1,720,981 research outputs found
Schweigen über Differenz
In 1808, Portugal’s royal court fled from Napoleon’s forces and resettled in Rio de Janeiro. Within a very short time, the city’s population grew rapidly while it also had to meet the demands of a European royal capital. This situation fostered two different security discourses. On the one hand, there was a discourse, also widespread throughout much of Europe, on the threat posed by mostly foreign revolutionaries. But, as this contribution shows, on the other hand, there was a telling silence about potentially insurgent black people. This silence was only broken once they became the target of repression by the public security apparatus and more and more frequently struggled to establish their rights (and thus their security). However, the abolition of slavery in 1888 intensified racism, which once again became covered by public silence — a silence that willfully ignored the difference constituted by this very racism and thus continued to obstruct security for the black population
Männer als Sicherheitsrisiken. Paternalistische «Sozialarbeit avant la lettre» am Beispiel des Rats der Schweizer Kleinstadt Zug (17. und 18. Jahrhundert)
Going Beyond Counting First Authors in Author Co-citation Analysis
The present study examines one of the fundamental aspects of author co-citation analysis (ACA) - the way co-citation
counts are defined. Co-citation counting provides the data on which all subsequent statistical analyses and mappings
are based, and we compare ACA results based on two different types of co-citation counting - the traditional type that
only counts the first one among a cited work's authors on the one hand and a non-traditional type that takes into
account the first 5 authors of a cited work on the other hand. Results indicate that the picture produced through this non-traditional author co-citation counting contains more coherent author groups and is therefore considerably clearer. However, this picture represents fewer specialties in the research field being studied than that produced through the traditional first-author co-citation counting when the same number of top-ranked authors is selected and analyzed. Reasons for these effects are discussed
150 Jahre Kunstgeschichte an der Universität Gießen
Im Jahr 1874 wurde für Hugo von Ritgen an der Gießener Universität eine Professur für Kunstgeschichte eingerichtet. Die Großherzoglich-Hessische Landesuniversität zeigte sich damit trendbewusst und war einer der frühesten Standorte des aufstrebenden Faches. Zum Jubiläum erscheint ein reich bebilderter Band, in dem 25 Einzelbeiträge eineinhalb Jahrhunderte Kunstgeschichte in Gießen nachzeichnen. Es geht um wichtige Akteure – Professoren (bis jüngst ausschließlich Männer), Lehrende, Studierende und Künstler/innen – und die besonderen Akzente, die sie jeweils dem Lehrstuhl bzw. Institut verliehen haben. Es geht außerdem um die Räume der Kunstgeschichte in der Stadt und auf dem Campus, um ihre Verbindungen zu anderen Fächern und Einrichtungen, um studentische Projekte und Initiativen und – nicht zuletzt – um Kontinuität und Wandel in der kunstgeschichtlichen Forschung und Lehre.Die wechselvolle Geschichte der Gießener Kunstgeschichte ist in mancherlei Hinsicht typisch für die historischen Zeitläufte. Sie weist aber auch Spezifika auf, die mal der Stadt und einzelnen Akteuren, mal den Interessen der Recherche und den Erinnerungen von Zeitzeugen zu verdanken sind
Variations on the Author
“Variations on the Author” discusses two of Eduardo Coutinho’s recent films (Um Dia na Vida, from 2010, and Últimas Conversas, posthumously released in 2015) and their contribution to the general question of documentary authorship. The director’s filmography is characterized by a consistent yet self-effacing form of authorial self-inscription: Coutinho often features as an interviewer that rather than express opinions propels discourses; an interviewer that is good at listening. This mode of self-inscription characterizes him as an author who is not expressive but who is nonetheless markedly present on the screen. In Um Dia na Vida, however, Coutinho is completely absent form the image, while Últimas Conversas, on the contrary, includes a confessional prologue that moves the director from the margins to the center of his films. This article examines the ways in which these works stand out in the filmography of a director who offers new insights into the notion of cinematic authorship
Der Traum des Fürsten. Gemalte Träume in der italienischen Renaissance
In dieser Dissertation werden Traumdarstellungen untersucht, die zur Zeit der italienischen Renaissance im Rahmen fürstlicher Auftragskunst entstanden sind. Im Fokus stehen Battista Dossis Un sogno für Herzog Ercole II. d’Este, Taddeo Zuccaris Fresko Casa del sonno für Kardinal Alessandro Farnese sowie Giovanni Battista Naldinis Allegoria dei sogni, das von Großherzog Francesco I. de’Medici in Auftrag gegeben wurde. Bei diesen gemalten Träumen handelt es sich um außergewöhnliche Bilder, da sie aus ihrem in der Hauptsache christlichen Bezugsrahmen gelöst sind. Als Bestandteile repräsentativer Bildzyklen in den fürstlichen Gemächern haben diese auch eine politische Bedeutung. Für die Darstellung des Traumes als eine Art der politischen Ikonographie stellen die Werke eine Besonderheit dar – war doch der Traum in seiner profan erscheinenden Form ein durchaus unkonventioneller Bestandteil im Ausstattungsprogramm herrschaftlicher Renaissance-Gemächer.
Dem flüchtigen und ungreifbaren Phänomen ‚Traum‘ mangelt es an einer verbindlichen Ikonographie, weshalb sich die Bestrebungen der Künstler, dem Traum im Sinne eines Bildsymbols eine bildkünstlerische Form zu verleihen, als besonders vielgestaltig erwiesen. In der Arbeit wird daher erstens der Frage nachgegangen, durch welche Mittel das Onirische in den ausgewählten Darstellungen erkennbar gemacht wurde. Darüber hinaus wird ermittelt, ob oder inwieweit sich Wissen über den Traum in bildkünstlerischer Form in den untersuchten Werken manifestiert und ob durch solche Darstellungen gar neues Traum-Wissen generiert wurde. Zweitens wird – unter Berücksichtigung personaler und machtpolitischer Betrachtungsweisen, herrschaftslegitimierender Leitgedanken und biographischer Aspekte – die politische Dimension dieser Auftragswerke beleuchtet. Der Traum als enigmatisches Sujet offenbart sich in den hier im Fokus stehenden fürstlichen Traumbildern als ein im mehrfachen Sinne exklusives Thema. Gerade das Fehlen einer einheitlichen Ikonographie für den Traum ermöglicht es, machtpolitische Gesinnungen, Motti und persönliche Interessen der besagten Fürsten passend und innovativ darzustellen und, in unterschiedliche bildprogrammatische Zusammenhänge eingebunden, mit der Funktion des Raumes zu verflechten. Die untersuchten ‚Traum-Malereien‘ veranschaulichen so die jeweiligen Repräsentationsvorstellungen der Auftraggeber auf meisterliche Weise.Gefördert durch die DFG im Rahmen des Graduiertenkollegs "Europäische Traumkulturen" (GRK 2021), Universität des Saarlande
École de Paris global. Die Erfindung von Paris als Kunstzentrum in internationalen Ausstellungen zwischen 1921–1946
Es ist eine häufig erzählte Geschichte, dass Paris am Anfang des 20. Jahrhunderts das Weltzentrum der Kunst gewesen sei. Dieses Buch fragt danach, welchen Beitrag Ausstellungen zwischen 1921 und 1946 zur Entwicklung und Verbreitung dieser Erzählung geleistet haben. Es beleuchtet Ausstellungen in den Cafés des Pariser Viertels Montparnasse und die internationalen Ausstellungen der „École de Paris“. So treten konkurrierende Sichtweisen auf Paris als Zentrum und Kreuzungspunkt der Kunstwelt hervor. Dieses Buch bietet erstmals einen chronologischen sowie topographischen Überblick über diese Ausstellungen. Zudem löst es die kunsthistorische Forschung zur „École de Paris“ aus ihrer auf Paris fokussierten Perspektive und analysiert seinen Gegenstand im Horizont transkultureller Dynamiken.Bundeslände
Appropriate Similarity Measures for Author Cocitation Analysis
We provide a number of new insights into the methodological discussion about author cocitation analysis. We first argue that the use of the Pearson correlation for measuring the similarity between authors’ cocitation profiles is not very satisfactory. We then discuss what kind of similarity measures may be used as an alternative to the Pearson correlation. We consider three similarity measures in particular. One is the well-known cosine. The other two similarity measures have not been used before in the bibliometric literature. Finally, we show by means of an example that our findings have a high practical relevance.information science;Pearson correlation;cosine;similarity measure;author cocitation analysis
Hein Heckroth - Bühnenbildner, Filmdesigner, Maler. Bausteine einer Werkbiografie
Hein Heckroth (1901–1970) war als Bühnenbildner, Kostümentwerfer, Produktionsdesigner, Maler und Zeichner ein bedeutender Akteur im Kunstleben seiner Zeit. Er schuf die Ausstattung für Theaterproduktionen ersten Ranges, zum Beispiel für das von Kurt Jooss choreografierte Tanzdrama Der grüne Tisch (1932). Der legendäre Ballettfilm The Red Shoes (1948) erhielt durch Heckroths Entwürfe sein Gepräge und brachte ihm den Oscar in der Kategorie „Best Art Direction (Color)“ ein. Doch obwohl Heckroth als Szenograf über Jahrzehnte mit vielen Theater- und Filmgrößen aufs Engste zusammenarbeitete und als Maler wiederholt – auch posthum – durch Ausstellungen gewürdigt wurde, ist die Landkarte seiner ruhelosen und wechselvollen Karriere noch voller weißer Flecken. Das Buch trägt dazu bei, Heckroths Werkbiografie weiter und tieferdringend zu erkunden und ihn als einen exemplarischen Akteur der Moderne greifbar zu machen. In den einzelnen Beiträgen geht es deshalb sowohl um die Rekonstruktion biografischer Stationen Heckroths als auch um eine differenzierte Einordnung des Künstlers und seines vielgestaltigen Schaffens in die historischen Kontexte
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