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Hinter den Kulissen der Forschung - Wege zur Erkenntnis - Mystery zum Thema Tierversuche
Berücksichtigung von Studierendenvorstellungen zum Thema Gehirn und Lernen in der Lehrkräfteausbildung Biologie
Das dieser Arbeit zugrundeliegende Vorhaben wurde im Rahmen der gemeinsamen Qualitätsoffensive Lehrerbildung von Bund und Ländern mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter den Förderkennzeichen 01JA1505 und 01JA1805 gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei der Autorin
Cross-phase collaboration through service learning: Evaluation of courses related to digitalization for pre-service biology teachers
Der Orientierungsrahmen Digitale Kompetenzen für das Lehramt in den Naturwissenschaften (kurz: DiKoLAN) ermöglicht das Ableiten von Curricula für die universitäre Phase der Lehrkräftebildung und bietet eine theoretische Hintergrundfolie für die Evaluierung der Kompetenzstände und Entwicklungsprozesse von Lehramtsstudierenden. An Hochschulen entsteht eine entsprechende Fülle an naturwissenschaftsdidaktisch begründeten Lehr-Lern-Szenarien und Unterrichtsideen für den Einsatz digitaler Medien, die praktizierende Lehrkräfte als Innovationsträger*innen von heute nicht in gleichem Maß erreicht. In den Projekten Methoden und Medien im Biologieunterricht (MuM) und Methoden des Biologieunterrichts digital umsetzen (MeBiDi) konnten angehende Biologielehrkräfte in hochschulischen Lehrveranstaltungen der Universitäten Kassel und Hamburg Erfahrungen mit digitalen Tools sammeln und erproben, wie sich darüber Methoden ihres Fachunterrichts digital umsetzen bzw. unterstützen lassen. Ihr Wissen und die dazugehörigen Umsetzungstipps gaben die Studierenden im Rahmen von Erklärvideos, Mikrofortbildungen und Praxisartikeln an praktizierende Biologielehrkräfte weiter. Hinter diesem didaktischen Konzept steht das Bildungsprogramm Service Learning (Lernen durch Engagement): Biologielehramtsstudierende verknüpfen ihr theoretisches Lernen an der Universität mit der Durchführung praktischer Projekte, die dem Gemeinwohl dienen. Zugleich bieten sie Praxispartner*innen aus dem Bereich Bildung eine Dienstleistung, die besonders in Zeiten von Distanz- und Hybridunterricht einem echten gesellschaftlichen Bedarf entsprach. In der hier präsentierten Studie wurden zwei Durchführungsvarianten eines digitalisierungsbezogenen Service-Learning-Seminars in einem Eingruppen-Pretest-Posttest-Design (N = 78 Biologielehramtsstudierende) mit quantitativen Forschungsmethoden untersucht. Bei beiden Studierendengruppen zeigen sich auf Ebene des Lernerfolgs positive Effekte auf selbsteingeschätzte Kompetenzen zum technologisch-pädagogischen Inhaltswissen, technologischen und technologisch-pädagogischen Wissen sowie zu unterrichtlichen Selbstwirksamkeitserwartungen.The orientation framework DiKoLAN enables the derivation of curricula for the university teacher education and provides a theoretical background for the evaluation of pre-service teachers’ competences and their development. At universities, a corresponding abundance of teaching-learning scenarios based on science didactics and teaching ideas for the use of digital media is emerging, which does not reach in-service teachers as "today\u27s innovators" to the same extent. In the projects MuM and MeBiDi, pre-service biology teachers were able to gain experience with digital tools in courses at the universities of Kassel and Hamburg and test how methods of their subject can be implemented or supported digitally. The students passed on their knowledge and the corresponding tips on the methods’ implementation to in-service biology teachers via explanatory videos, micro training courses and papers on practical teaching. The educational programme Service Learning is behind this didactical concept: Students of biology teacher education combine their theoretical learning at the university with the implementation of practical projects that serve the common good. At the same time, they offer a service to practice partners from the field of education, which has met a real social need, especially in times of distance and hybrid teaching. In the study presented here, two variants of implementation of a service-learning course related to digitalization were examined in a one-group pretest-posttest design (N = 78) using quantitative research methods. In both groups, positive effects on self-assessed competences as well as on self-efficacy expectations were found at the level of learning success
Mysterys als Testinstrument zur Messung von vernetztem Professionswissen angehender Biologielehrkräfte. Was uns die Analyse von Mystery-Maps und lautem Denken über den Lernerfolg von Studierenden verrät
International zeigen empirische Studien bei angehenden und praktizierenden Lehrkräften eine hohe Zustimmung zu Neuromythen, d.h. Fehlvorstellungen zum Thema Gehirn und Lernen. Ein Erklärungsansatz dafür könnte sein, dass Lehramtsstudierende daran scheitern, ihr Wissen aus unterschiedlichen Studienelementen (Bildungswissenschaft/Fachwissenschaft/Fachdidaktik) auf kognitiver Ebene ausreichend miteinander zu verbinden. Um derartige Annahmen empirisch zu prüfen, braucht es Testinstrumente, mit denen sich ein unterschiedlicher Grad kognitiver Wissensvernetzung erfassen lässt. In diesem Beitrag wird die Mystery-Methode vorgestellt und herausgearbeitet, dass dabei entstehende Lernprodukte neue Einblicke in den Vernetzungsgrad von Professionswissen sowie das vernetzte Denken angehender Biologielehrkräfte bieten können. (DIPF/Orig.)Internationally, empirical studies among pre- and in-service teachers show a high endorsement of neuromyths, i. e. misconceptions about the topic learning and the brain. One explanation for this could be that pre-service teachers fail to sufficiently connect their knowledge from different fields of study (educational science/main subject/subject-matter didactics) on a cognitive level. In order to empirically examine such assumptions, test instruments are needed that can be used to measure different degrees of interconnected knowledge. This article presents the mystery method and shows that the resulting learning products can offer new insights into the degree of interconnected professional knowledge and networked thinking of pre-service biology teachers. (DIPF/Orig.
Professioneller Konzeptwechsel zum Thema Neuromythen in der universitären Lehramtsausbildung Biologie
Das diesem Bericht zugrunde liegende Vorhaben wurde im Rahmen der gemeinsamen „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ von Bund und Ländern mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 01JA1505 gefördert.Die Studie wurde außerdem im Rahmen des LOEWE-Schwerpunkts „Wünschenswerte Erschwernisse beim Lernen“ des Landes Hessen unterstützt
Review on the Prevalence and Persistence of Neuromyths in Education – Where We Stand and What Is Still Needed
Gefördert durch den Publikationsfonds der Universität Kasse
Angebot, Nutzung und Ertrag von Konzeptwechseltexten zu Neuromythen bei angehenden Biologielehrkräften
Gefördert im Rahmen des Projekts DEA
Educational Reconstruction as a Planning and Research Framework: Scientific Clarification, Design and Evaluation of a University Course on Learning and Memory
Empirische Studien zeigen, dass Studierende über ihr Stu-dium hinweg an Fehlvorstellungen zum Thema Gehirn und Lernen (Neuromythen) und transmissiven Lehr-Lern-Überzeugungen festhalten. Derartige Befunde stellen ein Gelingen des allgemeinen Studienziels in Frage, angehenden Lehrkräften ein angemessenes Konzept von Lernen nahezubringen. Mit dem Ziel, Biologielehramtsstu-dierende besser bei der Konstruktion wissenschaftlich angemessener Lehr-Lern-Vorstellungen zu unterstützen, wurde in dem im Rahmen dieses Beitrags beschriebenen Projekt das Modell der Didaktischen Rekonstruktion auf den Hochschulbereich übertragen und als Planungs- und Forschungsrahmen für die Gestaltung und Evaluation der universitären Lehrveranstaltung Gehirngerechtes Lernen – Konzept oder Mythos? verwendet. Im Beitrag wird das Modell der Didaktischen Rekonstruktion für die Hochschulbildung (MDRH) in seinen Unterschieden zu anderen Modellen vorgestellt. Erläutert wird, wie sich eine fachliche Klärung mit fachwissenschaftlicher, fachdidaktischer und bildungswissenschaftlicher Analyse gestaltete und wie sie zur theoretischen Fundierung der Lehrveranstaltung genutzt wurde. Beschrieben wird weiterhin, wie sich die drei Lehrveranstaltungselemente (1) Verschachteltes Lehren von Seminarinhalten, (2) Erfahrungen stiften mit Methoden nachhaltigen Lernens, Lernversuchen und neurodidaktischen Prinzipien sowie (3) Einsatz von Konzeptwechseltexten gestalten, die mittels didaktischer Strukturierung konzipiert wurden. Erläuterungen übertragbarer Konzepte, Durchführungshinweise sowie Onlinematerial sollen einen Transfer ermöglichen. Ein Erfahrungsbericht fasst Evaluationsergebnisse zusammen und diskutiert Praktikabilität und Innovationskraft des MDRH für konstruktivistisches Lehren an Universitäten. Zusammengefasst zeigt sich am Beispiel des Themas Gehirn und Lernen, dass sich das MDRH in der Hochschulbildung anwenden lässt, die didaktisch rekonstruierte Lehrveranstaltung Gehirn und Lernen – Konzept oder Mythos? positive Wirkungen auf Professionswissen, Lehr-Lern-Überzeugungen und Fehlvorstellungen Biologielehramtsstudierender erzielt und die fachliche Klärung zur Theoriebildung in Bezug auf Neuromythen, Professionsforschung und Hochschuldidaktik beitragen kann.Empirical studies show that university students retain misconceptions about learning and memory (neuromyths) and transmissive beliefs about teaching and learning throughout their studies. These findings call into question whether university teacher education’s general goal of providing pre-service teachers with an appropriate concept of learning is being met. To better support pre-service teachers in constructing scientifically-appropriate conceptions about teaching and learning, the project described in this article transferred the Model of Educational Reconstruction to university education – employing it as a planning and research framework to design and evaluate the university course Brain-friendly Learning – Concept or Myth?. This article presents the Model of Educational Reconstruction for Higher Education (ERM-HE), highlighting its differences to other models. It outlines how a scientific clarification including different analysis was used as a theoretical foundation for the course at hand. The article also presents how the three learning elements (1) interleaved teaching of content, (2) experiences with learning experiments, sustainable learning methods, and neurodidactic principles and (3) conceptual change texts were constructed. Transferrable concepts, implementation tips, and online materials are provided to encourage further use. An experience report summarizes the evaluation results and discusses the practicality and innovation of ERM-HE for constructive learning at universities. In brief, the pre-sented example concerning learning and memory shows that the ERM-HE is applicable to university education, that the course Brain-friendly Learning – Concept or Myth? had positive effects on pre-service biology teachers’ professional knowledge, beliefs about teaching and learning, and misconceptions, and that the scientific clarification contributed to theory-building on neuromyths, profession research, and university didactics
Pre-service Science Teachers’ Neuroscience Literacy: Neuromyths and a Professional Understanding of Learning and Memory
Gefördert durch den Publikationsfonds der Universität Kasse
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