingualism. We illustrate some of the issues resulting from these biases in relation to school and family policies and suggest ways to provide a more balanced approach to the question

    Curriculare Umstrukturierungszwänge im Studiengang Germanic Studies an der University of Sydney

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    Gelebte Mehrsprachigkeit in russisch- und polnischsprachigen Familien in Deutschland: Eine longitudinale Betrachtung

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    Der vorliegende Beitrag behandelt die Frage, wie russisch- und polnischsprachige Familien in Deutschland ihre mehrsprachige Situation erleben und wie sich sowohl die Einstellungen zur Mehrsprachigkeit als auch die mehrsprachigen Praktiken bei jugendlichen Herkunftssprecherinnen und Herkunftssprechern im Laufe der Jahre verändern. Anhand von Daten aus einem longitudinalen Forschungsprojekt, in dem wir 20 russischsprachige und 15 polnischsprachige Familien aus Berlin, Hamburg und Leipzig über einen Zeitraum von vier Jahren (2014–2018) begleitet haben, dokumentieren wir an konkreten Fallbeispielen, wie sich die Einstellungen der Jugendlichen und ihrer Eltern zu ihren Sprachen, ihre mehrsprachigen Praktiken und die Einschätzungen der eigenen Sprachkompetenz im beobachteten Zeitraum entwickelt haben.This article deals with the question of how Russian- and Polish-speaking families in Germany experience their multilingual situation and how attitudes towards multilingualism as well as multilingual practices among adolescent heritage speakers change over the years. On the basis of data from a longitudinal research project in which we accompanied 20 Russian-speaking and 15 Polish-speaking families from Berlin, Hamburg and Leipzig over a period of four years (2014–2018), we use case studies to document how the attitudes of adolescents and their parents towards their languages, their multilingual practices and the assessment of their own language competence have developed over the observed period

    Heranführung an die mehrsprachige Pädagogik durch Filmaufnahmen in der Lehrerausbildung in Luxemburg

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    Aufgrund von gesellschaftlichen, sprach- und bildungspolitischen Entwicklungen soll mehrsprachige Bildung ein fester Bestandteil des Schul- und Vorschulunterrichts sein. Es gilt deshalb, angehende LehrerInnen auf diese Neuerung vorzubereiten und ihnen beim Aneignen von Wissen und bei der Reflexion ihrer Haltungen zu helfen. Zu diesem Zweck wurden Filmaufnahmen aus einer empirischen Forschung zur frühen mehrsprachigen Bildung in der Lehrerausbildung in Luxemburg eingesetzt. Ein Fragebogen und Gruppeninterviews mit den Studierenden zeigen, dass sie durch das Filmmaterial neues Wissen erwarben und an ihren Einstellungen arbeiteten. Die Veranschaulichung in den Filmen, die theoriegeleiteten Diskussionen im Seminar und die tiefe Auseinandersetzung und Reflexion der Studierenden waren lernförderlich.Societal developments, language policies and new understandings of language learning call for multilingual education in schools. Prospective teachers need to be prepared for this change and develop a stance and knowledge that further multilingualism. To promote learning, videos of a research project on multilingual pedagogies in early years were used in teacher education in Luxembourg. A questionnaire and group interviews with students showed that they developed new knowledge and worked on their stance towards multilingual education. The illustrations in the videos, the theory-led discussions as well as the students’ deep engagement and reflection promoted learning

    Bericht aus der Hochschulpraxis: Interkulturelle Begegnung als Zumutung – authentische universitäre Lehrformate in studienvorbereitenden DaF-Kursen

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    Ausländische Studierende erfahren den Übergang vom meist sehr geschlossenen und behütenden studienvorbereitenden DaF-Unterricht ins Fachstudium häufig als unvermittelt und als Überforderung, die bis zum Studienabbruch führen kann. Als eine Möglichkeit, dieser Überforderung vorzubeugen, stellt der Beitrag ein konkretes Seminarbeispiel vor, das bereits in der Studienvorbereitung die traditionelle Kurssituation aufbricht und die Teilnehmenden in Kontakt mit der Hochschule und dem Studienalltag bringt, um so den Übergang zu erleichtern bzw. den Übergang partiell vorwegzunehmen. Im Mittelpunkt stehen zum einen die authentischen Begegnungen mit den Studierenden und Lernformaten einer deutschen Hochschule sowie interkulturelle Differenzen als Momente der Irritation, die im Sinne der konstruktivistischen Transformationstheorie des Lernens einen Perspektivenwechsel und damit das Aufbrechen und die Veränderung von Haltungen und Einstellungen anstoßen. Zum anderen wird die notwendige Rückkopplung in den studienvorbereitenden Deutschkurs in den Blick genommen.Foreign students in preparatory courses in German as a foreign language (GFL) are often very well cared for and detached from (the typical challenges of) university life. Transition to their regular studies can therefore be experienced as an unexpected overload which even leads to discontinuation of studies. In this paper, a specific course concept is presented with the aim to prevent this overload and to facilitate the transition to academia by breaking up the traditional course concept and bringing students into contact with academia and everyday university life whilst attending the preparatory GFL courses. This paper focuses on authentic encounters of foreign students with domestic students, methods of teaching of a German university and the experience of intercultural differences as moments of irritation. According to constructivist and transformational learning theories, such moments of irritation might initiate a change of perspective thus breaking up and changing stands and attitudes. The paper will further elaborate on the necessary discussion and reflexion of these encounters and irritations

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