Mitteilungen der Gesellschaft für Didaktik der Mathematik (GDM)
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    Arbeitskreis Grundschule: Kiel, 14.–16.11.2025

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    Bericht der Herbsttagung des Arbeitskreises Grundschule im November 202

    LLV.HD – Digitale Elemente für eine standortübergreifende und fächerübergreifende Hochschullehre

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    Digitale Lehr- und Lernangebote wie Lernvideos, Animationen oder STACK-Aufgaben bieten vielfältige Möglichkeiten, das Mathematiklernen individuell zu unterstützen – sowohl im Selbststudium als auch in Lehrveranstaltungen. Eine zentrale Herausforderung besteht darin, diese Ressourcen sinnvoll auszuwählen und in kohärente, auf die reguläre Lehre abgestimmte Lernumgebungen zu integrieren. Das Projekt LLV.HD, kurz für Lehr-Lern-Verbünde in mathematikhaltigen Studiengängen– hochschulübergreifend und digital, ein Verbundprojekt der Universität Kassel und Paderborn verfolgte genau dieses Ziel. In hochschulübergreifenden Entwicklungsgruppen wurden digitale Elemente systematisch ausgewählt oder eigenständig konzipiert. Durch fortlaufende Projektevaluation und Usability-Studien wurden Revisionsbedarfe identifiziert und die Qualität der Materialien sichergestellt. Die im Projekt entwickelten digitalen Elemente stehen nun über einen Kurs im Kooperations-Moodle frei zur Verfügung und können von Lehrenden und Studierenden unmittelbar genutzt werden. Ergänzende Informationen finden sich auf der Projektwebseite. Das Projekt wird durch die Stiftung für Innovation in der Hochschule gefördert. Sämtliche Materialien sind unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY-SA 4.0 (Autor: LLV.HD) veröffentlicht und dürfen unter Angabe des Autors sowie Weitergabe unter gleichen Bedingungen verwendet und weiterbearbeitet werden

    Entwicklung eines Zertifikats „KI-Lotse“ in den Lehramtsstudiengängen der Universität Hamburg: Ein Ansatz zur Ausbildung von professionellen KI-bezogenen Kompeten- zen für angehende Mathematiklehrkräfte

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    Der Beitrag beschreibt die Entwicklung und Umsetzung des Microcrdentials „KI-Lotse“ in den Lehramtsstudiengängen der Universität Hamburg, das angehende Mathematiklehrkräfte gezielt auf die Herausforderungen und Chancen durch den verstärkten Einsatz Künstlicher Intelligenz im Bildungssystem vorbereitet. Das Zertifikatsprogramm vermittelt professionsspezifische KI-Kompetenzen („AI-Literacy“), kombiniert fachdidaktische Vertiefungen mit interdisziplinären Reflexionsangeboten und adressiert aktuelle Anforderungen wie Datenschutz, Diagnostik, Urteilsbildung sowie ethische Verantwortung im Umgang mit KI-gestützten Werkzeugen. Durch das innovative Prüfungsformat des „digitalen Werkstücks“ erhalten Studierende die Möglichkeit, ihre KI-Kompetenzen praxisnah, kreativ und reflexiv nachzuweisen. Das Zertifikat stärkt Profilbildung und Motivation und trägt dazu bei, zukünftige Lehrkräfte auf einen bewussten, reflektierten und fachlich fundierten Umgang mit generativer KI im Mathematikunterricht vorzubereiten.This article presents the development and implementation of the "KI-Lotse" microcredential in the teacher education programs at the University of Hamburg. The certificate aims to systematically prepare future mathematics teachers for the professional and ethical challenges arising from the increasing integration of artificial intelligence in education. The program fosters profession-specific AI literacy skills, emphasizes subject-didactic deepening, and incorporates interdisciplinary reflection on issues such as data protection, educational diagnostics, evaluative judgment, and ethical responsibilities. An innovative digital artifact as the final assessment allows students to demonstrate their AI competencies in practical, creative, and reflective ways. The certificate strengthens students’ academic profiles and motivation while enabling future mathematics teachers to engage with generative AI in a conscious, reflective, and professionally sound manner.

    Der Henry Pollak Award 2025 für Gabriele Kaiser

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    Neues aus der Nachwuchsvertretung

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    Die Nachwuchsvertretung berichtet aus dem vergangenen Halbjahr und vom Herbsttreffen. Im Mittelpunkt unseres Berichts steht unser Auswahlverfahren für neue Mitglieder und eine AG-Neugründung. Darüber hinaus geben wir Einblicke in unsere Projekte und Angebote, darunter die Nachwuchskonferenz und digitale Workshopformate

    Jahresbericht 2025 GDM Schweiz

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    Jahresbericht der GDM Schweiz für das Jahr 202

    Mathematisches Modellieren digital unterstützt: Das dim²ension-Projekt zum Mathematiklernen im Kontext von BNE

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    Digitale Ressourcen verändern grundlegend, wie mathematisches Modellieren gedacht und praktiziert werden kann. Sie erweitern die Möglichkeiten, komplexe Situationen zu erfassen, Daten zu recherchieren und aufzubereiten, Modellannahmen sichtbar zu machen, Simulationen durchzuführen und/oder Ergebnisse adressatengerecht zu kommunizieren. Damit geht ihre Rolle weit über die eines bloßen „Rechenwerkzeugs“ hinaus: Digitale Ressourcen können in allen Phasen des Modellierens, insbesondere mit einem ganzheitlichen Ansatz – vom Verstehen der Situation über das Mathematisieren bis hin zur Interpretation und Bewertung – strukturierend, unterstützend und auch kritisch-reflexiv wirksam werden. Darüber hinaus gilt es auch Antworten auf Fragen zu finden, welche sich insbesondere im Transfer mit der Schule ergeben, wie beispielsweise: Wie lassen sich digitale Ressourcen so einbinden, dass sie Modellieren fördern, ohne Denkprozesse zu überdecken? Wie können Aufgaben gestaltet werden, die reale Daten und komplexe Kontexte einbeziehen, ohne diese zu stark zu vereinfachen? Wie kann ein reflektierter Umgang mit digitalen Informationen angebahnt werden, der Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Bewertung von Modellen einschließt? Besonders deutlich werden diese Fragen im Kontext von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE): Hier helfen mathematische Modelle, globale Herausforderungen zu verstehen, Handlungsoptionen abzuwägen und Entscheidungen zu begründen. Das Erasmus+-Projekt dim²ension setzt einen zusätzlichen Fokus, um den Transfer in die Schulpraxis zu unterstützen. Hierzu wird eine digitale Infrastuktur für modellierungsorientierte Lernumgebungen bereitgestellt, in denen BNE-relevante Kontexte, mathematisches Modellieren und der bewusste Einsatz digitaler Ressourcen miteinander verknüpft werden

    Arbeitskreis Mathematikunterricht und digitale Werkzeuge: Bericht von der Herbsttagung in Freiburg, 25.-26.09.2021

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    Die Herbsttagung des Arbeitskreises Mathematik mit digitalen Werkzeugen fand 2025 in Präsenz an der Pädagogischen Hochschule Freiburg zum Thema „Digitale Diagnose und digitale Prüfungsformate“ statt. Über zwanzig Teilnehmende diskutierten Entwicklungen zu digitaler Diagnostik, Prüfungsformaten und Lernumgebungen. Insgesamt wurden elf Beiträge vorgestellt. Die Keynote von Bärbel Barzel beleuchtete Potenziale formativer, technologiegestützter Diagnostik am Beispiel SMART. Vier Sessions boten Einblicke in dynamische Visualisierungen, Moduseffekte, digitale Diagnostik und Lernumgebungen; eine Postersession ergänzte Ansätze zur Berufsorientierung. Nach vier Jahren im Amt übergaben Florian Schacht und Frank Reinhold die Leitung an Carina Büscher und Sara Becker.The 2025 autumn meeting of the Working Group on Mathematics with Digital Tools was held in person at the University of Education Freiburg and focused on “Digital Diagnostics and Digital Assessment Formats.” More than twenty participants discussed developments in digital diagnostics, assessment formats, and learning environments, with eleven contributions presented. In her keynote, Bärbel Barzel highlighted the potential of technology-enhanced formative assessment using the SMART tool. Four sessions addressed dynamic visualizations, mode effects, digital diagnostics, and digital learning environments, complemented by a poster session on career-oriented learning contexts. After four years in office, Florian Schacht and Frank Reinhold handed over leadership to Carina Büscher and Sara Becker

    Autum Conference of the ISTRON-Group in Brunswik, 25.-26.09.2025: Braunschweig, 25./26.9.2025

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    Die Herbsttagung der ISTRON-Gruppe fand am 25. und 26. September 2025 in Braunschweig statt und kombinierte ein internes wissenschaftliches Treffen mit der Lehrkräftefortbildung Fachtag Mathematik 2025. Unter dem Motto „Mathematik für die Schule von Morgen“ standen insbesondere der Einsatz Künstlicher Intelligenz im Mathematikunterricht sowie die Integration von Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) im Fokus.The ISTRON Group's fall conference took place on September 25 and 26, 2025, in Braunschweig, Germany, combining an internal scientific meeting with the Fachtag Mathematik 2025 for teacher training. Under the motto “Mathematics for the School of Tomorrow,” the focus was particularly on the use of artificial intelligence in mathematics teaching and the integration of Education for Sustainable Development (ESD)

    Arbeitskreis: Interpretative Forschung in der Mathematikdidaktik

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    Vom 28. bis 30. November fand das jährliche Treffen des Arbeitskreises Interpretative Forschung an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd statt. Rund 30 Teilnehmende – von Professor:innen über Postdocs bis hin zu Doktorand:innen – aus zehn verschiedenen Universitätsstandorten kamen zusammen, um aktuelle Projekte vorzustellen, Transkripte zu analysieren und methodologische Fragen der interpretativen Forschung zu diskutieren. Im Zentrum des Arbeitskreistreffens standen fünf Interpretationssitzungen, in denen traditionell in bis zu vier parallel ablaufenden Kleingruppen von Teilnehmenden mitgebrachte Transkripte gemeinsam analysiert wurden. Die intensive Arbeit an aktuellen Daten mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten bot vielfältige Anlässe für reflektierte Diskussionen, kollegialen Austausch und die Weiterentwicklung interpretativer Perspektiven. Abgerundet wurde das Programm durch zwei themenspezifische Programmpunkte, einem Hauptvortrag und einer moderierten Diskussionsrunde mit einem Impulsvortrag zu methodologischen Fragen. Der Hauptvortrag des diesjährigen Arbeitskreistreffens mit dem Titel „Wenn Routinen zu Deutungen werden – Mathematische Erfahrungsbereiche im Kindergarten“ wurde von Dr. Anna-Marietha Vogler (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) gehalten. Frau Vogler arbeitete in ihrem Vortrag heraus, dass indirekte Lernprozesse eine Schlüsselvariable im frühen mathematischen Lernen in der Kindertagesstätte darstellen. Aufbauend auf einer (ko-)konstruktivistischen Perspektive auf mathematisches Lernen zeigte der Vortrag, dass mathematisches Lernen bereits im frühen Alter beginnt, im institutionellen Kontext des Kindergartens jedoch oftmals indirekt verläuft. Um diese indirekten Lernprozesse analytisch fassbar zu machen, wurde im Vortrag eine Verbindung der Interaktionstheorie mathematischen Lernens mit Ansätzen der objektiven Hermeneutik vorgeschlagen. Diese methodische Erweiterung erlaubt es, nicht nur explizite Bedeutungszuschreibungen, sondern auch die latente, nicht verhandelte mathematische Tiefenstruktur in Fachkraft-Kind-Interaktionen zu rekonstruieren. Die Diskussionsrunde zu methodologischen Fragen der interpretativen Forschung wurde von einem Impulsvortrag von Dr. Sebastian Kollhoff (Universität Bielefeld) mit dem Titel: „Ist das Intuition oder Interpretation? Fragen zur Reflexion und Darstellung interpretativer Forschung“ eingeleitet. In seinem Vortrag reflektierte Herr Kollhoff das Vorgehen in interpretativen Forschungsprozessen und arbeitete an ausgewählten Stellen wiederkehrende Fragen heraus, die im Rahmen von Reviewprozessen, Vortragsdiskussionen und der Beantragung von Fördermitteln an den interpretativen Zugang gestellt werden. In Kleingruppen und einer anschließenden Plenumsdiskussion wurden diese Fragen und mögliche Antworten rege diskutiert. Das Arbeitskreistreffen unterstrich erneut die Bedeutung kollegialer Interpretationspraxis für die interpretative Forschung und stärkte das wissenschaftliche Netzwerk der interpretativ forschenden Mathematikdidaktiker:innen. Die kontinuierliche Arbeit des aktuellen Arbeitskreises findet ihren Niederschlag in den Sammelbändern „Mathematiklernen aus interpretativer Perspektive“, welche im Waxmann Verlag in der Reihe „Empirische Studien zur Didaktik der Mathematik“ erscheinen. Der dritte Sammelband erscheint im Frühjahr 2026. Das nächste Treffen des Arbeitskreises findet vom 27.11.- 29.11.2026 an der Technischen Universität Chemnitz statt. Weitere Informationen über die konkrete Planung des nächsten Treffens oder über weitere geplante Veröffentlichungen erhalten Sie über den GDM-Mailverteiler des Arbeitskreises

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