1,720,982 research outputs found
Anatomische Varianten und Spuren krankhafter Veränderungen an Haustierknochen aus Herpf, Lkr. Schmalkalden-Meiningen
Beeinträchtigungen der Sinne im paläopathologischen Befund
In diesem Beitrag werden osteologische und ikonographische Quellen diskutiert, die Auskunft über die Beeinträchtigung der Sinne in der Antike sowie im (Früh-) Mittelalter geben können. Untersuchungsraum ist Mitteleuropa und das Mittelmeergebiet. Anspruch auf Vollständigkeit wird nicht erhoben. Im Wesentlichen geht es um Beeinträchtigungen des Sehens, des Hörens, des Lernens und allgemeiner geistiger Fähigkeiten.4032533
Transformation processes in the osteoarchaeological record between the Iron Age and the Roman times with reference to the civitas Treverorum
This paper discusses transformations in human behavior between the Iron Age and the Roman times in the tribal territory of the Treveri, later civitas Treverorum, located between the Rhine and the Ardennes. This aspect has been examined from two perspectives: first, from an anthropological point of view vis-a-vis the historical inhabitants, and second, from an archaeozoological perspective regarding domestic animals. Due to small sample sizes and/or difficulty in dating, both regarding humans and domestic animals, transformations in living conditions and animal-keeping could mostly be outlined only for the La Tène and Roman times. Only the Celtic-Roman cemetery of Wederath-Belginum with continued use from middle La Tène to late antiquity offers a more complex insight into human mortality and animal offerings. People lived longer in the Roman times but had more pathologies compared with the previous La Tène period. Body height remained similar in the La Tène and Roman times. However, differences existed within specific human groups (for example, warriors and craftsmen), compared to the normal population. Sex differences in mortality persisted from La Tène to Roman times. The faunal composition in the burials, settlements, and sanctuaries also shows changes. Since the middle La Tène period, chickens have been present. The first oysters can be found in Augustean times, whereas exotic birds such as crested fowls and peacocks are found only in later Roman times and are quite rare. A new direction in animal-keeping is demonstrated via an increasing logarithmic size index (LSI) in cattle and sheep. The multivariate methods applied in this study offer further insights into the domain and can serve as helpful tools for osteoarchaeological data analysis
Die enthaupteten Männer aus einem spätantiken Doppelgrab an der Feldstraße in Trier eine anthropologisch-paläopathologische Studie
Zur Eisenzeit zwischen Burgund und Osteuropa. Kolloquium zu Ehren von Prof. Dr. Sabine Rieckhoff: Zusammenfassungen der Vorträge und Poster
Dieses Kolloquium „Zur Eisenzeit zwischen Burgund und Osteuropa“ ist Ihnen, liebe Frau
Professor Rieckhoff nachträglich zu Ihrem 60. Geburtstag gewidmet. Wir haben aber diesen
Tag, den 10. August 2004, mit Ihnen und Ihrem Mann Dr. Ulrich Hesse auf dem Mont
Beuvray in Burgund gefeiert. Dazu konnten wir Ihnen bereits die 15. Ausgabe der Leipziger
online-Beiträge zur Ur- und Frühgeschichtlichen Archäologie überreichen
und im Internet online präsentieren
Miszellen zur Eisen- und Römerzeit für Prof. Dr. Sabine Rieckhoff von ihren Mitarbeitern und Schülern: Zusammenfassungen der Poster
Diese Miszellen zur Eisen- und Römerzeit sind Ihnen, liebe Frau Professor Rieckhoff zu Ihrem
60. Geburtstag gewidmet. Wir werden diesen Tag, den 10. August 2004, mit Ihnen
und Ihrem Mann Dr. Ulrich Hesse auf dem Mont Beuvray in Burgund ausgiebig feiern.
Damit aber auch die Wissenschaft nicht zu kurz kommt, haben wir, Ihre Mitarbeiter und
Schüler, diese Ausgabe der Leipziger online-Beiträge zur Ur- und Frühgeschichtlichen
Archäologie erstellt
Geschlechtsabhängige Arbeitsverteilung in slawischen Gräberfeldern nach Aussage der Gelenkerkrankungen
Bei den langjährigen Ausgrabungen im Ringwall von Starigard/Oldenburg, der Hauptburg des westslawischen Stammes der Wagrier, wurde auch ein Gräberfeld freigelegt. Es datiert in das 10. Jh. und ist aufgrund der ausgesprochen reichen Beigaben als „fürstlicher“ Bestattungsplatz anzusprechen.
Die Langknochen und Wirbel der 34 Erwachsenen des Fürstengräberfeldes von Starigard/Oldenburg wurden auf das Vorhandensein degenerativer Gelenkveränderungen nach den Vorschlägen von Schultz (1988) untersucht. Ausgewertet wurden die erhobenen Daten nach Kreutz (u.a. 1995).
Die Auswertung der Arthrosebelastung der Toten aus dem sog. slawischen Fürstengräberfeld Starigard/
Oldenburg (10. Jh.) ergab, dass Männer und Frauen unterschiedlich starke Veränderungen im Bereich der
Handgelenke aufwiesen. Dies lässt sich vermutlich mit verschiedenen Aufgabenbereichen beider Geschlechter in Verbindung bringen. Die stärkeren Veränderungen im Handgelenk könnten auf eine Tätigkeit der Frauen im Textilhandwerk deuten, eine Aufgabe, die v.a. sozial hochstehenden Frauen seit der Eisenzeit vorbehalten war. Die großen Körpergelenke waren recht ähnlich belastet, wobei Hüft- und Schultergelenke den größten Arthrosegrad
aufwiesen. Dies entspricht den Verhältnissen, die - nach der Literatur - auf anderen slawischen Gräberfeldern herrschten. Die hohe degenerative Belastung von Hüft- und Schultergelenk ist typisch für präindustrielle, landwirtschaftlich orientierte Populationen. Die Bestattungen aus dem sog. Fürstengräberfeld von Starigard/
Oldenburg belegen, dass auch sozial hoch stehende Menschen starkem physischen Stress ausgesetzt waren. Aus archäologischer Sicht lassen sich bei ihnen die degenerativen Veränderungen eher mit Reiten und Fahren in Verbindung bringen.Materials: From 1972 to 1986 the early medieval ringwall of Starigard/Oldenburg, main fortress of
the western Slavic tribe wagrii was excavated. A cemetery of the 10th century AD belonging to the chiefs/kings of the wagrii was discoverd.
The 34 adult skeletons were examined by macroscopic, radiological and scanning-electron microscopic techniques. The skeletons were well preserved. The degenerative joint diseases (DJD) and other pathological alterations
were scored according to Schultz 1988, data analysis was carried out according to Kreutz (et al. 1995).
Generally, a high degree of DJD was observed. Nearly all adult skeletons showed traces of DJD. The severity is clearly age dependent. Hip and shoulder joint were most affected. The other joints of the lower extremities were generally more affected than those of the upper extremity. 9 out of 34 adults (26.5%) showed also osteochondrosis
dissecans on different joints. Inflammatory changes were rare: Prevalent chronic polyarthritis was recorded in one female skeleton (50+ years).
Conclusions: The skeletons of the population of high social status showed clear evidence for heavy physical stress similar to patterns shown by agriculturalists. High rates of DJD in the lower extremities can further be interpreted
as the result of riding and driving, both archaeologically documented by grave goods on the site. The results of this investigation was compared with other Slavic populations
Eine Schipperfraktur aus dem sächsischen Gräberfeld um St. Kilian in Höxter (8. Jh.)
Schipperfrakturen finden sich nur selten im archäologischen Knochenmaterial. Dies verwundert,
da in prähistorischer und historischer Zeit in Europa umfangreiche Erdbaumaßnahmen erfolgten. In
dem Beitrag wird ein Fall aus dem sächsischen Gräberfeld um St. Kilian in Höxter (8. Jh.; Teegen/Schultz 2003) vorgestellt. Differentialdiagnosen werden diskutiert.Clay-shoveller’s fractures are rarely known in the osteoarchaeological record. Due to large earth
movements during prehistory, this type of fracture seems to be underrepresented. In this paper, a case from the Saxon cemetery around St. Kilian at Höxter (8. cent. AD; Teegen/Schultz 2003) will be presented. Differential diagnoses will be discussed
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