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Einleitung in den Themenschwerpunkt: DaF-Lehrerausbildung in Europa außerhalb der D-A-CH-Länder
From Spanish <estar + gerund> to Italian <stare + gerund>. When teaching to unlearn is needed
The Spanish periphrasis is formally similar to Italian but has a wider range of aspectual values (it can express durativity, in addition to progressivity) and is compatible with more tenses (perfectives, in addition to imperfectives). As an effect of transfer, L1Spanish learners of Italian often use to express durativity and combine it with perfective tenses, thus producing incorrect utterances like *Sono stato studiando. In this paper we report an acquisitional study which reveals that input exposure, intensity of L2 use, and non-focused instruction may not be sufficient to pre-empt the transfer and unlearn the erroneous uses of the periphrasis. Based on this result, we propose that a focused teaching intervention is needed. A small-scale pedagogical study based on a Cognitive Linguistics inspired teaching approach gives encouraging results. Die spanische Periphrase ist strukturell ähnlich wie die italienische Periphrase , bietet aber eine größere Bandbreite an Aspektfunktionen (sie kann neben Progressivität auch Dauer ausdrücken) und ist mit mehreren Zeitformen (zusätzlich zu imperfek-tiven auch perfektiven Zeitformen) kombinierbar. In diesem Artikel berichten wir über eine Fremd-spracherwerbstudie, die zeigt, dass die Input-Exposition, die Anwendungsintensität der L2 ohne die Anwendung von noticing Strategien möglicherweise nicht ausreichen, um der negative Transfer zu verhindern und die fehlerhafte Anwendung der Periphrase zu verlernen. Auf Basis dieses Ergebnisses wird eine Intervention vorgeschlagen, die auf den Einsatz von noticing Strategien setzt. Eine aus einem kleinem Sampling basierten didaktische Studie, die auf einen von der kognitiven Linguistik inspirierten Lehransatz gründet, liefert bereits vielversprechende Ergebnisse
Empirische Zugänge zu Mehrsprachigkeit und Sprachenlernen – Einführung in den Themenschwerpunkt
Herkunftssprachen in sprachwissenschaftlichen Studiengängen und universitären Fachsprachenkursen im Erfahrungsraum Studierender
Im Mittelpunkt des Beitrags steht das Spracherleben (Busch 2013) lebensweltlich mehrsprachiger Studierender (Gogolin 1988), die eine Hochschulzulassungsberechtigung in Deutschland erlangt haben und an ihrer Hochschule ihre Herkunftssprache im Rahmen eines sprachwissenschaftlichen Studiengangs studieren oder einen Fachsprachenkurs in ihrer Herkunfts-sprache besuchen. Unter Rückgriff auf die Ergebnisse episodischer Interviews mit Studierenden der Sprach- und der Rechtswissenschaften wird zunächst die heterogene Ausgangslage der Studierenden deutlich. Auf der Ebene des subjektiven Erlebens ihres Sprachrepertoires erfahren einige der Probandinnen und Probanden eine Irritation ihres Selbstverständnisses eines ‚Muttersprachlers‘ bzw. einer ‚Muttersprachlerin‘. Es zeigt sich darüber hinaus, dass Studierende universitäre Sprachenangebote als Möglichkeit für die Zertifizierung und damit der Legitimierung (Bourdieu 1990) von Herkunftssprachen wahrnehmen.The article focuses on the linguistic experience (Busch 2013) of ‘everyday’ multilingual students (Gogolin 1988), who have obtained admission to higher education in Germany and then study their heritage language within a linguistics program or attend a language course in their heritage language at a German university. Drawing on the results of episodic interviews with students of language and law, the study illustrates the heterogeneous starting position of the students. With regard to the subjective experience of their linguistic repertoire, some of the interviewees experience an irritation in their understanding of a 'native speaker'. The study also shows that the participation in university language courses offer the possibility of certification and thus of legitimacy (Bourdieu 1990) of heritage languages for multilingual students
Die Familie der deutschen Bewegungskonstruktionen: theoretische und didaktische Perspektiven
Die Studie beschreibt die Familie der deutschen Konstruktionen für den Ausdruck einer Bewegung auf ein Ziel hin. Die Konstruktionen sind gekennzeichnet durch eine Salienz der Bewegungsart, eine Präferenz für Satelliten für den Ausdruck eines Bewegungspfads und eine Unterscheidung zwischen etablierter und noch nicht etablierter Bewegung mit der morpho-syntaktischen Kasusmarkierung. In einer didaktischen Perspektive kann die Idee einer Konstruktionsfamilie genutzt werden, um ein umfassendes und effizienteres Erlernen der fremden Strukturen zu fördern. Dabei sind didaktische Strategien, die auf ‚embodied cognition‘ und ‚Scaffolding‘ beruhen, besonders hilfreich.The study describes the family of German constructions for the expression of motion towards a goal. The constructions are characterized by a salience of the manner of motion, a preference for satellites for the expression of the motion path, and a distinction between established and not yet established motion with the morpho-syntactic case marking. In a pedagogical perspective the idea of a construction family can be exploited to foster a comprehensive and more efficient learning of the foreign structures. Pedagogical strategies based on 'embodied cognition' and 'scaffolding' are particularly efficient
Practical tools for a pluralistic approach: knowledge of and attitudes towards multilingualism in the classroom
This contribution focuses on didactic resources developed with the aim to provide appropriate tools for dealing with the ‘new multilingualism’ in the schools of South Tyrol. These tools consist of a travelling exhibition and eight workshops developed and created within the project One School, Many Languages (SMS). Each workshop includes a number of activities and brings into focus a specific aspect of multilingualism (etymology, intercomprehension, etc.). This paper presents the perspective of students aged 11 to 14 (middle school) on the activities, thus offering an alternative insight into the implementation and practice of plurilingualism and intercultural awareness in education.Dieser Beitrag konzentriert sich auf die didaktischen Ressourcen, die mit dem Ziel entwickelt wurden, geeignete Instrumente für den Umgang mit der ‚neuen Mehrsprachigkeit‘ in den Südtiroler Schulen bereitzustellen. Diese Tools bestehen aus einer Wanderausstellung und acht Workshops, die im Rahmen des Projekts One School, Many Languages (SMS) entwickelt und erstellt wurden. Jeder Workshop umfasst eine Reihe von Aktivitäten und fokussiert einen spezifischen Aspekt der Mehrsprachigkeit (Etymologie, Interkomprehension, etc.). Dieser Beitrag stellt die Perspektive der 11- bis 14-Jährigen (Mittelschule) auf die Aktivitäten dar und bietet so einen alternativen Einblick in die Umsetzung und Praxis der Mehrsprachigkeit und des interkulturellen Bewusstseins in der Bildung