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Herzersatzverfahren – Möglichkeiten der langfristigen mechanischen Kreislaufunterstützung
In Switzerland 200’000 people suffer from congestive heart failure. Approximately 10’000 patients find themselves in an advanced state of the disease. When conservative treatment options are no longer available heart transplantation is the therapy of choice. Should this not be an option due to long waiting lists or medical issues assist device therapy becomes an option. Assist device therapy is separated in short-term and long-term support. Long-term support is nowadays performed with ventricular assist devices (VADs). The native heart is still in place and supported in parallel to the remaining function of the heart. The majority of patients are treated with a left ventricular assist device (LVAD). The right ventrical alone (RVAD) as well as bi-ventricular support (BiVAD) is rarely needed. The modern VADs are implantable and create a non-pulsative bloodflow. A percutaneous driveline enables energy supply and pump-control. Indication strategies for VAD implantations include bridge to transplant (short term support), bridge to candidacy and bridge to transplant. VADs become more and more a definite therapeutic option (destination therapy). VAD therapy might be a realistic alternative to organ transplantation in the near future.In der Schweiz leben aktuell etwa 200'000 Menschen mit einer Herzinsuffizienz.
Etwa 10'000 Patienten befinden sich in einem fortgeschrittenen Stadium. Sind
die konservativen Möglichkeiten ausgeschöpft, stellt die Herztransplantation
die beste Option in der Behandlung der terminalen Herzinsuffizienz dar. Ist eine
Transplantation wegen strikter Auswahlkriterien und langen Wartezeiten nicht
möglich kommen mechanische Kreislaufunterstützungssysteme zum Einsatz.
Bei der mechanischen Kreislaufunterstützung unterscheidet man zwischen
kurzfristiger und langfristiger Unterstützung. Die längerfristige Herzersatztherapie
erfolgt heute meist mit Pumpen, welche die Herzfunktion unterstützen
(ventricular assist device = VAD) wobei das native Herz am Ort verbleibt und die
Pumpe parallel zur evtl. verbleibenden Restfunktion des Herzens arbeitet. Bei
der Mehrzahl der Patienten ist die Unterstützung der linksventrikulären Funktion
ausreichend (left ventricular assist device = LVAD); der rechte Ventrikel alleine
(RVAD) resp. eine bi-ventrikuläre Unterstützung (BiVAD) müssen seltener durchgeführt
werden. Die modernen Systeme sind implantierbar, erzeugen einen
kontinuierlichen Blutfluss und sind durch ein transkutan ausgeleitetes Kabel
(driveline) verbunden mit der Stromversorgung und dem Steuerungsantrieb. Bei
den Indikationen kommen verschiedene Überbrückungsstrategien zur Anwendung:
bridge to decision (kurzfristige Unterstützung), bridge to candidacy,
bridge to transplant. Immer häufiger werden Herzunterstützungssysteme als
definitive Therapieoption implantiert (destination therapy). In Zukunft wird
sich weiter die destination therapy etablieren und sich die LVAD-Implantation
einen Platz als Alternative zur Herztransplantation verschaffen
Oestrogen synthesis in the hippocampus: Role in axon outgrowth
Ovarian oestrogens have been postulated to be neuroprotective. It has also been shown that considerable amounts of oestrogens are synthesised in hippocampal neurones. In the present study, we focused on a potential role of hippocampus-derived oestradiol compared to gonad-derived oestradiol on axon outgrowth of hippocampal neurones. To address the role of hippocampus-derived oestradiol, we inhibited oestrogen synthesis by treatment of neonatal hippocampal cell cultures with letrozole, a specific aromatase inhibitor. As an alternative, we used siRNA against steroidogenic acute regulatory protein (StAR). Axon outgrowth and GAP-43 expression were significantly down-regulated in response to letrozole and in siRNA-StAR transfected cells. The effects after inhibition of oestrogen synthesis in response to letrozole and in siRNA-StAR transfected cells were reversed by oestrogen supplementation. No difference was found between ovariectomised animals, cycling animals at pro-oestrus and ovariectomised and subsequently oestradiol-treated animals. However, high pharmacological doses of oestradiol promoted axon outgrowth, which was possible to abolish by the oestrogen receptor antagonist ICI 182,780. Our results show that oestradiol-induced neurite outgrowth is very likely mediated by genomic oestrogen receptors and requires higher doses of oestradiol than physiological serum concentrations derived from the gonads
Basler Vegetative State Assessment - BAVESTA : Validierung eines neu entwickelten, interprofessionellen Verlaufsbeobachtungsinstruments für Menschen mit schweren Bewusstseinsstörungen nach erworbenen Hirnverletzungen
Das Wachkoma nach erworbener Hirnschädigung stellt, sofern nicht eine chronische neurodegenerative Erkrankung zugrunde liegt, ein postkomatöses Zustandsbild dar. Es wird zu den schweren Bewusstseinsstörungen gezählt. Vom Koma unterscheidet es sich in erster Linie durch das Geöffnetsein der Augen und den Fähigkeitsrückgewinn selbstständiger Atmung. Oftmals ist das Wachkoma ein transienter Zustand unbestimmter Zeitdauer und geht dann in das Zustandsbild des Minimally Conscious State über. Sehr selten kann eine vollständige Genesung erfolgen. Einerseits stellt die Differenzierung zwischen diesen Zustandsbildern sowie die gesamte Verlaufsbeobachtung während der Rehabilitation das behandelnde Team vor grosse Herausforderungen, was sich in einer Fehldiagnoserate von bis zu 40 Prozent widerspiegelt. Die hohe Fehldiagnoserate ist nicht zuletzt auf einen Mangel an sensitiven Beobachtungsinstrumenten zurückzuführen. Die klinische Praxis in der Rehabilitation von Menschen mit schweren erworbenen Hirnschädigungen stellt unterschiedliche Anforderungen an Beobachtungsinstrumente. Einerseits soll ein Verlaufsbeobachtungsinstrument den Bewusstseinszustand zur Differenzialdiagnostik zwischen den Zustandsbildern und sich klinisch ähnlich präsentierenden Krankheitsbildern wie dem Locked-In-Syndrom aufdecken, andererseits braucht es zur Therapieplanung und Zielformulierung funktionelle Aspekte. Das Problematische dabei stellt die Bedside-Erfassung des Bewusstseins dar, zumal das Bewusstsein nicht als homogene Entität definiert werden kann.
Bisher wurden Beobachtungsinstrumente in diesem Bereich entweder zur Feststellung des Bewusstseinszustandes oder zur Erhebung funktioneller Parameter entwickelt. Unterschiedliche Bewusstseinsqualitäten werden nicht differenziert. Bestehende Instrumente unterliegen hinsichtlich ihrer Entwicklung dem Grundgedanken des bio-medizinischen Modells zu Gesundheit und Krankkheit. Seit 2001 besteht jedoch diesbezüglich ein Perspektivenwechsel. Das bio-psycho-soziale Modell zur Gesundheit und die Einführung der International Classification of Functioning (ICF) geben eine Fähigkeits- und Ressourcenorientierung hinsichtlich der Einstufung des Gesundheitszustandes vor. Zudem integrieren sie psychische, soziale und partizipative Aspekte. Bestehende Beobachtungsinstrumente im Bereich der schweren Hirnverletzungen werden diesen Aspekten jeweils nur zum Teil gerecht. Sie sind entweder zur Erhebung des Bewusstseinszustandes oder zur Erfassung funktioneller Aspekte entwickelt worden. Eine Verbindung dieser Aspekte ist nicht gegeben. Um diesen Defiziten entgegenzutreten, wurde das interprofessionelle Basler Vegetative State Assessment (BAVESTA) auf der Basis der ICF entwickelt. Die empirische Überprüfung dieses Instruments steht im Fokus dieser Arbeit und führte zu folgender Fragestellung:
Fragestellung
Erweist sich das interprofessionelle Basler Vegetative State Assessment (BAVESTA) als reli-ables und valides Instrument zur Verlaufsbeobachtung von schwer hirnverletzten erwachse-nen Patienten/-innen mit schweren Bewusstseinsstörungen unter Berücksichtigung klinisch-therapeutischer Anforderungen an ein Beobachtungsinstrument?
Methode
Das Basler Vegetative State Assessment (BAVESTA) wurde unter Einbezug von Experten/-innen in der Arbeit mit Menschen im Wachkoma und Anwendern/-innen entwickelt und auf seine psychometrischen Eigenschaften hin überprüft. Die Überprüfung wurde auf der Wachkomastation des REHAB Basel über 5 Jahre hinweg (2007–2012) durchgeführt. Die Reliabilitäts- und Validitätsüberprüfung entspricht klassischen, testtheoretischen Vorgaben. Neben interner Konsistenz, Inter-Rater-Reliabilität, Retest-Reliabilität, konvergenter und prognostischer Validität wurden die Masse der diagnostischen Validität und die Effizienz berechnet. Ein Cut-off-Wert zur Differenzialdiagnostik zwischen Menschen im Wachkoma und Menschen im MCS wurde anhand einer ROC-Analyse mittels des Youden-Index definiert. Zudem wurde der Standard Error of Measurement berechnet. Als Referenzinstrument wurde die Glasgow Coma Scale genutzt. Als weitere Vergleichsinstrumente wurden die Koma-Remissions-Skala, das Functional Independent Measurement und das Early Functional Ability Assessment verwendet. Zur Überprüfung der Frage, ob das BAVESTA den Anforderungen der Praxis entspricht, wurde eine Anwenderbefragung durchgeführt.
Ergebnisse
Das BAVESTA zeigt sich als reliables und valides Beobachtungsinstrument, das einerseits Bewusstseinsaspekte und funktionelle Informationen verbindet, andererseits aber auch unterschiedliche Qualitäten des Bewusstseins zu erfassen vermag. Des Weiteren scheint es die interprofessionelle Zusammenarbeit zu unterstützen und eine gemeinsame Sprachentwicklung innerhalb eines interprofessionellen Behandlungsteams zu unterstützen.
Diskussion
Trotz einer Vielzahl von bestehenden Beobachtungsinstrumenten im Bereich der Rehabilitation von Menschen im Wachkoma wurde das BAVESTA unter Berücksichtigung bewusstseinsorientierter und funktioneller Aspekte mit dem Ziel, diese in einem Beobachtungsinstrument zu verbinden, entwickelt. Der klinische Alltag führte zu einer deutlichen Rate an fehlenden Werten. Dies führte zu einem Ausschluss von ca. 25 Prozent der Beobachtungen. Die Items des BAVESTA entsprechen im klinischen Alltag beobachteten Reaktionen und Fähigkeiten von Menschen im Wachkoma. Da es sich im Verlauf um sehr feine Veränderungen handelt, ist eine genaue Beobachtungsgabe seitens des behandelnden Teams unumgänglich. Dies birgt jedoch auch die Gefahr eines Beobachterbias im Sinne von Wunschdenken. Um einen Beoachterbias auszuschliessen, wäre die Hinzunahme elektrophysiologischer oder bildgebender Verfahren als Referenzmessungen geeigneter als ein weiteres Beobachtungsinstrument. Da diese Verfahren jedoch nicht zu den klinischen Routineuntersuchunen zählen, wurde in dieser Arbeit darauf verzichtet. Mittels des BAVESTA lassen sich einerseits funktionelle Aspekte und unterschiedliche Qualitäten des Bewusstseins bedside abbilden. Zudem ist eine direkte Verbindung zum in der Rehabilitation vorgegebenen Rahmen durch die ICF gegeben. Dennoch sollten weitere Untersuchungen bezüglich des Einsatzbereiches und der differenzialdiagnostischen Eigenschaften des BAVESTA durchgeführt werden.
Fazit
Das BAVESTA stellt ein den Anforderungen des klinischen Alltags entsprechendes Beobachtungsinstrument dar, mittels dessen sowohl unterschiedliche Qualitäten des Bewusstseins als auch funktionelle Aspekte abgebildet werden können. Es basiert auf einer fähigkeitsorientierten Perspektive hinsichtlich der zu beobachtenden Merkmale. Dennoch sollte es weiteren Untersuchungen unterzogen werden
Diagnostik, Therapie und Prophylaxe von respiratorischen Viren bei lungentransplantierten Patienten
Lung transplant recipients have a life-long profound immunosuppression which makes them prone to respiratory tract infections, in particular viral infections during the winter season. Since the respiratory tract infections may have potentially severe consequences, we recommend early diagnosis and treatment. We obtain nasopharyngeal swabs for viral and bacteriological examination and then treat pre-emptively with antivirals, broad-band antibiotics and often also with intravenous immunoglobulins. Treatment duration is often longer than in immunocompetent patients. As preventive measures we provide vaccination against seasonal influenza and recommend specific daily hygiene measures.
Lungentransplantierte sind lebenslang stark immunsupprimiert und daher anfällig für respiratorische Infektionen, insbesondere für virale Infektionen in der kalten Jahreszeit. Da die respiratorischen Infektionen schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben können, aber häufig zu Beginn nur geringe Symptome verursachen, ist eine Frühdiagnostik und Frühbehandlung enorm wichtig. Neben der Diagnostik mit Nasen- oder Rachenabstrichen für virologische und bakteriologische Untersuchungen, ist die zeitnahe Behandlung mit Virostatika, Breitband-Antibiotika und oft auch Immunglobulinen empfohlen. Die Behandlungsdauer ist oftmals länger als bei Immunkompetenten. Als vorbeugende Massnahmen sind die Grippeimpfung und präventivhygienische Massnahmen im Alltag empfohlen
Cholesterol-Promoted Synaptogenesis Requires the Conversion of Cholesterol to Estradiol in the Hippocampus
Cholesterol of glial origin promotes synaptogenesis (Mauch et al., (2001) Science 294:1354-1357). Because in the hippocampus local estradiol synthesis is essential for synaptogenesis, we addressed the question of whether cholesterol-promoted synapse formation results from the function of cholesterol as a precursor of estradiol synthesis in this brain area. To this end, we treated hippocampal cultures with cholesterol, estradiol, or with letrozole, a potent aromatase inhibitor. Cholesterol increased neuronal estradiol release into the medium, the number of spine synapses in hippocampal slice cultures, and immunoreactivity of synaptic proteins in dispersed cultures. Simultaneous application of cholesterol and letrozole or blockade of estrogen receptors by ICI 182 780 abolished cholesterol-induced synapse formation. As a further approach, we inhibited the access of cholesterol to the first enzyme of steroidogenesis by knock-down of steroidogenic acute regulatory protein, the rate-limiting step in steroidogenesis. A rescue of reduced synaptic protein expression in transfected cells was achieved by estradiol but not by cholesterol. Our data indicate that in the hippocampus cholesterol-promoted synapse formation requires the conversion of cholesterol to estradiol. (C) 2009 Wiley-Liss, Inc.Deutsche Forschungsgemeinschaft [Ru 436/4-4
Lars Polten, Zwangssterilisation und „Euthanasie“ im Erinnern und Erzählen. Biografische Interviews mit Betroffenen und Angehörigen
Probabilistic design of relief wells systems as piping mitigation measure
Nowadays there is an on-going discussion about piping safety for dikes in the Netherlands. Relief wells represent an attractive solution as mitigation measure against piping, saving hinterland space. Nevertheless, they have been disregarded due to the uncertainties in its performance over its life cycle. The aim of this contribution is to demonstrate a probabilistic design of relief wells systems using fully and approximated probabilistic methods. We compare the results with the reliability target for piping as set in the Netherlands. For this purpose, statistical parameters of the influencing variables were studied, using collected data from existing projects or field observations in the Netherlands. Within this, we used the the design approach for relief wells, as proposed by U.S. Army Corps of Engineers.Hydraulic EngineeringCivil Engineering and Geoscience
Nit1 is a regulator and transcriptional target of FoxO3a and p53
FoxO3a (Fork-head box O3a) is a transcription factor that regulates various cellular processes such as stress resistance, metabolism, cell-cycle arrest, and apoptosis. Modulation of stress responses by FoxO3a contributes to longevity in model organisms, such as C. elegans. Based on functional analogy and common interacting partners like β-catenin and Smad3, we speculated that Nit1 (Nitrilase1) might interact with FoxO3a and thereby regulate its function. Indeed, we observed the complex formation of Nit1 and FoxO3a in co-immunoprecipitation and proximity ligation assays. Moreover, pull-down assays with purified recombinant proteins confirmed the direct binding of Nit1 and FoxO3a. Interestingly, this interaction was modified upon exposure to varying concentrations of hydrogen peroxide (H2O2). Furthermore, β-catenin dissociates Nit1/FoxO3a complex. In addition, in reporter gene assays we observed that both wild-type FoxO3a and a dominant-active FoxO3a (T32A, S253A, S315A) mutant transcriptionally upregulate Nit1 expression suggesting a feedback regulatory mechanism. To investigate the physiological role of Nit1 we analyzed its ortholog nft-1 (NitFhit) in C. elegans. nft-1 knockout worms displayed a longer lifespan compared to wild-type worms, suggesting a repressive role of nft-1 in this respect
Early Detection of Epidemics as a Sequential Change-Point Problem
Published in "Longevity, Aging and Degradation Models in Reliability, Public Health, Medicine and Biology", edited by V. Antonov, C. Huber, M. Nikulin, and V. Polischook; volume 2, St. Petersburg, 2004; pp. 31-4
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