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    Individuelle Werte in der strategischen Impfkommunikation: Bedeutung und Wirkung am Beispiel der HPV-Impfung

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    Impfungen gehören – nicht erst seit der Corona-Pandemie – zu den effizientesten und wichtigsten Maßnahmen zur Förderung der öffentlichen Gesundheit, indem Personen vor Infektionskrankheiten und deren Komplikationen und Folgeerkrankungen geschützt werden. Um die Impfakzeptanz zu steigern, nehmen gut aufbereitete Informationskampagnen einen wichtigen Stellenwert ein. Aktuelle wissenschaftliche Studien stellen dabei vermehrt die Ansprache individueller Werte in den Fokus, da nicht nur die öffentliche Impf-Diskussion stark von Werten geprägt ist, sondern auch die individuellen Werte der Bürger:innen zentral sind, um die Impfakzeptanz zu erklären. Indem nicht nur relevante Werte im Impfkontext identifiziert werden, sondern ebenfalls eine strategische Verknüpfung des Impfthemas mit Werten (sog. Value-Framing) erfolgt, sollen Individuen zum Handeln in Übereinstimmung mit diesen Werten motiviert werden. Aus diesem Grund verfolgt die Arbeit das Ziel, die Bedeutung von Werten für die strategische Impfkommunikation am Beispiel der HPV-Impfung genauer zu untersuchen. Hierfür wurden insgesamt drei sequenzielle, aufeinander aufbauende Studien im Mixed-Methods-Design durchgeführt. Aufgrund der geringen Evidenz zum Zusammenhang von Werten und dem Impfverhalten dienten teilstandardisierte Leitfadeninterviews zunächst dazu, die Relevanz und Kontextualisierung von Werten sowie zentrale Vorstellungen zu identifizieren. In einer standardisierten Online-Befragung wurde basierend darauf der Zusammenhang von Werten und den zentralen Determinanten des Impfverhaltens überprüft. Um die Wirkung einer wertebasierten Kommunikation zu untersuchen, wurde abschließend eine Online-Experimentalstudie durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass es kaum möglich ist, wertefrei zu kommunizieren. Daher sollte die Auswahl und Integration von Werten in Impf- und Gesundheitsinformationen aus Sicht von Kommunikator:innen gut durchdacht werden, um die anvisierten Ziele zu erreichen und nicht-intendierte Effekte einer wertebasierten Kommunikation zu vermeiden. Die Arbeit schließt dabei ein wichtige Forschungslücke und zeigt theoretische sowie praktische Implikationen auf

    Behavioral Insights into Vaccine Hesitancy Determinants in Sub-Saharan Africa

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    To ensure a healthy society and minimize outbreaks of vaccine-preventable diseases, high levels of vaccine uptake is expected. Because vaccination provides protection against infection, especially for vulnerable groups (e.g., children and pregnant women). Vaccination has averted 14 million deaths, prevented 250 million disability-adjusted-life years, generated over $150 billion economic benefits and saves two-three million child deaths yearly. However, one-in-five children globally remain un/partially vaccinated, which contributes to about 1.5 million preventable deaths annually, half of which are in Sub-Saharan Africa. In addition to having the highest child mortality globally, vaccination in the region has stagnated in recent years for several reasons, e.g., vaccine hesitancy. More so, the knowledge gap associated with vaccine hesitancy are yet to be identified, studied, measured, and addressed. Therefore, this dissertation aims to increase understanding on drivers of vaccination decision-making in Sub-Saharan Africa by examining intention, especially among pregnant women, as well as behaviour among caregivers using the 5C psychological antecedence model and additional variables such as rumour, religious belief and masculinity, among other measures. The outcomes of five peer-reviewed articles and one policy brief published in open access journals made up this dissertation. Two articles are reviews, two articles are quantitative, one article is qualitative research, and the final article is a policy brief. The outcomes were mixed. Vaccination decision-making at prenatal (pregnancy) and postnatal (after childbirth) stages are driven by different factors. The behaviour aligned with the concept of Transtheoretical Model (theory of stages of change). The added variables were significant predictors at prenatal (intention) than postnatal (behavior). This dissertation has helped to unravel some missing gaps on why vaccination demand creation does not have as much success, especially at increasing vaccination uptake in the Sub-Saharan Africa region

    Serious Games in der Gesundheitskommunikation

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    Der Einsatz von Serious Games in der Gesundheitskommunikation stößt sowohl bei Praktikerinnen und Praktikern als auch Forscherinnen und Forschern in jüngster Zeit vermehrt auf Interesse. Mittlerweile gibt es zahlreiche Spiele, die entwickelt oder eingesetzt werden, um gesundheitsbezogenes Wissen, Einstellungen und Verhalten zu beeinflussen, und mindestens ebenso viele Studien, die sich mit der Wirksamkeit dieser Angebote befassen. Anhand von drei zentralen Einsatzbereichen von Serious Games in der Gesundheitskommunikation (Prävention, Begleitung von Heilungsprozessen, Aus- und Weiterbildung von medizinischem Fachpersonal) werden die Potenziale der Spiele sowie der (bisherige) Forschungsstand diskutiert

    Wirkung von Responsibility Frames im Gesundheitskontext: Eine multimethodische Untersuchung am Beispiel von Diabetes mellitus und Depression

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    Das übergreifende Ziel dieser Arbeit ist es, zu verstehen, wie mediales Responsibility Framing die Attributionen des Publikums über gesundheitliche Verantwortung prägt, und welche Konsequenzen diese medialen und kognitiven Verantwortungszuschreibungen für soziale Emotionen und Verhaltensweisen gegenüber Menschen haben, die von Erkrankungen betroffen sind. Diabetes mellitus und Depression dienen als relevante Forschungsgegenstände, anhand derer die Wirkung von Responsibility Frames untersucht wird. Den potenziellen Wirkmechanismus von Responsibility Frames begreife ich dabei als einen Attributionsprozess, der sowohl kognitive als auch emotionale und verhaltensbezogene Komponenten umfasst – insbesondere Attributionen, Ärger bzw. Sympathie, sowie die Bereitschaft zu sozialer Unterstützung. Die Wirkperspektive des kommunikationswissenschaftlichen Framing-Ansatzes, Weiners Attributionstheorie, sozial-ökologische Modelle und soziale Unterstützung im Gesundheitskontext bilden den theoretischen Rahmen für diese Arbeit. Um den Forschungszielen nachzugehen, habe ich ein multimethodisches Untersuchungsdesign gewählt, dessen Teilstudien aufeinander aufbauen. In einem Systematic Review von N = 68 Studien wird der Forschungsstand zu medialen Responsibility Frames im Gesundheitskontext sowie deren Effekten zunächst systematisch ausgewertet. Teilstudien zwei und drei stützen sich auf ein Online-Experiment mit N = 1,088 Teilnehmenden. Darin werden Effekte der Responsibility Frames zu Diabetes und Depression auf Attributionen, soziale Unterstützungsbereitschaft und soziale Emotionen getestet. Die abschließende Teilstudie besteht aus qualitativen Leitfadeninterviews mit N = 22 Personen, die unterschiedliche persönliche Bezüge zu Diabetes und Depression haben. Die Ergebnisse meiner Arbeit erweitern bisherige Forschung vor allem um die Rolle des sozialen Netzwerks und Attributionsprozesse als Wirkung von Responsibility Frames. Die Studien zeigen, dass mediale Responsibility Frames die Attributionen sowie indirekt die Unterstützungsbereitschaft des Publikums signifikant verändern können. Themenspezifische Unterschiede zwischen Diabetes und Depression verweisen darauf, dass beide Erkrankungen mit spezifischen Vorannahmen und Stigmata assoziiert sind, die wiederum Reaktionen auf Responsibility Frames und den Umgang mit Betroffenen beeinflussen können

    Going Beyond Counting First Authors in Author Co-citation Analysis

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    The present study examines one of the fundamental aspects of author co-citation analysis (ACA) - the way co-citation counts are defined. Co-citation counting provides the data on which all subsequent statistical analyses and mappings are based, and we compare ACA results based on two different types of co-citation counting - the traditional type that only counts the first one among a cited work's authors on the one hand and a non-traditional type that takes into account the first 5 authors of a cited work on the other hand. Results indicate that the picture produced through this non-traditional author co-citation counting contains more coherent author groups and is therefore considerably clearer. However, this picture represents fewer specialties in the research field being studied than that produced through the traditional first-author co-citation counting when the same number of top-ranked authors is selected and analyzed. Reasons for these effects are discussed

    Gesundheits-Roboter für Senior/innen: neue Informations- und Kommunikationstechnologien in der alternden Gesellschaft

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    Die Dissertation nimmt die Vision einer roboterunterstützten Gesundheits-Assistenz älterer Menschen hinsichtlich der Gesundheitskommunikation in den Blick. Dazu wurde eine Roboter-Plattform durch Senior/innen im Rahmen einer Fallstudie in mehrtägigen Feldtests evaluiert. Zur weiteren Konkretisierung der Vision wurde ermittelt, wie sich ein Gesundheits-Roboter langfristig in Alltag und Tageslaufstrukturen älterer Menschen einfügen sollte. Die so entwickelten Personas wurden mittels Szenario-Technik zu drei normativen, narrativen Nutzungs-Szenarien verknüpft und abschließend durch Fachleute wie Laien diskutiert. Im Ergebnis konnten überindividuelle Anknüpfungspunkte zur bedarfsgerechten Gestaltung und Integration in Tagesverläufe identifiziert werden. Es zeigte sich, dass Gesundheits-Roboter mit Chancen für Gesundheit, gesellschaftliche Partizipation, interpersonale Kommunikation und einem konkreten Nutzen für die selbstständige Lebensführung, aber auch mit Risiken verknüpft werden.Im Rahmen der vorliegenden Dissertation wurden mobile Service-Roboter, die ältere Menschen zukünftig dabei unterstützen sollen, möglichst lange selbstständig im eigenen Haushalt zu leben, als innovative Informations- und Kommunikationstechnologien insbesondere hinsichtlich Gesundheitskommunikation in den Blick genommen. Im Sinne eines nutzerzentrierten Entwurfs wurde ermittelt, welche Lösungen zur Gesundheitsförderung und Gesundheitsunterstützung, wie implementiert werden müssen, was die Zielgruppe angesichts noch fehlender Praxiserfahrung mit Robotern bisher nur bedingt angeben kann.Zunächst wurde eine in Entwicklung befindliche lauffähige Roboter-Plattform durch Senior/innen (n=9) im Rahmen einer Fallstudie in mehrtägigen Feldtests formativ evaluiert. So konnte ermittelt werden, wie die Mensch-Roboter-Interaktion eines Gesundheits-Roboters beschaffen sein muss, damit er effektiv, effizient und zufriedenstellend genutzt werden kann. Aussagen zur Nützlichkeit bestimmter Anwendungen für die Alltagsunterstützung waren aufgrund der begrenzten Testdauer (max. drei Tage) und des begrenzten Funktions-Umfangs allerdings limitiert. Um die Vision einer roboterunterstützten Gesundheits-Assistenz im hohen Alter weiter konkretisieren zu können, wurde im zweiten Schritt zunächst mittels einer qualitativen Interviewstudie (n=12) umfassende, detaillierte Informationen zu Alltag und v.a. Tageslaufstrukturen älterer Menschen erfasst und ermittelt, wie sich ein Gesundheits-Roboter langfristig darin einfügen sollte. Anhand der Ergebnisse konnten Personas entwickelt werden. Diese wurden mit Hilfe der Szenario-Technik im dritten Schritt systematisch mit dem aktuellen Forschungs- und Entwicklungsstand zu Gesundheits-Robotern zu drei normativen, narrativen Nutzungs-Szenarien verknüpft. Im abschließenden vierten Schritt wurden die Szenarien durch Fachleute wie Laien im Rahmen einer Interviewstudie diskutiert (n=12 Einzel- und Gruppeninterviews mit n=28 Befragungspersonen). Die Ergebnisse der vier Teilstudien zeigen, dass Gesundheits-Roboter mit Chancen für Gesundheit, gesellschaftliche Partizipation und interpersonale Kommunikation sowie einem konkreten Nutzen für die selbstständige Lebensführung, aber auch mit Risiken wie Datenschutzverletzungen, Kontroll- und Fähigkeitsverlusten verknüpft werden. Es konnten überindividuelle Anknüpfungspunkte identifiziert werden, um Roboter-Funktionen bedarfsgerecht gestalten und in individuelle Tagesverläufe integrieren zu können.This dissertation is concerned with mobile service robots for health assistance which should enable elderly people to remain independently in their own household for a longer period of time. Service robots are innovative information- and communication technology that might offer new prospects in the field of health communication. So far, there is a gap of experience. Focusing on a user-centered design, solutions have been found on how to implement health enhancing and supportive applications for the target group, as well as in terms of handling a robot on a daily-life basis. Firstly, a case study with senior citizens (n=9) was conducted wherein a robot-platform was evaluated during its developmental phase. This study helped to understand of which characteristics and elements a health-robot should be compounded of to be at its most effective, efficient and satisfactory for the seniors. However, findings concerning the question, if robotic applications can support the seniors’ daily-life routines, are limited, due to the limited time frame (of three days) during which the study was conducted.To further develop a concrete vision of how a robotic health-assistance is able to enhance an elderly’s life-quality, qualitative interviews have been conducted (n=12) in the second study. These served to collect detailed information on the daily-life routines of senior citizens, so as to design scenarios and personas on how to ideally include the health-robot in the care routine of an elderly in need, on a daily-basis. Afterwards, three normative, narrative user scenarios have been developed using the scenario-technique, combining the empirical findings with cutting-edge state of research (third study). Subsequent, these scenarios were discussed by experts and laymen during an interview-study (n=12 one-on-one and group interviews with n=28 persons). The results of the four studies show manifold options and chances of a service-robot, especially to support social participation and interpersonal communication as well as concerns and risks regarding violation of privacy or loss of control and capabilities. Connecting factors among the elderly could be identified to integrate the robot most effectively into their everyday-routines

    Variations on the Author

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    “Variations on the Author” discusses two of Eduardo Coutinho’s recent films (Um Dia na Vida, from 2010, and Últimas Conversas, posthumously released in 2015) and their contribution to the general question of documentary authorship. The director’s filmography is characterized by a consistent yet self-effacing form of authorial self-inscription: Coutinho often features as an interviewer that rather than express opinions propels discourses; an interviewer that is good at listening. This mode of self-inscription characterizes him as an author who is not expressive but who is nonetheless markedly present on the screen. In Um Dia na Vida, however, Coutinho is completely absent form the image, while Últimas Conversas, on the contrary, includes a confessional prologue that moves the director from the margins to the center of his films. This article examines the ways in which these works stand out in the filmography of a director who offers new insights into the notion of cinematic authorship

    Appropriate Similarity Measures for Author Cocitation Analysis

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    We provide a number of new insights into the methodological discussion about author cocitation analysis. We first argue that the use of the Pearson correlation for measuring the similarity between authors’ cocitation profiles is not very satisfactory. We then discuss what kind of similarity measures may be used as an alternative to the Pearson correlation. We consider three similarity measures in particular. One is the well-known cosine. The other two similarity measures have not been used before in the bibliometric literature. Finally, we show by means of an example that our findings have a high practical relevance.information science;Pearson correlation;cosine;similarity measure;author cocitation analysis
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