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Zur Zoogeographie westpaläarktischer Tenebrionidae : insecta: coleoptera
Die Tenebrionidae gehören mit mehr als 20.000 beschriebenen Arten zu den großen Käferfamilien. In den Bereichen Taxonomie, Faunistik, Biogeographie und Ökologie werden sie seit mehr als 250 Jahren erforscht.
Die Geschichte der Erforschung der Tenebrionidae wird von Carl von LINNÉ, der als erster Naturforscher Vertreter dieser Familie beschrieben hat, bis zu den heutigen Bearbeitern dargestellt. Im 18. Jahrhundert beschränkten sich die Coleopterologen auf kurze, nach heutigem Maßstab in der Regel unzureichende Beschreibungen. Im 19. Jahrhundert wurden die Informationen zu den Arten meist umfangreicher, erste Monographien, Bestimmungstabellen und Kataloge wurden veröffentlicht. Die Spezialisierung der Coleopterologen, die sich mit der Taxonomie beschäftigten, auf eine oder auf wenige Familien begann zwar im 19. Jahrhundert, setzte sich aber verstärkt im 20. Jahrhundert fort. Jetzt traten auch die ersten Tenebrionidologinnen in Erscheinung. Neue Teilgebiete wurden erschlossen: Einige Forscher bearbeiteten Larven der Tenebrionidae, andere die Systematik. Es kam zu gravierenden Änderungen in der Zusammensetzung der Familie. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts hielt die Molekulargenetik Einzug in die Bearbeitung der Tenebrionidae.
Nach dieser langen Zeit könnte die Erforschung der Familie weitgehend abgeschlossen sein. Daher werden vier Hypothesen aufgestellt:
Hypothese 1: Es sind inzwischen nahezu alle Arten bekannt. Dies sollte vor allem auf die westliche Paläarktis zutreffen, da aus diesem Gebiet die meisten Coleopterologen stammen.
Hypothese 2: Die Faunistik der Tenebrionidae ist weit fortgeschritten. Aus den meisten Staaten und Regionen der westlichen Paläarktis liegen Faunenlisten mit zusätzlichen Informationen zu den Arten vor.
Hypothese 3: Die beschriebenen Arten lassen sich mit Hilfe der Beschreibungen und/oder Bestimmungstabellen auch ohne Vergleich mit dem Holo-, Lecto- oder Neotypus voneinander eindeutig unterscheiden. Neue Revisionen sind nicht mehr notwendig. Dies gilt zumindest für die Westpaläarktis.
Hypothese 4: Die Ausbreitungsgeschichte der Tenebrionidae ist zumindest für die Arten der westlichen Paläarktis bekannt.
Anhand eigener taxonomischer, faunistischer und biogeographischer Untersuchungen zu Tenebrionidae der Westpaläarktis, die vollständig oder in Ausschnitten in diese Arbeit eingebunden sind, und mit Hilfe von Publikationen von Kollegen werden die Hypothesen geprüft.
Zunächst werden Einzelbeschreibungen von Arten, einer Untergattung und einer Gattung aus dem Nahen Osten vorgestellt: zwei Arten der Gattung Erodius aus Syrien und Oman, eine neue Gattung und Art aus dem Sinai und Jordanien, eine arboricole Art aus Israel, Libanon und von den Golan-Höhen sowie eine neue Untergattung und Art aus dem Sinai und dem Negev. Beispiele weiterer in den letzten Jahren publizierter Neubeschreibungen belegen, daß selbst in der gut bearbeiteten Westpaläarktis noch immer neue Arten zu entdecken sind.
Als faunistische Arbeiten werden im Rahmen dieser Arbeit (a) Kataloge, (b) kommentierte Artenverzeichnisse und (c) Publikationen, die Neu- oder Wiederfunde für ein Gebiet melden, verstanden.
Zwei eigene Publikationen über die Tenebrionidae des Saarlandes und vom Maltesischen Archipel werden als Beispiele für faunistische Arbeiten vorgestellt. Des weiteren werden Hinweise zu Kriterien einer möglichst vollständigen faunistischen Studie gegeben. Darunter zählen: die Historie der Erforschung des Gebietes, Details der Funde sowie Angaben zur Ökologie der Arten. Solche „idealen“ faunistischen Arbeiten fehlen. Einige kommen den genannten Anforderungen nahe. Für manche Gebiete der Westpaläarktis fehlen lokale Kataloge und kommentierte Artenverzeichnisse vollständig.
Eine gute Faunistik kann erst dann geschrieben werden, wenn die Arten eines Gebietes eindeutig geklärt und bestimmbar sind. In vielen Fällen reicht die vorhandene Literatur hierzu nicht aus. Dann ist eine Revision von Artengruppen unabdingbar.
Zwei Revisionen werden beispielhaft vorgestellt: Die Überarbeitung der Artengruppe von Adesmia anthracina erbrachte eine neue Synonymie. Für eine bislang falsch interpretierte Art trat nun ein Name ein, der zuvor als Juniorsynonym betrachtet wurde. Zwei Arten wurden vom Status einer Subspezies zur Art erhoben. Eine Bestimmungstabelle und Verbreitungskarten ergänzten die Arbeit.
Die Revision des Oxycara-Subgenus Symphoxycara führte zur Beschreibung zahlreicher neuer Arten. Nachbeschreibungen der bereits beschriebenen Arten waren unumgänglich. Bislang als Synonyme betrachte Namen wurden rehabilitiert. Eine Bestimmungstabelle soll das Erkennen der einander sehr ähnlichen Arten erleichtern.
Zentraler Gegenstand der Biogeographie ist die Ausbreitungsgeschichte der Taxa. Zu diesem Themenkomplex werden eigene Arbeiten über Verbreitungstypen der in der Sahara vorkommenden Tenebrionidae, über die der Sinai-Halbinsel sowie über die Herkunft der Tenebrionidae eines Mikrohabitats im Norden Israels angeführt. Im Rahmen dieser Arbeiten wurden nicht nur neue Erkenntnisse zu den Verbreitungstypen erkannt, sondern auch neue Bezeichnungen für Verbreitungstypen eingeführt.
Abschließend wird der Kenntnisstand um die westpaläarktischen Tenebrionidae und die Beiträge des Autors zur Erforschung der Taxonomie, Faunistik und Biogeographie der Familie diskutiert. Als wesentliche eigene Beiträge sind zu nennen:
1. Beschreibungen einer Gattung, einer Untergattung und 29 Arten der Westpaläarktis (daneben einige Arten aus der Afrotropis, Orientalis, Australis und der Wallacea),
2. mehrere faunistische Veröffentlichungen, u.a. über die Tenebrionidae des Saarlands, der Sinai-Halbinsel und Maltas sowie Mitabeit an LÖBL & SMETANAS (2005) Catalogue of Palaearctic Coleoptera Bd. 5,
3. Revisionen, u.a. innerhalb der Gattungen Oxycara und Adesmia,
4. Arbeiten zur Biogeographie der Tenebrionidae Nordafrikas und des Nahen Ostens.
Im Hinblick auf die aufgestellten Hypothesen ergaben sich folgende Ergebnisse:
Die Hypothesen 1, 3 und 4 sind zu falsifizieren. Hypothese 2 wird (teilweise) verifiziert, wobei auch hier, insbesondere die Details in den vorhandenen faunistischen Publikationen betreffend, auch in der Zukunft noch weitere Arbeiten notwendig sind
La philosophie sociale comme théorie critique : ordre, pratique, sujet
Martin Saar (Goethe Universität Francfort), « La philosophie sociale comme théorie critique : ordre, pratique, sujet », traduit de l'allemand par Katia Genel et Jean Tain.International audienceProposant à la philosophie sociale une nouvelle détermination relationnelle de son objet, Michel Saar expose dans cet article, sous la forme d’une "grille de concepts", l’armature théorique permettant d’analyser conjointement plusieurs sens du « social », différenciés dans des relations d’« ordre », de « pratiques », et de « sujets sociaux ». À ces relations correspondent respectivement trois formes de pouvoir relativement spécifiques, dont les possibilités d’altération et de transformation lient l’orientation critique de la philosophie sociale au projet d’une politique émancipatrice
: Gerald Echterhoff / Martin Saar (Hrsg.): Kontexte und Kulturen des Erinnerns: Maurice Halbwachs und das Paradigma des kollektiven Gedächtnisses. Mit einem Geleitwort von Jan Assmann
Besprechung von "Gerald Echterhoff / Martin Saar (Hrsg.): Kontexte und Kulturen des Erinnerns: Maurice Halbwachs und das Paradigma des kollektiven Gedächtnisses. Mit einem Geleitwort von Jan Assmann.
Gerald Echterhoff / Martin Saar (Hrsg.): Kontexte und Kulturen des Erinnerns: Maurice Halbwachs und das Paradigma des kollektiven Gedächtnisses. Mit einem Geleitwort von Jan Assmann
Besprechung von "Gerald Echterhoff / Martin Saar (Hrsg.): Kontexte und Kulturen des Erinnerns: Maurice Halbwachs und das Paradigma des kollektiven Gedächtnisses. Mit einem Geleitwort von Jan Assmann.
: Gerald Echterhoff / Martin Saar (Hrsg.): Kontexte und Kulturen des Erinnerns: Maurice Halbwachs und das Paradigma des kollektiven Gedächtnisses. Mit einem Geleitwort von Jan Assmann
Besprechung von "Gerald Echterhoff / Martin Saar (Hrsg.): Kontexte und Kulturen des Erinnerns: Maurice Halbwachs und das Paradigma des kollektiven Gedächtnisses. Mit einem Geleitwort von Jan Assmann.
Review of Martin Saar, The immanence of power
Item does not contain fulltextMartin Saar Die Immanenz der Macht. Politische Theorie nach Spinoza Frankfurt a/M:Suhrkamp ,2013 978351829654
Was bedeutet Demokratie in der EU im 21. Jahrhundert?
* Ist die Demokratie in der EU aktuell bedroht? (DR. EVA-MARIA DE MELO)
* Was Demokratie in der EU im 21. Jahrhundert bedeuten könnte (PROF. DR. KLAUS-JÜRGEN GRÜN)
* Digitale Demokratisierung?
Zum neuen Strukturwandel der Öffentlichkeit (JUN.-PROF. DR. SASCHA DICKEL)
* Muss die Demokratie erst demokratisiert werden? (PROF. DR. MARTIN SAAR
Jack Alive / Martin Dead : The Location of the "Author" in Jack London\u27s Martin Eden
This essay is an attempt to read Martin Eden, Jack Londonʼs autobiographical novel, in terms of the inextricable relationship between the author and the protagonist. Critics have often taken the unbalanced plot and the lack of ironic distance between narrator and character in Martin Eden as the technical weakness of London, but this paper argues that the achievement of this novel owes a great deal to the attachment of London to Martin. The unbalanced structure is a necessary product of the severe struggle of the author to kill his romantic alter ego. // Martin, who aspires to win Ruth Morse, tries to cross class boundaries by making a career of a writer. Even after realizing the emptiness of Ruth, who turns out to be nothing but a typical figure of the bourgeoisie, he somehow persists in loving her. The notion underlying here is that, for Martin, love, career and art are fundamentally inseparable. He objects to the aestheteʼs view of Brissenden on account of his separation of art from career. Martinʼs identity and life consist only in the triunity of love/career/art; the alternative is the repudiation of life. Thus, the unnatural delay of his disappointment in love can be regarded as Londonʼs strategy to set the suicide of Martin as the necessary consequence of the story. // By finishing the story and killing Martin, London finally detaches himself from Martin, reconstructs his self, and, unlike Martin, survives as a professional writer. In this sense, Martin Eden is a story about “writerʼs self-reconstruction.
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