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    Video calls as a nexus of practice in multilingual translocal families

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    This study explores how daily video calls were used by two multilingual family constellations to keep in contact with members located elsewhere. A three-stage data collection and analysis protocol was developed together with the two main participants, two single mothers each with a 4-year-old child. The results show that active collaboration among all members of the family was needed to get the activity going. The families employed a de facto family language policy where the focus was on successful communication and nurturing emotional bonds rather than developing language skills. At the same time, the regular video calls added a significant amount of time spent together and increased the amount of language input, factors conducive to language transmission. The study shows the urgent need to include digital practices in family language policy research.In dieser Studie wird untersucht, wie tägliche Video-Telefonate von zwei mehrsprachigen Familien genutzt werden, um mit weiter entfernt wohnenden Familienmitgliedern in Kontakt zu bleiben. Dazu wurde ein dreistufiges Datenerhebungsverfahren mit den zwei zentralen Untersuchung-steilnehmerinnen entwickelt, zwei alleinerziehenden Müttern mit ihrem jeweils vierjährigen Kind. Die Ergebnisse zeigen, dass die aktive Mitarbeit aller Familienmitglieder benötigt wurde, um die Gespräche auf Distanz durchzuführen. Die Familien nutzen eine Family Language Policy, bei der der Fokus nicht auf der Entwicklung sprachlicher Kompetenz, sondern auf der erfolgreichen Kommunikation und der Unterstützung der emotionalen Beziehung zwischen den Beteiligten lag. Gleichzeitig bedeuteten die regelmäßigen Video-Telefonate mehr gemeinsam verbrachte Zeit und verstärkter sprachlicher Inputs, Faktoren also, die den Spracherwerb begünstigen. Die Studie zeigt den dringenden Bedarf, digitale Praxen in der Family Language Policy-Forschung stärker zu berücksichtigen

    Die kulturabhängige Konstruktion personaler und sozialer Identität im Studienverlauf von Lehramtsstudierenden mit DaZ-Hintergrund

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    In modernen fluiden Gesellschaften (vgl. Keupp et al. 2002) empfindet sich der Mensch als Individuum, im situativ gebundenen Ausdruck ist er kollektiv orientiert. Dabei erfolgt ein Perspektivenwechsel vom ‚inneren Ich‘, dem „Einzelnen“, auf ‚Alle‘ (dem „Äußeren“), dem Kollektiv. Soziale Gruppen unterhalten sprachliche Codes, die sie erkennbar machen, schützen oder stigmatisieren (vgl. Hastedt 1998). DaZler erleben dabei möglicherweise Konfusion bei der Bildung ihrer kulturellen Identität. 2016 wurden 29 Lehramtsstudierende mit Migrationshintergrund zu ihrem Studienverlauf befragt und offen, axial und selektiv codiert. Die Antworten zeigen u.a., dass beim Durchlaufen der deutschen Bildungsinstitutionen die Position des „Äußeren“ eingenommen wird, Bildungsaspiration oft ausgeprägter ist als bei Muttersprachlern und Mehrsprachigkeit zu Stigmatisierungsprozessen führt.In modern fluid societies (cf. Keupp et al. 2002), human beings consider themselves individuals but at the same time orientate themselves at group processes when interacting. Therefore, a change in perspective is necessary, from the inner (“I” or “single”) to the outer perspective (“we” or “collective”). Social groups use linguistic codes which identify, protect and stigmatise them (cf. Hastedt 1998). Germans with migration background experience confusion as to developing their cultural identity. In 2016, we asked 29 student teachers with migration background about their course of studies. The answers reveal that an outer perspective is adopted when studying in the German educational system, that educational aspirations are often higher than among Germans without migration background, and that multilingualism leads to stigmatization

    Kurzeinleitung zum Themenbereich 25 Jahre ZIF – 25 Jahre Entwicklungen im Fach Deutsch als Fremdsprache

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    In fremden Sprachen kreativ Schreiben. Zur Korrelation von kreativem und bildungssprachlichem Schreiben im Literatur- und Fremdsprachenunterricht

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    Im folgenden Artikel wird die Beziehung zwischen kreativem Schreiben und bildungssprachlicher Kompetenz untersucht. Insbesondere praktische Beispiele zum Thema Poetry Slam und Slam Poetry sowie zum performativen Lernen veranschaulichen dabei, dass internationale Studierende durch kreative Schreibanlässe Vorteile des (Zweit-)Spracherwerbes erhalten, die während der gesamten akademischen Laufbahn hilfreich sind.The following article analyses the relationship between creative and educational language literacy. Examples of poetry slams and slam poetry as well as of performative learning activities will highlight the benefits students can receive from creative writing during their (foreign) language acquisition which influences their entire academic career

    ‚Saber y ganar – ist das ein Quiz?‘ – Mehrsprachigkeitsdidaktische Elemente in zugelassenen Lehrwerken für Integrationskurse

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    Vor dem Hintergrund aktueller Ansätze der (Fremd- und Zweit-)Sprachendidaktik, die Mehrsprachigkeitsorientierung als Unterrichtsprinzip empfehlen, fragt dieser Beitrag, inwiefern sich solche theoretischen Konzepte in den Formulierungen des aktuellen Rahmencurriculums für die Integrationskurse der Bundesrepublik Deutschland widerspiegeln und als didaktische Konzepte in den entsprechenden Lehrwerken umgesetzt werden. Dabei wird ein deutlicher Mangel an systematischer Umsetzung der curricularen Vorgaben wie auch der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse in Bezug auf Mehrsprachigkeitsdidaktik in den untersuchten Lehrwerken identifiziert. Als aus den Ergebnissen der Analyse abgeleitete Konsequenz wird eine zeitnahe Schließung dieser Lücke zwischen Theorie, Empirie und Unterrichtspraxis gefordert, die von Wissenschaft, Bildungsadministration, Anbietern für Aus- und Weiterbildung, Lehrpraxis und Verlagen gemeinsam bewältigt werden muss.'Saber y ganar - ist das ein Quiz?' - Multilingual instructional elements in approved textbooks for integration courses in German as a second language. In light of current approaches to (foreign and second) language education, recommending a multilingual approach as a teaching principle, this article questions the extent to which such theoretical concepts are reflected in the definitions of the current framework curriculum for integration courses in the Federal Republic of Germany and how they are translated into instructional concepts in the related textbooks. The study identifies a clear lack of systematic implementation of the curricular guidelines as well as of current scientific findings regarding multilingual approaches in the examined textbooks. As a consequence a prompt closing of the gap between theory, empirical research and teaching practice is demanded. This gap has to be closed jointly by research, education administration, providers for education and training, teaching practice and publishing houses

    Plus loin que le bout du nez / Über den Tellerrand: Interkulturelles Lernen im Französischunterricht und darüber hinaus

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    In den KMK-Bildungsstandards wird interkulturelle Kompetenz als „wesentliches Element des fremdsprachlichen Bildungskonzeptes“ beschrieben und es steht außer Frage, dass kulturelles Wissen insbesondere im Fremdsprachenunterricht vermittelt wird. Interkulturelles Lernen hingegen kann in dem engen Rahmen eines einzelsprachlichen Unterrichts allein kaum gelingen. Vielmehr muss es fächerübergreifend und -verbindend angebahnt und gefördert werden und ist als Teil des schulischen Erziehungsauftrages zu begreifen. Der vorliegende Beitrag stellt deshalb, ausgerichtet an den drei Dimensionen der interkulturellen Kompetenz „Wissen, Einstel­lun­gen und Bewusstheit“, einzelne Unterrichtsmaterialien vor und entwickelt fortlaufend Umsetzungs­vorschläge für einen Französischunterricht „qui voit plus loin que le bout du nez“.In their education standards, the Standing Conference of the Ministers of Education and Cultural Affairs of the Länder (KMK) refers to intercultural skills as an essential element of the concept of foreign language education. There is no doubt that especially foreign language teaching imparts cultural knowledge. Intercultural learning however is difficult within the narrow frame and tight schedule of individual foreign language teaching. It should rather be implemented and nurtured in a crosscurricular and interdisciplinary way as an essential element of education goals in schools. According to the three dimensions of intercultural competence „knowledge, attitude and awareness“, this paper presents several teaching materials and develops implementation proposals for French language teachers „qui voient plus loin que le bout du nez“

    DaF-LehrerIn werden in Europa – Ein Vergleich zwischen Schweden und Nordmazedonien

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    Diese Publikation beschäftigt sich mit der Situation des Schulfachs Deutsch (als Fremdsprache) und der nationalen Lehramtsausbildung DaF in zwei europäischen Ländern, Schweden und Nordmazedonien. Auch werden die beruflichen Möglichkeiten von DaF-LehrerInnen aufgezeigt. Trotz der schulhistorisch und nationalhistorisch unterschiedlichen Gegebenheiten und Entwicklungen werden neben den Unterschieden in Bezug auf DaF auch Ähnlichkeiten für das Fach sichtbar. Diese werden vor dem Hintergrund heutiger Entwicklungen im Lehrberuf dargestellt.This publication gives an answer to the question how the school subject of German (as a foreign language) and the teacher education in German looks like in two European countries – Sweden and North Macedonia. Furthermore, the job situation of German teachers is looked at. Although these two countries show big differences in the historical developments of the school and nation, similarities will become visible. These similarities regarding German are shown in contrast to the differences. The publication discusses these results before the background of the teacher profession today

    Vor welchen Herausforderungen steht der frühe DaF-Unterricht im dänisch-deutschen Grenzland? Eine Lehrerstudie im Rahmen der dänischen Lehrerfortbildung

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    Seit 2014 findet der DaF-Unterricht an der dänischen Einheitsschule bereits ab der 5. Klasse statt, in zwei Kommunen in der dänisch-deutschen Grenzregion sogar bereits ab 0. bzw. 3. Klasse. Der Beitrag stellt die Resultate einer Lehrerstudie vor, die im Rahmen der dänischen Lehrerfortbildung mit DaF-Lehrkräften im dänisch-deutschen Grenzland durchgeführt wurde. 22 Lehrende haben an einer Fragebogenuntersuchung zum frühen DaF-Unterricht in der Grenzregion teilgenommen. Ihre Antworten geben Hinweise darauf, welche Herausforderungen sie in diesem Kontext erleben. Darüber hinaus geht aus den Daten hervor, welche sprachlichen, fachlichen und didaktischen Kompetenzen Lehrende ihrer Ansicht nach haben müssen, um den frühen DaF-Unterricht durchführen zu können, und welchen Fortbildungsbedarf sie identifizieren.Since 2014, German as a foreign language is taught from the 5th grade in the Danish Folkeskole (primary and secondary level). However, in two municipalities in the Danish-German border region, the German instruction already begins respectively at preschool level and in the 3rd grade. This contribution presents the results of a teacher study that was conducted in the framework of a Danish teacher in-service training for teachers of German as a foreign language in the Danish-German border region. Twenty-two teachers have participated in a questionnaire survey of the early teaching of German in the border region, and their answers provide a better understanding of the challenges the teachers experience in this context. They also elaborate as to which linguistic, professional and didactic competencies they deem necessary for teachers to have in order to be able to carry out the early teaching of German as a foreign language, and which training needs they identify

    Was sagen uns Deutschlernende über ihre Deutschlandbilder? Potenziale und Perspektiven der Nationenbilderforschung für Forschung und Praxis am Beispiel dreier Studien im ostasiatischen Kontext

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    Im vorliegenden Artikel werden drei Forschungsarbeiten über Deutschlandbilder chinesischer und japanischer Deutschstudierender verglichen mit dem Ziel, die forschungsmethodische und unterrichtspraktische Relevanz der Nationenbilderforschung aufzuzeigen. Bei zwei der Studien liegt der Fokus auf unterrichtlichen Einflüssen auf die Deutschlandbilder, während die dritte Studie die Wirkungen eines bis zu einjährigen Studienaufenthalts in Deutschland beschreibt. Im Vordergrund des Vergleichs stehen Gemeinsamkeiten und Unterschiede des methodischen Vorgehens und der erzielten Ergebnisse. Darüber hinaus werden Bezüge zur sozialpsychologischen Forschung über Einstellungen und Einstellungsveränderungen hergestellt. Schließlich werden einige Schlussfolgerungen sowohl für die Forschungs- als auch die Unterrichtspraxis gezogen und Ausweitungen des forschungstheoretischen und -methodologischen Rahmens im Fach DaF angeregt.The following article compares three studies about images of Germany from Chinese and Japanese students of the German language, with the aim of demonstrating the relevance of research about national images for research methods and teaching practice. Two of the studies focus on the influences of the learning procedure on images of Germany, whereas the third study describes the effects of studying abroad in Germany for up to one year. The focus of the comparison is on the similarities and differences of the methodical procedure and the achieved results. Moreover, connections are made to research of attitudes and attitude change in social psychology. Finally, some conclusions are drawn for research and teaching practice, as well as encouraging an extension of the theoretical and methodological research framework in the subject of German as a foreign language

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