1,721,016 research outputs found
Discussion: Current Multimodality Treatment Options in Pancreatic Cancer in Clinical Practice − What Is the Future Impact of Molecular Biological Profiling?
Going Beyond Counting First Authors in Author Co-citation Analysis
The present study examines one of the fundamental aspects of author co-citation analysis (ACA) - the way co-citation
counts are defined. Co-citation counting provides the data on which all subsequent statistical analyses and mappings
are based, and we compare ACA results based on two different types of co-citation counting - the traditional type that
only counts the first one among a cited work's authors on the one hand and a non-traditional type that takes into
account the first 5 authors of a cited work on the other hand. Results indicate that the picture produced through this non-traditional author co-citation counting contains more coherent author groups and is therefore considerably clearer. However, this picture represents fewer specialties in the research field being studied than that produced through the traditional first-author co-citation counting when the same number of top-ranked authors is selected and analyzed. Reasons for these effects are discussed
Erfassung der Lebensqualität nach abdominoperinealer Rektumexstirpation im Vergleich zur anterioren Resektion
Die vorliegende transversale Untersuchung sollte analysieren, inwieweit die gesundheitsbezogene, postoperative Lebensqualität (LQ) der Rektum- bzw. Analkarzinompatienten von der radikalchirurgischen Operationsart und der entsprechenden Folge „permanentes Stoma“ sowie einer Radiotherapie beeinflusst wird. Nebenaspekt der vorliegenden Untersuchung war die Diarrhoe-Symptomatik. In der onkologischen Rektumchirurgie gibt es klassischerweise zwei radikale Operationsmethoden: die organerhaltende anteriore Resektion (AR) und die abdominoperineale Rektumexstirpation (APRE) mit Anlage eines Anus praeter. Die allgemein verbreitete Überzeugung, dass die postoperative LQ sich durch die Anlage eines Stomas verschlechtert, ist nicht eindeutig bestätigt und wird in der Literatur kontrovers diskutiert. Zu den zwei Hauptgruppen APRE und AR wurde ein drittes Kollektiv mit einem aufgrund postoperativer Komplikationen sekundär angelegtem Anus präter analysiert, das primär Sphinkter erhaltend operiert worden war (Gruppe Umgewandelte Therapie UT). Im Rahmen der Tumornachsorge der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Universitätsklinkum Ulm wurden die international validierten LQ-Fragebögen QLQ-C30 und QLQ CR-38 der European Organisation for Research and Treatment of Cancer EORTC verwendet. Die Datenauswertung erfolgte nach den einheitlichen Prinzipien der EORTC. Für die statistische Analyse wurden der Kruskal-Wallis-Test, der Wilcoxon-Rangsummentests und der Chi²-Test herangezogen.
Aus einem Gesamtkollektiv von 976 Patienten konnten mit Rücklaufquoten zwischen 68-86% Patientenstichproben mit n=57 für APRE, n=165 für AR und n=25 für UT anonymisiert evaluiert werden. Zur Kollektivcharakterisierung erfolgte zusätzlich eine retrospektive Analyse anonymisierter, klinischer Daten.
Die zahlreichen Einzelergebnisse aus den Fragebögen lassen sich vereinfacht so formulieren:
1. Der globale Gesundheitsstatus bzw. Lebensqualität QL2 war unabhängig von der angewandten radikalen Operationstechnik und von dem Vorhandensein eines Stomas. Dasselbe galt für weitere sieben Skalen. 2. AR-Patienten beklagten deutlich mehr Diarrhoe-Symptomatik und eine höhere absolute Stuhlgangsfrequenz. 3. APRE-Patienten zeigten in zehn Lebensqualitätsbereichen statistisch und klinisch bedeutende Nachteile im Vergleich zu AR-Patienten. 4. Eine nachträgliche Anlage eines Stomas wirkte sich negativ auf zwölf LQ-Bereiche aus. 5. Unter den 115 radiotherapierten Patienten konnte für APRE klinisch relevant, wenn auch nicht statistisch bedeutend, für vier Skalen eine Verbesserung der LQ, jedoch überwiegend eine Zunahme der Beeinträchtigung vieler LQ-Bereiche registriert werden, was klinisch und statistisch relevant bei AR für drei und bei UT für elf Skalen war. Auf QL2 der APRE- und AR-Gruppen wurde kein Radiatioeinfluss festgestellt.
Die vorliegende Untersuchung zeigt die Vielschichtigkeit der Entscheidungsfindung zwischen den verschiedenen radikalchirurgischen Therapien, die Folgen der Rektumchirurgie auf die LQ und den Stellenwert der LQ-Erfassung im Gesamtkonzept der onkologischen Therapie
Behandlung von 3462 Patienten mit Kolon- und Rektumkarzinom zwischen 1978 und 2008 in der chirurgischen Universitätsklinik Ulm.
Die vorliegende Arbeit aus der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie des Universitätsklinikums Ulm verglich die Daten zweier Patientenkollektive (N=3462) innerhalb eines Behandlungszeitraumes von 30 Jahren. Patientenkollektiv I: N=2452 Patienten (1978 -1998). Patientenkollektiv II: N=1010 (1999-2008).
In Bezug auf das Alter lag der Median in beiden Kollektiven bei 66 Jahren. Es konnte jedoch eine Umverteilung hinsichtlich des Alters während der Erstdiagnose innerhalb der Kollektive verzeichnet werden. Bei den Patienten unter 70 Jahren mit einem kolorektalen Karzinom konnte zwischen 1999 und 2008 im Vergleich zu den zwei Jahrzehnten zuvor ein prozentueller Anstieg dieser Altersgruppe festgestellt werden: bei den 50- bis 59-jährigen von 11% auf 17% und bei den 60- bis 69-jährigen von 22% auf 33%. Anteilig waren in beiden Kollektiven mehr Männer als Frauen an einem kolorektalen Karzinom erkrankt. Diese Tendenz verstärkte sich im letzten untersuchten Jahrzehnt. Im Vergleich zum Patientenkollektiv I mit 56% Männern und 44% Frauen, waren beim Patientenkollektiv II 60% Männer und 40% Frauen vertreten.
Hinsichtlich der Lokalisation konnte eine annähernd gleiche Verteilung innerhalb der dreißig Jahre aufgezeigt werden. Beim Patientenkollektiv I waren 55% der Patienten an einem Kolonkarzinom und 45% an einem Rektumkarzinom erkrankt. Im Patientenkollektiv II waren 54% der Patienten an einem Kolonkarzinom und 46% an einem Rektumkarzinom erkrankt.
Postoperativ entstanden im Patientenkollektiv I (N=2452) bei 18% der Patienten (N=449) Komplikationen. Im Patientenkollektiv II (N=1010) waren es 31% (N=313). Sowohl bei den Anastomoseninsuffizienzen, Wundheilungsstörungen, sowie bei der postoperativen Letalität war die Anzahl im Patientenkollektiv II höher als im Patientenkollektiv I. Bei Betrachtung des Gesamtüberlebens zeigte sich im Patientenkollektiv II sowohl beim Kolon- als auch beim Rektumkarzinom eine Verbesserung der 5-Jahresüberlebensrate in den fortgeschrittenen Stadien III und IV.
Abschließend lässt sich festhalten, dass durch den Fortschritt in der Prävention und der Therapie eine Früherkennung und eine bessere Behandlung der Patienten mit einem kolorektalen Karzinom gegeben ist und diese sich somit positiv auf die Überlebensrate auswirkte
Chemosensitivität von kultivierten BxPC-3-Pankreaskarzinomzellen in Abhängigkeit der endogenen Interleukin-4-Rezeptorexpression
Interleukin-(IL-) 4 ist ein Zytokin, welches über die Interleukin-4-Rezeptoren Typ I und II zur Malignität des Pankreaskarzinoms beiträgt. Durch sein Vorkommen auf nicht-hämatopoetischen und Tumorgeweben ist der IL-4-Rezeptor Typ II von besonderer Bedeutung. Kommt es zu einer Interaktion, bindet IL-4 zuerst an die Alpha-Kette des IL-4-Rezeptors (IL-4Rα), welche daraufhin mit der Interleukin-13-Rezeptor-Alpha-1 Kette dimerisiert. In Karzinomen kann dies pro- als auch anti-onkogene Effekte nach sich ziehen. Zudem bewirkt die IL-4-Produktion von Immun- als auch Tumorzellen eine Verringerung der Immunabwehr. Studien konnten einen wachstumsfördernden Einfluss von IL-4 auf Pankreaskarzinomzellen nachweisen. In Capan-1 (humane Pankreaskarzinomzelllinie) führte die Herunterregulation der IL-4Rα Proteinexpression zu vermindertem Wachstum. Diese Studie untersuchte außerdem die IL-4Rα Proteinexpressionsstärke in sieben Pankreaskarzinomzelllinien, worunter BxPC-3 die höchste aufwies. Aus diesem Grund war die Verringerung der IL-4Rα-Proteinexpression in BxPC-3 besonders interessant. In unserem Labor wurden Zellklone mittels stabiler Transfektion einer gegen IL-4Rα gerichteten shRNA (small hairpin Ribonukleinsäure) etabliert und freundlicherweise der vorliegenden Studie zur Verfügung gestellt. Die Knockdown-Klone mit erfolgreicher Herunterregulation von IL-4Rα zeigten ein deutlich verringertes basales Wachstum im MTT(3-[4,5-Dimethylthiazol-2yl]-2,5-diphenyltetrazoliumbromid)-Assay.
In einer aktuellen Studie konnte eine Aktivierung vieler proonkogener Signalwege und Insulin-like-growth-factor-I durch IL-4-Stimulation in Capan-1 nachgewiesen werden. In Kolonkarzinomzellen führte die autokrine IL-4-Produktion zu gesteigerten Leveln antiapoptotischer Proteine. Durch IL-4-Neutralisation konnte die Sensitivität von Kolonkarzinomzellen gegenüber Oxaliplatin zurückerlangt werden. Die im Rahmen dieser Studie erfolgten Untersuchungen der Chemosensitivität IL-4Rα-herunterregulierter Pankreaskarzinomzellen gegenüber den Standardchemotherapeutika 5-Fluorouracil, Cisplatin, Gemcitabin, Irinotecan, Mitomycin C und Oxaliplatin verglichen mit den Kontroll-Klonen führten einzig bei Oxaliplatin zu signifikant gesteigertem Ansprechen. Dabei beliefen sich die mittleren effektiven Konzentrationen (EC50) der Knockdown-Klone nur auf knapp einem Drittel der Werte der Kontroll-Klone.
Eine Studie belegte, dass apoptoseresistente Krebsstammzellen nach IL-4-Neutralisation Chemosensitivität zurückerlangen können. Deshalb bedarf es weiterer Forschung um den Einfluss von IL-4 besonders auch im Hinblick auf Krebsstammzellen weiter zu evaluieren
Überlebensanalyse bei Patienten mit Pankreaskarzinom ohne Vorläuferzellen im Vergleich zu Patienten mit Pankreaskarzinom mit Vorläuferzellen
In einer retrospektiven Studie wurden 313 Patienten, die in einem Zeitraum von 12 Jahren (2001-2013) an der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie der Universitätsklinik Ulm am Pankreas operiert wurden, untersucht. Dabei wurden 119 Patienten mit einem Pankreaskarzinom ohne Vorläuferzellen mit 51 Patienten mit Pankreaskarzinom mit Vorläuferzellen auf einer Überlebensanalyse unterzogen. Die anderen Patienten wurden aufgrund einer anderen Erkrankung am Pankreaskarzinom aus der Studie ausgeschlossen.
Die 5 Jahres Überlebensrate für Patienten bei denen Vorläuferzellen im Pankreasresektat gefunden wurden, beträgt in dieser Arbeit mit 23,7 % eine besser 5 Jahres Überlebensrate als Patienten ohne Vorläuferzellen (11,8 %). In der univariate Cox Regressionsanalyse konnten für Patienten ohne Vorläuferzellen das Grading (p (probability) < 0,001) und die R Klassifiaktion (p = 0,046) als unabhängige prognostische Faktoren detektiert. In der mutivarianten Cox Regressionsanalyse waren das die Merkmale Matastasenstatus (p = 0,017), Grading (p < 0,001) und R Klassifikation (p = 0,023). In der Gruppe Pankreaskarzinome mit Vorläuferzellen konnten bei einer kleinen Fallzahl keine Prognosefaktoren ermittelt werden.
Die verschiedenen Vorläuferzellen zeigten ebenfalls Unterschiede in der 5 Jahres Überlebensrate. Patienten mit PanIN Läsionen (Intraepitheliale Neoplasie des Pankreas) hatten eine 5 Jahres Überlebensrate von 24,5 %. Patienten mit einem IPMN (Intraduktale papillär-muzinöse Neoplasie) eine 5 Jahres Überlebensrate von 19 %. Aufgrund der kleinen Patientengruppe werden weitere Studien benötig um Prognosefaktoren für die Vorläuferzellen zu ermitteln
Untersuchungen zum Wert der Lymphknotendissektion beim Magenkarzinom
Zusammenfassung
In dieser retrospektiven Studie wurden 340 Patienten der Universitätsklinik Ulm untersucht, die aufgrund eines Magenkarzinoms in der Abteilung Allgemein- und Viszeralchirurgie therapiert wurden. Es handelt sich um Patienten, die im Zeitraum von 2000 bis 2021 operiert wurden und denen der Magen zum Teil oder komplett entnommen wurde. Bei den 340 Patienten wurden Parameter vor und nach der Operation und die Art der Operation betrachtet. Folgende Daten wurden aus der digitalen Patientenakte erfasst und ausgewertet: Body-Mass-Index, postoperative Komplikationen nach Clavien -Dindo, Dauer des Krankenhausaufenthaltes, neoadjuvante Therapie, adjuvante Therapie, pathologisches Ergebnis, Staging nach TNM-Klassifikation (T: Tumor, N: Nodes, M: Metastases), UICC-Stadium (der Union internationale contre le cancer), Anzahl entfernter Lymphknoten, histologisches Grading, histologischer Subtyp nach Laurén, Regressionsgrad nach Becker, Metastasen, letztes Beobachtungsdatum, Rezidive und Vitalstatus. Außerdem wurde der Lymphknotenbefall in den magennahen und magenfernen Leveln dokumentiert.
Die Vollständigkeit der Datenerhebung war nicht gegeben. Die Variablen Alter, Geschlecht, Lokalisation, Operationsart und Datum, neoadjuvante Chemotherapie, Entlassungsdatum, Metastasen und Histologie des Magenkarzinoms wurden in allen 340 Fällen vollständig dokumentiert.
Die Patienten wurden unterschieden in diejenigen, die mit einer Magenresektion oder Gastrektomie und einer simultanen D2-Lymphknotendissektion therapiert wurden und Patienten, denen nur im Kompartiment I Lymphknoten entnommen wurden. Außerdem wurden die Häufigkeiten der befallenen Kompartimente dargestellt. Es resultieren Überlebenszeitkurven nach Kaplan-Meier, die den Verlauf der einzelnen Patientengruppen bis zu 20 Jahre postoperativ veranschaulichen und das rezidivfreie Überleben darstellen.
Im untersuchten Zeitraum erkrankten deutlich mehr Männer als Frauen an Magenkrebs (214 versus 126). Die Patienten wurden durchschnittlich im Alter von 64 (Frauen) bis 66 Jahren (Männer) an der Universitätsklinik Ulm operiert. Der Body Mass-Index bewegte sich bei den untersuchten Patienten im Bereich einer Präadipositas und war nicht weiter relevant. Am häufigsten wurde eine totale Gastrektomie mit D2-Lymphadenektomie durchgeführt (202 Patienten). Die Mehrzahl der Magenkarzinomfälle war in der Kardia lokalisiert (96 Patienten). Es gab ähnlich viele Patienten im Stadium IA, IB und IV der Union internationale contre le cancer. 54,8% der Magenkarzinome wurden in dieser Studie dem intestinalen Typ und 37,6% dem diffusen Typ zugeschrieben. Im Zuge der chirurgischen Therapie wurde in 77,6% der Fälle eine totale Gastrektomie durchgeführt. Die am Universitätsklinikum Ulm erreichte R0-Resektionsrate liegt bei 70,6%. 29,4% des Gesamtkollektivs hatten mit leichten postoperativen Komplikationen zu kämpfen. Der postoperative Krankenhausaufenthalt dauerte etwa 19 Tage. Die häufigsten Metastasen waren im Peritoneum (55,1%) und in der Leber (31,4%) lokalisiert. Ein Lymphknotenbefall im Level II blieb bei 84% der Patienten aus, wenn im Level I maximal sechs befallene Lymphknoten vorhanden waren. Wenn Lymphknoten im Level I befallen waren, lag das Gesamtüberleben unter dem der Patienten ohne einen Lymphknotenbefall im Level I: 65,9% versus 30,2%. Patienten, bei denen lediglich eine D1 Lymphadenektomie durchgeführt wurde, hatten ein 5-Jahresüberleben von 32,7%. Die Gruppe mit einem Lymphknotenbefall in beiden Leveln wies ein 5-Jahresüberleben von 22,0% auf. Beim Auftreten eines Rezidivs ließ sich eine mediane Überlebenszeit von 2,3 Jahren ermitteln versus 1,1 Jahren bei Patienten mit einem Lymphknotenbefall im Level II.
Wegen der großen Bedeutung für die Wissenschaft und für die onkologische Therapie ist anzunehmen, dass sich klinische Krebsregister weiter etablieren werden und sich die Dokumentation noch weiter verbessert, auch im Bereich der Tumornachsorge. Trotz sinkender Inzidenz des Magenkarzinoms, zählt es weltweit immer noch zu den häufigsten tumorbedingten Todesursachen und betroffene Patienten haben weiterhin eine ungünstige Prognose im Vergleich zu anderen Krebserkrankungen
Silencing of IL-13Rα2 attenuates colon cancer cell proliferation and reverses epithelial mesenchymal transition
In recent years, there has been considerable interest in the pathophysiology and therapeutic potential of IL-13-receptor alpha 2 (IL-13Rα2), which has received attention because of its tumour-specific and pro-metastatic characteristics. In this research, we investigated the phenotypic changes of IL-13Rα2 in a colon cancer cell line model by down-regulating its expression and its possible implications for clinical treatment. We demonstrated that IL-13Rα2 down-regulation reduced the proliferation and migration in a colon cancer cell line, and in addition discovered for the first time in soft agar that IL-13Rα2 down-regulation significantly reduced the tumorigenicity of colon cancer cells.
Silencing of IL-13Rα2 resulted in reduced mesenchymal markers and elevated epithelial markers, thereby reversing the traditional epithelial-mesenchymal-transition (EMT) process. Exogenous human recombinant interleukin 13 (IL-13) protein can increase the growth of colorectal cancer (CRC) cells and promote their morphological changes. The findings of our verification of the signaling pathway showed that the activity of the signal transducer and activator of transcription 6 (STAT6) pathway was prevented by the down-regulation of IL-13Rα2, and the total protein of STAT6 was also significantly downregulated. Identification of novel mediators and effectors of IL-13Rα2 signaling is critical for identifying possible molecular processes involved in cancer progression
Etablierung und Charakterisierung von kultivierten BxPC-3 Pankreaskarzinom-Klonen in Abhängigkeit der Interleukin-4-Rezeptor-alpha Expression
Interleukin 4 (IL-4) ist ein Typ II Zytokin, das über die Bindung an die Alpha-Kette des Interleukin-4-Rezeptors (IL-4Rα) zwei verschiedene Rezeptoren aktiviert: den Typ I Interleukin-4-Rezeptor (IL-4R), der auf hämatopoetischem Gewebe exprimiert ist und sich aus IL-4Rα und der gemeinsamen Gamma-Kette (γc) zusammensetzt sowie den Typ II IL-4R, welcher aus IL-4Rα und der Alpha-1-Kette des Interleukin-13-Rezeptors (IL-13Rα1) besteht und auf nicht-hämatopoetischen Zellen sowie Tumorgewebe zu finden ist. IL-4 stimuliert seinerseits die Ausschüttung von neuem IL-4 und leitet die Immunreaktion in Richtung einer Th2-Antwort (Immunantwort durch Typ 2 T-Helferzellen) mit gleichzeitiger Suppression der Th1-Antwort (Immunantwort durch Typ 1 T-Helferzellen). Dadurch wird die Bildung der Th1-Effektorzellen, den zytotoxischen T-Lymphozyten, gehemmt, die für die Immunreaktion des Körpers gegen maligne entartete Zellen verantwortlich sind.
IL-4 ist in vielen Tumoren vermehrt nachweisbar. Es führt sowohl zu anti-onkogenen, als auch zu pro-onkogenen Effekten mit einer Tumorprogression und erhöhtem Metastasierungsrisiko. Auch sein Rezeptor IL-4Rα ist in vielen Tumorzellen überexprimiert. Er führt in Pankreaskarzinomzellen zur Aktivierung pro-onkogener Signalwege mit Bildung von Molekülen wie Bcl-2 (B-cell lymphoma 2 regulator protein) und Bcl-XL (B-cell lymphoma extra large molecule) sowie zur MAPK (Mitogen-aktivierte Proteinkinase)-induzierten Ras-Aktivierung (Ras: Rat sarcoma virus assoziierte GTPase (Guanosintriphosphatase)) und dadurch zu Wachstumssteigerung. In dieser Studie konnte in vitro gezeigt werden, dass der IL-4Rα eine bedeutende Rolle in der Fähigkeit von Pankreastumorzellen spielt, sich zu vermehren und zu metastasieren.
BxPC-3 ist eine etablierte Zelllinie mit primärem Ursprung aus dem humanen Pankreaskarzinom, die den IL-4Rα stark überexprimiert. Diese Rezeptorexpression liegt noch deutlich über der von den meisten anderen Pankreas-Tumorzelllinien. Daher eignete sie sich besonders gut, um den Effekt des IL-4Rα und seiner Signalwege auf das Zellwachstum und die Metastasierungsfähigkeit zu untersuchen. Mithilfe eines Plasmids, das eine gegen den IL-4Rα gerichtete shRNA (small hairpin Ribonukleinsäure) enthält wurden BxPC-3-Zellen transfiziert, um ein Knock-down des IL-4Rα zu erreichen. Aus BxPC-3 konnten wir zwei IL-4Rα Knock-down-Klone, genannt 2-2 und 2-7, mit stark herunterreguliertem IL-4Rα generieren. Diese Zellen wurden vier verschiedenen Versuchsmodellen unterzogen, die deren Proliferations- und Migrationsfähigkeiten sowie deren Fähigkeit zur Zytoskelett-Umstrukturierung im Vergleich zu IL-4Rα-positiven Zellen untersuchten. Beide Knock-down-Zellen wiesen eine signifikant reduzierte Proliferation und Migration sowie Verformbarkeit im Vergleich zu Kontrollzellen mit hoher IL-4Rα Expression auf. Grund dafür ist, dass BxPC-3 eine Zelllinie mit besonders starker Abhängigkeit seiner Tumorigenität vom
IL-4Rα ist. Durch ihre ausgesprochen hohe IL-4Rα Expression ist dessen Effekt auf die Tumorbildung besonders deutlich zu sehen. Die Aktivierung der IL-4-/IL-4Rα Signalkaskade führt neben der Expression der anti-apoptotischen Proteine Bcl-2 und Bcl-XL und vielen weiteren Effekten auch zur Ras-Aktivierung. Da BxPC-3 nicht Ras-mutiert ist und damit eine endogene Tumorstimulation fehlt führt eine Hemmung des IL-4/IL-4Rα Signalwegs zur Unterdrückung der Ras-Kaskade und damit zur Wachstumshemmung. Der Knock-down führte zu sehr deutlichen Ergebnissen: beide Knock-down Zellen waren kaum mehr in der Lage zu metastasieren (im Sinne der Fähigkeit das Zytoskelett zu verändern und zu migrieren) und zeigten ein stark herabgesetztes Wachstum.
Eine Therapie, die sich gegen die IL-4-/IL-4R-Kaskade richtet, könnte das humane Pankreaskarzinom also in mehrfacher Hinsicht in seinem Fortschreiten bremsen: Es kann in seinem Wachstum und Metastasierungsbestreben gehemmt werden und die Ausbildung einer wirksamen Immunantwort kann aktiviert werden. Es ist zudem denkbar, dass eine solche Therapie das Ansprechen auf bestimmte Chemotherapeutika erhöht. Weiterhin kann eine spezifische IL-4-gekoppelte zytotoxische Therapie das Tumorgewebe direkt bekämpfen. Diese Therapieformen sind jedoch keine Alternative zu den bisherigen Leitlinien, vielmehr könnten sie eine Ergänzung zur Chemotherapie sein.
Fest steht, dass sie eine interessante Option mit möglicherweise wirksamen Erfolgen in der Therapie des humanen Pankreaskarzinoms sein könnten und die Forschung über die Blockade der IL-4-/IL-4Rα-Kaskade und seiner Signalwege auch in Zukunft weiter vertieft werden sollte
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