98,034 research outputs found
Joshua Davis: Author of Spare Parts
Citation: K-State First (2016). Joshua Davis: Author of Spare Parts [Flier]. Manhattan, Kansas: K-State First.Flyer advertising Joshua Davis's author talk at Kansas State University
Basler Vegetative State Assessment - BAVESTA : Validierung eines neu entwickelten, interprofessionellen Verlaufsbeobachtungsinstruments für Menschen mit schweren Bewusstseinsstörungen nach erworbenen Hirnverletzungen
Das Wachkoma nach erworbener Hirnschädigung stellt, sofern nicht eine chronische neurodegenerative Erkrankung zugrunde liegt, ein postkomatöses Zustandsbild dar. Es wird zu den schweren Bewusstseinsstörungen gezählt. Vom Koma unterscheidet es sich in erster Linie durch das Geöffnetsein der Augen und den Fähigkeitsrückgewinn selbstständiger Atmung. Oftmals ist das Wachkoma ein transienter Zustand unbestimmter Zeitdauer und geht dann in das Zustandsbild des Minimally Conscious State über. Sehr selten kann eine vollständige Genesung erfolgen. Einerseits stellt die Differenzierung zwischen diesen Zustandsbildern sowie die gesamte Verlaufsbeobachtung während der Rehabilitation das behandelnde Team vor grosse Herausforderungen, was sich in einer Fehldiagnoserate von bis zu 40 Prozent widerspiegelt. Die hohe Fehldiagnoserate ist nicht zuletzt auf einen Mangel an sensitiven Beobachtungsinstrumenten zurückzuführen. Die klinische Praxis in der Rehabilitation von Menschen mit schweren erworbenen Hirnschädigungen stellt unterschiedliche Anforderungen an Beobachtungsinstrumente. Einerseits soll ein Verlaufsbeobachtungsinstrument den Bewusstseinszustand zur Differenzialdiagnostik zwischen den Zustandsbildern und sich klinisch ähnlich präsentierenden Krankheitsbildern wie dem Locked-In-Syndrom aufdecken, andererseits braucht es zur Therapieplanung und Zielformulierung funktionelle Aspekte. Das Problematische dabei stellt die Bedside-Erfassung des Bewusstseins dar, zumal das Bewusstsein nicht als homogene Entität definiert werden kann.
Bisher wurden Beobachtungsinstrumente in diesem Bereich entweder zur Feststellung des Bewusstseinszustandes oder zur Erhebung funktioneller Parameter entwickelt. Unterschiedliche Bewusstseinsqualitäten werden nicht differenziert. Bestehende Instrumente unterliegen hinsichtlich ihrer Entwicklung dem Grundgedanken des bio-medizinischen Modells zu Gesundheit und Krankkheit. Seit 2001 besteht jedoch diesbezüglich ein Perspektivenwechsel. Das bio-psycho-soziale Modell zur Gesundheit und die Einführung der International Classification of Functioning (ICF) geben eine Fähigkeits- und Ressourcenorientierung hinsichtlich der Einstufung des Gesundheitszustandes vor. Zudem integrieren sie psychische, soziale und partizipative Aspekte. Bestehende Beobachtungsinstrumente im Bereich der schweren Hirnverletzungen werden diesen Aspekten jeweils nur zum Teil gerecht. Sie sind entweder zur Erhebung des Bewusstseinszustandes oder zur Erfassung funktioneller Aspekte entwickelt worden. Eine Verbindung dieser Aspekte ist nicht gegeben. Um diesen Defiziten entgegenzutreten, wurde das interprofessionelle Basler Vegetative State Assessment (BAVESTA) auf der Basis der ICF entwickelt. Die empirische Überprüfung dieses Instruments steht im Fokus dieser Arbeit und führte zu folgender Fragestellung:
Fragestellung
Erweist sich das interprofessionelle Basler Vegetative State Assessment (BAVESTA) als reli-ables und valides Instrument zur Verlaufsbeobachtung von schwer hirnverletzten erwachse-nen Patienten/-innen mit schweren Bewusstseinsstörungen unter Berücksichtigung klinisch-therapeutischer Anforderungen an ein Beobachtungsinstrument?
Methode
Das Basler Vegetative State Assessment (BAVESTA) wurde unter Einbezug von Experten/-innen in der Arbeit mit Menschen im Wachkoma und Anwendern/-innen entwickelt und auf seine psychometrischen Eigenschaften hin überprüft. Die Überprüfung wurde auf der Wachkomastation des REHAB Basel über 5 Jahre hinweg (2007–2012) durchgeführt. Die Reliabilitäts- und Validitätsüberprüfung entspricht klassischen, testtheoretischen Vorgaben. Neben interner Konsistenz, Inter-Rater-Reliabilität, Retest-Reliabilität, konvergenter und prognostischer Validität wurden die Masse der diagnostischen Validität und die Effizienz berechnet. Ein Cut-off-Wert zur Differenzialdiagnostik zwischen Menschen im Wachkoma und Menschen im MCS wurde anhand einer ROC-Analyse mittels des Youden-Index definiert. Zudem wurde der Standard Error of Measurement berechnet. Als Referenzinstrument wurde die Glasgow Coma Scale genutzt. Als weitere Vergleichsinstrumente wurden die Koma-Remissions-Skala, das Functional Independent Measurement und das Early Functional Ability Assessment verwendet. Zur Überprüfung der Frage, ob das BAVESTA den Anforderungen der Praxis entspricht, wurde eine Anwenderbefragung durchgeführt.
Ergebnisse
Das BAVESTA zeigt sich als reliables und valides Beobachtungsinstrument, das einerseits Bewusstseinsaspekte und funktionelle Informationen verbindet, andererseits aber auch unterschiedliche Qualitäten des Bewusstseins zu erfassen vermag. Des Weiteren scheint es die interprofessionelle Zusammenarbeit zu unterstützen und eine gemeinsame Sprachentwicklung innerhalb eines interprofessionellen Behandlungsteams zu unterstützen.
Diskussion
Trotz einer Vielzahl von bestehenden Beobachtungsinstrumenten im Bereich der Rehabilitation von Menschen im Wachkoma wurde das BAVESTA unter Berücksichtigung bewusstseinsorientierter und funktioneller Aspekte mit dem Ziel, diese in einem Beobachtungsinstrument zu verbinden, entwickelt. Der klinische Alltag führte zu einer deutlichen Rate an fehlenden Werten. Dies führte zu einem Ausschluss von ca. 25 Prozent der Beobachtungen. Die Items des BAVESTA entsprechen im klinischen Alltag beobachteten Reaktionen und Fähigkeiten von Menschen im Wachkoma. Da es sich im Verlauf um sehr feine Veränderungen handelt, ist eine genaue Beobachtungsgabe seitens des behandelnden Teams unumgänglich. Dies birgt jedoch auch die Gefahr eines Beobachterbias im Sinne von Wunschdenken. Um einen Beoachterbias auszuschliessen, wäre die Hinzunahme elektrophysiologischer oder bildgebender Verfahren als Referenzmessungen geeigneter als ein weiteres Beobachtungsinstrument. Da diese Verfahren jedoch nicht zu den klinischen Routineuntersuchunen zählen, wurde in dieser Arbeit darauf verzichtet. Mittels des BAVESTA lassen sich einerseits funktionelle Aspekte und unterschiedliche Qualitäten des Bewusstseins bedside abbilden. Zudem ist eine direkte Verbindung zum in der Rehabilitation vorgegebenen Rahmen durch die ICF gegeben. Dennoch sollten weitere Untersuchungen bezüglich des Einsatzbereiches und der differenzialdiagnostischen Eigenschaften des BAVESTA durchgeführt werden.
Fazit
Das BAVESTA stellt ein den Anforderungen des klinischen Alltags entsprechendes Beobachtungsinstrument dar, mittels dessen sowohl unterschiedliche Qualitäten des Bewusstseins als auch funktionelle Aspekte abgebildet werden können. Es basiert auf einer fähigkeitsorientierten Perspektive hinsichtlich der zu beobachtenden Merkmale. Dennoch sollte es weiteren Untersuchungen unterzogen werden
Steven Johnson Author Talk Poster
K-State Book NetworkA poster advertising an author talk by Steven Johnson at Kansas State University on September 3, 2014. Steven Johnson's book "The Ghost Map" was the 2014-2015 common book
Kinetics of ammonia penetrating into the sodalite units of sodium faujasites studied by nuclear magnetic resonance
Are physicians Bayesian learners? Information processing and decision making in the intensive care unit
Outcome prediction in critical care: physicians' prognoses vs. scoring systems.
BACKGROUND AND OBJECTIVE: To compare the accuracy of prognoses made by intensive care physicians with the performance of two indicators, the original Simplified Acute Physiology Score (SAPS) II and a modified version optimized to the patient sample. METHODS: Data from 412 patients consecutively admitted to intensive care units of Göttingen University Hospital, Germany, were collected according to the original score criteria. Information necessary for the computation of SAPS II and the vital status on hospital discharge was recorded. To customize the original SAPS II in our cohort, the database was randomly divided into two subgroups. Logistic regression analysis with physiological values as explanatory variables was used. A bootstrap procedure completed the process. Furthermore, physicians were asked to indicate their prognostic judgement concerning the patients' hospital mortality. RESULTS: Discrimination analysis showed the following areas under receiver operating characteristic curves: physicians' prognoses 0.84 (confidence interval (CI): 0.79-89), SAPS II 0.75 (CI: 0.69-0.80) and customized SAPS 0.72 (CI: 0.66-0.78). The physician's forecast was significantly better, while the customized and the original SAPS were not substantially different as regards their accuracy. CONCLUSIONS: Prognoses made by physicians are superior to objective models. This may result from more extensive knowledge and other kinds of information available to clinicians. A clinician's action also depends on his/her prognosis at the beginning of the treatment, giving raise to a possible correlation between medical outcome and the clinician's prognosis. Our findings indicate that physicians do not limit their prognosis to the objective factors at their disposal, but indicate that they base their decisions on experience and individual observations
Der Historiker-Poet Gaspar Brusch (1518-1557) und seine Beziehungen zur Schweiz
Betr. u.a. Bruschs Beziehungen zu Basel und Basler Aufenthalt
Going Beyond Counting First Authors in Author Co-citation Analysis
The present study examines one of the fundamental aspects of author co-citation analysis (ACA) - the way co-citation
counts are defined. Co-citation counting provides the data on which all subsequent statistical analyses and mappings
are based, and we compare ACA results based on two different types of co-citation counting - the traditional type that
only counts the first one among a cited work's authors on the one hand and a non-traditional type that takes into
account the first 5 authors of a cited work on the other hand. Results indicate that the picture produced through this non-traditional author co-citation counting contains more coherent author groups and is therefore considerably clearer. However, this picture represents fewer specialties in the research field being studied than that produced through the traditional first-author co-citation counting when the same number of top-ranked authors is selected and analyzed. Reasons for these effects are discussed
Microbial carbon recycling – an underestimated process controlling soil carbon dynamics – Part 1: A long-term laboratory incubation experiment
Independent of its chemical structure carbon (C) persists in soil for
several decades, controlled by stabilization and recycling. To disentangle
the importance of the two factors on the turnover dynamics of soil sugars,
an important compound of soil organic matter (SOM), a 3-year incubation
experiment was conducted on a silty loam soil under different types of land
use (arable land, grassland and forest) by adding 13C-labelled glucose.
The compound-specific isotope analysis of soil sugars was used to examine
the dynamics of different sugars during incubation.
Sugar dynamics were dominated by a pool of high mean residence times (MRT)
indicating that recycling plays an important role for sugars. However, this
was not substantially affected by soil C content. Six months after label
addition the contribution of the label was much higher for microbial biomass
than for CO2 production for all examined land use types, corroborating
that substrate recycling was very effective within the microbial biomass.
Two different patterns of tracer dynamics could be identified for different
sugars: while fucose and mannose showed highest label contribution at the
beginning of the incubation with a subsequent slow decline, galactose and
rhamnose were characterized by slow label incorporation with subsequently
constant levels, which indicates that recycling is dominating the dynamics
of these sugars. This may correspond to (a) different microbial growing
strategies (r and K-strategist) or (b) location within or outside the cell
membrane (lipopolysaccharides vs. exopolysaccharides) and thus be subject of
different re-use within the microbial food web. Our results show how the
microbial community recycles substrate very effectively and that high losses
of substrate only occur during initial stages after substrate addition. This
study indicates that recycling is one of the major processes explaining the
high MRT observed for many SOM fractions and thus is crucial for
understanding the global soil C cycle
- …
