1,720,993 research outputs found
Emotions- und persönlichkeitspsychologische Untersuchungen zur Überprüfung der Appraisal-Theorie von Albert Ellis
Die Appraisal-Theorie von Albert Ellis liegt der Rational-Emotiven-Verhaltenstherapie zugrunde. Das zentrale Postulat der Theorie besagt, dass rationale Gedanken (Wünsche und Präferenzen) und irrationale Gedanken (rigide und überzogene Forderungen) zu unterschiedlichen Emotionen führen: Rationale Gedanken sollen adaptive Emotionen wie Furcht, Ärger, Bedauern oder Traurigkeit, irrationale Gedanken hingegen maladaptive Emotionen wie Angst, Wut, Schuld oder Depression hervorrufen. Adaptive Emotionen sollen zudem - im Unterschied zu maladaptiven - funktionale Verhaltensreaktionen bewirken. Zentrale Annahmen der Theorie wurden in elf empirischen Arbeiten (N = 780) überprüft: Fünf Experimentalstudien zeigen unter Verwendung fiktiven und realen Stimulusmaterials, dass rationale Kognitionen adaptive Emotionen und diese wiederum funktionale Verhaltensweisen bewirken. Zwei weitere Untersuchungen belegen deutliche Unterschiede zwischen vermeintlich ähnlichen adaptiven und maladaptiven Emotionen (z.B. Furcht und Angst) hinsichtlich emotionstheoretisch relevanter Variablen. Vier experimentelle und korrelative Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen irrationalen Kognitionen und depressogenem Attributionsstil, verminderter Proaktivität, verminderter Selbstwirksamkeit sowie erhöhter Religiosität auf. Insgesamt erweist sich die Theorie als geeignet zur Vorhersage von Emotionen und Verhalten und als persönlichkeitspsychologisch relevant
Sag´s durch die Zeile: Frageformateffekte bei offenen Antwortformaten
Offene Fragen werden insbesondere bei explorativen Fragestellungen und freien Meinungsäußerungen in den Sozialwissenschaften und der Marktforschung häufig verwendet. Zentrale Befunde der Fragebogenforschung belegen, dass die Respondenten formale Eigenschaften des Fragebogens heranziehen, um ihre Antworten zu generieren. Daher werden drei experimentelle Fragebogenstudien durchgeführt, die überprüfen, wie freie Antworten auf identische Fragestellungen durch unterschiedliche Zeilenvorgaben beeinflusst werden. Es wird vermutet, dass mit der Zeilenvorgabe der erwartete Umfang der Antwort an den Respondenten kommuniziert wird. Konsistent zeigt sich über alle drei thematisch unterschiedlichen Studien, dass mit steigender Zeilenanzahl auch die Anzahl der abgegebenen Wörter signifikant steigt. Inhaltliche Analysen der gegebenen Antworten weisen zudem auch auf qualitative Unterschiede bei der Beantwortung hin. Weitere Analysen vielzeiliger Antwortalternativen und ein Vergleich mit einer Fragebogenversion ohne Zeilenvorgabe weisen auf eine Sättigungsgrenze und damit auf ein Optimum der angegebenen Zeilen hin. Implikationen für die Gestaltung von Fragebögen werden diskutiert
Ist Personenwahrnehmung im Attributionsgeschehen abhängig vom Ort der Erhebung?
Als zentraler Befund der ersten Untersuchung der einflussreichen Arbeit von Heider und Simmel [Am. J. Psychol., 57, 243-59 (1944)] zeigte sich, dass bewegte geometrische Objekte ganz überwiegend als Lebewesen wahrgenommen werden und diese wiederum meist als Personen. Da die Originaluntersuchung, die am Smith College für Psychologie durchgeführt wurde, nur Frauen miteinbezog und die Ergebnisse keine genauen Angaben zur Häufigkeit personaler Kausalität beinhalten, werden zwei Replikationen durchgeführt, um die Befunde auf eine breiter generalisierbare Basis zu stellen. In Studie eins wird die Untersuchung unter Verwendung des Originalversuchsmaterials an einer technischen Hochschule an Nichtpsychologen durchgeführt. Es zeigt sich auch bei konservativer Analyse, dass geschlechtsunabhängig weniger als 35 % der Teilnehmenden die Objekte als Lebewesen beschreiben. Von denjenigen, die die Objekte als beseelt wahrnehmen, werden diese in 80 % der Fälle als Menschen bezeichnet. Um eine mögliche Erklärung dieser deutlichen Abweichungen von den Originalbefunden zu finden, wird Studie zwei in Entsprechung zur Originalarbeit an einem Institut für Psychologie ausschließlich an Psychologiestudierenden durchgeführt. Jedoch zeigen sich auch hier identische Befunde. Somit konnten in zwei Replikationen zentrale Befunde der klassischen Arbeit nicht repliziert werden. Die Verwendung einer selektiven Stichprobe in unterschiedlichen Umgebungen erklärt nicht die klassischen Resultate
Sadder but fitter. The evolutionary function of depressive symptoms following fetal loss
A literature review about an evolutionary model of fetal loss depression
is presented. This model conceptualizes depression following miscarriage
or stillbirth as an evolutionary protective mechanism to avoid
further fetal loss. It postulates that depressive symptoms delay the next
reproduction and save maternal resources. These symptoms along
with hypochondric symptoms of depression which lead to a search for
causes and reappraisal of environmental factors, are probably
adaptations to causes of further fetal loss (e.g. epidemics, famines,
infections, environmental toxins)
Zur wahrgenommenen Intensität adaptiver und maladaptiver Emotionen im Kontext rationaler und irrationaler Kognitionen
In the theoretical foundations of Rational-Emotive Behavior Therapy (REBT) Albert Ellis distinguishes between irrational (overreaching and rigid) cognitions, which result in maladaptive emotions, and rational cognitions (realistic expectations and preferences), which result in adaptive emotions. Present studies confirm substantial differences between adaptive and maladaptive emotions with regard to numerous relevant variables of emotion theories (in particular: functionality). Perceived intensity of adaptive and maladaptive emotions has not been investigated so far. By using experimental scenario studies (N = 158) possible differences of intensity between adaptive and maladaptive emotions are investigated. It is hypothesized, that maladaptive emotions are more strongly perceived by irrational thinkers than by rational thinkers whereas adaptive emotions should be perceived more intensively by rationally thinking persons. A first study reveals a higher perceived intensity of maladaptive emotions in comparison to adaptive emotions. A second study demonstrates that generally more intense emotions are attributed to people having irrational beliefs. However this tendency is significantly stronger for maladaptive emotions. Possible explanations for this limited support of the hypotheses are discussed.Albert Ellis geht in seiner Rational Emotiven Therapie davon aus, dass irrationale (übersteigerte und rigide) Kognitionen zu maladaptiven Emotionen führen, während rationale Kognitionen (realistische Erwartungen und Präferenzen) adaptive Emotionen zur Folge haben. Bisherige Studien zeigen, dass sich adaptive und maladaptive Emotionen hinsichtlich zahlreicher emotionstheoretisch relevanter Variablen unterscheiden, insbesondere hinsichtlich Funktionalität; die wahrgenommene Intensität adaptiver und maladaptiver Emotionen im Kontext entsprechender Kognitionen wurde bisher nicht untersucht. Anhand experimenteller Szenariostudien (N = 158) soll untersucht werden, ob sich adaptive und maladaptive Emotionen in ihrer Intensität unterscheiden. Zudem wird als Hypothese aufgestellt, dass maladaptive Emotionen von irrational denkenden Personen intensiver erlebt werden als von rational Denkenden. Adaptive Emotionen hingegen sollten von rational denkenden Menschen intensiver wahrgenommen werden. Eine erste Studie zeigt eine generell höhere Intensität maladaptiver Emotionen im Vergleich zu adaptiven Emotionen. Zur Überprüfung der Hypothese wird eine zweite Studie durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass Personen mit irrationalen Kognitionen generell intensivere Emotionen zugeschrieben werden als rational Denkenden. Dieser Effekt zeigt sich jedoch signifikant stärker für maladaptive Emotionen. Mögliche Erklärungen für die nur partielle Bestätigung der Hypothese werden diskutiert
Going Beyond Counting First Authors in Author Co-citation Analysis
The present study examines one of the fundamental aspects of author co-citation analysis (ACA) - the way co-citation
counts are defined. Co-citation counting provides the data on which all subsequent statistical analyses and mappings
are based, and we compare ACA results based on two different types of co-citation counting - the traditional type that
only counts the first one among a cited work's authors on the one hand and a non-traditional type that takes into
account the first 5 authors of a cited work on the other hand. Results indicate that the picture produced through this non-traditional author co-citation counting contains more coherent author groups and is therefore considerably clearer. However, this picture represents fewer specialties in the research field being studied than that produced through the traditional first-author co-citation counting when the same number of top-ranked authors is selected and analyzed. Reasons for these effects are discussed
Variations on the Author
“Variations on the Author” discusses two of Eduardo Coutinho’s recent films (Um Dia na Vida, from 2010, and Últimas Conversas, posthumously released in 2015) and their contribution to the general question of documentary authorship. The director’s filmography is characterized by a consistent yet self-effacing form of authorial self-inscription: Coutinho often features as an interviewer that rather than express opinions propels discourses; an interviewer that is good at listening. This mode of self-inscription characterizes him as an author who is not expressive but who is nonetheless markedly present on the screen. In Um Dia na Vida, however, Coutinho is completely absent form the image, while Últimas Conversas, on the contrary, includes a confessional prologue that moves the director from the margins to the center of his films. This article examines the ways in which these works stand out in the filmography of a director who offers new insights into the notion of cinematic authorship
Appropriate Similarity Measures for Author Cocitation Analysis
We provide a number of new insights into the methodological discussion about author cocitation analysis. We first argue that the use of the Pearson correlation for measuring the similarity between authors’ cocitation profiles is not very satisfactory. We then discuss what kind of similarity measures may be used as an alternative to the Pearson correlation. We consider three similarity measures in particular. One is the well-known cosine. The other two similarity measures have not been used before in the bibliometric literature. Finally, we show by means of an example that our findings have a high practical relevance.information science;Pearson correlation;cosine;similarity measure;author cocitation analysis
- …
