Universitätsverlag Hildesheim (UV - Universität Hildesheim)
Not a member yet
    190 research outputs found

    Auf der Flucht! Die Bedeutung persönlicher Netzwerke für den Wanderungsprozess syrischer Flüchtlinge nach Deutschland

    Get PDF
    Die syrische Flüchtlingskrise, die im Jahr 2015 bezogen auf die Ankunft von Migranten in Europa und insbesondere Deutschland ihren bisherigen Höhepunkt erreicht hat, stellt die Europäische Union vor große solidarische und finanzielle Herausforderungen. Diese Studie rekonstruiert die Wanderungsprozesse fünf syrischer Migranten, die im Zuge der Flüchtlingswelle der vergangenen Jahre aus Syrien nach Deutschland in die Stadt Hildesheim gekommen sind. Dabei wird insbesondere die Rolle persönlicher Netzwerke vor und während der Flucht im Hinblick auf die individuelle Bewertung des Wanderungserfolgs in den Fokus der Analyse gerückt. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Entscheidungen zur Flucht im engen Familienkreis getroffen wurden. Während der Wanderungsprozesse, die zum Teil nicht linear verliefen und sich durch verschiedene Etappen kennzeichneten, waren drei Arten von Netzwerken bedeutend: lose Bindungen (weak ties) der Flüchtlinge zu anderen Flüchtlingen, lose Bindungen zwischen Flüchtlingen und Schleppern sowie enge Bindungen (strong ties) zwischen den Mig-ranten und bereits im Zielland ansässigen Verwandten. Eine Voraussetzung für eine erfolgreiche Mig-ration waren strong ties jedoch nicht. Die Bewertung der individuellen Situation nach der Migration ist indes stark von der sozialen Einbettung in Deutschland abhängig. Vor dem Hintergrund des anhaltenden bewaffneten Konflikts in Syrien und schwindender Zukunftsperspektiven ist die Bereitschaft für eine Remigration allerdings bei allen fünf Flüchtlingen gering

    Band 3

    Get PDF
    Eine ca. 5000 Jahre zurückreichende problemorientierte Religionsgeschichte ist notwendigerweise eine ausgewählte transkulturelle Geschichte: Jürgen Stillig nimmt Leser/innen mit auf eine empirische Weltreise zu «Heiligen Bergen». Der Jerusalemer Tempelberg veranschaulicht seine historische Beziehung zum «Exodus» der Israeliten aus Ägypten um 1200 v. Chr. Diesem normativ geordneten Raum von Vergangenheit und Erinnerung, den dann Expansionen jüdisch-christlicher Orientierungen in Europa, Amerika und Asien porträtieren, widerfährt ein Wechsel vom biblischen Zauber des Anfangs in die selbstgewisse Fiktion eines begriffenen Konstruktionssystems. Modernisierungstheoretiker präformieren menschliches Denken, das mit der wissenschaftlichen Rückschau zugleich emphatische Möglichkeiten eines kognitiven Richtungssinns der Zukunft modelliert: Die kaum beweisbare «Gleichsetzung» neuronaler Prozesse bei bewussten und unbewussten Entscheidungen würde nicht nur in welthaltiger Theorie den metaphorischen Sprachgebrauch steuern, sondern auch in Wirklichkeit das Denken und Handeln sowie die Sprache, Fiktion und Imagination determinieren. Ist Interdisziplinarität ein exzellenter Königsweg? Bisher haben Menschen auf das kultursprachlich Erschaffene mit Aneignung und Anerkennung oder Abweichung und Ablehnung reagiert - Menschen sind weder szientifische Produkte noch programmierbare Funktionsträger

    Editorial Band 1

    No full text

    Editorial Band 3

    No full text

    Gestaltung und Pflege von Grünanlagen in benachteiligten Stadtquartieren: Welchen Beitrag leisten Stadtteilnetzwerke?

    Get PDF
    In vielen deutschen Kommunen wirkt sich die angespannte Haushaltslage negativ auf die Gestaltung und Pflege städtischer Grünanlagen aus. Jedoch sollten Grünanlagen gerade in benachteiligten Stadtteilen nicht vernachlässigt werden, da die Bewohner dort auf die Nutzung öffentlicher Anlagen angewiesen sind, um Ruhe zu finden oder Aktivitäten in der Natur auszuüben. Diese Studie befasst sich mit dem Beitrag, den Netzwerke aus privaten und öffentlichen Akteuren hierzu in benachteiligten Stadtquartieren leisten können. Hierfür wurde die Netzwerkarbeit bezüglich des Von-Alten-Garten in Hannover Linden-Süd mit der des Friedrich-Nämsch-Parks in der Hildesheimer Nordstadt verglichen. Beide Fälle zeigen, dass insbesondere Projekte und Veranstaltungen einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Parkanlagen leisten. Allerdings ist die Netzwerkarbeit in Hannover Linden-Süd schon länger etabliert und daher im Vergleich zur Hildesheimer Nordstadt durch eine größere Anzahl von beteiligten Akteuren gekennzeichnet. Wenngleich in beiden Fallbeispielen Verbesserungspotentiale hinsichtlich der Netzwerkarbeit auszumachen sind, kann festgehalten werden, dass beide Stadtteilnetzwerke einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung leisten. Während Netzwerkarbeit auf Quartiersebene ausgehend vom Programm ‚Soziale Stadt’ bisher einen klaren Schwerpunkt auf soziale Aspekte legte, kann mit dieser Studie gezeigt werden, dass sie sich auch dazu eignet, ökologische Aspekte einer nachhaltigen Stadtentwicklung voranzutreiben. Die Gestaltung und Pflege von Grünflächen als ökologische Nischen im urbanen Raum durch Stadtteilnetzwerke sollte daher auch in der staatlichen Förderkulisse eine größere Beachtung finden

    2. Editorial: Ethnographie

    Get PDF
    Das Editorial stellt die Kontur und die Beiträge des ersten Themenhefts zur ethnographischen Forschung des Fallarchiv Kindheitspädagogische Forschung vor. DOI 10.18442/00

    Task as workplan, task in process: Welche Aufschlüsse gibt eine Unterrichtsaufzeichnung zu Lernaufgaben im Fach Deutsch?

    Get PDF
    Der Beitrag setzt sich anhand einer videografierten Deutschstunde mit „Aufgaben im Prozess“ auseinander und stellt Kriterien für gute Aufgaben und deren Verankerung im Unterricht vor. Der analytische Blick ist dabei auf die inhaltlichen und interaktionsbezogenen Entscheidungen der Lehrkraft gerichtet. Es kann gezeigt werden, dass der Lernerfolg entschieden davon abhängt, ob die gewählten Arbeits- und Sozialformen zu den Anforderungen der eingesetzten Aufgaben passen. Fehlende Passung zwischen Anforderung der Aufgabe und Sozialform wird als Hemmnis des Lernens evident. Folglich sollten Aufgaben Hinweise auf die Lernphase, für die sie geeignet sind, enthalten, eventuell auch auf ihre Relevanz und den Umfang benötigter Lernzeit sowie auf passende Sozialformen. This paper discusses process-oriented learning tasks on the basis of a video-taped German lesson for native speakers. It establishes criteria for good learning tasks, while the analytical focus is on the teacher’s decisions in respect of content and classroom interaction. Findings show that the adequacy of the mode of social interaction for the chosen learning tasks has a crucial effect on the students’ performance. An unsatisfactory matching of the two factors is detrimental to the students’ success in learning. Hence, tasks should include suggestions regarding their appropriate implementation into a learning phase, possibly also their relevance and the required time to process them, as well as for suitable modes of social interaction

    Schulbücher im Sachunterricht − welche Themenauswahl bieten sie? Eine inhaltsanalytische Studie zu ausgesuchten Lehrwerken

    Get PDF
    Der Beitrag befasst sich mit aktuellen Strukturen und Inhalten des Schulfaches Sachunterricht. Dazu werden alle derzeit in Niedersachsen zugelassen Lehrwerke für dieses Fach inhaltsanalytisch ausgewertet. Im Zuge dessen werden elf Inhaltsbereiche gebildet, denen die in den Schulbüchern vorgefundenen Themen zugeordnet wurden. Es zeigen sich Kernbereiche und Peripherien eines inhaltlichen Kanons auf Grundlage der Sachunterrichtslehrwerke

    Oromo Indigenous Religion and Oromo Christianity. Contradictory or Compatible? A Comparative Religious Study from a Theological Perspective

    Get PDF
    The early non-Oromo writers have distorted the history of the Oromo. Without scientific research, they were speaking of the so-called Oromo migration of the 16th century. Against the unscientific thesis, of the early scholars, this work confirmed the Oromo to be not only the indigenous African peoples, but also belong to the Cushitic Africans who invented the first world civilization. Their egalitarian and holistic culture, the gadaa system is part of the ancient Cushitic civilization. It is the base for modern democratic system of governance. The root word of \u27gadaa\u27 is originated from ‘Ka’, the creator God of the ancient religion of the Cushitic Africans. From this very name, Ka originated the Oromo word “Waaqa”, which also means creator of everything. This shows that the Oromo are among the first nations who came up with the idea of monotheism. Therefore, this work disqualifies the missionary assumptions describing the Oromo Indigenous Religion (OIR) as Satanism and its religious experts, the Qaalluus as witchdoctors or sorcerers.This dissertation discovered many identical, similar, partial similar and few differing elements between the Oromo Indigenous Religion (OIR) and Oromo Christianity (OC). Also, the study identified many Oromo cultural elements that are compatible to Christianity, therefore must be adopted by the Oromo Christianity. According modern scholarship God revealed himself in every human culture and religion is part of human culture. Therefore, no religion can claim to be “the only true religion”. Based on this principle, this dissertation calls all leaders of religious institutions in Oromia, to change their attitude, develop culture of tolerance, conduct constructive religious dialogue, create the atmosphere of peaceful coexistence of all religions and establish sustainable peace that serves humanity

    141

    full texts

    190

    metadata records
    Updated in last 30 days.
    Universitätsverlag Hildesheim (UV - Universität Hildesheim)
    Access Repository Dashboard
    Do you manage Open Research Online? Become a CORE Member to access insider analytics, issue reports and manage access to outputs from your repository in the CORE Repository Dashboard! 👇