Universitätsverlag Hildesheim (UV - Universität Hildesheim)
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    Rheinischer Separatismus und Westdeutsche Republik: zu den politischen Zielen im Rheinland in den Jahren von 1918 bis 1923

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    Der rheinische Separatismus war eine vorübergehende Erscheinung und wurde von Frankreich unterstützt und in seiner Vielfalt beeinflusst sowie geprägt, aber auch von den Erscheinungen der unmittelbaren Nachkriegszeit. Konrad Adenauer versuchte als Kölner Oberbürgermeisterdie Westdeutsche Republik auf legalem Wege zu gründen und dadurch zu verhindern, dass Frankreich weitreichende Gebietsansprüche im Westen des Deutschen Reiches realisieren könnte. Auch sprach er sich gegen die Übermacht Preußens aus. Stets aber setzte er sich für die Einheit des Deutschen Reiches ein. Dass Adenauer in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg ein Separatist gewesen sein soll, lässt sich durch die Quellenlage nicht erhärten. Dagegen lässt sich bereits im Jahre 1923 nachweisen, dass Adenauer das deutsch-französische Verhältnis entwickelte und förderte. So glaubte er fest an ein gutes Verhältnis zwischen Frankreich und Deutschland. Die Jahre seiner Kanzlerschaft haben das dann auch bestätigt

    Editorial Band 4

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    1. Einleitung: Das Fallarchiv Kindheitspädagogische Forschung

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    Da Fallarchive in der Kindheitspädagogik noch nicht etabliert sind, wird im Beitrag in die Grundlagen der Arbeit von Fallarchiven eingeführt und anschließend die Ausrichtung bestehender Fallarchive diskutiert. Auf dieser Basis werden Kontur und Zielrichtung des Fallarchiv Kindheitspädagogische Forschung vorgestellt. DOI 10.18442/00

    3. Ko_Autor_innen. Zur kooperativen Erzeugung von ‚Daten‘

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    Der Beitrag verhandelt Fragen des grundlegenden Forschungsdesigns ethnographischer Forschungsprojekte und der Methodenwahl mit Blick auf ein spezifisches Forschungsfeld: den privaten Binnenraum des familialen Zuhauses. Der Beitrag diskutiert die Gegenstandsangemessenheit ethnographischer Methodenentwicklung entsprechend mit Bezug auf ein forschungspraktisches Problem, nämlich der nahezu unmöglichen Teilnahme einer Beobachterin oder eines Beobachters an den privaten Lebenszusammenhängen im familialen Wohnraum. Die in dem Forschungsprojekt zu familialen Bildungspraktiken gefundene praktische Lösung dieses Problems sind Videoaufnahmen, welche die Familien selbst von ihrem Alltag erstellen. Diese gemeinsame Produktion von ‚Daten‘ wird dabei sowohl methodologisch – als kooperative Erzeugung von ‚Daten‘ – als auch erkenntnisbezogen – als Selbstrepräsentation von Familie reflektiert. Als Datenmaterial werden kurze Fallbeschreibungen zum Bildungshabitus von Familien und die Videoaufnahme einer häuslichen Bildungssituation, der Teilnahme an einem Online- Hebräisch-Kurs, zur Verfügung gestellt. DOI 10.18442/00

    Gender und Sachunterricht: Konstruiertes Geschlecht im didaktischen Kontext

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    In dieser Studie wurde untersucht, inwieweit sich unterschiedliche Testinstruktionen auf die Testleistung von Schülerinnen und Schülern auswirken. Basierend auf der Framing-Theorie wurden drei unterschiedliche Instruktionen umgesetzt: neutrales, negatives und positives Goal-Framing. Bei negativem Goal-Framing wird ein mögliches Versagen betont, während positives Goal-Framing einen möglichen Testerfolg hervorhebt. Die neutrale Instruktion diente als Kontrolle. Schülerinnen und Schüler (N = 312; 7.-10. Jahrgangsstufe) bearbeiteten 20 Aufgaben zum biologischen Fachwissen und wurden entweder neutral, negativ oder positiv geframet instruiert. Die Befunde zeigen keinen signifikanten Haupteffekt des Framings auf die Testleistung der Schülerinnen und Schüler. Es ergeben sich aber signifikante Interaktionseffekte zwischen Framing und Jahrgangsstufe sowie zwischen Framing und Geschlecht. Schülerinnen und Schüler des zehnten Jahrgangs zeigen bei positivem Framing eine signifikant bessere Testleistung als bei negativem und neutralem. Für die unteren Jahrgangsstufen ergeben sich keine Unterschiede in der Testleistung zwischen den Instruktionen. Schülerinnen erzielen bei neutralem Framing bessere Testleistungen als bei negativem und positivem, für Schüler ist das Muster genau umgekehrt. Die Befunde werden im Zusammenhang des Forschungsstandes über Goal-Framing diskutiert und mögliche Moderatorvariablen (Aufgabenschwierigkeit, akademisches Selbstkonzept) für die Erklärung herangezogen. Es werden Implikationen für die fachbezogene Kompetenzdiagnostik und weitere Studien über Goal-Framing in diesem Bereich diskutiert. This study investigated to what extent test instruction influences students’ test performance. Adapted from the framing theory, three different test instructions were applied: neutral, negative and positive goal framing. Within negative goal framing, a possible failure in the test is emphasized, whereas positive goal framing emphasizes on a possible pass of the test. The neutral instruction served as a control. Students (N = 312; 7.-10. grade) answered 20 tasks testing biological conceptual knowledge while being instructed either neutrally, negatively or positively framed. Findings show no significant main effect of framing on the students’ test performance. However, there are significant interaction effects between framing and grade level as well as framing and sex. 10th graders performed significantly better with positive framing than with negative or neutral framing. For the other graders, no differences in test performance between the different instructions occurred. Female students showed better test performances with neutral framing than with negative or positive framing, whereas for male students, the effect seems to be reversed. The findings are discussed with regard to the state of research about goal framing. Possible moderator variables (task difficulty, academic self-concept) are consulted in order to explain the findings. Implications for competence assessment as well as for possible further studies within this field are considered

    Zehn stille Geschichten - zehn Methoden: ein Materialheft für den Unterricht in der Grundschule

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    Diese Publikation steht aus urheberrechtlichen Gründen nicht als Online-Ressource zur Verfügun

    Im Anderen das Geschöpf Gottes sehen

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    Auswirkungen der Landnutzung auf den Schwermetall- und Nährstoffhaushalt in der Innersteaue zwischen Langelsheim und Ruthe

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    Die Gewinnung von Erzen in Bergbaugebieten hat häufig eine Kontamination der nahe gelegenen Flussauen mit Schwermetallen zur Folge. Mit Schwermetallen belastete Sedimente werden während Niederschlags- und Hochwasserereignissen aus Bergbauhalden ausgespült und flussabwärts transportiert. Bei abnehmender Fließgeschwindigkeit kommt es zur Akkumulation der Schwebstoffe im Flussbett und auf den Auenböden. Durch folgende Hochwasserereignisse kann es zu einem weiteren Transport kommen.Die Innersteaue ist durch die Folgen des historischen Erzbergbaus im Oberharz stark mit Schwermetallen kontaminiert. Im Zusammenhang mit dem Bergbau und seinen Folgen wurden viele bauliche Maßnahmen, wie z.B. Flussbegradigungen, an der Innerste durchgeführt. Das Untersuchungsgebiet erstreckt sich über ca. 67 km im nordwestlichen Harzvorland, zwischen dem nördlichen Rand des Harzes und der Mündung der Innerste in die Leine.Ziel der Untersuchung ist die Erfassung des Einflusses verschiedener Landnutzungsarten auf den Schwermetall- und Nährstoffhaushalt in den Böden der Innersteaue. Unterschieden werden die Einflüsse von landwirtschaftlicher Nutzung, Siedlungsbereichen und Naturschutzgebieten.Im Untersuchungsgebiet wurden elf Transekte quer zum Flussverlauf festgelegt. Entlang der Transekte wurden beidseitig der Innerste Bodenprofile in einer Distanz von 2-5 m zum Ufer und auf der Hälfte der Ausdehnung der Aue angelegt. Die Analysen der Bodenproben umfassten die Bestimmung pedologischer Grundparameter, der Gesamtgehalte sowie der pflanzenverfügbaren Anteile ausgewählter Schwermetalle und der Nährstoffgehalte. Die Ergebnisse wurden mit Hilfe von Korrelationsanalysen (nach Spearman) und einem nichtparametrische Test (Kruskal-Wallis-Test) ausgewertet.Die Mobilität der Schwermetalle in den Böden des Untersuchungsgebietes ist, u.a. aufgrund der pH-Werte im neutralen Bereich, als sehr gering einzustufen. Auch die vorliegenden Analyseergebnisse der pflanzenverfügbaren Anteile weisen darauf hin.Die Untersuchungsergebnisse zeigen vorwiegend extrem hohe Cu-, Zn-, Pb- und Cd-Gesamtgehalte, die in Richtung der Mündung abnehmen. Die Bleigehalte der Oberböden in Flussnähe sinken beispielsweise von 11.000 mg/kg[TS] am Rand des Harzes auf 1.000 mg/kg[TS] in der Nähe der Mündung. Die Ergebnisse der Korrelationsanalysen weisen auf einen starken Zusammenhang mit den Folgen des Erzbergbaus hin. Trotz der Abnahme der Cu-, Zn-, Pb- und Cd-Konzentrationen entlang des Längsprofils der Innerste ergibt sich eine immense Überprägung der Gehalte, die ohne die Folgen des Bergbaus zu erfassen wären. Einflüsse der Landnutzung sind nicht mehr zu erkennen. Da die Elemente Cr und Ni nicht in dem Maße mit dem Erzbergbau in Verbindung zu bringen sind, sollten die Auswirkungen der unterschiedlichen Landnutzungsarten anhand dieser Schwermetalle erfasst werden. Die Testergebnisse weisen aber keine signifikanten Differenzen zwischen den Landnutzungen auf. Tendenziell lässt sich eine Anreicherung von Cr im Bereich der Naturschutzgebiete und von Ni in Siedlungsbereichen erkennen. Unterstützend werden die Analyseergebnisse der Nährstoffgehaltsbestimmungen hinzugezogen.Die Untersuchungen haben gezeigt, dass die Landnutzungenauf die Konzentrationen bergbauinduzierter Schwermetalle in den Böden der Innersteaue keinen sichtbaren Effekt ausüben. Die Konzentrationen anderer Schwermetalle (Cr und Ni) lassen demgegenüber tendenziell Auswirkungen erkennen. Ein signifikanter Beleg müsste durch kleinräumig angelegte Folgeuntersuchungen erfolgen

    Die Stadtentwicklung in Hildesheim im Zeichen des demographischen Wandels

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    Der demographische Wandels ist in Deutschland zu einem allgegenwärtigen Thema geworden, der sich durch die Dimensionen „weniger“, „grauer“, „vereinzelter“ und „bunter“ charakterisiert und sich u.a. auf die Entwicklung von Städten auswirkt. Auch das Oberzentrum Hildesheim ist davon betroffen. So ist die Einwohnerzahl im Jahr 2011 unter die 100.000-Einwohner-Grenze gefallen, so dass die Stadt nicht mehr als Großstadt zählt. Auch der Altersaufbau der Bevölkerung hat sich seit den 1970er Jahren stark verändert – während es immer weniger junge Menschen gibt, nimmt der Anteil der Älte-ren zu. Die Schülerzahlen nehmen ab, so dass es bereits zu ersten Schulfusionen kam. Die Sicherstel-lung einer dezentralen und barrierefreien Grundversorgung wird in Zukunft eine Herausforderung sein. Auch der Bestand an Wohnraum muss an die veränderten Bedürfnisse nach gehobenen Wohn-standards sowie den Trends zu Einpersonenhaushalten und einem Leben in der Innenstadt angepasst werden. Schließlich gilt es, die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Hildesheim sicherzustellen. An-gesichts des sich selbstverstärkenden Prozesses des negativen Bevölkerungswachstums ist es nicht ratsam, an der Leitlinie „100plus“ festzuhalten. Stattdessen sollte es Aufgabe der Stadtpolitik sein, Hildesheim zukünftig als attraktive Stadt zu etablieren, ohne dabei auf Wachstum und den Status als Großstadt zu setzen. Ein Paradigmenwechsel weg vom Wachstum und hin zur Konsolidierung bzw. zum Um- und Rückbau ist angebracht. Mit der Strategie „Innen- vor Außenentwicklung“ hat die Stadt den richtigen Weg eingeschlagen, den es nun gilt, konsequent umzusetzen. Der Status als Oberzentrum muss damit zumindest kurz- und mittelfristig nicht in Frage gestellt werden

    Chancen für Interkulturelles Lernen im Geographieunterricht durch Migrationsbewegungen? Ergebnisse einer qualitativen Studie

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    Migrationsbewegungen – eine Chance für Interkulturelles Lernen im Geographieunterricht? Nicht nur durch moderne Medien und preiswerte Reisen ins Ausland rückt die Weltbevölkerung immer weiter zusammen - auch durch stark gestiegene Migrationsbewegungen wird unsere Gesellschaft zunehmend multikultureller. Interkulturelles Lernen stellt deswegen einen bedeutenden, wenn nicht sogar einen notwendigen Ansatz dar, um das Verständnis zwischen Menschen verschiedenster Kulturen zu fördern. Gesellschaftliche Probleme, die mit der Multikulturalität und den divergierenden Wertevorstellungen einhergehen, werden durch das gegenseitige Verständnis reduziert. Im Geographieunterricht werden seit jeher verschiedene Kulturen und Länder thematisiert. Dieses Fach ist deshalb optimal geeignet, den Schülern durch Interkulturelles Lernen nicht nur geographisches Fachwissen sondern auch das Bewusstsein für andere Wertvorstellungen und Sitten zu vermitteln. Damit sind die Schüler in der Lage, in interkulturellen Kontexten adäquat und souverän zu handeln. In der Theorie bietet der Geographieunterricht einen idealen Ort, um Interkulturelles Lernen umzusetzen. Wie aber sieht es tatsächlich im praktischen Unterricht aus? Dieser Frage wurde im Rahmen einer qua-litativen Evaluationsstudie mittels sieben leitfadengestützter Interviews mit Erdkundelehrkräften nachgegangen. Die Hypothese, dass Interkulturelles Lernen bisher im Geographieunterricht nur eine untergeordnete Rolle spielt und viele Lehrkräfte bezüglich dieser Thematik unwissend oder gar überfordert sind, wurde bestätigt. Dennoch lässt die Studie den Schluss zu, dass sich die Zuwanderung von Migranten positiv auf den Geographieunterricht auswirkt und Interkulturelles Lernen fördert. Durch geeignete Weiterbildungsmaßnahmen der Lehrkräfte und aktualisierte Rahmenrichtlinien kann diese Chance genutzt werden

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