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    Die Heilung der Moderne: eine engagierte Auseinandersetzung mit Hegel

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    In dieser Arbeit wird Hegels Philosophie vom Blickwinkel ihres Verhältnisses zur Moderne untersucht. Ausgangspunkt ist eine Auseinandersetzung mit den aktuell verbreiteten Interpretationen, die Hegel als einen Hauptvertreter der modernen, und insbesondere der nachkantischen Philosophie, betrachten. Es wird dagegen argumentiert, dass Hegels Verhältnis zur modernen Philosophie komplexer ist, als diese Interpretationen es behaupten, und dass Hegels Hauptwerk, die Wissenschaft der Logik, sogar als einen antimodernen Versuch gelesen werden kann. Diese These wird im zentralen Teil der Arbeit ausführlich bewiesen. Dahingegen geht es im letzten Teil um das, was in Hegels Philosophie wirklich als modern gelten kann: seine praktische Philosophie. Dieser Teil erweist sich aber nach genauer Untersuchung als der problematischste Teil der hegelschen Philosophie und erzwingt deswegen am Ende eine harsche Kritik des Hegelianismus

    Homo est animal disciplinabile: eine systematische Untersuchung zu Elementen des Lehrens und Lernens vor dem Hintergrund der Intellekt- und Glückslehre des Albertus Magnus

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    Der Dominikanermönch Albertus Magnus kommentierte als erster Magister des 13. Jahrhunderts systematisch die wiederentdeckten Schriften des Aristoteles sowie gräko-arabische Kommentare im Rahmen seines Corpus Aristotelicum. Leitmotiv seines Denkens ist die Vorstellung vom Menschen als animal disciplinabile – einem zur Bildung befähigten Wesen. Lehren und Lernen führen für ihn zur felicitas contemplativa, einer betrachtenden Glückseligkeit, die eine diesseitige Vervollkommnung (perfectio in via) und Annäherung an das Göttliche ermöglicht. Albert entwickelt ein umfassendes anthropologisches Modell, das physiologische, kognitive und epistemologische Aspekte integriert. Besonders betont er die Rolle der theoretischen Wissenschaften – Physik, Mathematik und Metaphysik – sowie der experientia als Grundlage wahrer Erkenntnis. Lernen geschieht dabei nicht isoliert: Die dialogische Interaktion zwischen Lehrendem und Lernendem ist für Albert zentral, da nicht alle Studierenden philosophische Inhalte selbstständig erschließen können. Die didaktische Anleitung wird daher als konstitutiv für den Bildungsprozess verstanden. Alberts Theorie ist existenzielles Bildungskonzept, das über rein curriculare oder disziplinäre Vorgaben hinausgeht. Es verbindet anthropologische Grundannahmen mit einem normativen Entwurf philosophischer Lebensführung, bei dem Wissenschaft, Vernunft und Kontemplation integrale Bestandteile menschlicher Vervollkommnung sind. Die Relevanz dieses Modells zeigt sich nicht zuletzt in seiner Anschlussfähigkeit an aktuelle Fragen der Bildungsphilosophie und Didaktik

    Going Beyond Counting First Authors in Author Co-citation Analysis

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    The present study examines one of the fundamental aspects of author co-citation analysis (ACA) - the way co-citation counts are defined. Co-citation counting provides the data on which all subsequent statistical analyses and mappings are based, and we compare ACA results based on two different types of co-citation counting - the traditional type that only counts the first one among a cited work's authors on the one hand and a non-traditional type that takes into account the first 5 authors of a cited work on the other hand. Results indicate that the picture produced through this non-traditional author co-citation counting contains more coherent author groups and is therefore considerably clearer. However, this picture represents fewer specialties in the research field being studied than that produced through the traditional first-author co-citation counting when the same number of top-ranked authors is selected and analyzed. Reasons for these effects are discussed

    Das sophistische Machtdenken in der Kritik: Thukydides’ Melier-Dialog und die attische Auseinandersetzung mit der Sophistik

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    Der Melier-Dialog des Thukydides gilt als eine der einflussreichsten Passagen der politischen Ideengeschichte und als erste paradigmatische Darstellung des „Primats der Macht“ im zwischenstaatlichen Verkehr. Während die aktuelle Politikwissenschaft den Dialog meist systematisch rezipiert, nimmt dieser Beitrag eine „unzeitgemäße“, d. i. kontextsensitiv-ideengeschichtliche, Perspektive ein. Thukydides wird aus seiner Zeit für seine Zeit begriffen. In der methodischen Tradition von Q. Skinner (Cambridge School) wird der Text dafür als zeitspezifischer Sprechakte interpretiert, als ein Debattenbeitrag neben anderen innerhalb der intellektuellen Auseinandersetzungen mit der attischen Sophistik. Die Leitthese lautet hierbei, dass Thukydides im Melier-Dialog eine implizite Kritik am sophistisch geprägten Machtdenken der athenischen Politik formuliert. Erstens wird dazu gezeigt, dass die Argumentation der athenischen Gesandten strukturell den sophistischen Lehren des „Rechts des Stärkeren“ entspricht, wie sie sich bei Kallikles und Thrasymachos im Werk Platons vorfinden lassen. Zweitens wird eine ‚wahrscheinliche Interpretation‘ der thukydideischen Intention und Positionierung herausgearbeitet, die sich der Form- und Stilanalyse des Gesamtwerkes bedient. ‚Wahrscheinlich‘ muss diese insofern bleiben, als das hermeneutische Zugriffsschwierigkeiten auf den Text wie auch das „hörbaren Schweigens“ (W. Schadewaldt) des Thukydides kein abschließendes Urteil zulassen. Drittens wird der Dialog in die breitere zeitgenössische Kritik an der Sophistik eingebettet, wofür vergleichend der Blick auf Aristophanes, Isokrates und Platon geworfen wird. Damit zeigt sich abschließend, dass Thukydides’ Eigentümlichkeit weniger im Inhalt seiner Kritik liegt, sondern in ihrer historiographischen Form: Nur er veranschaulicht das Scheitern des sophistischen Machtdenkens als historische Politikpraxis und weist ihm eine Mitverantwortung an der athenischen Niederlage von 404 v. Chr. zu

    Variations on the Author

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    “Variations on the Author” discusses two of Eduardo Coutinho’s recent films (Um Dia na Vida, from 2010, and Últimas Conversas, posthumously released in 2015) and their contribution to the general question of documentary authorship. The director’s filmography is characterized by a consistent yet self-effacing form of authorial self-inscription: Coutinho often features as an interviewer that rather than express opinions propels discourses; an interviewer that is good at listening. This mode of self-inscription characterizes him as an author who is not expressive but who is nonetheless markedly present on the screen. In Um Dia na Vida, however, Coutinho is completely absent form the image, while Últimas Conversas, on the contrary, includes a confessional prologue that moves the director from the margins to the center of his films. This article examines the ways in which these works stand out in the filmography of a director who offers new insights into the notion of cinematic authorship

    Intention et charité. Essai d’une vue d’ensemble sur l’éthique d’Abélard

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    Plan de l’exposé Les théories philosophiques de Pierre Abélard ne sont pas moins originales que l’histoire fascinante de sa vie. En elles, Abélard se présente comme un savant de premier ordre. Dans la mesure où il garda toujours un respect marqué à l’égard des autorités de la Bible et des Pères de l’Église – particulièrement pour Saint Augustin –, mais aussi à l’égard des philosophes de l’Antiquité, Abélard se présente comme un penseur médiéval typique ; en même temps, les pensées personnelle..
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