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Abwassersurveillance zu SARS-CoV-2
In Deutschland wird das Abwasser von ausgewählten Kläranlagen auf SARS-CoV-2 untersucht. Dies erfolgt im Rahmen des Vorhabens „Abwassermonitoring für die epidemiologische Lagebewertung“ (AMELAG). Insgesamt werden 169 Kläranlagen auf SARS-CoV-2 und jeweils 106 Kläranlagen auf das Influenza A-Virus und das Influenza-B-Virus beprobt. Für die 49. Kalenderwoche liegen Daten aus 97 Kläranlagen für SARS-CoV-2 und aus 69 Kläranlagen für das Influenza A-Virus bzw. Influenza B-Virus vor. Daten weiterer Kläranlagen werden nachgeliefert.
In den letzten Wochen ist kein klarer Trend in der aggregierten SARS-CoV-2-Viruslast zu erkennen. Die Werte der Influenza A- und B-Viren liegen aktuell im niedrigen Bereich, zeigen aber einen leicht erhöhten Wert im Vergleich zu den letzten Wochen an. Die Entwicklung der letzten Wochen kann sich aufgrund von Nachmeldungen jedoch noch verändern, insbesondere, wenn Kläranlagen mit einer hohen Anzahl an angeschlossenen Einwohnern nachmelden
Diabetes-related amputations in Germany: analysis of time trend from 2015 to 2022 and differences by area-level socioeconomic deprivation
Background: Diabetes-related amputations reduce health-related quality of life and are an indicator of the quality of care of diabetes.
Methods: Population-based age-standardized rates for diabetes-related cases of major and minor amputation were calculated and reported for the years 2015 – 2022 using the Diagnosis-related groups statistics. For 2022 these rates were also reported according to area-level socioeconomic deprivation.
Results: Diabetes-related major amputations decreased from 6.8 to 5.2 per 100,000 residents in women and from 18.6 to 17.5 per 100,000 residents in men between 2015 and 2022. In 2021 and 2022, there was no further decrease in men compared to the previous year. Diabetes-related minor amputations decreased in women between 2015 and 2022, but increased in men. Amputation rates were higher in regions with high deprivation than in regions with low deprivation.
Conclusions: Diabetes care should consider socioeconomic differences into account. The monitoring of the trends in amputations needs to be continued.
Keywords: Diabetes, Amputations, Quality of care, Diabetes-Surveillance, Social deprivation, Germany
Rober
ARE-Wochenbericht KW 43
Die ARE-Aktivität liegt weiterhin auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Die Zahl schwer verlaufender Atemwegsinfektionen ist aktuell niedrig und liegt auf dem Niveau der Vorjahre. Das ARE-Geschehen wird seit Juli 2024 hauptsächlich durch Rhinoviren und SARS-CoV-2 bestimmt. Durch die Herbstferien in einigen Bundesländern können die Werte stärker schwanken und sich nachträglich noch erhöhen.
Die Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen (ARE) in der Bevölkerung ist in der 43. KW 2024 im Vergleich zur Vorwoche weiter leicht gesunken.
Im ambulanten Bereich ist die Zahl der Arztbesuche wegen ARE in der 43. KW im Vergleich zur Vorwoche relativ stabil geblieben.
Im Nationalen Referenzzentrum (NRZ) für Influenzaviren wurden in der 43. KW 2024 in insgesamt 74 der 145 eingesandten Proben aus dem ARE-Praxis-Sentinel respiratorische Viren identifiziert, darunter hauptsächlich SARS-CoV-2 (21 %) und Rhinoviren (19 %), mit Abstand gefolgt von Adenoviren (6 %), Parainfluenzaviren (PIV; 6 %) und humanen saisonalen Coronaviren (hCoV; 5 %).
Im Rahmen der ICD-10-Code basierten Krankenhaussurveillance (ICOSARI) ist die Zahl schwerer akuter respiratorischer Infektionen (SARI) in der 43. KW 2024 gesunken. Der Anteil der COVID-19-Diagnosen bei SARI-Patientinnen und -Patienten blieb weiter relativ stabil. Es wurden in der 43. KW bei 20 % der SARI-Fälle eine COVID-19-Diagnose vergeben. In der virologischen SARI-Surveillance des NRZ für Influenzaviren wurden hauptsächlich SARS-CoV-2 (19 %) und Rhinoviren (8 %) in den eingesandten Proben nachgewiesen.
Die Zahl der an das RKI übermittelten COVID-19-Fälle gemäß IfSG ist in der 43. Meldewoche (MW) im Vergleich zur 42. MW relativ stabil geblieben.
In der 41. KW 2024 wurde die Sublinie KP.3.1.1 mit einem Anteil von 59 %, die rekombinante Sublinie XEC mit einem Anteil von 30 % nachgewiesen.
Seit der 38. KW ist ein starker Anstieg in der aggregierten SARS-CoV-2-Viruslast im Abwasser zu beobachten. Die Viruslast von Influenza A- und B-Viren im Abwasser befindet sich seit der 9. KW 2024 im niedrigen Bereich
Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) und der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin, Reisemedizin und Globale Gesundheit e.V. (DTG) zu Reiseimpfungen.
Die STIKO empfiehlt Reiseimpfungen zum individuellen Schutz Reisender mit einem Expositionsrisiko gegenüber bestimmten impfpräventablen Erkrankungen und um den Import von Infektionserregern in das bereiste Land oder bei Rückreise nach Deutschland zu verhindern.
Die im Epidemiologischen Bulletin 14/2024 veröffentlichten Empfehlungen zu Reiseimpfungen wurden von der STIKO-AG Reiseimpfungen in Zusammenarbeit mit externen Expertinnen und Experten erarbeitet. Enthalten ist dabei u. a. ein neues Kapitel zum Dengue-Virus mit Risikokarte. Aktualisiert wurden u. a. das Kapitel zu COVID-19, die Literaturliste und Reisekarten zu Influenza, Japanische und zeckenübertragene Enzephalitis sowie Tollwut
Abwassersurveillance zu SARS-CoV-2
In Deutschland wird das Abwasser von ausgewählten Kläranlagen auf SARS-CoV-2 untersucht. Dies erfolgt im Rahmen des Vorhabens „Abwassermonitoring für die epidemiologische Lagebewertung“ (AMELAG). Insgesamt werden 169 Kläranlagen auf SARS-CoV-2 und jeweils 92 Kläranlagen auf das Influenza A-Virus und das Influenza-B-Virus beprobt. Für die 42. Kalenderwoche liegen Daten aus 120 Kläranlagen für SARS-CoV-2 und aus 83 Kläranlagen für das Influenza A-Virus bzw. Influenza B-Virus vor. Daten weiterer Kläranlagen werden nachgeliefert.
In den letzten zwei Wochen ist ein starker Anstieg der aggregierten SARS-CoV-2-Viruslast zu beobachten. Die Werte der Influenzaviren liegen aktuell im niedrigen Bereich. Die Entwicklung der letzten Wochen kann sich aufgrund von Nachmeldungen jedoch noch verändern, insbesondere, wenn Kläranlagen mit einer hohen Anzahl an angeschlossenen Einwohnern nachmelden
Diabetesbedingte Amputationen in Deutschland im Trend 2015 – 2022 und nach sozialräumlicher Lage
Hintergrund: Diabetesbedingte Amputationen reduzieren die gesundheitliche Lebensqualität und sind Indikator für die Versorgung von Diabetes.
Methode: Mit der fallpauschalenbezogenen Krankenhausstatistik wurden für die Jahre 2015 – 2022 bevölkerungsbezogene altersstandardisierte Raten für diabetesbedingte Major- und Minoramputationsfälle berechnet und für 2022 nach regionaler sozioökonomischer Deprivation berichtet.
Ergebnisse: Diabetesbedingte Majoramputationen sind im Zeitraum 2015 bis 2022 bei Frauen von 6,8 auf 5,2 pro 100.000 Einwohnerinnen und bei Männern von 18,6 auf 17,5 pro 100.000 Einwohner gesunken. Bei Männern war zuletzt in den Jahren 2021 und 2022 keine Abnahme mehr im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Diabetesbedingte Minoramputationen sind im Zeitraum von 2015 bis 2022 bei Frauen gesunken, bei Männern hingegen angestiegen. In Regionen mit hoher Deprivation waren die Amputationsraten höher als in Regionen mit niedriger Deprivation.
Fazit: Die Versorgung von Diabetes sollte sozioökonomische Unterschiede in den Blick nehmen. Die Trends der Amputationen sollten weiter beobachtet werden.
Keywords: Diabetes, Amputationen, Versorgungsqualität, Diabetes-Surveillance, Soziale Deprivation, Deutschlan
Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf- und chronische Atemwegserkrankungen in Deutschland und Europa – Ergebnisse des European Health Interview Survey (EHIS 3, 2018 – 2020)
Hintergrund: In Europa wird die gesundheitliche Lage vor allem von nichtübertragbaren Krankheiten beeinflusst. Für den europäischen Raum vergleichbare Informationen zu zentralen Indikatoren können mögliche Verbesserungsbedarfe in Prävention und Versorgung aufzeigen.
Methode: Auf Basis von EHIS 3 wurden altersstandardisierte Prävalenzen von drei Krankheitsgruppen und zwei Indikatoren der selbsteingeschätzten Gesundheit unter den Erkrankten für Deutschland (n = 22,708) und den Durchschnitt aus 29 europäischen Ländern (n = 301.960) abgebildet.
Ergebnisse: Die Krankheitsprävalenzen lagen in Deutschland höher als im europäischen Durchschnitt: Diabetes 8,4 % vs. 7,4 %, Herz-Kreislauf-Erkrankungen 6,8 % vs. 5,7 %, chronische Atemwegserkrankungen 11,4 % vs. 7,9 %. Ebenfalls höher war jedoch in Deutschland der Anteil der Erkrankten mit einer als sehr gut oder gut selbsteingeschätzten allgemeinen Gesundheit (Diabetes 35,8 % vs. 30,7 %, Herz-Kreislauf-Erkrankungen 25,3 % vs. 18,9 %, chronische Atemwegserkrankungen 44,7 % vs. 41,9 %). Für Einschränkungen bei Alltagsaktivitäten zeigten sich in Deutschland bei Diabetes (65,6 % vs. 60,6 %) und chronischen Atemwegserkrankungen (64,5 % vs. 57,6 %) hierbei höhere Anteile. Deutschland wies ähnliche geschlechts-, alters- und bildungsspezifische Unterschiede für die Krankheitsprävalenzen, jedoch zum Teil schwächer ausgeprägte Unterschiede für die Indikatoren der selbsteingeschätzten Gesundheit als im europäischen Mittel auf.
Schlussfolgerungen: Weitergehende Analysen der Unterschiede für die betrachteten Indikatoren zwischen Deutschland und dem europäischen Mittel und der möglichen zugrundeliegenden Faktoren, wie Unterschiede in Prävention, Diagnose, Krankheitsschwere und Versorgung, sind erforderlich. Die beobachteten bildungsbezogenen Ungleichheiten weisen europaweit auf beträchtliche Potenziale zur Förderung gesundheitlicher Chancengleichheit hin.Peer Reviewe
Wastewater-based Surveillance on SARS-CoV-2
The SARS-CoV-2 viral load in wastewater is being tested at selected wastewater treatment plants (WWTP) in Germany as part of AMELAG (“Abwassermonitoring für die epidemiologische Lagebewertung”, German for wastewater monitoring for epidemiological situation assessment). Data from 169 WWTPs are currently included in the analyses for SARS-CoV-2 and 106 for Influenza A Virus and Influenza B Virus. For the calendar week 49 data from 97 WWTP were available for SARS-CoV-2 and from 69 WWTPs for Influenza A Virus and Influenza B Virus. Data from other WWTP are provided continuously.
Currently, no clear trend can be observed in the aggregated viral load. The values for influenza A and B viruses are currently in the low range, but show a slightly increased value compared to the last weeks. The development observed over the last few weeks may still change due to late notifications, especially from WWTP with large population coverage
Vergleich der stereotaktischen Radiotherapie mit der operativen Versorgung in der Behandlung von Lungenkarzinomen in Frühstadien. Analyse von Überlebenszeit und ökonomischen Faktoren
Basierend auf den Daten des klinischen und epidemiologischen Krebsregisters des Robert-Koch-Instituts soll die aktuelle Situation ab 2014 (im Vergleich zu den Daten der Analyse von Osteheimer et al. 2019) hinsichtlich der Anwendung der Hochpräzisionsbestrahlung (SBRT) und Operation erfolgen. Zudem soll basierend auf Cox-Regressionsmodellen Prädiktoren für das Überleben sowie die behandlungsbezogene Mortalität ermittelt werden. Darüber hinaus planen wir anhand der Daten der QUIRO-Studie (Dunst et al. 2014) und des einheitlichen Bemessungsstandartes (EBM) eine Abschätzung des Bedarfes sowie der Kosten der strahlentherapeutischen Behandlung im Vergleich zur operativen Versorgung.
Anhand der klinischen Daten soll die ein Vergleich der operativen Behandlung mit der Hochpräzisionsbestrahlung von Lungenkarzinomen in Frühstadien hinsichtlich des Endpunktes Overall Survival (OS) erfolgen sowie eine ökonomische Abschätzung der Therapiekosten und des Personalbedarfs für die Behandlung von Lungenkarzinomfällen anhand des epidemiologischen Datensatzes erfolgen
Einbeziehung von Informationen aus Diabetesregistern in die Diabetes-Surveillance – Auswertung 2024:
Ergebnisposter zu einem Kooperationsprojekt im Rahmen der Nationalen Diabetes-Surveillance am Robert Koch-Institut