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    Utopie und Politik

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    Das aktuelle realpolitische Agieren ist durch Alternativlosigkeit und eine beständige Fortsetzung des Status quo geprägt. Während sich die Gesellschaft technologisch und ökonomisch immer schneller entwickelt, fehlt es an Innovationen im politischen Bereich. Gleichzeitig finden politische Utopien als Medien von Zeitkritik und alternativen Lösungsvorschlägen für gesellschaftliche Missstände in der politischen wie politikwissenschaftlichen Debatte wenig Beachtung. Ina-Maria Maahs zeigt jedoch: Utopisches Denken als Denken in Möglichkeiten existiert auch heute und offeriert bislang ungenutztes Potenzial für eine kreative Politikgestaltung, die innovativ, nachhaltig und gemeinwohlorientiert ist

    Perspektiven migrationsbedingt mehrsprachiger Lehramtsstudierender auf Ansätze der Mehrsprachigkeitsorientierung in ihrer eigenen Schulzeit, im Studium und im eigenen Unterricht

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    An Lehrkräfte mit Migrationshintergrund werden in der aktuellen Bildungsdebatte oft Erwartungen gestellt, die sie unabhängig von der Qualifikation nur aufgrund bestimmter (zugeschriebener) (sprach-)biografischer Erfahrungen erfüllen sollen. Dazu gehört die Idee, dass mehrsprachig sozialisierte Lehrkräfte automatisch einen mehrsprachigkeitsorientierten Unterricht gestalten. Dieser Beitrag hinterfragt solche Prämissen kritisch und präsentiert die Ergebnisse einer qualitativen Befragung migrationsbedingt mehrsprachiger Lehramtsstudierender zu ihren Erfahrungen mit Mehrsprachigkeit im deutschen Bildungssystem sowie ihrer Haltung zu Mehrsprachigkeitsorientierung im eigenen Unterricht. Dabei werden (neo-)linguizistische Diskriminierungsprozesse offengelegt, die die angehenden Lehrkräfte im eigenen Unterricht vermeiden wollen. Gleichzeitig zeigen sich die Studierenden skeptisch gegenüber einer mehrsprachigkeitsdidaktischen Gestaltung des eigenen Unterrichts

    Perspektiven migrationsbedingt mehrsprachiger Lehramtsstudierender auf Ansätze der Mehrsprachigkeitsorientierung in ihrer eigenen Schulzeit, im Studium und im eigenen Unterricht

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    An Lehrkräfte mit Migrationshintergrund werden in der aktuellen Bildungsdebatte oft Erwartungen gestellt, die sie unabhängig von der Qualifikation nur aufgrund bestimmter (zugeschriebener) (sprach-)biografischer Erfahrungen erfüllen sollen. Dazu gehört die Idee, dass mehrsprachig sozialisierte Lehrkräfte automatisch einen mehrsprachigkeitsorientierten Unterricht gestalten. Dieser Beitrag hinterfragt solche Prämissen kritisch und präsentiert die Ergebnisse einer qualitativen Befragung migrationsbedingt mehrsprachiger Lehramtsstudierender zu ihren Erfahrungen mit Mehrsprachigkeit im deutschen Bildungssystem sowie ihrer Haltung zu Mehrsprachigkeitsorientierung im eigenen Unterricht. Dabei werden (neo-)linguizistische Diskriminierungsprozesse offengelegt, die die angehenden Lehrkräfte im eigenen Unterricht vermeiden wollen. Gleichzeitig zeigen sich die Studierenden skeptisch gegenüber einer mehrsprachigkeitsdidaktischen Gestaltung des eigenen Unterrichts

    Utopie und Politik. Die Utopie als Produkt menschlicher Kreativität und ihre aktuelle gesellschaftspolitische Bedeutung

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    Ausgehend von der empirischen Beobachtung eines verstärkt auftretenden Habitus in der Realpolitik, innerhalb dessen Alternativlosigkeit proklamiert und entsprechend einer reinen Fortsetzung des Status quos agiert wird, erforscht diese Arbeit heutige Potenziale von Utopien als Instrumente kreativer Politikgestaltung. Die Hauptthese lautet: Utopisches Denken als Denken in Möglichkeiten widerspricht der These der Alternativlosigkeit und offeriert bislang ungenutzte Potenziale für eine kreative Politikgestaltung, die innovativ, nachhaltig und gemeinwohlorientiert ist. Die zentralen Fragen der Analyse lauten daher: Gibt es heute noch Utopien? Welche Zeitkritik und alternativen Lösungsmodelle finden sich dort? Und wie lassen sich diese Befunde für eine Realpolitik nutzen, die aus tradierten Pfadabhängigkeiten und Sachzwängen auszubrechen vermag? Dazu wird anhand einer Literatur- und Diskursanalyse sowie persönlicher Befragungen die Entwicklungsgeschichte der Utopie von der Antike bis heute nachvollzogen und Chancen und Grenzen der politischen Utopie der Gegenwart abgewogen. Es zeigt sich: Politische Utopien haben aktuell zwar nur wenig Bedeutung in der Politikpraxis wie Politik¬wissenschaft, existieren aber auch heute und bieten kreativ-konstruktive Lösungsansätze für akute gesellschaftspolitische Missstände

    Going Beyond Counting First Authors in Author Co-citation Analysis

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    The present study examines one of the fundamental aspects of author co-citation analysis (ACA) - the way co-citation counts are defined. Co-citation counting provides the data on which all subsequent statistical analyses and mappings are based, and we compare ACA results based on two different types of co-citation counting - the traditional type that only counts the first one among a cited work's authors on the one hand and a non-traditional type that takes into account the first 5 authors of a cited work on the other hand. Results indicate that the picture produced through this non-traditional author co-citation counting contains more coherent author groups and is therefore considerably clearer. However, this picture represents fewer specialties in the research field being studied than that produced through the traditional first-author co-citation counting when the same number of top-ranked authors is selected and analyzed. Reasons for these effects are discussed

    ‚Saber y ganar – ist das ein Quiz?‘ – Mehrsprachigkeitsdidaktische Elemente in zugelassenen Lehrwerken für Integrationskurse

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    Vor dem Hintergrund aktueller Ansätze der (Fremd- und Zweit-)Sprachendidaktik, die Mehrsprachigkeitsorientierung als Unterrichtsprinzip empfehlen, fragt dieser Beitrag, inwiefern sich solche theoretischen Konzepte in den Formulierungen des aktuellen Rahmencurriculums für die Integrationskurse der Bundesrepublik Deutschland widerspiegeln und als didaktische Konzepte in den entsprechenden Lehrwerken umgesetzt werden. Dabei wird ein deutlicher Mangel an systematischer Umsetzung der curricularen Vorgaben wie auch der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse in Bezug auf Mehrsprachigkeitsdidaktik in den untersuchten Lehrwerken identifiziert. Als aus den Ergebnissen der Analyse abgeleitete Konsequenz wird eine zeitnahe Schließung dieser Lücke zwischen Theorie, Empirie und Unterrichtspraxis gefordert, die von Wissenschaft, Bildungsadministration, Anbietern für Aus- und Weiterbildung, Lehrpraxis und Verlagen gemeinsam bewältigt werden muss

    ‚Saber y ganar – ist das ein Quiz?‘ – Mehrsprachigkeitsdidaktische Elemente in zugelassenen Lehrwerken für Integrationskurse

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    Vor dem Hintergrund aktueller Ansätze der (Fremd- und Zweit-)Sprachendidaktik, die Mehrsprachigkeitsorientierung als Unterrichtsprinzip empfehlen, fragt dieser Beitrag, inwiefern sich solche theoretischen Konzepte in den Formulierungen des aktuellen Rahmencurriculums für die Integrationskurse der Bundesrepublik Deutschland widerspiegeln und als didaktische Konzepte in den entsprechenden Lehrwerken umgesetzt werden. Dabei wird ein deutlicher Mangel an systematischer Umsetzung der curricularen Vorgaben wie auch der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse in Bezug auf Mehrsprachigkeitsdidaktik in den untersuchten Lehrwerken identifiziert. Als aus den Ergebnissen der Analyse abgeleitete Konsequenz wird eine zeitnahe Schließung dieser Lücke zwischen Theorie, Empirie und Unterrichtspraxis gefordert, die von Wissenschaft, Bildungsadministration, Anbietern für Aus- und Weiterbildung, Lehrpraxis und Verlagen gemeinsam bewältigt werden muss.In light of current approaches to (foreign and second) language education, recommending a multilingual approach as a teaching principle, this article questions the extent to which such theoretical concepts are reflected in the definitions of the current framework curriculum for integration courses in the Federal Republic of Germany and how they are translated into instructional concepts in the related textbooks. The study identifies a clear lack of systematic implementation of the curricular guidelines as well as of current scientific findings regarding multilingual approaches in the examined textbooks. As a consequence a prompt closing of the gap between theory, empirical research and teaching practice is demanded. This gap has to be closed jointly by research, education administration, providers for education and training, teaching practice and publishing houses

    So where should one learn it, if not at school?": Case study of an action-oriented teaching project on social media as a political, linguistic and digital learning subject

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    Vor dem Hintergrund der digitalen Transformation und der zunehmenden Bedeutung sozialer Medien für politische Kommunikation wird im vorliegenden Beitrag herausgearbeitet, dass digitale, fachliche und sprachliche Kompetenzen eng miteinander verknüpft werden müssen, um Schüler:innen zu mündigen Bürgerinnen zu erziehen. Im Fokus steht das Schulprojekt „politik.informiert“, in dem Schüler:innen eines deutschen Gymnasiums eigenständig einen Instagram-Kanal zu politischen Themen betreiben. Mittels qualitativer Fallstudie, bestehend aus Beobachtungen, Gruppeninterview mit den Schüler:innen sowie einem Expert:inneninterview mit der Lehrkraft, werden die organisatorische Zusammenarbeit, die Content-Entwicklung sowie die sprachlichen Anpassungsprozesse von Inhalten an die Zielgruppe der Lernenden analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass diese Form des projektorientierten Arbeitens in und mit Social Media ein lebensweltnahes Lernen ermöglicht, das sowohl die Auseinandersetzung mit politischen Themen und die Entwicklung produktiver wie rezeptiver digitaler Sprachkompetenzen fördert als auch eine kritische Reflexion der Wirkmechanismen von Social Media anregt. Das Projekt demonstriert die Potenziale handlungsorientierter, digitalitätsbezogener (Sprach-)Bildung für die politische Teilhabe von Jugendlichen und bietet Impulse für die Gestaltung innovativer, fächerübergreifender Unterrichtskonzepte sowie für die Professionalisierung von Lehrkräften.Against the backdrop of digital transformation and the growing influence of social media on political communication, this paper argues that digital, language-related, and subject-specific skills need to be closely connected to foster students’ development as responsible citizens. It presents the school project „politik.informiert“ (informed politics), in which high school students in Germany run an Instagram channel on political topics. Drawing on a qualitative case study that includes classroom observations, a group interview with students, and an expert interview with the teacher, the study analyzes how collaboration is organised and how content is developed. The findings indicate that project-based learning with and through social media offers authentic opportunities for engaging with political issues while fostering productive and receptive digital language skills. Moreover, it supports students’ critical reflection on the dynamics of social media communication. The project highlights the potential of action-oriented, digital literacy-oriented language education for promoting young people’s political participation and provides impulses for designing cross-curricular teaching concepts as well as for teacher professional development
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