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Suprasegmentale Eigenschaften gesprochener Sprache unter besonderer Berücksichtigung emotionaler Ausdrucksqualitäten
Die vorliegende Arbeit thematisiert den Zusammenhang zwischen suprasegmentalen Eigenschaften und emotionalen Sprechweisen. Im theoretischen Teil wurde die sprechwissenschaftliche Sichtweise beschrieben, von anderen Versuchsansätzen ? namentlich der Emotionspsychologie ? abgegrenzt und auf Probleme bisheriger Experimente kritisch eingegangen. Die Grundlage des Hauptversuchs bildete die Aufzeichnung neun emotionaler Sprechweisen von jeweils 23 Sprechern/Sprecherinnen, wobei zunächst in einem Hörexperiment nachgewiesen werden konnte, dass die den Primäremotionen zuzuordnenden Sprechweisen eindeutiger erkannt wurden. Die Analyse der suprasegmentalen Eigenschaften (Temporalität, Intensität, Grundfrequenzverlauf, Timbre) erfolgte mittels zweier methodischer Wege, wobei insbesondere hinsichtlich der Timbrebeurteilung neue Verfahren entwickelt wurden. Die Resultate zeigen, dass dem Stimmklang bei der Signalisierung spezieller Sprechausdrucksweisen eine hervorragende Bedeutung zukommt, gefolgt von verschiedenen Tonhöheneigenschaften; einen geringeren Einfluss zeigen hingegen Intensitätsparameter und temporale Maße
Persuasion und Prosodie: Untersuchung zur Perzeption emotionaler Sprechweisen am Beispiel einer Parfumwerbung
In der vorliegenden Arbeit wurde die dichotome Betrachtung prosodischer Phänomene unter formellen und funktionellen Gesichtspunkten im Zusammenhang mit der Frage nach der Persuasion und Perzeption stimmlicher und sprecherischer Parameter in einer Parfumwerbung untersucht. Ausgehend von aktuellen Forschungsarbeiten, die sich mit ausgewählten prosodischen Parametern und deren Funktion im Wirkungsprozess beschäftigen, wurde in Anlehnung an Scherers Adaption (1978, 2000a) des Linsenmodells von Brunswik (1956) ein experimentelles Design entwickelt, das phonetische und sprechwissenschaftliche Ansätze miteinander verbindet. In einem Experiment, in dem Rezipienten den Werbespot einer Parfumwerbung unter verschiedenen Aspekten beurteilen sollten, ohne dabei für prosodische Phänomene sensibilisiert zu werden, konnte durch eine groß angelegte Fragenbogenuntersuchung deutlich aufgezeigt werden, dass es so etwas wie eine "voice of confidence" (Scherer et al. 1973) gibt, die in ihrer Wirkung eine signifikante Differenzierung in der Betrachtung des Werbespots bezüglich seiner Perzeption (Wahrnehmung) und seiner Persuasion (Einstellung zum Produkt und zum Kauf des Produktes) nach sich zieht
Verfahrensoptimierung der CRM-basierten Sprechwirkungsuntersuchung am Beispiel der Sprechausdrucksmerkmale in der Servicetelefonie
Das CRM-Verfahren bildet durch seine kontinuierliche Bewertungsmöglichkeit eine sehr gute Ergänzung zu den gängigen Methoden im Repertoire der Wirkungsforschung. Um diesen Mehrwert voll ausschöpfen zu können, wird als Verfahrensoptimierung die Entwicklung einer Open-Source-Softwarelösung begleitet. Dabei werden in dieser Arbeit theoretische Überlegungen zu den relevanten Einflussfaktoren von Gesprächsbewertungen ebenso einbezogen, wie die Sprechstimme als rhetorischer Wirkungsfaktor und die Kapazitäten der Hörenden bei der Wirkungsbewertung mittels eines kontinuierlichen Messinstruments. Die Überprüfung des optimierten CRM-Verfahrens erfolgt mittels eines Anwendungsfalls aus der sprechwissenschaftlichen Telekommunikationsforschung im Rahmen eines User-Acceptance-Tests. Dabei wird die Funktionalität und Bedienerfreundlichkeit der entwickelten CRM-Softwarelösung unter Beachtung der für die Sprechwissenschaft relevanten Kriterien in Form einer A-B-Studie getestet.The CRM process generates an excellent addition to the common methods of impact research due to its continuous evaluation possibilities. To increase its full potential an open-source-software is developed under supervision. Theoretical considerations for the relevant influencing factors of conversation evaluation, as well as the speaking voice as a rhetorical factor, and listener’s capacity during the impact evaluation by a continuous measuring instrument are included in this work. The acceptance of this optimized CRM process is verified by a user-acceptance test in form of a use-case of speech science telecommunication research. Therefore, functionality and usability of the developed CRM software are tested with an A/B study regarding relevant speech science criteria
Nasalität im Stimmklang professioneller Sprecher: Vergleichende Untersuchungen zur Nasalanz und Nasalität zwischen professionellen Sprechern und Laiensprechern
Im Vordergrund der Untersuchung stand die in der Literatur diskutierte Annahme, dass der Anteil der Nasalität in den Stimmen professioneller Sprecher höher ist als in den Stimmen unausgebildeter Sprecher und dies eventuell ein Effekt der Sprechstimmbildung oder sogar ein angestrebtes Ziel dieser sein sollte. Es lagen bisher keine empirischen Untersuchungen zur Stützung dieser Überlegungen vor. In der hier vorgestellten Studie wurde das Phänomen Nasalität mit Hilfe zweier Untersuchungsverfahren näher beleuchtet. Mittels Nasometermessung wurde der Anteil der messbaren Nasalanz, also der objektiv bestimmbaren Nasalität, gesunder Sprecher erhoben und die Ergebnisse der professionellen Sprecher mit den Ergebnissen der Sprecher ohne stimmliche Ausbildung verglichen. In der statistischen Analyse der erhobenen Nasalanzmittelwerte zeigten sich signifikante Unterschiede zwischen professionellen Sprechern und Laiensprechern. Bei allen ermittelten signifikanten Fällen lagen entgegen der aufgestellten Hypothese die mittleren Nasalanzwerte der Laiensprecher über den Nasalanzmittelwerten der professionellen Sprecher. Im Untersuchungsverfahren der auditiven Analyse zeigte sich im Vergleich zwischen den erhobenen objektiven Nasalanzwerten und den Beurteilungen des Stimmklangs eine negative Korrelation. Hohen Nasalanzwerten standen hier niedrige mittlere Werte der auditiven Beurteilung des Stimmklangs gegenüber. Für die im theoretischen Teil der vorliegenden Arbeit vorgestellte Auffassung zur Ästhetik der Nasalität als klangsteigernde Komponente der Sprechstimme konnte anhand der untersuchten Stichprobe mittels der verwendeten Methodik kein empirischer Beweis gefunden werden
Überlegungen zur Weiterbildung für Lehrkräfte in der Phonetik im Fach Deutsch als Fremd- und Zweitsprache
Der Beitrag befasst sich mit muttersprachlichen und nicht muttersprachlichen Lehrkräften, die Phonetik im Fach Deutsch als Fremd- und Zweitsprache als eigenständiges Fach oder auch als Unterrichtsprinzip vermitteln wollen, jedoch nicht selbst die
Fächer Phonetik oder Sprechwissenschaft umfassend studieren konnten. Diese große Zielgruppe steht vor allem vor den schwierigen Aufgaben, die Qualität phonetischer Anteile in Lehrwerken richtig einzuschätzen, die phonetische Eigenkompetenz adäquat zu beurteilen und zu entwickeln sowie angemessene didaktische Strategien für die Vermittlung phonetischer Unterrichtsanteile zu entwerfen. Anhand von Ergebnissen aktueller Forschung und eigener Erfahrungen in diesem Weiterbildungssektor werden (insbesondere autodidaktisch basierte) Möglichkeiten zur Lösung dieser Problematik entwickelt
Überlegungen zur Weiterbildung für Lehrkräfte in der Phonetik im Fach Deutsch als Fremd- und Zweitsprache
Der Beitrag befasst sich mit muttersprachlichen und nicht muttersprachlichen Lehrkräften, die Phonetik im Fach Deutsch als Fremd- und Zweitsprache als eigenständiges Fach oder auch als Unterrichtsprinzip vermitteln wollen, jedoch nicht selbst die
Fächer Phonetik oder Sprechwissenschaft umfassend studieren konnten. Diese große Zielgruppe steht vor allem vor den schwierigen Aufgaben, die Qualität phonetischer Anteile in Lehrwerken richtig einzuschätzen, die phonetische Eigenkompetenz adäquat zu beurteilen und zu entwickeln sowie angemessene didaktische Strategien für die Vermittlung phonetischer Unterrichtsanteile zu entwerfen. Anhand von Ergebnissen aktueller Forschung und eigener Erfahrungen in diesem Weiterbildungssektor werden (insbesondere autodidaktisch basierte) Möglichkeiten zur Lösung dieser Problematik entwickelt
Going Beyond Counting First Authors in Author Co-citation Analysis
The present study examines one of the fundamental aspects of author co-citation analysis (ACA) - the way co-citation
counts are defined. Co-citation counting provides the data on which all subsequent statistical analyses and mappings
are based, and we compare ACA results based on two different types of co-citation counting - the traditional type that
only counts the first one among a cited work's authors on the one hand and a non-traditional type that takes into
account the first 5 authors of a cited work on the other hand. Results indicate that the picture produced through this non-traditional author co-citation counting contains more coherent author groups and is therefore considerably clearer. However, this picture represents fewer specialties in the research field being studied than that produced through the traditional first-author co-citation counting when the same number of top-ranked authors is selected and analyzed. Reasons for these effects are discussed
Variations on the Author
“Variations on the Author” discusses two of Eduardo Coutinho’s recent films (Um Dia na Vida, from 2010, and Últimas Conversas, posthumously released in 2015) and their contribution to the general question of documentary authorship. The director’s filmography is characterized by a consistent yet self-effacing form of authorial self-inscription: Coutinho often features as an interviewer that rather than express opinions propels discourses; an interviewer that is good at listening. This mode of self-inscription characterizes him as an author who is not expressive but who is nonetheless markedly present on the screen. In Um Dia na Vida, however, Coutinho is completely absent form the image, while Últimas Conversas, on the contrary, includes a confessional prologue that moves the director from the margins to the center of his films. This article examines the ways in which these works stand out in the filmography of a director who offers new insights into the notion of cinematic authorship
Appropriate Similarity Measures for Author Cocitation Analysis
We provide a number of new insights into the methodological discussion about author cocitation analysis. We first argue that the use of the Pearson correlation for measuring the similarity between authors’ cocitation profiles is not very satisfactory. We then discuss what kind of similarity measures may be used as an alternative to the Pearson correlation. We consider three similarity measures in particular. One is the well-known cosine. The other two similarity measures have not been used before in the bibliometric literature. Finally, we show by means of an example that our findings have a high practical relevance.information science;Pearson correlation;cosine;similarity measure;author cocitation analysis
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