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    Zu linguistischen Grundlagen und didaktischen Prinzipien des Unterrichtens

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    Wir freuen uns, mit diesem Buch die Reihe Slavic Language Education zu eröffnen. Die Grundlagen und Perspektiven des Erlernens von Russisch als Herkunftssprache sind ein Thema, das alle Stufen und Bereiche des institutionellen Russischunterrichts betrifft. Sowohl in Schulen als auch in Universitäten kommen viele Lerner mit Sprachkenntnissen aus der familiären Kommunikation in den Unterricht, ihre Sprachkompetenzen sind dabei sehr unterschiedlich ausgeprägt. Wir gehen davon aus, dass sich herkunftssprachliche Lerner in einer anderen Lernsituation befinden und dementsprechend einen eigenen Lernbedarf haben und nicht den Fremdsprachenlernern einfach voraus sind. Diesen Lernbedarf zu beschreiben und die Lernvoraussetzungen zu untersuchen ist eine notwendige Grundlage für didaktische Entscheidungen, zunächst einmal unabhängig davon, ob es sich um ein spezielles Unterrichtsangebot für Herkunftssprecher oder um Russischunterricht in gemischten Gruppen handelt. Die mehrsprachige Gesellschaft braucht angesichts vielfältiger Sprachbiografien und Sprachenprofile passende Unterrichtskonzepte und Lernangebote und die tradierten Formen und Materialien des Fremdsprachenunterrichts stoßen dabei an ihre Grenzen. In diesem Sinne möchten wir mit unserer Publikation zur Entwicklung der Herkunftssprachendidaktik und damit zur Diskussion um zeitgemäße Sprachlernkonzepte beitragen. Die hier vorgelegten Studien untersuchen das Lernen junger Erwachsener in slawistischen Studiengängen. Wir gehen davon aus, dass viele Erkenntnisse zur Beschaffenheit der Herkunftssprache Russisch in Deutschland und grundlegende didaktische Prinzipien auch für jüngere Lerner gelten, die in der Schule oder in außerschulischen Kursen ihre herkunftssprachliche Russischkompetenz entwickeln. Wir hoffen, dass unsere Überlegungen für Lehramtsstudierende, Referendare, Lehrpersonen in unterschiedlichen Kontexten von Interesse sind und wichtige Impulse für die (Weiter)Entwicklung von Curricula und die Erarbeitung von Lehrmaterialien liefern. Darüber hinaus möchten wir aber auch zu weiteren Forschungen anre-gen: viele Fragen sind noch offen und wir sehen eine gründliche linguistische, literatur- und kulturwissenschaftliche sowie lernpsychologische Fundierung didaktischer Entscheidungen als wesentliche und spannende Aufgabe.Peer Reviewe

    Beiträge zum 3. Arbeitskreis in Berlin (19.-20.02.2020)

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    Die dritte Tagung des Arbeitskreises Didaktik der Slawischen Sprachen fand im Februar 2020 in Berlin statt. Über eine sich von China aus verbreitende neuartige Viruserkrankung wurde bereits berichtet, aber noch stellte niemand einen direkten Bezug her, so auch wir nicht zur Tagung und unserer Arbeit. Es war nicht absehbar, dass wir in wenigen Tagen in den ersten Lockdown gehen und unsere Arbeitsweise grundlegend verändern würden. Alle standen unerwartet und plötzlich vor neuen Herausforderungen in allen Bereichen des Lebens, die viel Energie und Kraft forderten. Die Auswirkungen zeigen sich in den Aktivitäten des Arbeitskreises u. a. in dem digitalen Format des Folgetreffens 2022 und in dem später als ursprünglich geplanten Erscheinen dieses Tagungsbandes. Die Arbeit an ihm war geprägt von der Pandemie, dennoch ist der Austausch geblieben und wir freuen uns, diesen Band als Zeichen dessen nun präsentieren zu können. Aus den Vorträgen sind nicht in allen Fällen Beiträge für den vorliegenden Band hervorgegangen, so dass sich neben der Quantität auch die Ausrichtung etwas anders präsentiert als die Tagung. Erhalten geblieben sind die Schwerpunktthemen rund um Literaturdidaktik, Hochschuldidaktik und Herkunftssprache.3. Tagung des Arbeitskreises Didaktik der Slawischen Sprachen, Berlin, 19.-20.02.202

    Kompetenzorientierung und Schueleraktivierung im Russischunterricht

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    Going Beyond Counting First Authors in Author Co-citation Analysis

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    The present study examines one of the fundamental aspects of author co-citation analysis (ACA) - the way co-citation counts are defined. Co-citation counting provides the data on which all subsequent statistical analyses and mappings are based, and we compare ACA results based on two different types of co-citation counting - the traditional type that only counts the first one among a cited work's authors on the one hand and a non-traditional type that takes into account the first 5 authors of a cited work on the other hand. Results indicate that the picture produced through this non-traditional author co-citation counting contains more coherent author groups and is therefore considerably clearer. However, this picture represents fewer specialties in the research field being studied than that produced through the traditional first-author co-citation counting when the same number of top-ranked authors is selected and analyzed. Reasons for these effects are discussed

    Variations on the Author

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    “Variations on the Author” discusses two of Eduardo Coutinho’s recent films (Um Dia na Vida, from 2010, and Últimas Conversas, posthumously released in 2015) and their contribution to the general question of documentary authorship. The director’s filmography is characterized by a consistent yet self-effacing form of authorial self-inscription: Coutinho often features as an interviewer that rather than express opinions propels discourses; an interviewer that is good at listening. This mode of self-inscription characterizes him as an author who is not expressive but who is nonetheless markedly present on the screen. In Um Dia na Vida, however, Coutinho is completely absent form the image, while Últimas Conversas, on the contrary, includes a confessional prologue that moves the director from the margins to the center of his films. This article examines the ways in which these works stand out in the filmography of a director who offers new insights into the notion of cinematic authorship

    Mehrsprachigkeitsdidaktische Ansätze in den Polnisch-, Russisch-, und Tschechischkursen des Sprachenzentrums der Humboldt-Universität zu Berlin

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    Mehrsprachigkeit bedeutet einen grundlegenden Perspektivenwechsel im Hinblick auf das Sprachenlernen: Die "monolingualen Norm" tritt in den Hintergrund zugunsten vielfältiger und sprachenübergreifender Lernerfahrungen. Diese Masterarbeit ist in Zusammenarbeit mit der Abteilung Slawische Sprachen des Sprachenzentrums der Humboldt-Universität zu Berlin entstanden, wo die Lehre in den angebotenen slawischen Sprachen Polnisch, Russisch und Tschechisch vernetzt werden sollte. Das Ziel bestand darin, die Studierenden für Ähnlichkeiten zwischen den slawischen Sprachen zu sensibilisieren und aufzuzeigen, dass bei guten Kenntnissen in einer slawischen Sprache mit vergleichsweise wenig Aufwand rezeptive Kompetenzen in einer weiteren erworben werden können. Zu diesem Zweck wurden sprachübergreifende Workshops entwickelt, durchgeführt und mit Hilfe eines Fragebogens evaluiert. Die theoretischen Grundlagen lieferten die Tertiärsprachendidaktik, die Interkomprehension sowie weitere Ansätze der Mehrsprachigkeitsdidaktik und des sprachenübergreifenden Lehrens und Lernens. Zudem flossen Ergebnisse aus der Sprachwissenschaft, der Spracherwerbsforschung und der psycholinguistischen Forschung mit ein.Multilingualism brings about a change of perspective regarding language learning: The "monolingual norm" becomes less important and the focus is more on diverse cross-lingustic learning experiencies. This master's thesis is the result of a collaboration with the language centre at the Humboldt-University in Berlin. The aim was to build a link between Polish, Russian and Czech languages courses, to show students, that there are many similarities between these slavic languages and that they can easily develop receptive language competence in other slavic languages if they already know one. For this purpose, multilingual workshops were developed, carried out and evaluated with questionnaires. The theoretical framework consisted of concepts taken from the didactics of tertiary languages, intercomprehension and other didactic concepts of multi- and plurilingualism. Results from linguistic and psycholinguistic studies on language acquisition were also taken into account
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