Universitätsverlag Hildesheim (UV - Universität Hildesheim)
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    190 research outputs found

    "Schulwälder gegen Klimawandel" - eine Studie zu zwei Projekten der Stiftung Zukunft Wald

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    In der vorliegenden Studie werden die zwei umgesetzten Schulwaldprojekte der Marienschule Goldenstedt und der Oberschule Steimbke exemplarisch für das Projekt ‚Schulwälder gegen Klimawandel – „Pflanzt nicht Worte, sondern Bäume!“ – Schulwälder für Generationen‘ von der Stiftung Zukunft Wald beschrieben und analysiert mit dem Ziel, die lokalen Besonderheiten aufzuzeigen sowie die beteiligten Akteure mit ihren Positionen im Projekt darzustellen. Es zeigt sich, dass mit Hilfe der Startunterstützung der Stiftung Zukunft Wald Projekte entstehen konnten, die den Umweltbildungsaspekt über den emotionalen Zugang vermitteln und die Schülerinnen und Schülern positiv in ihrem nachhaltigen Denken und Handel beeinflussen können. Durch das Engagement der am Projekt beteiligten Akteure tragen sich die einzelnen Projekte und treiben sie voran. Die Stiftung Zukunft Wald hat Rahmenrichtlinien für die Projektumsetzung erarbeitet, die eine bestmögliche Entwicklung der Schulwälder unterstützen sollen, indem sie die entstandenen Unkosten übernimmt, die Pflanzenauswahl optimal auf die Schulwaldfläche anpasst und die Projektdauer auf 30 Jahre festlegt. Die beiden durchgeführten Schulwaldprojekte zeigen auf, wie vielfältig dieses Projekt umgesetzt werden kann. Jedes Projekt hat seinen eigenen Charakter, fachlich wie auch sachlich. Und jedes Projekt hat dadurch seinen eigenen unverwechselbaren Wiedererkennungswert erhalten. Die beiden vorgestellten Projektumsetzungen zeigen, dass insbesondere das ehrenamtliche Engagement aller Beteiligten die Projekte fördert. Eine funktionierende und produktive Zusammenarbeit ist nur solange möglich, wie engagierte Personen das jeweilige Projekt unterstützen und vorantreiben

    Lehrerinnen und Lehrer als Multiplikatoren einer Bildung für nachhaltige Entwicklung. Eine Untersuchung zum Bekanntheitsgrad des Bildungskonzeptes

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    Unterrichtliches Handeln von Lehrerinnen und Lehrern an den „Erfordernissen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (APVO-Lehr 2010, S.3) auszurichten, erfordert im bereits im ersten Ausbildungsabschnitt der universitären Lehrer_innenbildung den Aufbau spezifischer Kompetenzen. In zahlreichen Beitragen (vgl. u.a. Hellberg-Rode, Schrüfer & Hemmer 2014, Steiner 2011, Künzli David & Bertschy 2013) wurde der spezifische Kompetenzerwerb einer Bildung für nachhaltige Entwicklung diskutiert. In Anbetracht der vergangenen Zeit, seit Beginn der Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ im Jahr 2005, kann also angenommen werden, dass Studierende, die den Beruf der Lehrerin/des Lehrers anstreben, das Bildungskonzept kennen und entsprechend in ihre spätere Unterrichtsplanung einbringen werden. Genau diesen Bekanntheitsgrad des Bildungskonzeptes hat die vorliegende Teilstudie eines Hildesheimer Forschungsprojektes untersucht und zeigt dringend notwendige Handlungsschritte für die Lehrer_innenbildung auf, um einen Beitrag zur Erreichung der Ziele des Weltaktionsprogramms „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ zu leisten

    Sportlehrer/innenausbildung im Gang von Beispiel zu Beispiel

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    Der Beitrag befasst sich mit der Frage, wie eine fallorientierte Ausbildung von Reflexionskompetenz im Lehramtsstudium mit einem systematischen Wissensaufbau gekoppelt werden kann. Als mögliches Verfahren wird der „Gang von Beispiel zu Beispiel“ (Lipps) vorgestellt und an der fachdidaktischen Wissensdimension „Auf Provokationen reagieren“ sportunterrichtsbezogen veranschaulicht. Damit wird auch verdeutlicht, dass diese beispielhermeneutische Herangehensweise in der Lage ist, Reflexions- und Handlungsorientierung im Rahmen der universitären Ausbildungsphase auf spezifische Weise zu verknüpfen. The article deals with the question, in which way a case-based teacher education could be combined with the systematic development of knowledge. One possibility is the “walk from example to example” (Lipps). It is explained by the pedagogical content knowledge dimension “To react on Provocations” in physical education. It will also be shown that this example-hermeneutic method is able to combine the development of reflection competence with the orientation on action in teacher education in a special way

    Entwicklung einer Geodatenbank mittels GIS und Erdas Imagine für den Nationalpark Asinara (Sardinien)

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    Das Ziel dieses Beitrags besteht in der Gewinnung von Landnutzungsinformationen für die Insel Asinara mittels GIS und Methoden der Fernerkundung sowie der Zusammenführung dieser Informatio-nen in einer Geodatenbank. Zuerst werden verfügbare Geodaten für das Untersuchungsgebiet zu-sammengetragen. Anschließend werden Informationen über die historische Landnutzung mittels Satelliten- und Luftbilder gewonnen. Anhand von Orthofotos wird in einer multitemporalen Analyse die jüngere Landnutzungsentwicklung der Insel rekonstruiert. Neben einer visuellen Interpretation wird eine Change Detection mit Landsat-Aufnahmen zwischen 1972 und 2003 eingesetzt. In einem dritten Schritt wird in einem kleinen Teilgebiet des Nationalparks eine überwachte Klassifikation der Landbedeckung eines Quickbird-Satellitenbildes durchgeführt.Das Ergebnis ist die Visualisierung der raum-zeitlichen Veränderung der Landnutzung auf der Insel für den durch Daten abgedeckten Zeitraum. Für die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts wird eine deutliche Intensivierung der Landnutzung identifiziert. Der Test der Klassifikationsmethodik zeigt, dass deren Umsetzung für die gesamte Insel eine sinnvolle Option zur flächendeckenden Ausweisung von Vegetationseinheiten darstellt. Abschließend wird eine Bewertung der verwendeten Daten und Methoden vorgenommen

    Modellierung von Temperaturdaten und Temperaturveränderungen im Nationalpark Asinara, Sardinien

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    Der Klimawandel stellt für den Mittelmeerraum eine starke Gefährdung dar. In der vorliegenden Studie soll überprüft werden, wie sich die zukünftig erwarteten klimatischen Veränderungen auf die Temperaturverhältnisse der Nationalparkinsel Asinara, Sardinien, auswirken. Dazu wurde zunächst punkthaft die gegenwärtige Temperaturverteilung aufgenommen, analysiert und unter Verwendung der CoKriging-Methode in GIS auf das gesamte Untersuchungsgebiet interpoliert. Die daraus resultierende Karte dient als Basis, um mit Hilfe zweier Projektionen die zukünftigen Temperaturverhältnisse auf der Insel zu modellieren. Die Ergebnisse deuten auf einen beträchtlichen Anstieg der Temperaturen bis zum Ende des 21. Jahrhunderts hin. Zudem wird deutlich, dass durch die in Zukunft sehr wahrscheinlich häufiger auftretenden heißen Extremphasen insbesondere die Höhenlagen betroffen sein werden

    Verunsicherungen und Zweifel beim Testen von Vermutungen bei der Bearbeitung elementargeometrischer Problemaufgaben

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    Bei der Bearbeitung mathematischer Problemaufgaben äußern Lernende Vermutungen und überprüfen diese. Beim Testen solcher Vermutungen können bei den Lernenden kognitiven Konflikten zwischen ihren Erwartungen und Beobachtungen entstehen, die wiederum zur Suche nach Erklärungen führen können. Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern bestimmte elementargeometrische Problemstellungen bei Lernenden Verunsicherungen und Beweisbedürfnis auszulösen in der Lage sind. Zur Beantwortung dieser Frage wurden die Videoaufzeichnungen von neun studentischen Teams bei der Arbeit an zwei Aufgaben ausgewertet. Das bei den zwei Aufgaben unterschiedliche Verhalten der Studierenden, was Anzeichen von Verunsicherungen anbelangt, wird durch verschiedene Arten von Vermutungen mit unterschiedlichen „Reichweiten“ gedeutet. Working at mathematical problems, students formulate conjectures and test them. Testing conjectures can generate uncertainties and cognitive conflicts between their expectations and findings, that may lead to a search for explanations. This article deals with the question, in what way given geometry problems have the ability to inflict contradictions and the need for proof within learners. To answer this question, the videotapes of nine teams of university students, working on two task, are analyzed. The varying behavior of the students at those tasks concerning the signs of uncertainty, will be interpreted with different kinds of conjectures with different “reaches”

    Best Practice oder Distanzfälle?

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    Die Fallarbeit hat sich zunehmend in der Aus- und Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrern etabliert. Insbesondere die Sportlehrerinnen- und Sportlehrerausbildung kann unterdessen auf eine gestandene Tradition zurückblicken. In diesem hochschuldidaktischen Diskurs wird zu Recht immer wieder die Frage aufgeworfen, was nun für die angehenden Lehrerinnen und Lehrer wirksamer sei: Die Arbeit mit und an geglückten Situationen in der Methode von Best Practice oder die Arbeit mit und an Unglücksfällen im Sinne von „critical incidents“. Ich möchte diese Frage zum Anlass nehmen, die Funktionsweisen von beiden Zugängen zu analysieren und insbesondere ihre Wirksamkeit im Kontext der Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern zu untersuchen. Diese Überlegungen beruhen z.T. auf den Ergebnissen meiner Untersuchung zu „Ordnungen der Alltagserfahrung“ (Messmer, 2011a), knüpfen aber auch am Fallarbeits-Diskurs der Sportdidaktik an, der insbesondere von Scherler und Schierz in den 80er Jahren begründet worden ist (vgl. Scherler, 1983; Schierz, 1986). Dieser Diskurs scheint mir exemplarisch für die Praxis der Fallarbeit in der Lehrerinnen- und Lehrerausbildung und durchaus übertragbar auf andere Fachdidaktiken

    Digitale Vegetationskartierung des Nationalparks Asinara (Sardinien)

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    Mit Methoden der Fernerkundung und der digitalen Bildanalyse wird eine digitale Vegetationskartierung für die Mittelmeerinsel Asinara (Sardinien) durchgeführt. Auf Grundlage von Feldarbeiten und hochauflösenden, multispektralen Satellitenbilddaten (Pléiades, 2 x 2 m) wird eine pixelbasierte Überwachte Klassifizierung mittels Maximum-Likelihood-Methode vorgenommen und die Genauigkeit des Resultats anschließend visuell und statistisch ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen eindeutige Grenzen der Klassifizierung hochauflösender Bilddaten durch Einzelpixelverfahren auf. Dies wird im Hinblick auf potentielle Lösungsvorschläge diskutiert. Basierend auf dem Zwischenergebnis wird unter Einbeziehung zusätzlicher Geodaten und visueller Interpretation eine Überarbeitung der Daten vorgenommen. Das Ergebnis stellt die bislang hochauflösendste flächenhafte Vegetationskartierung für den Nationalpark Asinara dar

    «Machen Sie das doch mal, Sie können das doch bestimmt selber nicht!»

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    Der Beitrag stellt eine Verknüpfung zwischen dem Thema pädagogische Autorität und professionalitätstheoretischen Überlegungen her. Es wird gezeigt, dass der Umgang mit dem im Titel angedeuteten Autoritätskonflikt Rückschlüsse auf das professionelle Selbstverständnis der Lehrkraft zulässt sowie auch Rückfragen an die Erfüllung des sportunterrichtlichen Fachauftrags provoziert. Als Basis für die Verknüpfung dient die Auswertung des Autoritätskonflikts auf der Folie von interaktions-und austausch-/täuschungstheoretischen Ansätzen. The article links reflections on pedagogical authority with those of pedagogical professionalization. It is shown, that the way how someone handles the authority conflict that is implied in the title, permits conclusions about the teacher’s professional self-image. It provokes furthermore questions concerning the mandate of PE. As basic for this linking serve interaction-theoretical, exchange-theoretical and deception-theoretical approaches, which are used to interpret the authority conflict

    Die Entwicklung der Kartelltheorie+ zwischen 1883 und den 1930er Jahren: von internationaler Vielfalt zu Konvergenz

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    Die Kartelltheorie, die Lehre von der Kooperation zwischen Unternehmern der gleichen Branche, wurde 1883 vom Österreicher Friedrich Kleinwächter begründet. Diese Theorie mit ihren spezifischen Begrifflichkeiten war bis zum Ersten Weltkrieg im Wesentlichen auf den deutschsprachigenRaum begrenzt. Andere Kulturgebiete wie die Anglosphäre und die Romania hatten abweichende Terminologien und anders gelagerte Erkenntnisperspektiven: es gab dort Syndikats-, Kombinations- oder Trusttheorien. Differenzen in der Wirtschaftskultur verhindertenbis nach dem Ersten Weltkrieg eine Verschmelzung der Begriffsfelder und Theorien. Ab Mitte der 1890er Jahre durchlief die deutschsprachige Kartelltheorie mehrere Begriffsreformen und gewann gegenüber ihren fremdsprachigen Pendants an Differenziertheit. Bis etwa 1910war die Kartelltheorie (neben der amerikanischen Trustlehre) zur renommiertesten Zusammenschlusstheorie geworden. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Bedürfnis nach internationalenKartellen vordringlich. Den von der Weltwirtschaftskonferenz des Völkerbunds 1927 angestoßenen Debatten darüber wurde ab 1929 die Terminologie der deutschen Kartelltheorie zugrundegelegt. Mit Eintritt in die 1930er Jahren war diese Lehre weltweit zum Standard geworden.Jene Anerkennung der deutschen Kartelltheorie macht deutlich, dass die deutsche Volkswirtschaftslehre der Zwischenkriegszeit keineswegs durchweg «rückständig» war. Für die Entwicklung hin zu immer mehr ‹Organisiertem Wirtschaften›, wie sie die 1930er Jahre mit ihrer umfassenden Kartellierung und staatlich initiierter Regulierung brachten, war sie besservorbereitet als jede andere Nationalökonomie. Kartelltheoretisches Wissen ging später in die Lenkungswirtschaft des Dritten Reiches ein

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