1,720,987 research outputs found
Herkunftsbedingungen und habituelle Logiken von Studierenden als Reproduktionsverfahren sozialer Ungleichheit
Externes Business Coaching und Machtbeziehungen im Unternehmen. Eine auf die Mikropolitik gerichtete Analyse
Diese wissenschaftliche Forschungsarbeit befasst sich aus organisationssoziologischer Perspektive mit den Machtbeziehungen der Akteure innerhalb einer Organisation im Kontext des externen Business Coachings. Das theoretische Verständnis von Crozier/Friedberg über Macht findet neben der Strukturationstheorie nach Giddens als theoretischen Rahmen für diese Arbeit eine besondere Berücksichtigung: Somit wird Macht als Beziehung verstanden, in der Abhängigkeiten von Akteuren untereinander bestehen, also diese Akteure in Verhandlung zueinander treten, wobei sie in den Spielen unterschiedliche Ressourcen nutzen können und gleichzeitig durch Zwänge begrenzt werden – es besteht also eine ungleichgewichtete Beziehung, in der die Akteure die Ungewissheitszonen unterschiedlich kontrollieren können. Auf Basis dieses Verständnisses lautet die Fragestellung dieser Dissertation wie folgt: Wie kommt es durch die Akteure, innerhalb deren Machtbeziehungen in der Organisation, zur Involvierung des externen Business Coachings? Welche Konsequenzen resultieren für die Akteure aus den Machtbeziehungen? Welche Konsequenzen ergeben sich zudem aus den Machtbeziehungen für die Organisation, in der das externe Business Coaching existent ist? Zur Beantwortung der Forschungsfragen wurde eine qualitative Studie durchgeführt. Im Zuge der Untersuchung wurden innerhalb einer Organisation narrative Interviews mit Personalern und Coachees vollzogen und mittels der Methodologie der Grounded Theory ausgewertet, wobei die Positionierungsanalyse nach Lucius-Hoene/Deppermann ebenso berücksichtigt wurde bzw. die Interviewschilderungen im Auswertungsprozess als verbalisierte Positionierungen in einem erzählend dargestellten Machtbeziehungsgeflecht anzusehen waren. Die Verknüpfung des mikropolitischen Machtkonzepts mit der interpretativen Methodik der Positionierungsanalyse stellte eine geeignete Kombination für die Ergebnisgenerierung dieser Untersuchung dar. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass innerhalb der Organisation aufgrund bestimmter Positionierungen der Akteure in Machtbeziehungen Machtverhältnisse infrage gestellt werden. Diese Positionierungen, die strukturbedingte Positionierungsprobleme darstellen, können dann wie ein Auslöser für die Konstituierung spezifischer Machtbeziehungen fungieren. Erst innerhalb solcher Machtbeziehungen wird das externe Business Coaching involviert, wobei bestimmte Bedingungen bei der Einbeziehung der Maßnahme vorausgehen. In den spezifisch konstituierten Machtbeziehungen wird das externe Business Coaching durch die Akteure in den Aushandlungsprozessen instrumentalisiert, wobei die Involvierung der Maßnahme einen gravierenden Einfluss der (formal) stärkeren Einflussnehmer bedeutet. Die schwächeren Einflussnehmer ändern in der Regel bestimmte Handlungsweisen, um innerhalb der Gewinnspiele zu agieren. Letztlich werden zwar durch die Spiele innerhalb der Organisation die Machtverhältnisse irritiert, jedoch werden sie auch genau dadurch dann wieder aufrechterhalten.This research project deals with the power relationships of the protagonists within their organization in context with the external Business Coaching, seen from an organisational sociological viewpoint. The theoretical understanding of Crozier/Friedberg about personal power in organizations as well as the structuration theory from Giddens is building the theoretical frame of this project: So power will be understood as a relationship between protagonists who are in permanent dependency and therefore consequently have extensive negotiations by using their individual different recourses in the so called plays which are limited at the same time through restraints – therefore unequal relationships are excising in the plays with the possibility for the protagonists to control the zones of uncertainty in different ways. On basic of the above outlined scientific understanding the question of this dissertation is as follows: How get the external Business Coaching involved in the organization within the power relationships of their protagonists? Which consequences result for the protagonists themselves, influenced by their power relationships? Which consequences result for the organization itself, in addition to the already said, where the external Business Coaching has been involved? In order to answer these scientific questions a qualitative study has been executed. Within the research process narrative interviews have been made in the organization by questioning personnel staff and coachees. The results of the questionings have been evaluated by the Grounded Theory Methodology and within this progress an analysis of the person’s personal position in the interview has been executed by using the method of Lucius-Hoene/Deppermann. This method makes it possible to show the position of the interview partner opposite other organization members within their power relationship in this industry. The combination of the micro political power conception with the interpretative methodology, which analysis the own position of the interview partner to other members of the organization, was a perfect scientific method to generate results of this investigation. The final result of the research project shows that within an organization the protagonist’s power relationships can move in one or the other direction due to their own positioning. The positioning, which in real are problems of the organization itself, could work like an ignition to constitute the specific power relationships between the protagonists. Only in those specific power relationships the external Business Coaching get involved, on basis of special activities only. In the specific constitute power relationships the protagonists exploit the external Business Coaching and it is remarkable that the involvement of the interventional activity means a strong influence of the legitimate more powerful activists. Normally the less powerful protagonists change their behaviour, in order to operate within the competitions. At least it turns out that due to the plays within the organization the legitimate powers are irritated, but on the other hand they are kept alive especially because of the plays
Vertrauensbeziehungen und Machtverhältnisse im strategisch geschaffenen Bildungsverbund mit Veränderungsanspruch
Das hierarchische, gegliederte und versäulte Bildungssystem in Deutschland hat die soziale
Ungleichheit verschärft (Bauer, Bolder, Bremer, Dobischat & Kutscha, 2014) und spätestens
seit der PISA Studie im Jahr 2000 ist der Bildungspolitik klar, dass die Leistungen der
Schüler:innen in Deutschland im internationalen Vergleich unbefriedigend sind (Artelt et
al., 2001). Eine Idee diesen Erkenntnissen zu begegnen ist die Reformierung der
Bildungsorganisation. Dazu zählt u.a. die Etablierung von sogenannten
Bildungslandschaften, worunter Zusammenschlüsse verschiedener Bildungsakteur:innen zu
verstehen sind, die sich in einem regional, kommunal oder lokal begrenzten Raum vernetzen,
um gemeinsam den Herausforderungen vor Ort zu begegnen und die Bildungschancen zu
optimieren (Kolleck, 2015b). Die staatlichen und nicht-staatlichen Akteur:innen sollen
weitgehend gleichberechtigt und über Organisationsgrenzen und Zuständigkeitsbereiche
hinweg zusammenarbeiten. Damit sind die Akteur:innen mit großen Veränderungen
konfrontiert, denn die neue Form der Steuerung impliziert neben dem Ziel, Bildung vor Ort
positiv zu verändern, auch eine Neuformierung der Beziehungen der Beteiligten
untereinander. Vertrauen wird jenseits von Hierarchie zu einem entscheidenden
Mechanismus der Koordination (Wald & Jansen, 2007). Doch obwohl die Zusammenarbeit
gleichberechtigt gestaltet werden soll, sind die Akteur:innen mit unterschiedlich vielen
Ressourcen ausgestattet, wodurch asymmetrische Beziehungskonstellationen entstehen.
Solche Differenzen beim Zugang zu Machtmitteln können eine vertrauensvolle
Zusammenarbeit und Netzwerkperformanz entscheidend beeinträchtigen (Du Plessis,
Nguyen, Foulk & Schaerer, 2023). Macht und Vertrauen stellen sich demnach als zentrale
relationale Phänomene der Zusammenarbeit im Netzwerk dar, die außerdem in einem
Wechselverhältnis zueinanderstehen. Dennoch sind dieses Verhältnis und seine Bedeutung
für das Veränderungspotenzial eines Bildungsverbunds bisher wenig untersucht. An diesem
Desiderat setzt die vorliegende Arbeit an. Es werden zunächst die Vertrauensdimensionen,
innerhalb derer die Beziehungen im Verbund stattfinden, identifiziert. Darauf folgt eine
Analyse der formalen und informellen Ebenen des Verbunds sowie der Machtverhältnisse.
In einem letzten Schritt wird die Wechselwirkung von Machverhältnissen und
Vertrauensbeziehungen untersucht, um daraus die Antwort auf die Frage nach deren
Bedeutung für das Veränderungspotenzial eines Bildungsverbundes abzuleiten. Methodisch
wird dabei auf leitfadengestützte Expert:inneninterviews mit 21 Akteur:innen eines
exemplarischen Bildungsverbunds zurückgegriffen. Diese Interviews wurden nach den
Regeln der Grounded Theory hinsichtlich der Vertrauensdimensionen sowie des
Wechselverhältnisses von Macht und Vertrauen analysiert (vgl. Strauss & Corbin, 1996).
Die formalen und informellen Ebenen des Verbunds wurden mittels strukturierender
qualitativer Inhaltsanalyse identifiziert (vgl. Mayring & Fenzl, 2014).
Daraus resultierte eine analytische Darlegung der neuen Steuerungsform, die durch den
exemplarischen Verbund entsteht. Dabei handelt es sich um eine hierarchieähnliche,
assortative Netzwerkstruktur, die es den Entscheidungsträger:innen ermöglicht, gezielt an
die hierarchische Struktur des Bildungssystems anzudocken und Entscheidungen ausführen
zu lassen. Die Exklusivität des Netzwerks begünstigt die Vertrauensentwicklung und
reduziert Konflikte auf Grundlage von Machtdifferenzen. Vertrauen wirkt bei
Machtdifferenzen mediierend. Bedeutsam ist hierfür das Teilen von Machtquellen und der
vertrauenswürdige Umgang der Machtvolleren mit ihren Ressourcen. Macht in
verschiedenen Formen ist für die Definition und operative Gestaltung der Verbundidee von
Bedeutung. Vertrauen dient der Diffusion und strukturellen Verstetigung der Idee, indem es
die Akzeptanz bei den Akteur:innen fördert.The hierarchical, segmented, and pillarized education system in Germany has exacerbated social inequality (Bauer et al., 2014), and since the PISA study in 2000 at the latest, it has been clear to education policymakers that the performance of students in Germany is unsatisfactory by international standards (Artelt et al., 2001). One idea to counter these findings is to reform the organization of education. This included, among other things, the establishment of so-called educational landscapes, which are associations of various educational actors that network in a regionally, communally or locally limited area in order to jointly meet the challenges on site and optimize educational opportunities (Kolleck, 2015b). Governmental and non-governmental actors are to cooperate on a largely equal footing and across organizational boundaries and areas of responsibility. This means that the actors are confronted with major changes, because the new form of governance implies not only the goal of positively changing education on the ground, but also a reshaping of the relationships among the participants. Beyond hierarchy, trust becomes a crucial mechanism of coordination (Wald & Jansen, 2007). However, although collaboration is supposed to be egalitarian, actors are endowed with different amounts of resources, creating asymmetric constellations of relationships. Such differences in access to power resources can critically affect trustful collaboration and network performance (Du Plessis et al., 2023). Accordingly, power and trust present themselves as central relational phenomena of network collaboration, which are furthermore interrelated. Nevertheless, this relationship and their significance for the potential for change in an educational network has been little studied. This paper addresses this desideratum. First, the dimensions of trust within which the relationships in the network take place are identified. This is followed by an analysis of the formal and informal levels of the network as well as the power relations. In a final step, the interaction of power relations and trust relations is examined in order to derive the answer to the question of their significance for the potential for change of an educational network. Methodically, we will use semi standardized expert interviews with 21 actors of an exemplary educational network. These interviews were analyzed according to the rules of Grounded Theory with regard to the dimensions of trust and the interrelationship of power and trust (cf. Strauss & Corbin, 1996). The formal and informal levels of the network were identified by means of structuring qualitative content analysis (cf. Mayring & Fenzl, 2014).
This resulted in an analytical presentation of the new form of governance that emerges through the exemplary network. This is a hierarchy-like, assortative network structure that enables decision-makers to dock specifically to the hierarchical structure of the education system and to have decisions carried out. The exclusivity of the network favors the development of trust and reduces conflicts based on power differences. Trust has a mediating effect on power differences. Significant for this, however, is the sharing of power sources and the trustworthy handling of resources by those with more power. Power in various forms is important for the definition and operational design of the composite idea. Trust serves the diffusion and structural consolidation of the idea by promoting acceptance among the actors
Quo vadis, Kompetenz? Zur soziostrukturellen Blindheit des Kompetenzbegriffs
Interdisziplinäre Konferenz 1. und 2. Juli 201
Mal schnell die Welt retten! - Katastrophenhilfe und Soziale Arbeit
Hilfe gehört untrennbar als zentrale Prämisse des professionellen Handelns zur Sozialen Arbeit und stellt aus systemtheoretischer Sicht wohl die grundlegende Funktionslogik dieses gesellschaftlichen Teilsystems dar. Während das Konzept Hilfe neben der praktischen sozialarbeiterischen Auseinandersetzung in der Sozialen Arbeit auch eine wissenschaftliche und konzeptionelle Auseinandersetzung erfährt, wird das Konstrukt in anderen gesellschaftlichen Bereichen oftmals als eine Art leerer Signifikant genutzt, um damit eine komplexe und kaum näher zu definierende Praxis zu beschreiben, die mehr oder weniger explizite Formen der sozialen Unterstützung umfassen – so auch in Bezug auf die Katastrophenhilfe.
Es ist festzustellen, dass es in Deutschland kaum wissenschaftliche Untersuchungen zur Katastrophenhilfe in der Sozialen Arbeit gibt. Es liegen nur vereinzelte Aufsätze und grundlegende Betrachtungen vor, an die bis jetzt kaum systematisch angeknüpft wurde. International ist der Forschungs- und Entwicklungsstand schon wesentlich differenzierter entfaltet, zu dem aber auch die sog. internationale und vergleichende Soziale Arbeit in Deutschland bisher kaum Bezüge aufgebaut hat.
Daher widmet sich diese Dissertation diesem kaum beachteten Feld und eröffnet einen weiten Blick, u.a. bis in die Ausbildungsstrukturen im Bereich der Katastrophenhilfe hinein, um zu verdeutlichen, dass es nicht nur um eine Analyse einer Interventionsstrategie geht, sondern um ein eigenes Feld innerhalb der Sozialen Arbeit, welches eine eigenständige Theoretisierung herausfordert und auch für sich professionalisierungsbedürftig ist. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage danach, welche Konstruktion von Hilfe sich in diesem Handlungsfeld zeigt. Dies wird entlang einer ethnographischen Studie nachgezeichnet. Als zentrales Ergebnis könnte die Katastrophenhilfe als eine Herausforderung angesehen werden, in der sich die Soziale Arbeit selbst in neuen Zeit-, Orts- und Hilfestrukturen begreifen muss
Erwerbsbiografien tschetschenischer Flüchtlinge. Krieg, Flucht, Asylverfahren und Integrationserwartungen als biografische Mehrfachzäsur
Bisherige Forschung zur Arbeitsmarktpartizipation von Geflüchteten lässt deren Perspektive weitgehend offen und fokussiert jene, die im Zuge der Fluchtbewegung 2015 angekommen sind. Demgegenüber widmet sich die vorliegende Studie jenen, die bereits längere Zeit als Asylberechtigte in Österreich leben.
Krieg und Flucht bedingen Abbrüche von Arbeits- und Ausbildungsverhältnis und das Asylverfahren ist geprägt von organisierter Desintegration (Täubig 2009), welche die ethnische Homogenität der sozialen Netzwerke fördert. Die Asylgewährung stellt als weitere biografische Zäsur unvermittelt Erwartungen an eine rasche Arbeitsmarktpartizipation.
Wie vor diesem Hintergrund Flucht anstatt eines Zusammenbruchs von Lebensentwürfen zur problemlösenden Zäsur in der Erwerbsbiografie werden kann, steht im Zentrum der Forschung. Welche biografischen Antworten finden Asylberechtigte unter Einsatz ihrer sozialen Netzwerke im Hinblick auf diese Einschnitte und wie werden sie in die Gesamtbiografie eingebettet?
Tschetschen*innen formieren in Österreich die größte Gruppe unter den langjährig anerkannten Geflüchteten. Der Traditionskodex Adat nimmt eine gewichtige Rolle ein und definiert – wenngleich nicht einheitlich kodifiziert – die Pflicht zur gegenseitigen Unterstützung und die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung. Der Forschungsfokus liegt auf dem Zusammenwirken von im Adat festgelegten Normen und Geschlechter- und Generationenverhältnissen. Zehn biografische Interviews wurden jeweils mit egozentrierten Netzwerkzeichnungen kombiniert und mittels Grounded Theory analysiert.
Diagnosen zu Langzeitearbslosigkeit, Strukturwandel der Anerkennung sowie Labelingprozessen werden mit biografietheoretischen Grundlagen verbunden. Die biografischen Fallrekonstruktionen geben Aufschluss über subjektive Deutungen von Arbeitserfahrungen und Erwerbslosigkeit.
Die Ergebnisse zeigen, dass die eigene Identität auf Basis alternativer Anerkennungssphäre rekonstruiert wird, wenn Erwerbsarbeit als Quelle sozialer Anerkennung nicht verfügbar ist. So kann etwa Religionsausübung Anerkennung vom eigenen Netzwerk bringen; dazu muss sie allerdings sichtbar nach außen getragen werden. Die damit einhergehende Diskriminierung sowie die Flucht als disruptives Lebensereignis werden als Gründe für einen aus subjektiver Sicht gescheiterten Lebenslauf genannt.
Die Interviewten reproduzieren das Verständnis von Integration als individuell zu erbringende Leistung. Um eine positivere Bewertung des eigenen Biografieverlaufs sicherzustellen, setzen sie Distanzierungskonstruktionen gegenüber neu angekommenen Gruppen Geflüchteter ein. Die Kontinuität der Kategorie Flüchtling lehnen die Betroffenen ab und konstruieren stattdessen ein Wir im Sinne der eigenen Religion oder Volksgruppe.
Die Forschung leistet einen Beitrag zum Verständnis eines interaktionistischen Modells der Identitätsumformung in Fluchtbiografien in Hinblick auf den Entzug sozialer Anerkennung durch verunmöglichte Erwerbsintegration
Going Beyond Counting First Authors in Author Co-citation Analysis
The present study examines one of the fundamental aspects of author co-citation analysis (ACA) - the way co-citation
counts are defined. Co-citation counting provides the data on which all subsequent statistical analyses and mappings
are based, and we compare ACA results based on two different types of co-citation counting - the traditional type that
only counts the first one among a cited work's authors on the one hand and a non-traditional type that takes into
account the first 5 authors of a cited work on the other hand. Results indicate that the picture produced through this non-traditional author co-citation counting contains more coherent author groups and is therefore considerably clearer. However, this picture represents fewer specialties in the research field being studied than that produced through the traditional first-author co-citation counting when the same number of top-ranked authors is selected and analyzed. Reasons for these effects are discussed
Diskurs und Organisation – theoretische Reflexionen eines rekursiven Verhältnisses
Auch wenn die Rolle von Organisationen in der Diskurstheorie immer wieder thematisiert wird, fehlt bisweilen eine theoretische Reflexion und Einordnung des rekursiven Verständnisses von Organisation und Diskurs vor allem aus einer organisationstheoretisch inspirierten Perspektive heraus. Der vorliegende Beitrag setzt hier an und diskutiert das machtvolle rekursive Verhältnis von Diskurs und Organisation, indem mit Theoriebezügen des Neoinstitutionalismus Organisationen sowohl als diskursives Produkt als auch diskursive Praktik theoretisch reflektiert werden. Organisationen bilden unter diesem Verständnis einen machtvollen Raum, der organisationale Subjekte adressiert und konstituiert. Der Beitrag schließt mit den Potentialen dieser Perspektive für eine kritische Ontologie der modernen Organisationen
Variations on the Author
“Variations on the Author” discusses two of Eduardo Coutinho’s recent films (Um Dia na Vida, from 2010, and Últimas Conversas, posthumously released in 2015) and their contribution to the general question of documentary authorship. The director’s filmography is characterized by a consistent yet self-effacing form of authorial self-inscription: Coutinho often features as an interviewer that rather than express opinions propels discourses; an interviewer that is good at listening. This mode of self-inscription characterizes him as an author who is not expressive but who is nonetheless markedly present on the screen. In Um Dia na Vida, however, Coutinho is completely absent form the image, while Últimas Conversas, on the contrary, includes a confessional prologue that moves the director from the margins to the center of his films. This article examines the ways in which these works stand out in the filmography of a director who offers new insights into the notion of cinematic authorship
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