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Saison 2024 stechmückenübertragener Krankheitserreger in Deutschland beginnt
Ziel ist es mit dem Artikel auf die beginnende Saison stechmückenübertragener Krankheitserreger aufmerksam zu machen. In Deutschland gibt es zwei unterschiedliche Herausforderungen: In Teilen Ostdeutschlands zirkuliert auf der einen Seite seit mehreren Jahren das von heimischen Stechmücken übertragene West-Nil-Virus (im Süden und Südosten der WNV-Endemiegebiete gibt es teilweise Überlappungen mit FSME-Risikogebieten). Auf der anderen Seite breitet sich vor allem in Teilen Süd- und Westdeutschlands die Asiatische Tigermücke weiter aus, die im Prinzip Chikungunya-, Dengue- oder Zikaviren übertragen kann - bisher wurden aber noch keine von ihr übertragenen Infektionen in Deutschland identifiziert. Die entsprechenden Infektionskrankheiten sollten von Ärzten je nach Endemie-/Risikogebiet (WNV, FSME) und Ausbreitungsgebiet (Aedes albopictus) im Sommer und Frühherbst differentialdiagnostisch in Betracht gezogen werden
Abwassersurveillance zu SARS-CoV-2
Im Rahmen von AMELAG (Abwassermonitoring für die epidemiologische Lagebewertung) wird unter anderem die Last von SARS-CoV-2 im Abwasser überwacht. Aktuell fließen Daten aus 168 Standorten, d.h. Kläranlagen, in die Analysen ein. Für die Kalenderwoche 37 liegen Daten aus 114 Standorten vor. Daten weiterer Standorte werden nachgeliefert.
Nach einem leichten Anstieg der aggregierten Viruslast seit Anfang August 2024 (32. KW) ist aktuell kein klarer Trend zu erkennen. Die Entwicklung der letzten Woche kann sich aufgrund von Nachmeldungen jedoch noch verändern, insbesondere, wenn Standorte mit einer hohen Anzahl an angeschlossenen Einwohnern nachmelden
Epidemiologie der Hepatitis-B- und Hepatitis-C-Virusinfektionen in Deutschland im Kontext der Migration, 2018 – 2023
Deutschland zählt in Bezug auf die Allgemeinbevölkerung zu den Niedrigprävalenzregionen. Kleinere, nicht-repräsentative Studien und Hochrechnungen gehen jedoch von einer deutlich höheren Prävalenz bei Menschen mit Migration aus Hochprävalenzländern aus. Die Bundesregierung hat sich mit der „Strategie zur Eindämmung von HIV, Hepatitis B und C und anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI) bis 2030“ die nachhaltige Eindämmung dieser Infektionskrankheiten zum Ziel gesetzt. Auch die WHO bekräftigt in ihrer Global-Health-Sektor-Strategie für HIV, virale Hepatitis und STI das Ziel der Eliminierung der Virushepatitis als eine Bedrohung der öffentlichen Gesundheit bis 2030. Der Fokus von Prävention, Testung und Behandlung solle auf besonders betroffenen und gefährdeten Bevölkerungsgruppen liegen sowie Lücken und gesundheitliche Ungleichheit adressieren. Der vorliegende Bericht gibt einen Überblick über die epidemiologische Situation der HBV- und HCV-Infektionen in Deutschland im Kontext der Migration
GrippeWeb-Wochenbericht KW 25
Die Aktivität akuter Atemwegserkrankungen (ARE-Inzidenz) in der Bevölkerung ist in der 25. KW 2024 im
Vergleich zur Vorwoche insgesamt stabil bei rund 5.900 ARE pro 100.000 Einw. geblieben. Die Inzidenz der
grippeähnlichen Erkrankungen (ILI) ist im Vergleich zur Vorwoche gestiegen und lag bei rund 1.300 ILI pro
100.000 Einw. (Vorwoche: 1.200). Sowohl die Gesamt-ARE-Inzidenz als auch die Gesamt-ILI-Inzidenz befinden
sich aktuell auf einem vergleichsweise hohen Niveau für diese Jahreszeit. Die geschätzte COVID-19-Inzidenz in
der Bevölkerung basierend auf Angaben der GrippeWeb-Teilnehmenden war in den letzten Wochen auf
niedrigem Niveau ansteigend und lag in der 25. KW bei rund 500 COVID-19-Erkrankungen pro 100.000 Einw. In
der virologischen Überwachung in der Bevölkerung (GrippeWeb-Plus) wurden seit der 23. KW 2024
hauptsächlich Rhino-/Enteroviren nachgewiesen, es wurden aber u.a. auch humane Metapneumoviren und
SARS-CoV-2 detektiert.
Die für die Bevölkerung in Deutschland geschätzten Inzidenzen beruhen auf den Selbstauskünften von
Personen, die sich bei GrippeWeb registriert haben. Für die 25. KW 2024 haben bisher 7.139 GrippeWeb-
Teilnehmende eine Meldung abgegeben, von diesen hatten 396 eine ARE und 86 eine ILI (Datenstand:
25.6.2024, 0:00 Uhr). Durch Nachmeldungen, die bis zu vier Wochen lang möglich sind, können sich noch
Änderungen ergeben. Neue Teilnehmende sind herzlich willkommen. Mehr Informationen zu GrippeWeb
finden Sie hier. Eine Registrierung ist jederzeit und in wenigen Schritten möglich
Abwassersurveillance zu SARS-CoV-2
Im Rahmen von AMELAG (Abwassermonitoring für die epidemiologische Lagebewertung) wird unter anderem die Last von SARS-CoV-2 im Abwasser überwacht. Aktuell fließen Daten aus 168 Standorten, d.h. Kläranlagen, in die Analysen ein. Für die Kalenderwoche 35 liegen Daten aus 122 Standorten vor. Daten weiterer Standorte werden nachgeliefert.
Seit Anfang August 2024 (32. KW) ist ein leichter Anstieg in der aggregierten SARS-CoV-2 Viruslast zu beobachten. Die Entwicklung der letzten Woche kann sich aufgrund von Nachmeldungen jedoch noch verändern, insbesondere, wenn Standorte mit einer hohen Anzahl an angeschlossenen Einwohnern nachmelden
Wastewater-based Surveillance on SARS-CoV-2
The SARS-CoV-2 viral load in wastewater is being monitored as part of AMELAG (“Abwassermonitoring für die epidemiologische Lagebewertung”, German for wastewater monitoring for epidemiological situation assessment). Data from 167 sites, i.e. wastewater treatment plants (WWTP), are currently included in the analyses. For the calendar week 33 data from 90 sites were available. Data from other sites will be provided later.
The values have stabilized over the last few weeks after an increase in the aggregated viral load from around mid-May 2024 (20th calendar week). Last week’s development may still change due to late notifications, especially due to late notifications from sites with large population coverage
Ausbrüche und Ausbruchsfälle mit COVID-19, Influenza und RSV-Infektion
Respiratorisch übertragbare Erkrankungsausbrüche haben eine besondere Bedeutung, da sie bei einer anhaltenden Mensch-zu-Mensch-Übertragung zum Teil schwer einzugrenzen sind und sowohl saisonale als auch globale Erkrankungswellen mit weitgreifenden Folgen für die Gesellschaft auslösen können. Wie viele (meldepflichtige) Erkrankungen und Ausbrüche in einem Zeitraum/einer Region auftreten, wird v. a. über das Meldewesen gemäß Infektionsschutzgesetz erfasst. Der Beitrag gibt einen Überblick zu Ausbrüchen von COVID-19, Influenza und RSV-Infektionen in der ersten Saison nach der Einführung der RSV-Meldepflicht und dem Ende der COVID-19-Pandemie und legt somit eine Grundlage für zukünftige Monitoring- und Berichtsaktivitäten. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wurden in der Saison 2023/24 weniger Ausbrüche und im Median auch weniger Ausbruchsfälle für COVID-19 und Influenza übermittelt. RSV-Ausbrüche konnten erstmals auf nationaler Ebene ausgewertet und bewertet werden.Peer Reviewe
Using system dynamics to support a functional exercise for pandemic preparedness and response
In pandemic preparedness and response, a Functional Exercise (FX) is used to simulate a situation as close to a real-life event as possible without the deployment of resources. Participants are drawn from public health emergency operations centres, and work through a scenario script to test possible responses to a novel pathogen outbreak. This paper summarises the role of system dynamics modelling in the design and implementation of a functional exercise, which involved the Dutch and German national public health institutes in March 2023. The findings confirm the value of the system dynamics method in integrating disease and hospital models, and also highlights how well the method aligns with modern software development processes. The paper concludes with a discussion of what worked well, and presents areas for future enhancements of management flight simulators to support functional exercises.Peer Reviewe
Abwassersurveillance zu SARS-CoV-2
Im Rahmen von AMELAG (Abwassermonitoring für die epidemiologische Lagebewertung) wird unter anderem die Last von SARS-CoV-2 im Abwasser überwacht. Aktuell fließen Daten aus 167 Standorten, d.h. Kläranlagen, in die Analysen ein. Für die Kalenderwoche 38 liegen Daten aus 102 Standorten vor. Daten weiterer Standorte werden nachgeliefert.Peer Reviewe
ARE-Wochenbericht KW 10
Das ARE-Geschehen wird weiterhin durch eine erhöhte Influenzavirus- und RSV-Aktivität bestimmt, jedoch zirkulieren aktuell auch andere Erkältungsviren wie Rhinoviren und humane saisonale Coronaviren. Die Zahl der ARE-Erkrankungen mit Influenzavirusinfektion geht seit einigen Wochen zurück, auch bei der Zahl der RSV-Erkrankungen deutet sich ein Rückgang an. Sowohl die Grippewelle als auch die RSV-Welle halten jedoch laut RKI-Definition an. Influenzaerkrankungen betreffen weiterhin alle Altersgruppen. Influenza A(H1N1)pdm09-Viren wurden bisher am häufigsten detektiert, aktuell sind es vermehrt Influenza B-Viren. Von einer Krankenhauseinweisung mit RSV-Infektion sind insbesondere Kleinkinder betroffen.
Die Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen (ARE) in der Bevölkerung ist in der 10. KW 2024 im Vergleich zur Vorwoche insgesamt relativ stabil geblieben. Im ambulanten Bereich ist die Zahl der Arztbesuche wegen ARE in der 10. KW im Vergleich zur Vorwoche gesunken.
Im NRZ für Influenzaviren wurden in der 10. KW 2024 in insgesamt 100 der 143 eingesandten Sentinelproben respiratorische Viren identifiziert, darunter hauptsächlich Influenzaviren (28 %), mit Abstand gefolgt von Rhinoviren (17 %), Respiratorischen Synzytialviren (RSV; 11 %), humanen saisonalen Coronaviren (hCoV; 8 %) und Parainfluenzaviren (PIV; 8 %). Weitere Viren des Erregerpanels wurden vereinzelt detektiert. SARS-CoV-2 wurde nicht nachgewiesen.
Im Rahmen der ICD-10-Code basierten Krankenhaussurveillance (ICOSARI) ist die Zahl schwerer akuter respiratorischer Infektionen (SARI) in der 10. KW 2024 im Vergleich zur Vorwoche insgesamt weiter gesunken. Unter allen in der 10. KW 2024 wegen einer schweren Atemwegserkrankung hospitalisierten Patientinnen und Patienten ging der Anteil der Influenza-Diagnosen weiter zurück auf 12 %. Der Anteil der RSV-Diagnosen insgesamt ist seit einigen Wochen relativ stabil und lag in der 10. KW bei 9 %. Bei Kindern unter zwei Jahren ist der Anteil der RSV-Diagnosen weiter leicht gesunken und lag in der 10. KW bei 37 %. Der Anteil der COVID-19-Diagnosen hat sich seit einigen Wochen auf niedrigem Niveau stabilisiert und lag in der 10. KW 2024 bei 3 %.
Bei den Daten aus dem Meldewesen gemäß IfSG ist die Anzahl der Influenzafälle, der Fälle mit RSV-Infektion sowie der COVID-19-Fälle in der 10. MW 2024 im Vergleich zur Vorwoche weiter gesunken.
In Deutschland dominiert weiterhin die BA.2.86-Sublinie JN.1. Ihr Anteil lag in der 8. KW 2024 bei 93 %