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    Schulversuch Spitalacker: Fünf Lektionen am Vormittag

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    Schweizweit wurden die allgemeinen Blockzeiten im Rahmen des HarmoS-Konkordats vereinheitlicht. Der Kanton Bern hat sie zusätzlich im Volksschulgesetz verankert. Die kantonale Gesetzgebung bein-haltet den Vormittagsunterricht von vier Lektionen und je nach Alter der Schüler*innen unterschiedlich viel Nachmittagsunterricht. Im Rahmen des «Schulversuchs Spitalacker – 5-Lektionen am Vormittag» wurden per Schuljahr 2020 die Unterrichtszeiten von 08.00 bis 12.15 Uhr am Vormittag für alle Schul-stufen vereinheitlicht. Diese Veränderung führte dazu, dass sich der Vormittag insbesondere für die Kinder des Zyklus 1 (Kindergarten-2.Klasse) um eine Lektion verlängert und der Nachmittagsunterricht wegfällt. Aus erziehungswissenschaftlicher Perspektive ist zu erwarten, dass solche strukturellen An-passungen intendierte und nicht-intendierte Folgen auf unterschiedlichen Ebenen haben (Strategie, Struktur & Kultur). Zum Beispiel könnten vor allem die jüngsten Schüler*innen unter Müdigkeit, Kon-zentrationsschwäche und Erschöpfung leiden. Gleichzeitig müssen die Gestaltung des Unterrichts, die eingesetzten Sozialformen und Pausenzeiten an die neuen Blockzeiten angepasst werden. Das Forschungsteam der PHBern begleitete im Auftrag der Bildungs- und Kulturdirektion des Kantons Bern (BKD) dieses schulstandort-spezifische Reformvorhaben über den Zeitraum von zwei Jahren. Mit einer Fragebogenerhebung bei Schüler*innen, Eltern und Lehrpersonen (3 Erhebungszeitpunkte) und deren quantitativen Auswertung, wurde Grundlagenwissen geschaffen, um beurteilen zu können, in-wiefern sich Aspekte des Erlebens des Schulalltags – zum Beispiel hinsichtlich Lernfreude und Wohl-befinden – verändern. Zudem wurden in strukturierten Gruppeninterviews mit Vertreter*innen des El-ternrats und der Lehrpersonen die Chancen und Herausforderungen jährlich (2 Erhebungszeitpunkte) vertieft diskutiert. Die Ergebnisse der Evaluation zeigen, dass die Anpassung der Blockzeiten in der Schule ein strategi-scher Entscheid von Schulleitung und Elternrat war, um die schon laufenden Entwicklungen der Schule zu unterstützen. Dazu gehören die Einführung der Basisstufe mit Ankommenszeit für die Schüler*innen des Zyklus 1, Aufhebung der 5-Minuten-Pausen, die Einführung des Churer-Modells sowie die Eröff-nung von Ganztagesschulklassen am Standort. Die Lehrpersonen stellen in den ersten zwei Jahren nach der Anpassung der Blockzeiten positive Veränderungen des Unterrichts und des Lernens der Schüler*innen fest. Sie begrüssen, dass sich die strikte Aufteilung in 45-Minuten Lektionen durch die neue Strukturierung des Stundenplanes aufweicht und die Schüler*innen länger an einem Thema ar-beiten können. Für die Eltern wurde vor allem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtert. Je-doch beklagen einige, dass neu die Nachmittagsbetreuung zusätzlichen Kosten für die Familie verur-sacht. Die befragten Schüler*innen schliesslich sind mit den angepassten Blockzeiten grundsätzlich zufrieden: Sie gehen gerne in die Schule und vor allem die Älteren freuen sich über den späteren Unterrichtsstart. Zu bedenken ist, dass die Müdigkeit der Kinder im Zyklus 1 vor dem Mittag über die drei Erhebungszeitpunkte zunimmt. Die Daten weisen auch daraufhin, dass sich in der Zeit von 2020 bis 2022 die Kinder mit diesen Unterrichtszeiten von Messzeitpunkt zu Messzeitpunt zunehmend weni-ger gut am Mittag erholen können. Insgesamt zeigen die Ergebnisse der Evaluation des Schulversuchs «5-Lektionen am Vormittag» auf, dass die Veränderung aus Sicht aller Akteur*innen nach den beiden Einführungsjahren gut verankert ist und für viele Anfangsschwierigkeiten bereits Lösungen gefunden wurden. Diese Anpassung der Blockzeiten ist als ein umfassendes Schulentwicklungsvorhaben zu verstehen, das im Kontext der hier beschriebenen Schule durchaus als erfolgreich bezeichnet werden kann. Herausforderungen hinsicht-lich Kosten, Angebot und Erholungsmöglichkeiten der Kinder müssen weiter beobachtet und entspre-chende Massnahmen ergriffen werden

    Schulversuch Spitalacker: Fünf Lektionen am Vormittag

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    Schweizweit wurden die allgemeinen Blockzeiten im Rahmen des HarmoS-Konkordats vereinheitlicht. Der Kanton Bern hat sie zusätzlich im Volksschulgesetz verankert. Die kantonale Gesetzgebung bein-haltet den Vormittagsunterricht von vier Lektionen und je nach Alter der Schüler*innen unterschiedlich viel Nachmittagsunterricht. Im Rahmen des «Schulversuchs Spitalacker – 5-Lektionen am Vormittag» wurden per Schuljahr 2020 die Unterrichtszeiten von 08.00 bis 12.15 Uhr am Vormittag für alle Schul-stufen vereinheitlicht. Diese Veränderung führte dazu, dass sich der Vormittag insbesondere für die Kinder des Zyklus 1 (Kindergarten-2.Klasse) um eine Lektion verlängert und der Nachmittagsunterricht wegfällt. Aus erziehungswissenschaftlicher Perspektive ist zu erwarten, dass solche strukturellen An-passungen intendierte und nicht-intendierte Folgen auf unterschiedlichen Ebenen haben (Strategie, Struktur & Kultur). Zum Beispiel könnten vor allem die jüngsten Schüler*innen unter Müdigkeit, Kon-zentrationsschwäche und Erschöpfung leiden. Gleichzeitig müssen die Gestaltung des Unterrichts, die eingesetzten Sozialformen und Pausenzeiten an die neuen Blockzeiten angepasst werden. Das Forschungsteam der PHBern begleitete im Auftrag der Bildungs- und Kulturdirektion des Kantons Bern (BKD) dieses schulstandort-spezifische Reformvorhaben über den Zeitraum von zwei Jahren. Mit einer Fragebogenerhebung bei Schüler*innen, Eltern und Lehrpersonen (3 Erhebungszeitpunkte) und deren quantitativen Auswertung, wurde Grundlagenwissen geschaffen, um beurteilen zu können, in-wiefern sich Aspekte des Erlebens des Schulalltags – zum Beispiel hinsichtlich Lernfreude und Wohl-befinden – verändern. Zudem wurden in strukturierten Gruppeninterviews mit Vertreter*innen des El-ternrats und der Lehrpersonen die Chancen und Herausforderungen jährlich (2 Erhebungszeitpunkte) vertieft diskutiert. Die Ergebnisse der Evaluation zeigen, dass die Anpassung der Blockzeiten in der Schule ein strategi-scher Entscheid von Schulleitung und Elternrat war, um die schon laufenden Entwicklungen der Schule zu unterstützen. Dazu gehören die Einführung der Basisstufe mit Ankommenszeit für die Schüler*innen des Zyklus 1, Aufhebung der 5-Minuten-Pausen, die Einführung des Churer-Modells sowie die Eröff-nung von Ganztagesschulklassen am Standort. Die Lehrpersonen stellen in den ersten zwei Jahren nach der Anpassung der Blockzeiten positive Veränderungen des Unterrichts und des Lernens der Schüler*innen fest. Sie begrüssen, dass sich die strikte Aufteilung in 45-Minuten Lektionen durch die neue Strukturierung des Stundenplanes aufweicht und die Schüler*innen länger an einem Thema ar-beiten können. Für die Eltern wurde vor allem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtert. Je-doch beklagen einige, dass neu die Nachmittagsbetreuung zusätzlichen Kosten für die Familie verur-sacht. Die befragten Schüler*innen schliesslich sind mit den angepassten Blockzeiten grundsätzlich zufrieden: Sie gehen gerne in die Schule und vor allem die Älteren freuen sich über den späteren Unterrichtsstart. Zu bedenken ist, dass die Müdigkeit der Kinder im Zyklus 1 vor dem Mittag über die drei Erhebungszeitpunkte zunimmt. Die Daten weisen auch daraufhin, dass sich in der Zeit von 2020 bis 2022 die Kinder mit diesen Unterrichtszeiten von Messzeitpunkt zu Messzeitpunt zunehmend weni-ger gut am Mittag erholen können. Insgesamt zeigen die Ergebnisse der Evaluation des Schulversuchs «5-Lektionen am Vormittag» auf, dass die Veränderung aus Sicht aller Akteur*innen nach den beiden Einführungsjahren gut verankert ist und für viele Anfangsschwierigkeiten bereits Lösungen gefunden wurden. Diese Anpassung der Blockzeiten ist als ein umfassendes Schulentwicklungsvorhaben zu verstehen, das im Kontext der hier beschriebenen Schule durchaus als erfolgreich bezeichnet werden kann. Herausforderungen hinsicht-lich Kosten, Angebot und Erholungsmöglichkeiten der Kinder müssen weiter beobachtet und entspre-chende Massnahmen ergriffen werden

    Welche Rolle spielt die Gemeinde?

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    Ob Stadt, Agglomeration oder Landgemeinde – in den letzten Jahren lässt sich ein starker Auf- und Ausbau des Betreuungsangebotes im Kanton Bern feststellen. Im Kanton Bern müssen Gemeinden bei den Eltern den Betreuungsbedarf erheben und in der Tagesschule ein Modul anbieten, wenn eine Nachfrage von mindestens zehn Kindern besteht. Ein zusätzlicher Ausbau des Angebots ist für die Gemeinden freiwillig. Neben den Tagesschulen sind weitere Bildungs- und Betreuungsangebote wichtig für eine ganzheitliche Förderung und Entwicklung der Kinder und Jugendlichen. Wichtige Fragen stellen sich: Welche Unterschiede bestehen heute hinsichtlich des Bildungs- und Betreuungsangebots zwischen den Gemeinden? Und wie sieht die Entwicklung und Steuerung von weiteren Angeboten in Zukunft aus

    Entwicklung multiprofessioneller Kooperation in Ganztagesschulen – ein Aushandlungsprozess über die Zeit

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    Die qualitative Längsschnittstudie untersucht die Entwicklung multiprofessioneller Kooperation in drei gebundenen Ganztagesschulen über zwei Jahre. In diesem Prozess sind formelle und informelle Kooperationsgefäße unabdingbar. Der Vergleich der Gruppendiskussionen zeigt, dass Aushandlungsprozesse in den Schulen stattfinden und die Zuständigkeiten im sozialen Kontext konstruiert werden. Alle Teams entwickeln eine eigene Form der multiprofessionellen Kooperation und die Ausdifferenzierung der Zuständigkeiten sowie die gemeinsame Orientierung variieren je nach Standort. Stabilität in den institutionellen Rahmenbedingungen sowie zeitliche Ressourcen können die Entwicklung multiprofessioneller Kooperation entscheidend mitbestimmen.The qualitative longitudinal study examines the development of multi-professional collaboration in three all-day schools over a period of two years. In this process formal and informal opportunities for collaboration are indispensable. The comparison of the group discussions shows that different negotiation processes take place in the all-day schools and that responsibilities are constructed in the social context. All teams develop their own form of multiprofessional collaboration and the differentiation of responsibilities as well as the common orientation vary depending on the all-day school. Stability in the institutional framework and time resources can have a decisive influence on the development of multiprofessional collaboration

    Going Beyond Counting First Authors in Author Co-citation Analysis

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    The present study examines one of the fundamental aspects of author co-citation analysis (ACA) - the way co-citation counts are defined. Co-citation counting provides the data on which all subsequent statistical analyses and mappings are based, and we compare ACA results based on two different types of co-citation counting - the traditional type that only counts the first one among a cited work's authors on the one hand and a non-traditional type that takes into account the first 5 authors of a cited work on the other hand. Results indicate that the picture produced through this non-traditional author co-citation counting contains more coherent author groups and is therefore considerably clearer. However, this picture represents fewer specialties in the research field being studied than that produced through the traditional first-author co-citation counting when the same number of top-ranked authors is selected and analyzed. Reasons for these effects are discussed

    Towards a Holistic Model of Extended Education in the Public School System: Three Schools on the Way to Integrated All-Day Schools

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    Integrated all-day schools (ADS) follow a holistic approach, arguing that different forms of learning (informal, formal, non-formal) are equally important for students, and provide instruction and care by a constant team of teachers and care professionals. Using a qualitative longitudinal design, the research uses development phases to analyze the evolution of the holistic approach to children learning from 2020 to 2022 in three ADS. Findings show that the ADS embark on a school development journey as they try to integrate different learning cultures and professional approaches within one organization. The qualitative data shows a strong start, but challenges emerge in the daily practices. By April 2021, all three ADS teams emphasize the resolution of initial professional conflicts resulting from different professional backgrounds. Staff turnover and changes in management have a strong impact on the development journeys. The conclusion highlights that the non-linear organizational development process requires constant revision of strategy and structure. Commitment of all staff to this integration of care and instruction is crucial, which is impeded by limited time for pedagogical culture development. This article advances the understanding of the development process of integrated ADS and highlights challenges and benefits

    Variations on the Author

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    “Variations on the Author” discusses two of Eduardo Coutinho’s recent films (Um Dia na Vida, from 2010, and Últimas Conversas, posthumously released in 2015) and their contribution to the general question of documentary authorship. The director’s filmography is characterized by a consistent yet self-effacing form of authorial self-inscription: Coutinho often features as an interviewer that rather than express opinions propels discourses; an interviewer that is good at listening. This mode of self-inscription characterizes him as an author who is not expressive but who is nonetheless markedly present on the screen. In Um Dia na Vida, however, Coutinho is completely absent form the image, while Últimas Conversas, on the contrary, includes a confessional prologue that moves the director from the margins to the center of his films. This article examines the ways in which these works stand out in the filmography of a director who offers new insights into the notion of cinematic authorship

    Collaborative or distributed? Exploring the context-dependent variations in leadership after-school programs

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    Introduction: Switzerland is complex and heterogenous. Since ASP have developed over the past decades without neither national guidelines nor a clear purpose, the services and programs differ considerably. Furthermore, the delineation of leadership styles, the roles and responsibilities of leaders in ASP remain ambiguous. Methods: This empirical study describes the relationship between the organizational context of ASPs and different leadership styles. A newly developed framework of context-dependent leadership in ASP serves as a tool to interpret the commonalities between the experiences of five different ASP leaders. Results: The findings show that the broader municipal context shapes the way ASP leaders navigate their inter- and intra-organizational leadership role. The results indicate that ASP leaders must be flexible in their leadership styles according to the context and responsibilities. Discussion: The results point to important nuances of collaborative and distributed leadership styles which characterize leadership in ASP and call for ASP specific leadership development strategies that account for context-dependent variations
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