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Lesen: Prozess- und Produktperspektiven von der Wortebene bis zu multiplen Texten
Lesen ist ein komplexer Prozess, der ein weites Spektrum von Fähigkeiten abdeckt. Dieser Band widmet sich insbesondere zwei zentralen Teilbereichen des Lesens: der Entwicklung von Leseflüssigkeit zu Beginn des Lesenlernens sowie dem lesestrategischen Vorgehen geübter Leserinnen und Leser beim Umgang mit multiplen Dokumenten. Er umfasst dabei empirische Beiträge mit Fokus auf Wortlesen und Leseflüssigkeit im Grundschulbereich sowie Studien mit jungen Erwachsenen, die mehrere Texte lesen und diese später schriftlich im Rahmen von komplexen Arbeitsaufträgen weiterverarbeiten.+repphzhbib2022
Methoden zur differenzierten Auswertung von Wortschatzkompetenzen und ihre Bedeutung für das frühe Lesen
Ein Lesestrategietraining im Distanzunterricht? Wie sich das veränderte Lernumfeld während der Corona-Pandemie auf die Entwicklung des Leseverstehens von Schülerinnen und Schülern auswirkt
Lesestrategietrainings gelten als effektives Mittel, um das Lese-verstehen von Schülerinnen und Schülern zu fördern. Während zur Implementation in klassischen Unterrichtssettings inzwischen zahlreiche Studien vorliegen, sind nur wenige belastbare Forschungsergebnisse zu digitalen Trainingsumgebungen vorhanden. Zur Durchführung eines klassischen Lesetrainings in der Form von Distanzunterricht liegen bislang keine Ergebnisse im deutschsprachigen Raum vor. Die vorliegende Studie untersucht an einer Stichprobe von 1.531 Grundschulkindern, wie sich die mit dem Distanzunterricht während der Corona-Pandemie einhergehenden veränderten Durchführungsbedingungen des FiLBY-Lesetrainings auf den Lernfortschritt der Schülerinnen und Schüler auswirken. Es wird deutlich, dass die Vermittlung der Lesestrategien durch die Lehrkraft selbst ein wichtiges Element für erfolgreichen Distanzleseunterricht ist. Erklärvideos und Erklärtexte können die Strategiemodellierung durch die Unterrichtenden nicht vollständig ersetzen
Die Entwicklung der frühen Wortschreibung in den ersten beiden Schuljahren – Eine empirische Untersuchung unvollständiger Schreibungen
Untersuchungen zum Schreiben haben die Analyse des Schreibprodukts, das schreibende Individuum oder auch den Prozess des Schreibens bzw. des Schreibenlernens im Fokus ihrer Betrachtungen. Das Schreibprodukt wird dabei als messbare Leistung, als sichtbares Ergebnis der schriftsprachlichen Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern bewertet. Mittels unterschiedlicher Methoden werden daran verschiedene Fragestellungen untersucht. Neben der Analyse von Schreibprodukten werden auch Untersuchungen zu bestimmten Einflussfaktoren auf den Schreibprozess (Becker-Mrotzek & Böttcher, 2006) und den Schriftspracherwerb vorgenommen. Andere Studien haben die Entwicklung des Schriftspracherwerbs im Fokus. In das Umfeld des Themas „Erwerb“ ist auch die Frage nach den Voraussetzungen für einen gelungenen Schriftspracherwerb untersucht worden. So wurden verschiedene Faktoren identifiziert, die einen erfolgreichen Erwerbsverlauf begünstigen können (Hippmann, 2008). Immer wieder aktuell ist die Frage nach den Einflüssen und der Effektivität einzelner Methoden. Hier ist das Schreibprodukt bzw. seine orthographische Richtigkeit ein Mittel zur Leistungsüberprüfung der Schreibkompetenzen einzelner Kinder. Es wird deutlich, dass orthographische Richtigkeit das zentrale Maß für eine Leistungsmessung darstellt. Neben der Betrachtung richtiger Wörter befassen sich Studien zum Schriftspracherwerb auch mit der Analyse falscher Wörter bzw. der Untersuchung von Fehlern. Hier ist ein direkter Nutzen für die Praxis erkennbar. Qualitative Analysen von Schreibprodukten (z. B. durch die Hamburger Schreibprobe, 1997 oder die Aachener Förder- und Rechtschreibanalyse, 2002) nutzen ebenfalls die Fehler in den Schreibungen als Hinweis auf zugrundeliegende Strategien der Kinder und um eine spezifische Förderung daraus ableiten zu können. Fehleranalysen kategorisieren sehr differenziert Rechtschreibfehler auf segmentaler, silbischer, morphologischer oder syntaktischer Ebene. Trotzdem fehlt bislang eine fundierte und evidenzbasierte Auseinandersetzung mit diesem Phänomen: Unvollständige Schreibungen stellen eine Randnotiz in der Forschung zum Schriftspracherwerb dar. So bleibt unklar, was Skelettschreibungen im Detail sind und wie sie sich im Laufe des Erwerbs entwickeln, welche Elemente der Zielwörter ausgelassen und welche verschriftet werden
Rechtschreibkompetenzen diagnostizieren und fördern. Arbeit mit dem Material „Lesen macht stark – Grundschule“
Lesen. Prozess- und Produktperspektiven von der Wortebene bis zu multiplen Texten
Lesen ist ein komplexer Prozess, der ein weites Spektrum von Fähigkeiten abdeckt. Dieser Band widmet sich insbesondere zwei zentralen Teilbereichen des Lesens: der Entwicklung von Leseflüssigkeit zu Beginn des Lesenlernens sowie dem lesestrategischen Vorgehen geübter Leserinnen und Leser beim Umgang mit multiplen Dokumenten. Er umfasst dabei empirische Beiträge mit Fokus auf Wortlesen und Leseflüssigkeit im Grundschulbereich sowie Studien mit jungen Erwachsenen, die mehrere Texte lesen und diese später schriftlich im Rahmen von komplexen Arbeitsaufträgen weiterverarbeiten. (DIPF/Orig.
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