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    Vorwort

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    Kleinknecht, Marc/Bohl, Thorsten/Maier, Uwe/Metz, Kerstin (Hg.): Lern- und Leistungsaufgaben im Unterricht. Fächerübergreifende Kriterien zur Auswahl und Analyse. Bad Heilbrunn: Klinkhardt 2013. [Rezension]

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    Rezension von: Kleinknecht, Marc/Bohl, Thorsten/Maier, Uwe/Metz, Kerstin (Hg.): Lern- und Leistungsaufgaben im Unterricht. Fächerübergreifende Kriterien zur Auswahl und Analyse. Bad Heilbrunn: Klinkhardt 2013, 223 S. ISBN 978-3-7815-1930-

    Differenz am Gymnasium : Das Maskieren von Differenz und Exklusion am Beispiel eines inklusiven Gymnasiums

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    Die inklusive Beschulung aller Schüler:innen in Regelschulen ist bildungspolitisch normativ aufgeladen und zugleich von einem erziehungswissenschaftlichen Forschungsdesiderat geprägt. Insbesondere am untersuchten Fallgymnasium zeigt sich eine Spannung zwischen der Inklusion als pädagogischer Programmatik einerseits und der Selektions- und Allokationsfunktion eines Gymnasiums andererseits. Diese Arbeit untersucht, wie die Differenzierung von Schüler:innen im Anspruch von Inklusion am Gymnasium funktioniert. Insgesamt wurden Beobachtungsprotokolle und Interviews im Rahmen des Forschungsstils der Grounded Theory Methodologie ausgewertet. Dabei wurden die folgenden drei Fragestellungen beantwortet: Wie differenzieren Lehrkräfte am inklusiven Gymnasium und welche Schüler:innen werden dabei wie berücksichtigt bzw. nicht berücksichtigt? Welche Deutungsmuster haben Lehrkräfte zur Inklusion und Exklusion von Schüler:innen eines inklusiven Gymnasiums? Und wie maskieren Lehrkräfte Differenz am inklusiven Gymnasium? Zusammenfassend zeigen die Ergebnisse dieser Dissertation eine komplexe Sinnstruktur auf der Ebene von Praktiken und Deutungsmustern, welche die Exklusion von Schüler:innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf sowie Schüler:innen mit einem zugeschriebenen Migrations- und Fluchthintergrund durch das Maskieren der Differenzen legitimiert. Die beobachteten und befragten Lehrkräfte blieben durch das Maskieren von Differenzen am untersuchten Gymnasium handlungsfähig, denn ihnen kommt die anspruchsvolle Aufgabe zu, eine Differenzierungspraxis zu etablieren, die legitime Formen der Exklusion ermöglicht, zeitgleich aber auch auf einer sichtbaren Ebene Schüler:innen inkludiert. Diese Dissertation ist als publikationsbasierte Arbeit angelegt und beruht auf drei Artikeln, die unterschiedliche Teilaspekte der übergeordneten Fragestellung aufgreifen und in denen die (Teil-)Ergebnisse vorgestellt und diskutiert werden (Anhang 1-3). Die Artikel sind in der Zeitschrift für Pädagogik, dem Forum für Qualitative Sozialforschung und der Zeitschrift für Inklusion erschienen

    Rezeptions- und Interpretationsprozesse von Lehrpersonen bei datengestützten Entscheidungen. Exploration und Förderung

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    Im Rahmen der sogenannten Neuen Steuerung im Bildungswesen wird von Lehrkräften erwartet, Schule und Unterricht auf der Basis von Daten zu gestalten und weiterzuentwickeln. Dies wird häufig mit dem Ziel (verbesserter) fachlicher Leistungen von Schüler*innen verknüpft. Im Zuge der Digitalisierung im Bildungswesen liegen vermehrt leicht zugängliche Daten vor, die Lehrkräfte für datengestützte Entscheidungen nutzen können. Allerdings ist die Verfügbarkeit von Daten nur eine notwendige aber nicht hinreichende Voraussetzung für gelingende datengestützte Entscheidungen: Rahmenmodelle konzeptualisieren datenbasierte Entscheidungen von Lehrpersonen als einen zyklisch-sequenziellen Prozess, in dem Daten zuerst rezipiert und interpretiert werden müssen, um daraus Schlussfolgerungen für Anschlusshandlungen ziehen zu können, die dann umgesetzt und in ihren intendierten und nicht intendierten Wirkungen überprüft werden können. Studien, die den Umgang von Lehrpersonen mit Daten untersuchen, deuten insgesamt darauf hin, dass die data literacy von Lehrpersonen, also die entsprechenden Kompetenzen, eher niedrig bis moderat ausgeprägt sind und es Lehrpersonen schwer zu fallen scheint, Daten für die Gestaltung und Entwicklung von Schule und Unterricht zu nutzen. Dabei gelten Studien, die die Datenrezeption und -interpretation von Lehrpersonen fokussieren, als Desiderat. Dies gilt insbesondere für Studien auf der Mikroprozessebene mit einem Schwerpunkt auf ökologischer Validität, also für Studien, die Aussagen über alltägliche Prozesse erlauben. Diese Arbeit untersucht vor diesem Hintergrund die Datenrezeption und -interpretation von Lehrpersonen erstens explorativ fokussiert auf alltägliche kognitive Prozesse, zweitens konfirmatorisch mit Blick auf die Förderung entsprechender Kompetenzen bereits bei Lehramtsstudierenden und drittens konzeptuell hinsichtlich der entsprechenden Kompetenzen von Lehrpersonen im Kontext der zunehmenden Digitalisierung. Zur Adressierung von Forschungsfrage 1 wurden zwei explorative Studien durchgeführt (Artikel 1 und 2), in denen Lehrpersonen gebeten wurden, laut zu denken, d.h. ihre Gedanken und Überlegungen laut zu äußern, während sie aktuelle Leistungsdaten ihrer Klassen rezipierten und interpretierten. Dabei zeigte sich, dass die Lehrpersonen in der Tendenz die Daten mit niedriger bis mittlerer Komplexität rezipierten, d.h. direkt gegebene Werte ablasen oder miteinander in Beziehung setzten, wobei sich aber in beiden Studien deutliche Heterogenität zwischen den Lehrpersonen zeigte. Zudem lässt sich auf Basis von Studie 2 (Artikel 2) die Hypothese generieren, dass der Abgleich der Ergebnisse mit der eigenen Perspektive und die Analyse von Fehlern wichtig für die Formulierung von Handlungsmaßnahmen sind. Forschungsfrage 2 wurde untersucht, indem eine Interventionsstudie mit Lehramtsstudierenden durchgeführt wurde (Artikel 3), in der die Datenrezeption und -interpretation in einem Onlinesetting gefördert werden sollte. Dabei zeigte sich ein großer positiver Effekt auf die Kompetenzen von Lehramtsstudierenden. Zur Adressierung von Forschungsfrage 3 wurde auf der Basis von konzeptuellen Modellen und bisherigen Forschungsergebnissen für die These argumentiert, dass die data literacy von Lehrpersonen eine notwendige Voraussetzung dafür ist, dass sich die Potenziale, die mit einer verstärkten Digitalisierung für datengestützte Entscheidungen einhergehen, entfalten und mögliche dysfunktionale Wirkungen minimiert werden können. Auch wenn diese Arbeit nicht die gesamte (angenommene) Wirkungskette von datengestützten Entscheidungen untersucht, sondern lediglich die Rezeption und Interpretation von Daten fokussiert, trägt sie zu Erkenntnissen bei, wie Lehrkräfte in ihrem Alltag mit Daten umgehen, wie die entsprechenden Kompetenzen bereits bei angehenden Lehrpersonen gefördert werden und welche zentrale Rolle data literacy im Kontext der Digitalisierung einnimmt.Teachers are supposed to use data as a basis for decisions concerning learning, instruction and developing schools, mainly to foster student learning. With the rise of digitization and technology, more data is more easily accessible. However, as conceptual frameworks indicate, data itself is not sufficient for improvement: As a first and crucial step, teachers have to make sense of data, i.e. notice and interpret them, to derive actions and finally evaluate these actions. Generally speaking, research reports that teachers show low to middle levels of data literacy and have difficulties concerning data-based decision making. However, there is more research needed on how teachers make sense of data. In particular, little is known about how teachers notice and interpret data in their daily practice from a process perspective. Against this background, this dissertation focuses on sensemaking and investigates, first, how teachers make sense of data in their daily practice, second, how data literacy of pre-service teachers can be fostered, and third, which role data literacy of teachers plays in the context of digitization. Concerning research question one, two exploratory think-aloud studies were conducted (paper 1 and 2). Teachers were asked to verbalize their thoughts while they made sense of the latest assessment results of their students. As a general result of both studies, most teachers showed low to middle levels of complexity, although there was substantial variance among teachers. In addition, one can derive the hypothesis from study two that analyzing errors and comparing results with the teacher’s personal perspective play an important role for constructing instructional implications. Concerning research question two, it was investigated how data literacy, especially sensemaking, of pre-service teachers can be fostered in an online setting (paper 3). This study shows a large positive effect on the data literacy of the students. To address research question three (paper 4), based on conceptual frameworks and previous research, it was argued that data literacy of teachers is a necessary prerequisite to unlock potentials and to minimize possible side effects of data-based decision making in schools in the context of digitization. Although this dissertation does not focus on the whole process of data-based decision making but only on sensemaking, it contributes to research in the field of data-based decision making and provides insights how teachers make sense of data in their daily practice, how data literacy of pre-service teachers can be fostered effectively and which central role data literacy of teachers plays in the context of digitization

    Alterity in Inclusive and Integrative Learning Programmes

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    This qualitative and quantitative investigation was an exploratory case study that examined the alterity relation to the pupils with disability within four chosen school types in the region of Baden-Württemberg, Germany. It explored general patterns in the alterity relation between the members of the inclusive or integrative schools and the pupils with disability. The investigation analyzed whether the members of the school thematized difference and how the absence or presence of that thematization influenced the inclusive process. It also contrasted those four different types of inclusive and integrative learning programmes with the theoretical approaches of inclusion and integration. The investigation showed among others that the disability condition was an open differentiation factor recognized by a great part of the school community. However, recognizing the pupil with disability as different was not necessarily a reason for discrimination. The investigation also evidenced that teachers identified the consequences of the dilemma of difference regarding individual attention and differentiated instruction, but that most teachers in fact did not take measures to improve individual attention and differentiated instruction. Regarding the school institutions and their programmes, none of the cases made a clear distinction between integration and inclusion. While some schools had elements of the integration approach, others were more inclusive. Nonetheless, the pedagogical adaptations only related to the classes and teachers that were involved in the integrative and inclusive learning programmes, not affecting the rest of the colleagues and levels. The thematization of the other, as an expression of the epistemological dimension of the alterity relation, was not present in any of the schools surveyed. However, pupils with disability were recognized as different. Axiologically, there were many expressions of this dimension regarding the other, from exotism to assimilationism. Finally, from a praxeological view, there was an evident contact between school members and children with disability, because the schools had integrative and inclusive programmes; however, only in the case of Inverted Inclusion pupils with and without disability voluntarily approached each other
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