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    Haubner, Tine; Reitz, Tilman (Hrsg.) (2018): Marxismus und Soziologie. Klassenherrschaft, Ideologie und kapitalistische Krisendynamik. Weinheim: Beltz Juventa.

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    Haubner T, Reitz T. Haubner, Tine; Reitz, Tilman (Hrsg.) (2018): Marxismus und Soziologie. Klassenherrschaft, Ideologie und kapitalistische Krisendynamik. Weinheim: Beltz Juventa. Weinheim: Beltz Juventa; 2018

    Verführung nach System: eine wissenssoziologische Untersuchung von Pick-Up-Praktiken

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    »Was ist Pick-Up?« - Das mag (auf den ersten Blick) eine behämmerte Frage sein. Auf den zweiten Blick ist die Frage aber gar nicht so doof. Es gibt in der PU-Szene so viele konkurrierende (und teils widersprüchliche) Modelle und Theorien, dass man inhaltlich gar nicht sagen kann, was Pick-Up ist (und was definitiv nicht dazugehört). Vielleicht kann man’s nur etwas abstrakter formulieren (und definieren): Pick-Up ist das gezielte Rausgehen, um Frauen kennenzulernen – und das nachträgliche, gemeinschaftliche Theoretisieren über zielführende Vorgehensweisen und Erfahrungen. Denn der Austausch (und das heißt auch: die f{eorie) ist ein wesentliches Charaktermerkmal der Community. Auch das macht Pick-Up zu Pick-Up

    Politische Theorie des Anarchismus: zum paradoxen Streben nach Autonomie, Selbstbestimmung und Selbstorganisation

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    Der anarchistische Politikbegriff erscheint widersprüchlich: Der Ablehnung von Politik steht eine Bezugnahme auf sie gegenüber. Diese Paradoxie entspringt einer bestimmten Denkweise, die dabei hilft, Netzwerke zwischen verschiedenen Strömungen, Gruppen und Diskursen zu weben. So eröffnet sich die Möglichkeit, auf widersprüchliche gesellschaftliche Verhältnisse zu antworten, um sie zu überschreiten. Dies zeigt sich im Modus des Strebens nach Autonomie, in Kontroversen zwischen Individualismus und Kollektivismus und in theoretischen Konzepten wie der sozialen Revolution. In diesem Kontext verdeutlicht Jonathan Eibisch, dass es eine zeitgemäße politische Theorie des Anarchismus gibt - und wie sie aussehen kann

    Weltanschauung als Praxis: eine rekonstruktive Studie zur Sinnstruktur humanistisch-säkularistischen Engagements

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    Die vorliegende Studie untersucht empirisch die Praxis humanistisch-säkularistischen Engagements. Ausgehend von einer Zeitdiagnose der ‚postsäkularen’ Gesellschaft wird über die Auseinandersetzung mit dem Forschungsfeld der ‚Nichtreligion’, ‚neuem Atheismus’ und nichtreligiöser Identität einerseits nach Gemeinsamkeiten auf Praxisebene im heterogenen Spektrum organisierter Nichtreligion gefragt. Andererseits werden mit der Heuristik der ‚Relationalität’ mögliche Spannungen zwischen einem konstitutiven Bezug auf Religion, autonomer Weltanschauung, Anerkennungswünschen und Authentizitätsansprüchen in den Blick genommen. Der empirische Zugang besteht in der Rekonstruktion der Sinnstruktur humanistisch-säkularistischen Engagements anhand zweier Gruppendiskussionen mit aktiven Mitgliedern einer nichtreligiösen Organisation. Diese werden mit der dokumentarischen Methode ausgewertet und im Rahmen rekonstruktiver Sozialforschung interpretiert. Die empirische Analyse von Orientierungsmustern führt zur Beschreibung eines kollektiven Habitus, dessen zentrale Komponenten sich als Basistypik zu einem Orientierungsrahmen externalisierender Authentifizierung von Identität und einem Orientierungsschema der Rationalität abstrahieren und verdichten lassen. Die Ergebnisse, ihre Kontextualisierung und Ableitungen für die gegenstandsbezogene Theorie sind sowohl anschlussfähig an die religionssoziologische Fachdebatte über Nichtreligion als auch an allgemeinere Überlegungen zu Säkularisierung und Postsäkularität

    Romantik und Demokratie: Überlegungen zum Politischen am Anfang der Romantik

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    Der Autor fragt nach dem Zusammenhang der frühromantischen Ästhetik im Ausgang des 18. Jahrhunderts und der modernen Massendemokratie. Lassen sich kunstimmanente Kriterien finden, nach denen beurteilt werden kann, welche ästhetischen „Befreiungsimpulse“ zur Stärkung einer demokratisch organisierten Gemeinschaft beitragen und welche dagegen Gefahr laufen, antidemokratische Organisationsformen zu propagieren? Die Argumentation erfolgt in drei Schritten. Im ersten Schritt folgt der Autor den Überlegungen Carl Schmitts, dass gerade die Offenheit des Romantikbegriffs auf eine Politik der Romantik hinweist. Anders als Schmitt liest er die Unbestimmtheit nicht als etwas, das politische Ordnungen zerstört (mithin also un- oder antipolitisch wäre). Gerade die Fähigkeit, alles zum Anlass eines neuen Romans nehmen zu können, könnte – so das Argument - überhaupt erst in die Lage versetzen, sich selbst an der gemeinsamen Gestaltung der politischen Ordnung zu beteiligen. Romantische Literatur und demokratische Politik, so die Idee, basieren im Kern auf derselben Voraussetzung: sie basieren beide auf der Möglichkeit sprachfähiger Individuen, welche sich in ihren eigenen Worten einander verständlich machen können. Für diese Überlegung stützt er sich neben der Autor*innen strukturalistischer Theorie wie Roman Jakobson auf die politische Ästhetik Jacques Rancières, insbesondere dessen Verknüpfung von Politik und Literatur. Nachdem im ersten Schritt die Offenheit des Romantikbegriffs als politisches Moment vorgeschlagen und im zweiten Schritt mit Rancière dieses politische Moment vertieft wurde, schlägt er im dritten Schritt eine politisch-ästhetische “Urszene” im Anfang der Romantik vor. Gestützt auf der Kant-Lesart Hannah Arendts vermutet er, dass zwischen Kants Kritik der Urteilkraft und der Formulierung der romantischen Theorie bei August Wilhelm Schlegel ein neues Verhältnis zwischen Kunst und Politik aufscheint und von den romantischen Autor*innen aufgegriffen wird

    Zum Verhältnis von Esoterik und Antisemitismus: Eine Analyse am Beispiel der Anthroposophie

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    Am Beispiel der Anthroposophie untersucht die Studie (Masterarbeit) das Verhältnis von Esoterik und Antisemitismus. Als empirischer Hintergrund dienen anthroposophische Schriften aus drei Phasen: von Rudolf Steiner selbst, aus der anthroposophischen Tradition mit einem Fokus auf die völkische Bewegung und den Nationalsozialismus sowie anthroposophische Zeitschriften aus dem Jahr 2021. Dabei wird deutlich, dass zahlreiche Gemeinsamkeiten zwischen beiden Ideologien in struktureller, funktionaler und inhaltlicher Hinsicht bestehen. Ohnehin lässt sich die Reproduktion antisemitischer Mythen und Stereotype in allen untersuchten Zeiträumen in anthroposophischen Veröffentlichungen nachweisen. Dies legt die These nahe, dass Antisemitismus in der anthroposophischen Lehre bereits latent angelegt ist. Im Besonderen gilt dies für drei grundlegende Elemente der anthroposophischen Lehre: Steiners Evolutionslehre, den Antimaterialismus sowie den Karmaglauben. Deshalb wird argumentiert, dass die Anthroposophie nicht nur Verschwörungsmythen im Allgemeinen nahesteht, wie die einschlägige Forschung (etwa zu "conspirituality") nahelegt, sondern im Speziellen dem Antisemitismus. Anschließend werden die Spezifika des anthroposophischen Antisemitismus herausgearbeitet. Charakteristisch sind seine ausgeprägte Aversion gegen den Materialismus und seine Begründung. Außerdem fügt er dem klassischen modernen Antisemitismus eine weitere spirituelle (Hierarchie-)Ebene jenseits der materiellen Wirklichkeit hinzu. Mit der karmischen Deutung der Shoah existiert zudem ein antisemitisches Motiv, das direkt auf esoterische Grundannahmen zurückgeht

    Der Politische Konsens: Über die Suche der Demokratie nach dem verlorenen >>Einen<<

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    Auf welchem Grund ruhen Demokratien und ihre politischen Ordnungen? Was sind die Quellen von Einigkeit, wie die Bedingungen von Einigung? Und liegt der Demokratie ein Konsens als Fundament zugrunde oder bringt sie ihn erst hervor? Der Begriff des »politischen Konsenses« dient dem hier gewählten Zugang als eröffnendes Instrument in das politische Denken der Demokratie, mit dem sich die Grundlagen und Spannungen moderner und postmoderner Demokratietheorien sondieren lassen, u.a. von Fraenkel, Barber und Habermas sowie Mouffe und Nancy. Die reflexive Beobachtung umschlagender Polaritäten und Ambiguitäten in politischen Theorien - wie zwischen dem Einen und dem Vielen, zwischen der Übereinstimmung und der Übereinkunft des Konsensbegriffs sowie zwischen der Grundlosigkeit und der Gründung als Momente der Demokratie - kann helfen, das Denken der Demokratie und ihre Aporien besser zu verstehen. Die Suche der Demokratie nach ihrem eigenen Grund stellt sich im Angesicht der Ungewissheitsgewissheit der Moderne als Herausforderung, ebenso für Vertreter:innen im weiteren Sinne liberal geprägter Ansätze wie auch für das Denken des Postfundamentalismus. Im Rahmen dieser Arbeit kann aufgezeigt werden, was für Rückschlüsse aus dem Fehlen des »Einen« in Bezug auf die innertheoretische Funktion konsensualer Annahmen gezogen werden können

    Going Beyond Counting First Authors in Author Co-citation Analysis

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    The present study examines one of the fundamental aspects of author co-citation analysis (ACA) - the way co-citation counts are defined. Co-citation counting provides the data on which all subsequent statistical analyses and mappings are based, and we compare ACA results based on two different types of co-citation counting - the traditional type that only counts the first one among a cited work's authors on the one hand and a non-traditional type that takes into account the first 5 authors of a cited work on the other hand. Results indicate that the picture produced through this non-traditional author co-citation counting contains more coherent author groups and is therefore considerably clearer. However, this picture represents fewer specialties in the research field being studied than that produced through the traditional first-author co-citation counting when the same number of top-ranked authors is selected and analyzed. Reasons for these effects are discussed
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