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[Rezension zu:] Solvejg Nitzke: Die Produktion der Katastrophe
Rezension zu Nitzke, Solvejg: Die Produktion der Katastrophe. Das Tunguska-Ereignis und die Programme der Moderne. Bielefeld: transcript 2017. 355 S
The Blowback of Reality: Jean Baudrillards und Slavoj Žižeks philosophische Reaktionen auf 9/11 und Matt Reeves' Monsterfilm Cloverfield
Paradigmen des Idyllischen: Ökonomie - Ökologie - Artikulation - Gemeinschaft
Die Idylle ist allgegenwärtig: Unabhängig von der literarischen Gattung finden sich ihre Elemente sowohl in unterschiedlichen textuellen Formationen als auch in anderen kulturellen Artefakten sowie der Alltagskultur. Aktuelle Phänomene wie z.B. das Wiedererstarken von Nationalismen, die Sehnsucht nach dem »einfachen Leben« oder das Verhältnis von Mensch und Umwelt sind in spezifischer Weise mit idyllischen Motiven, Topoi oder Deutungsmustern verbunden. Die Aufsätze dieses Bandes werfen einen kulturwissenschaftlichen Blick auf die vier paradigmatischen Bereiche Ökologie, Ökonomie, Artikulation und Gemeinschaft. Sie untersuchen, wie idyllisierende Verfahren in unterschiedlichen historischen Kontexten zum Einsatz kommen, um Ordnungen, Naturverhältnisse und Diskurse zu strukturieren. Dabei entwickeln sie kulturwissenschaftliche Perspektiven auf aktuelle Debatten, die die zentrale Rolle der Idylle als Wunsch- und Gegenbild kritisch in den Blick nehmen
Katastrophen : Konfrontationen mit dem Realen
Katastrophen sind scheinbar allgegenwärtig und doch ist es schwierig, auf sie zuzugreifen. Die Öffentlichkeit kann sie nur in Form ihrer Repräsentation durch Medien erfahren und sieht sich deswegen der Schwierigkeit gegenüber, die so produzierte Bildwelt mit ihrer meist von der Katastrophe unberührten alltäglichen Lebenswelt in Zusammenhang zu bringen. Fiktionale Darstellungen können hier Funktionen erfüllen, die weit über den ohne Frage unterhaltenden Charakter der Darstellung oder einen erzieherisch-informativen Effekt hinausgehen. Ganz gleich, ob sich Fiktionen auf tatsächliche Katastrophen oder auf imaginierte Ereignisse beziehen, sie ermöglichen die Reflexion der epistemologischen Bedingungen des Ausnahmezustands und der Konfrontation mit dem »Realen«. Die in diesem Band versammelten Untersuchungen sollen exemplarisch aufzeigen, wie sich die Literatur- und Kulturwissenschaften jenen Katastrophendarstellungen – seien es Romane, Gedichte, Essays, Textexperimente oder Filme – analytisch nähern können
Imagining Earth
While concepts of Earth have a rich tradition, more recent examples show a distinct quality: Though ideas of wholeness might still be related to mythical, religious, or utopian visions of the past, ''Earth'' itself has become available as a whole. This raises several questions: How are the notions of one Earth or our Planet imagined and distributed? What is the role of cultural imagination and practices of signification in the imagination of ''the Earth''? Which theoretical models can be used or need to be developed to describe processes of imagining Planet Earth? This collection invites a wide range of perspectives from different fields of the Humanities to explore the means of imagining Earth
Paradigmen des Idyllischen
Die Idylle ist allgegenwärtig: Unabhängig von der literarischen Gattung finden sich ihre Elemente sowohl in unterschiedlichen textuellen Formationen als auch in anderen kulturellen Artefakten sowie der Alltagskultur. Aktuelle Phänomene wie z.B. das Wiedererstarken von Nationalismen, die Sehnsucht nach dem »einfachen Leben« oder das Verhältnis von Mensch und Umwelt sind in spezifischer Weise mit idyllischen Motiven, Topoi oder Deutungsmustern verbunden. Die Aufsätze dieses Bandes werfen einen kulturwissenschaftlichen Blick auf die vier paradigmatischen Bereiche Ökologie, Ökonomie, Artikulation und Gemeinschaft. Sie untersuchen, wie idyllisierende Verfahren in unterschiedlichen historischen Kontexten zum Einsatz kommen, um Ordnungen, Naturverhältnisse und Diskurse zu strukturieren. Dabei entwickeln sie kulturwissenschaftliche Perspektiven auf aktuelle Debatten, die die zentrale Rolle der Idylle als Wunsch- und Gegenbild kritisch in den Blick nehmen
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