1,721,038 research outputs found
The big bad wolf’s view : the evaluation clients’ perspectives on independence of evaluations
The independence of evaluations has gained increasing attention in research. So far, research has mainly focused on evaluators’ experiences when confronted with pressure, leading to a restricted view of the complex context in which evaluations take place. Therefore, this article broadens the debate and follows the call by previous studies to pay attention to evaluation clients, which have been identified as the main influencing stakeholders within evaluation processes. The findings of an online survey among Swiss evaluation clients show that most clients have never been told by evaluators that they put the latter under pressure, even though previous studies found that half of the evaluators feel pressured. Nonetheless, clients frequently experience conflicts during evaluations that are often caused by a lack of a common understanding between evaluators and clients. Thus, we conclude that preventive measures are needed to increase the parties’ mutual comprehension, and ultimately, the quality of evaluation results
‘Don’t tell me cause it hurts‘ – Beeinflussung von Evaluierenden in der Schweiz
Der Artikel untersucht die Erfahrungen von Evaluierenden in der Schweiz mit Beeinflussung durch eine anonyme Befragung von Mitgliedern der Schweizerischen Evaluationsgesellschaft. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Evaluierenden mehrheitlich als nicht unabhängig bei der Durchführung von Evaluationen empfinden. Beeinflussung geht am häufigsten von Auftraggebern aus. Rund die Hälfte der Befragten hatte sich während ihrer Evaluationstätigkeit bereits beeinflusst oder unter Druck gesetzt gefühlt, was für 90% keinen Einzelfall darstellte. Bei 60% der Befragten verlangte der Auftraggeber eine inhaltliche Verzerrung. Beeinflussung war häufiger bei summativen oder Ex-post-Evaluationen als bei formativen oder Ex-ante-Evaluationen. Die ethische Zufriedenheit der Befragten mit dem Umgang von Beeinflussungsvorfällen war am geringsten bei denjenigen, deren Evaluationsresultate ohne ihr Einverständnis verändert wurden
Wie über Raumplanungsinstrumente kommuniziert wird, kann deren Akzeptanz beeinflussen
Die zunehmende Zersiedlung der Landschaft macht Raumplanung zu einem wichtigen politischen Thema. Allerdings ist die Bevölkerung gegenüber marktwirtschaftlichen Instrumenten kritisch eingestellt. Wie neuste Untersuchungen zeigen, ist für die Unterstützung von durch die Politik vorgeschlagenen Möglichkeiten vor allem deren konkrete Formulierung ausschlaggebend – aber auch dann gibt es noch grosse Unterschiede zwischen einzelnen Gruppen
Wer sich vor einer Abstimmung mittels wissenschaftlicher Fakten informiert
Stützen sich Stimmbürgerinnen und Stimmbürger vor Abstimmungen auf wissenschaftliche Fakten oder vertrauen sie der Meinung anderer? Und welche Eigenschaften von Personen begünstigen die Wahl von wissenschaftlichen Fakten? Wir haben diese Fragen mittels einer Befragung mit Studieren den untersucht: Vier von fünf Personen informierten sich durch wissenschaftlich belegte Fakten, um einen Entscheid zu treffen. Die Meinung anderer bildete nur selten eine Entscheidungsgrundlage
Betterment, undermining, support and distortion: A heuristic model for the analysis of pressure on evaluators
Evaluations can only serve as a neutral evidence base for policy decision-making as long as they have not been altered along non-scientific criteria. Studies show that evaluators are repeatedly put under pressure to deliver results in line with given expectations. The study of pressure and influence to misrepresent findings is hence an important research strand for the development of evaluation praxis. A conceptual challenge in the area of evaluation ethics research is the fact that pressure can be not only negative, but also positive. We develop a heuristic model of influence on evaluations that does justice to this ambivalence of influence: the BUSD-model (betterment, undermining, support, distortion). The model is based on the distinction of two dimensions, namely 'explicitness of pressure' and 'direction of influence'. We demonstrate how the model can be applied to understand pressure and offer a practical tool to distinguish positive from negative influence in the form of three so-called differentiators (awareness, accordance, intention). The differentiators comprise a practical component by assisting evaluators who are confronted with influence
Political Science in Switzerland
The development of political science in Switzerland in terms of an academic recognition has its origins in the French part of Switzerland in the 1960s to 1980s, followed by the German part. Today, ten institutions in Switzerland offer political science at Bachelors and at Masters level. While in 2’000, only about 2’300 students studied political science in Switzerland this number almost doubled within ten years. One of the main changes in political science education in Switzerland consists in the replacement of the existing degrees of Lizentiat and Diplom by Bachelor- and Master-programmes according to the ‘Bologna reform’ in the early 2000s, by which Switzerland has pioneered the transformation processes. The first chair in political science was installed in 1959. Currently, there are about 50 full professorships at Swiss Universities. The main research fields of political science consist of international studies, democracy and Swiss politics, although Swiss politics still is considered particularly important in Switzerland due to of its unique political system within Europe such as direct democracy
Lobbying im Bundeshaus : der direkte Draht ins Parlament
Lobbying ist ein vielschichtiges Phänomen. Lobbying bezeichnet die Vertretung von politischen Interessen und die Beeinflussung von politischen Entscheidungsprozessen durch diese Interessen. Dem Begriff des Lobbying liegt gemeinhin eine negative Konnotation zugrunde, was dazu führt, dass sich die direkt betroffenen Akteure, die Lobbyistinnen und Lobbyisten, in der Regel nicht als solche bezeichnen. Auch die im weiteren Sinn betroffenen Akteure, wie in diesem Abschnitt die Parlamentsmitglieder, umgehen diesen Begriff oftmals. So merken Dialer und Richter (2014: 2) vor dem Hintergrund der grossen Spannbreite von Berufsbezeichnungen von EU-Lobbyisten, wie etwa «public affairs manager» oder «policy advisor» an, «[s]ie alle sind Lobbyisten, wollen aber nicht so heißen». Analog dazu stellt Baeriswyl (2005: 45) für den Schweizer Kontext die Vermutung auf, dass «dieses Negativ image (…) mithin ein Grund sein [mag], dass die Schweizer Berufslobbyisten ihren Verband als Schweizerische Public Affairs Gesellschaft SPAG und nicht als Schweizer Lobbyistenverein bezeichnen». Die Vorbehalte gegenüber der Tätigkeit von Lobbyisten und Lobbyistinnen gründen darin, dass damit versteckt erfolgende Kontakte mit dem Ziel der Beeinflussung von Interessenträgerinnen und Interessenträgern assoziiert werden. Dies steht aber im Gegensatz zum Ideal, wonach Demokratie nichts anderes sein soll als «offengelegtes staatliches Handeln» (Tschäni 1984: 71). Der Abschnitt behandelt die Frage, ob und inwieweit Lobbying in der Schweiz Druck auf das schweizerische Parlament ausübt und welche Gefahren oder Chancen von einer solchen organisierten Einflussnahme ausgehen. Lobbying hat in der Schweiz in den vergangenen Jahren an Aufmerksamkeit gewonnen, nachdem es lange sowohl auf der politischen wie auf der wissenschaftlichen Agenda bestenfalls eine untergeordnete Rolle spielte. Ziel dieses Abschnitts ist zum einen, sich dem Lobbying in der Schweizer Politik mit Fokus auf das Bundesparlament anhand bestehender Forschung anzunähern. Zum anderen liegt dem Beitrag eine normative Komponente zugrunde, indem die politische Bedeutung des Lobbyings im Hinblick auf potenzielle Gefahren beurteilt wird. Der Beitrag beginnt mit einer begrifflichen Annäherung an den Begriff «Lobbying» sowie seiner Definition im parlamentarischen Kontext. Im Anschluss daran wird ein Überblick über aktuelle, auf die Schweiz bezogene Forschung zum Thema gegeben. Hierbei werden zudem Besonderheiten des politischen Lobbyings in der Schweiz diskutiert. Dieser Teil bildet das Kernstück des Beitrags und dient als Basis für die anschliessende normative Diskussion über die Relevanz des Lobbyings und darüber, ob und inwieweit vom Lobbying eine Gefahr für die Unabhängigkeit der Politik ausgeht. In diesem Zusammenhang werden Voraussetzungen erwogen, die für ein systemverträgliches Lobbying erfüllt sein müssen. Der Beitrag schliesst mit einem Fazit
Lobbying im Bundeshaus
Lobbying ist ein vielschichtiges Phänomen. Lobbying bezeichnet die Vertretung von politischen Interessen und die Beeinflussung von politischen Entscheidungsprozessen durch diese Interessen. Dem Begriff des Lobbying liegt gemeinhin eine negative Konnotation zugrunde, was dazu führt, dass sich die direkt betroffenen Akteure, die Lobbyistinnen und Lobbyisten, in der Regel nicht als solche bezeichnen. Auch die im weiteren Sinn betroffenen Akteure, wie in diesem Abschnitt die Parlamentsmitglieder, umgehen diesen Begriff oftmals. So merken Dialer und Richter (2014: 2) vor dem Hintergrund der grossen Spannbreite von Berufsbezeichnungen von EU-Lobbyisten, wie etwa «public affairs manager» oder «policy advisor» an, «[s]ie alle sind Lobbyisten, wollen aber nicht so heißen». Analog dazu stellt Baeriswyl (2005: 45) für den Schweizer Kontext die Vermutung auf, dass «dieses Negativ image (…) mithin ein Grund sein [mag], dass die Schweizer Berufslobbyisten ihren Verband als Schweizerische Public Affairs Gesellschaft SPAG und nicht als Schweizer Lobbyistenverein bezeichnen». Die Vorbehalte gegenüber der Tätigkeit von Lobbyisten und Lobbyistinnen gründen darin, dass damit versteckt erfolgende Kontakte mit dem Ziel der Beeinflussung von Interessenträgerinnen und Interessenträgern assoziiert werden. Dies steht aber im Gegensatz zum Ideal, wonach Demokratie nichts anderes sein soll als «offengelegtes staatliches Handeln» (Tschäni 1984: 71). Der Abschnitt behandelt die Frage, ob und inwieweit Lobbying in der Schweiz Druck auf das schweizerische Parlament ausübt und welche Gefahren oder Chancen von einer solchen organisierten Einflussnahme ausgehen. Lobbying hat in der Schweiz in den vergangenen Jahren an Aufmerksamkeit gewonnen, nachdem es lange sowohl auf der politischen wie auf der wissenschaftlichen Agenda bestenfalls eine untergeordnete Rolle spielte. Ziel dieses Abschnitts ist zum einen, sich dem Lobbying in der Schweizer Politik mit Fokus auf das Bundesparlament anhand bestehender Forschung anzunähern. Zum anderen liegt dem Beitrag eine normative Komponente zugrunde, indem die politische Bedeutung des Lobbyings im Hinblick auf potenzielle Gefahren beurteilt wird. Der Beitrag beginnt mit einer begrifflichen Annäherung an den Begriff «Lobbying» sowie seiner Definition im parlamentarischen Kontext. Im Anschluss daran wird ein Überblick über aktuelle, auf die Schweiz bezogene Forschung zum Thema gegeben. Hierbei werden zudem Besonderheiten des politischen Lobbyings in der Schweiz diskutiert. Dieser Teil bildet das Kernstück des Beitrags und dient als Basis für die anschliessende normative Diskussion über die Relevanz des Lobbyings und darüber, ob und inwieweit vom Lobbying eine Gefahr für die Unabhängigkeit der Politik ausgeht. In diesem Zusammenhang werden Voraussetzungen erwogen, die für ein systemverträgliches Lobbying erfüllt sein müssen. Der Beitrag schliesst mit einem Fazit
Die Beeinflussung in der Evaluationstätigkeit in der Schweiz und was die SEVAL dagegen tun kann
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