Zeitschriftenserver von Hamburg University Press Verlag der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
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Who are ‘the’ Taliban? Life Worlds between Pashtun Traditions, Islamism, and Globalisation
This article deals with the social background and the life worlds of the followers of the Taliban movement. It begins with an analysis of the essential social structures of Pashtun tribal society. It argues that both the Afghan wars, which are ongoing since 1979, and the consequent mass exodus had a tremendous impact on the everyday life of Pashtun society. They resulted in a contextualised confluence of values and norms, rooted in tribal culture on the one side and militant Islam on the other. The policy of the Taliban movement anticipated such normative changes within Pashtun society. Particularly the everlasting reference to Islam, the defence of local autonomy, and the emphasis on social justice emerged as key elements of the self-perception of the Taliban movement. Accordingly, my key argument is that the restoration and maintenance of (idealised) local social orders have been the driving force for the success of the Taliban movement. However, this tendency of preserving an (idealised) local order in the name of Islam is not unique to the Taliban but can be found across the Islamic world and can be regarded as a current phenomenon of globalisation
Landkrieg. Boden, Zusätze und Leid in Afghanistan
In diesem Artikel lenke ich die Aufmerksamkeit darauf, inwiefern der afghanische Erdboden und das, was aus ihm genommen und ihm zugesetzt wird, mit gegenwärtiger Gewalt im Land zu tun hat. Ich betrachte, wo und wie der Erdboden in Modernisierungskonzepten des 20. Jahrhunderts vorkam; wie Ackerdüngung und Sprengsätze zusammenhängen; und wie sich all das heute in physischem und sozialem Leiden niederschlägt. Zunächst schaue ich agrikulturelle Praktiken näher an, die synthetische und stickstoffhaltige Düngermittel beinhalten, und schlage dann eine Verbindung zur gegenwärtigen Verbreitung von militärtechnischen Landminen und behelfsmäßigen Sprengvorrichtungen. Anschließend lege ich dar, dass der afghanische Erdboden heute eine unvorhersehbare Ausweitung von Konfliktgeschehen und körperlicher Versehrung bedeutet. Indem ich Zusätze als eine begriffliche Brille zuhilfe nehme, mit der ich die genannten Aspekte betrachte, mache ich sichtbar, wie neuartige in den Boden eingebrachte Stoffe und Gegenstände sowohl zur Quelle von Bodenkontamination werden konnten als auch zur Ursache von verstümmelten Menschen – die dann wiederum prothetischer Hilfsmittel bedürfen
Wonneberger, Astrid, Katja Weidtmann und Sabina Stelzig-Willutzki (Hrsg.) (2018) Familienwissenschaft: Grundlagen und Überblick. Wiesbaden: Springer VS
Dialoge über Sexualitäten, Körper und Geschlechter
In diesem Beitrag reflektiert Kim Chanel Winterhalter (sie/ihr) die Fachlogiken und Arbeitsweisen der Empirischen Kulturwissenschaft, vor allem im Kontext ihrer biografischen Studienerfahrungen an der Universität Hamburg. Sie konzentriert sich dabei auf die Forschungsfelder um die und -zugänge zu den Themen Körper, Sexualitäten und Geschlechter.In this paper Kim Chanel Winterhalter (she/her) reflects on the methods and research logics of Cultural Anthropology. She does this while talking about her experiences studying at the University of Hamburg and concentrates on the research topics bodies, sexualities and gender and their specific research methods
Wenn wir pinkeln – Annäherungen an Handlungsmacht und Geschlecht im urbanen Raum
Menschen haben eines gemeinsam: Früher oder später müssen sie auf die Toilette. Im folgenden Essay beschäftige ich mich mit menschlichem Pinkelverhalten im öffentlichen Raum. Zur Darstellung von Lebensrealitäten nutze ich Ergebnisse meiner Masterarbeits-Feldforschung in Hamburg und ausgewählte kulturtheoretische Perspektiven.All people are different and, yet, they have one thing in common: Sooner or later they all have to go to the toilet. In this essay, I deal with how gender construction influences peeing practices and human behavior in public urban spaces in Hamburg. To illustrate actualities of life, I use results from my fieldwork in the district of St. Pauli
More than just one story. Reproduktion und Subversion populärer Narrative sexueller Gewalt in ausgewählten Spielfilmen
Mein Beitrag befasst sich mit den Narrativen sexueller Gewalt in den Filmen ›The Light of the Moon‹ von Jessica M. Thompson und ›Alles ist gut‹ von Eva Trobisch. Ich arbeite die Bedeutung der gezeigten Vergewaltigungsakte vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Strukturen heraus.My paper looks at the narratives of sexual violence in the films ›The Light of the Moon‹ by Jessica M. Thompson and ›Alles ist gut‹ by Eva Trobisch. The aim is to present the respective meanings attributed to rape practices and the social structures underneath them
Fachdidaktische Innovationen im Unterricht anstoßen: Eine Design-Based Research-Studie zur Förderung der Sprechkompetenz im Englischunterricht
Während die fremdsprachendidaktische Forschung meist ausgewählte Aspekte des Lehrens und Lernens einer fremden Sprache untersucht und die Forschungsergebnisse vorrangig in den wissenschaftlichen Diskurs einbringt, werden von praktischer Seite Hoffnungen auf konkrete und umsetzbare Innovationen für aktuelle Fragen und Probleme artikuliert. Design-Based Research (DBR) kann mit seiner doppelten Zielsetzung gewinnbringend für beide Seiten sein: Die Forschung erhält Erkenntnisse zu fremdsprachlichen Lernprozessen und kann die eigenen Theorien erweitern. Die Praxis hingegen profitiert von empirisch validierten Methoden oder Unterrichtsarrangements.
Wie und unter welchen Umständen ein DBR-Forschungsprojekt im schulischen Kontext umsetzbar ist, beleuchtet der vorliegende Beitrag. Dazu werden die Grundsätze des Forschungszugangs anhand eines abgeschlossenen DBR-Projekts zur Sprechförderung im Englischunterricht erläutert. Dem Unterrichtsdesign, das im Fokus der Studie stand, lag eine neuartige Synthese aus Genre- und dramapädagogischem Ansatz zugrunde. Die doppelte Zielsetzung der Studie – durchgeführt in einer sechsten Klasse, integrierte Gesamtschule – bestand in einem theoretischen Erkenntnisgewinn zum didaktischen Ansatz und einem praktischen Output in Form empirisch evaluierter Unterrichtseinheiten zur Sprechförderung. Über drei Forschungszyklen wurden Designprinzipien weiterentwickelt, die Lehrkräften für die Planung eigener Unterrichtseinheiten zur Verfügung stehen. Als Grundlage für die formative und summative Evaluation der Zyklen dienten Daten aus Videoaufnahmen, teilnehmender Beobachtung, Reflexionsgesprächen mit der Lehrkraft, Interviews mit Lernenden, Lernerprodukten sowie Evaluations- und Selbsteinschätzungsbögen aller Lernenden. Der Beitrag illustriert ferner, wie die Darstellung des komplexen Forschungs- und Entwicklungsprozesses in Form eines Design-Narrativ strukturiert wurde. Abschließend werden Überlegungen dazu angestellt, inwieweit sich die enge Kooperation zwischen Wissenschaft und Praxis für beide Seiten als gewinnbringend erwiesen hat und welche Gelingensbedingungen sich für andere DBR-Studien ableiten lassen.Während die fremdsprachendidaktische Forschung meist ausgewählte Aspekte des Lehrens und Lernens einer fremden Sprache untersucht und die Forschungsergebnisse vorrangig in den wissenschaftlichen Diskurs einbringt, werden von praktischer Seite Hoffnungen auf konkrete und umsetzbare Innovationen für aktuelle Fragen und Probleme artikuliert. Design-Based Research (DBR) kann mit seiner doppelten Zielsetzung gewinnbringend für beide Seiten sein: Die Forschung erhält Erkenntnisse zu fremdsprachlichen Lernprozessen und kann die eigenen Theorien erweitern. Die Praxis hingegen profitiert von empirisch validierten Methoden oder Unterrichtsarrangements.
Wie und unter welchen Umständen ein DBR-Forschungsprojekt im schulischen Kontext umsetzbar ist, beleuchtet der vorliegende Beitrag. Dazu wird eine mögliche Strukturierung einer Studie, die diesem Forschungsansatz folgt, anhand eines abgeschlossenen DBR-Projekts zur Sprechförderung im Englischunterricht erläutert. Dem Unterrichtsdesign, das im Fokus der Studie stand, lag eine neuartige Synthese aus Genre- und dramapädagogischem Ansatz zugrunde. Die doppelte Zielsetzung der Studie – durchgeführt in einer sechsten Klasse, integrierte Gesamtschule – bestand in einem theoretischen Erkenntnisgewinn zum didaktischen Ansatz und einem praktischen Output in Form empirisch evaluierter Unterrichtseinheiten zur Sprechförderung. Über drei Forschungszyklen wurden Designprinzipien weiterentwickelt, die Lehrkräften für die Planung eigener Unterrichtseinheiten zur Verfügung stehen. Als Grundlage für die formative und summative Evaluation der Zyklen dienten Daten aus Videoaufnahmen, teilnehmender Beobachtung, Reflexionsgesprächen mit der Lehrkraft, Interviews mit Lernenden, Lernendenprodukten sowie Evaluations- und Selbsteinschätzungsbögen aller Lernenden. Der Beitrag illustriert ferner, wie die Darstellung des komplexen Forschungs- und Entwicklungsprozesses in Form eines Design-Narrativs strukturiert wurde. Abschließend werden Überlegungen dazu angestellt, inwieweit sich die enge Kooperation zwischen Wissenschaft und Praxis für beide Seiten als gewinnbringend erwiesen hat und welche Gelingensbedingungen sich für andere DBR-Studien ableiten lassen
From Incunabula to Book History: Ethiopia, Eritrea and the Search for their Printed Past
The history of the printed book in Africa is a relatively new line of inquiry. One of the most challenging issues confronting its practitioners will be to produce authoritative and comprehensive records of the national output of African countries, an essential prerequisite before venturing into more complex analysis. In this panorama, Eritrea and Ethiopia seem to represent two happy exceptions: the pioneering work of Ḫǝruy Wäldä Śǝllase, Stephen Wright’s Ethiopian Incunabula and then the supplements by Stefan Strelcyn, Osvaldo Raineri, and Kibrom Tseggai have allowed for the reconstruction of large sections of the print production of the two countries. This article maps out the cultural and political context in which the attention for Ethiopian incunabula emerged and traces the stages of the collective effort that has allowed the preservation of the traces of the early printed documentation in Eritrea and Ethiopia. The article argues that there are still significant margins of improvement in the retrospective coverage of the history of the printed book in Africa, especially since the arrival of digital technologies and the Internet that have offered a very effective set of tools for solving some of the problems that have plagued African retrospective national bibliographies since their inception
Conversation of Our Lord and Saviour Jesus with His Twelve Apostle Disciples at Jericho (EMML 7229, fols 93r–109r)
The article presents a collation and translation of an apocalyptic text, which may be titled, Conversation of Our Lord and Saviour Jesus with His Twelve Apostle Disciples at Jericho, as taken from EMML 7229, fols 93r–109r. It is one of the two conversations known so far (the other took place at Däbrä Zäyt) and, although copied in the same hand, this conversation cannot be considered a part of the traditional Nägärä Maryam
Bibliography of Ethiopian Semitic, Cushitic, and Omotic Linguistics XXIV: 2020
Bibliography of Ethiopian Semitic, Cushitic, and Omotic Linguistics XXIV: 2020Bibliography of Ethiopian Semitic, Cushitic, and Omotic Linguistics XXIV: 2020Bibliography of Ethiopian Semitic, Cushitic, and Omotic Linguistics XXIV: 2020Bibliography of Ethiopian Semitic, Cushitic, and Omotic Linguistics XXIV: 202