suburban. zeitschrift für kritische stadtforschung
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    Smart City: Between Utopia and Dystopia: Review of Sybille Bauriedl / Anke Strüver (Eds.) (2018): Smart City - Kritische Perspektiven auf die Digitalisierung in Städten. Digitale Technologien, Raumproduktion, Intervention. Bielefeld: Transcript.

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    Der Band vermittelt kritisch zwischen zwei weitverbreiteten Polen, wonach Smart-City-Ansätze entweder als Utopie von Nachhaltigkeit und Lebensqualität oder als Dystopie der Fremdsteuerung beschrieben wird. In dem lesenswerten Buch nehmen die Autor_innen unterschiedliche Einzelphänomene von smartem Urbanismus über alternatives Mapping bis hin zu großstädtischen Smart-City-Konzepten in den Blick. Während einerseits vor dem Einfluss dominanter IT-Unternehmen gewarnt wird, werden andererseits die Möglichkeiten alternativer Konzepte von Digitalisierung für Stadtgesellschaften aufgezeigt. Über allem steht dabei die Forderung nach einer gesellschaftlichen Debatte zur zukünftigen Gestaltung von Stadt, die technische wie soziale Aspekte gleichermaßen berücksichtigt.The book critically mediates between two widespread opposites, according to which smart city approaches are described either as a utopia of sustainability and quality of life or as a dystopia of external control. In the book - worth reading - the authors examine different phenomena ranging from smart urbanism or alternative mapping to existing European smart city concepts. On the one hand, articles warn against the influence of dominant IT companies, on the other hand, the possibilities of alternative concepts of digitisation for urban societies are shown. Above all, editors and authors demand for a social debate on the future of cities, which takes into account both technical and social aspects

    „Let\u27s buy back the neighborhood“: “Milieuschutz” and “Vorkaufsrecht” as approaches to a post-neoliberal housing supply in Berlin Friedrichshain-Kreuzberg?

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    Aktuell wird in der kritischen Wohnungsforschung vermehrt die Frage nach Alternativen zur neoliberalen Wohnraumpolitik aufgeworfen. Der vorliegende Beitrag verortet sich in dieser Debatte und versucht diese über die Untersuchung markteinschränkender Politiken in Berlin Friedrichshain-Kreuzberg empirisch zu erweitern. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob es mittels der stadtpolitischen Instrumente Milieuschutz und Vorkaufsrecht gelingt, Wohnraum zu dekommodifizieren und welche verschiedenen Akteur_innen und Konflikte bei der Umsetzung dieser Verordnungen auftreten. Davon ausgehend wird diese Politik als lokales postneoliberales Experiment eingeordnet, mit dem neue Netzwerke einer alternativen Wissensproduktion entstehen. Mit Rückgriff auf staatstheoretische Ansätze wird festgestellt, dass sich die Suche nach postneoliberalen Alternativen nicht in staatlich-institutionellen Erfolgen erschöpfen darf, sondern die Demokratisierung gesellschaftlicher Verhältnisse in den Blick nehmen muss.Current discussions in the critical housing analysis are increasingly raising the question of political alternatives to neoliberal housing policy. The present article locates itself in this debate and attempts to extent it empirically by examining market-restricting policies in Berlin Friedrichshain-Kreuzberg. The paper analysis whether the urban policy instruments "Mileuschutzgebiete" (social environment protection) and "Vorkaufsrecht" (pre-emptive right of purchase) are adequate practices to decommodify housing and which actors and conflicts rise upon the implementation of these regulations. Based on this, this policy is classified as a local post-neoliberal experiment that creates new networks of alternative knowledge sharing. With recourse to state theoretical approaches, the paper argues that the search for post-neoliberal alternatives should not be limited to state-institutional successes, but must take into consideration the democratization of social conditions

    Impressum und Inhaltsverzeichnis

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    Titelbild

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    Gentrifizierung: Kein ‚back to the city‘ – weder von Menschen, noch des Kapitals: Kommentar zu Neil Smiths „Für eine Theorie der Gentrifizierung: ‚Zurück in die Stadt‘ als Bewegung des Kapitals, nicht der Menschen“ (2019 [1979])

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    Neil Smith hat mit seinem Frühwerk „Toward a Theory of Gentrification. A Back to the City Movement by Capital, not People“ die dominante nachfrageorientierte Diskussion der Gentrifizierung herausgefordert. Seine Rent-Gap-Theorie trifft jedoch eher auf amerikanische Wohnungsmarkt- und Planungsbedingungen zu. Empirische Überprüfungen in Europa haben ergeben, dass Rent-Gap- und das Europäische ‚Gegenmodell‘  value gap parallel und sich gegenseitig verstärkend wirken. In der aktuellen Situation kommt das Investitionskapital jedoch nicht mehr aus dem Umland zurück in die Stadt, sondern wird als ‚Betongold‘ im globalen Maßstab gehortet und eingesetzt

    The Urban Unconscious: Psychoanalysis and critical urban studies

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    Anfang der 1990er Jahre haben die anglophonen Geographien damit begonnen, sich mit dem Verhältnis von Psychoanalyse und Stadt auseinanderzusetzen. Ausgehend hiervon kam es Anfang der 2000er Jahre zum Ausruf eines psychoanalytic turn und zur Etablierung von Subdisziplinen, wie den psychoanalytic geographies und der psychoanalytic planning theory, die in den letzten Jahren zu etablierten Bestandteilen der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Städten im anglophonen Raum geworden sind. Da ein solcher turn hierzulande ausgeblieben ist, stellt sich dieser Beitrag die Frage nach dem Potential einer psychoanalytischen Stadtforschung im deutschsprachigen Raum. Hierzu verfolgt der Autor die These, dass die Stadt bereits in ihrer Entstehung durch das Unbewusste heimgesucht wird. Das urbane Unbewusste kennzeichnet eine Art konstitutiven Störfaktor, der sich in die Topologie der Stadt einschreibt und die Stadt als Objekt (der Stadtforschung) in letzter Instanz unmöglich macht. Ausgehend von dieser Unmöglichkeit, geht der Beitrag den Fantasien rund um die sozialen, politischen und materiellen Verhältnisse einer Stadt nach. Fantasien spielen aus Sicht der psychoanalytischen Stadtforschung eine zentrale Rolle, um der Stadt eine illusorische Konsistenz zu verleihen und das urbane Unbewusste auf Distanz zu halten. Sie ermöglichen es, sich die Stadt vorzustellen, sie zu fühlen und über sie zu sprechen. Der Beitrag endet schließlich mit ein paar Worten zu den Herausforderungen einer künftigen Erschließung der Psychoanalyse für kritische Stadtforschung.At the beginning of the 1990s, anglophone geographies started to investigate the relationship between psychoanalysis and the city. In the beginning of the 2000s, geographers announced a “psychoanalytic turn”. Sub-disciplines such as “psychoanalytic geographies” and “psychoanalytic planning theory” were founded and have started to become established components within the scholarly debates on cities in the anglophone world. There has been no such “turn” in the German-speaking hemisphere. Therefore, this paper retraces the potential of psychoanalytic urban studies. The author follows the idea of an urban unconscious. The urban unconscious characterizes a constitutive disruption that is inscribed into the topology of the city and ultimately makes it impossible to speak of the city as a coherent object (of urban studies). Starting from this impossibility, the paper examines the fantasies surrounding the social, political and material environments of the city. From a psychoanalytic standpoint, fantasies play a central role in providing the city with an illusion of consistency and maintaining a distance towards the urban unconscious. They allow us to imagine the city, to feel, and speak about it. The paper concludes with a few words about the general challenges for critical urban scholars to engage with psychoanalysis

    Theorien der Stadt: Rezension zu Lars Meier / Silke Steets / Lars Frers (2018): Theoretische Positionen der Stadtsoziologie. Weinheim: Beltz/Juventa.

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    Der hier besprochene Band richtet sich an alle an Stadt interessierten und damit auch gleichermaßen an Lernende wie Lehrende. An Erstere, weil das Buch in unterschiedliche theoretische Positionen und das Werk damit verknüpfter Autor*innen einführt. An Letztere richtet es sich, weil es sich durchaus zur Vorbereitung der Lehre eignet und dafür, einführende Texte für Studierende bereitzustellen, aber natürlich auch, weil auch die Lehrenden meist nicht alle Zugänge zur Stadtsoziologie detailliert kennen oder einzelne gern einmal auffrischen. Insgesamt überzeugt das Buch; die kleinen Schwächen erscheinen geradezu dem Gegenstand immanent zu sein, und es zeigt, wie intensiv sich die drei Autor*innen mit den Werken (und der dazugehörigen Sekundärliteratur) auseinandergesetzt haben. Vieles davon wurde, so ist der Danksagung zu entnehmen, bereits in der Lehre erprobt – vermutlich mit Erfolg

    Campus Bockenheim Revisited: Book Review: Schardt, Jürgen (2018): Architektur einer bürgerlichen Gesellschaft. Frankfurter Universitäts- und Stadtbauten im Kontext ihrer Geschichte zwischen 1906 und 1956. Münster: Westfälisches Dampfboot.

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    Jürgen Schardt legt eine umfassende Studie zur Architektur der Stadt- und Universitätsbauten in Frankfurt am Main von 1906 bis 1956 vor. Besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf den gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen der Architekturproduktion und einer kritischen Revision der etablierten Historiografie der Goethe-Universität. Der Autor widmet sich in drei Teilen jeweils dem Kaiserreich und der Gründung der Hochschule im Jahr 1914, der Zeit der Weimarer Republik sowie der Jahre des Aufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg. Schardt untersucht die entstandenen Gebäude hinsichtlich schlüssiger Kriterien bürgerlicher Architektur, beleuchtet aber auch andere für die Hochschulgeschichte relevante Rahmenbedingungen. Die lesenswerte Studie verbindet dabei Aspekte der Sozial-, Wissenschafts- und Architekturgeschichte.Jürgen Schardt presents a comprehensive study of the architecture of university buildings in Frankfurt on the Main from 1906 to 1956. He focuses on the societal and political frameworks of architectural production and sheds a critical light on established historiographies of the Goethe-Universität in Frankfurt. The author divides his survey in three parts: German Empire including the foundation of the university in 1914, the Weimar Republic era and lastly the years of reconstruction after World War II. Schardt examines the buildings along coherent criteria of bourgeois architecture but also adds further aspects that are crucial for the historiography of the university. The research combines interpretations of social, institutional and architectural history

    Substanz und Supplement: Mit Rechten reden, zu Rechten forschen? Eine Einladung zum Widerspruch

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    Die Frage, ob und wenn ja wie mit Rechten zu reden wäre, ist gegenwärtig einigermaßen prominent. Dass der Versuch, rechte Akteure argumentativ umzustimmen oder zu überzeugen, wenig erfolgversprechend ist, hat sich zudem herumgesprochen. Doch was heißt das für die Forschung? Der Beitrag diskutiert kritisch die Möglichkeiten und Grenzen empirischer Sozialforschung an und mit Rechten. Einerseits zeigt sich, dass die Forschung möglicherweise nur Wissensbestände aktualisiert, die schon bekannt sind. Und andererseits könnte es aufgrund der sich rasant verändernden technischen, sozialen und kulturellen Rahmenbedingungen wichtig sein, der Theorie mehr Gehör zu schenken und den Versuch zu starten, die überlieferten theoretischen Kategorien zu überdenken

    Residential houses as social goods – self-organized and collective: Review to Matthias Wendt (2018): „,Weil es nur zusammen geht‘. Commons-basierte Selbstorganisation in der Leipziger Hausprojektszene“. Frankfurt/New York: Campus Verlag.

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    Die Idee, mit gleichgesinnten Menschen in einer Hausgemeinschaft und nicht nur nebeneinander zu wohnen, findet auch angesichts der angespannten Wohnungsmärkte in den Groß- und Universitätsstädten immer mehr Sympathisierende. Einige Wohnprojekte streben dabei an, Wohnraum dauerhaft als Sozialgut zu sichern und Mieten auch für alle zukünftigen Bewohner_innen bezahlbar zu halten. Diese Kollektivhäuser, die der Geograph Matthias Wendt in seiner Dissertation untersucht, stellen ein Lebensmodell dar, das sich durch solidarische Selbstorganisation der Kollektivhausgruppen und dem Gemeineigentum der Immobilien auszeichnet. Der Autor ordnet seine Untersuchung dabei in die Debatten der Commons-Forschung ein. Die Frage, inwieweit die Kollektivhäuser als Commons zu sehen sind, untersucht er am Beispiel der Stadt Leipzig.More and more people like the idea living together with like-minded people instead of living only side by side, espacially in the big cities and the university cities with it´s overpriced housing markets. Some housing projects strive to secure housing as a social good on a lasting basis and to keep rents affordable for all future residents. In his dissertation in the context of the commons research the geographer Matthias Wendt researches the collective housing projects, which are self organized, solidarity and in a form of common property. His case study is Leipzig

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