13672 research outputs found
Sort by
Corrigendum: Gesundheit in Deutschland: Etablierung eines bevölkerungsbezogenen Gesundheitspanels
GrippeWeb-Wochenbericht KW 41
Die Aktivität akuter Atemwegserkrankungen (ARE-Inzidenz) in der Bevölkerung blieb in den letzten vier Wochen
relativ stabil auf einem vergleichsweise hohen Niveau. In der 41. KW 2024 lag die ARE-Inzidenz bei rund 8.800
ARE pro 100.000 Einw. (Vorwoche: 8.700). Die Inzidenz der grippeähnlichen Erkrankungen (ILI) ist in den
letzten drei Wochen auf hohem Niveau ebenfalls stabil geblieben und lag bei rund 1.900 ILI pro 100.000 Einw.
(Vorwoche: 1.900). Die geschätzte COVID-19-Inzidenz in der Bevölkerung basierend auf Angaben der
GrippeWeb-Teilnehmenden war bis zur 38. KW deutlich angestiegen und blieb nach einem leichten Rückgang in
den letzten drei Wochen stabil bei rund 1.100 COVID-19-Erkrankungen pro 100.000 Einw. In der virologischen
Überwachung in der Bevölkerung (GrippeWeb-Plus) wurden seit der 39. KW 2024 hauptsächlich Rhino-
/Enteroviren nachgewiesen, mit Abstand gefolgt von SARS-CoV-2 sowie vereinzelt anderen Viren oder Bakterien
des Erregerpanels
Poliomyelitis- Impfquoten bei Kindern in Deutschland
Angesichts des Nachweises von Schluckimpfstoff-abgeleiteten Polioviren in Abwasserproben in mehreren deutschen Städten 2024 kommt der Polioimpfung weiterhin eine große Bedeutung zu. Laut STIKO sollte die aus 3 Impfstoffdosen bestehende Grundimmunisierung mit 12 Lebensmonaten abgeschlossen sein. Daten aus dem RKI-Impfquotenmonitoring zeigen, dass mehr als eine halbe Million Kinder eines Geburtsjahrgangs zum 1. Geburtstag noch keinen vollständigen Impfschutz aufweisen; mit 2 Jahren sind es immer noch mehr als 180.000 Kinder pro Jahrgang. Insbesondere die 3. Impfstoffdosis wird meist zu spät verabreicht. Es bestehen große regionale Unterschiede im Polioimpfschutz, mit Impfquoten von weniger als 60% im Alter von 2 Jahren in manchen Landkreisen. Um Fälle von Kinderlähmung zu verhindern, müssen Impfserien möglichst zeitnah abgeschlossen und bestehende Impflücken dringend geschlossen werden.Peer Reviewe
ARE-Wochenbericht KW 39
Die ARE-Aktivität liegt bereits auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Das ARE-Geschehen wird weiterhin hauptsächlich durch Rhinoviren und SARS-CoV-2 bestimmt. In den vergangenen zwei Wochen zeigte sich in einigen Systemen ein Anstieg der SARS-CoV-2-Aktivität. Die Zahl schwer verlaufender Atemwegsinfektionen ist stabil geblieben und liegt auf dem Niveau der Vorjahre.
Der deutliche Anstieg der Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen (ARE) in der Bevölkerung, der in den letzten zwei Wochen beobachtet wurde, hat sich in der 39. KW 2024 nicht fortgesetzt.
Im ambulanten Bereich ist die Zahl der Arztbesuche wegen ARE in der 39. KW im Vergleich zur Vorwoche stabil geblieben.
Im Nationalen Referenzzentrum (NRZ) für Influenzaviren wurden in der 39. KW 2024 in insgesamt 40 der 87 eingesandten Sentinel¬proben respiratorische Viren identifiziert, darunter hauptsächlich Rhinoviren (29 %) und SARS-CoV-2 (11 %), gefolgt von Parainfluenzaviren (PIV; 7 %), Influenzaviren (2 %) und Adenoviren (1 %). Humane saisonale Coronaviren, Respiratorische Synzytialviren (RSV) und humane Metapneumoviren (hMPV) wurden in der 39. KW nicht nachgewiesen.
Im Rahmen der ICD-10-Code basierten Krankenhaussurveillance (ICOSARI) ist die Zahl schwerer akuter respiratorischer Infektionen (SARI) in der 39. KW 2024 relativ stabil geblieben. Der Anteil der COVID-19-Diagnosen bei SARI-Patientinnen und -Patienten blieb ebenfalls stabil. Es wurde in der 39. KW bei 17 % der SARI-Fälle eine COVID-19-Diagnose vergeben.
Die Zahl der an das RKI übermittelten COVID-19-Fälle gemäß IfSG ist in der 39. Meldewoche (MW) im Vergleich zur 38. MW gestiegen. In Deutschland ist die Sublinie KP.3.1.1 in der 37. KW mit einem Anteil von 43 % weiterhin vorherrschend. Die rekombinante Sublinie XEC wurde mit einem steigenden Anteil von 28 % in der 37. KW nachgewiesen. Die aggregierten SARS-CoV-2-Viruslast ist nach einer stabilen Phase in der 39. KW leicht angestiegen
GrippeWeb-Wochenbericht KW 44
Die Aktivität akuter Atemwegserkrankungen (ARE-Inzidenz) in der Bevölkerung ist in der 43. KW im Vergleich
zur Vorwoche relativ stabil geblieben und lag insgesamt bei rund 7.100 ARE pro 100.000 Einw. (Vorwoche:
7.200). Die Inzidenz der grippeähnlichen Erkrankungen (ILI) ist in der 44. KW leicht gesunken und lag bei rund
1.300 ILI pro 100.000 Einw. (Vorwoche: 1.500). Sowohl die ARE- als auch die ILI-Inzidenz befinden sich
weiterhin auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Die geschätzte COVID-19-Inzidenz in der Bevölkerung
basierend auf Angaben der GrippeWeb-Teilnehmenden ist seit der 39. KW gesunken und lag in der 44. KW bei
rund 700 COVID-19-Erkrankungen pro 100.000 Einw. In der virologischen Überwachung in der Bevölkerung
(GrippeWeb-Plus) wurden seit der 42. KW 2024 hauptsächlich Rhino-/Enteroviren nachgewiesen, mit Abstand
gefolgt von SARS-CoV-2 sowie vereinzelt anderen Viren oder Bakterien des Erregerpanels.
Die für die Bevölkerung in Deutschland geschätzten Inzidenzen beruhen auf den Selbstauskünften von
Personen, die sich bei GrippeWeb registriert haben. Für die 44. KW 2024 haben bisher 8.261 GrippeWeb-
Teilnehmende eine Meldung abgegeben, von diesen hatten 571 eine ARE und 112 eine ILI (Datenstand:
5.11.2024, 0:00 Uhr). Durch Nachmeldungen, die bis zu vier Wochen lang möglich sind, können sich noch
Änderungen ergeben. Aktuell können durch die Nachmeldungen rund 11.000 Meldungen pro Woche für die
Auswertungen berücksichtigt werden.
Neue Teilnehmende sind herzlich willkommen. Mehr Informationen zu GrippeWeb finden Sie hier. Eine
Registrierung ist jederzeit und in wenigen Schritten möglich
Wochenbericht zur hitzebedingten Mortalität KW 38
Hitzeperioden führen in Deutschland regelmäßig zu einem Anstieg der Mortalität. Um über die aktuelle Lage in Deutschland zu informieren, wird dieser Bericht während des Sommers 2024 (Juni-September) wöchentlich aktualisiert. Der aktuelle Bericht umfasst Schätzungen der hitzebedingten Sterbefälle im Zeitraum der Kalenderwochen (KW) 15 bis 38/2024
Wastewater-based Surveillance on SARS-CoV-2
The SARS-CoV-2 viral load in wastewater is being tested at selected wastewater treatment plants (WWTP) in Germany as part of AMELAG (“Abwassermonitoring für die epidemiologische Lagebewertung”, German for wastewater monitoring for epidemiological situation assessment). Data from 169 WWTPs are currently included in the analyses for SARS-CoV-2 and 99 for Influenza A Virus and Influenza B Virus. For the calendar week 45 data from 121 WWTP were available for SARS-CoV-2 and from 74 WWTPs for Influenza A Virus and Influenza B Virus. Data from other WWTP are provided continuously.
A slight decrease in the aggregated viral load can be observed since calendar week 42. The values for the Influenza viruses are currently low. The development observed over the last few weeks may still change due to late notifications, especially from WWTP with large population coverage
Epidemiology of Neuroendocrine Carcinomas (NECs) in Germany
What are the clinical and tumour characteristics of patients with neuroendocrine carcinomas (NECs) in Germany?
NECs are a subgroup of high-grade neuroendocrine neoplasms characterized by poorly differentiated cytology and high proliferation rates. NECs are rare and usually present with highly aggressive clinical behaviour and can arise from a variety of organs: most commonly from the lung or gastroenteropancreatic (GEP) system, but also from other tissues such as prostate, skin and thyroid. A proportion of NECs have no identifiable primary site and are classified as cancer of unknown primary. NECs are further sub-classified according to small- or large-cell cytology. Incidence and prevalence data about NECs are mostly available from US studies. Although some information from European countries is available, more detailed prevalence estimations as well as information on other patient and tumour characteristics are needed from Germany.
1. Estimate the prevalence and incidence of NECs (SCLC, LCNEC-L and epNEC) in Germany, and
2. Describe the demographic, tumor characteristics and outcomes of patients with NECs in Germany.
Study outcomes:
Prevalence and incidence of SCLC, LCNEC-L and epNEC in Germany.
Patient demographics, clinical and tumor characteristics, overall survival
S2k-Leitlinie Händedesinfektion und Händehygiene
The consensus-based guideline “hand antisepsis and hand hygiene” for Germany has the following sections: Prevention of nosocomial infections by hygienic hand antisepsis, prevention of surgical site infections by surgical hand antisepsis, infection prevention in the community by hand antisepsis in epidemic or pandemic situations, hand washing, selection of alcohol-based hand rubs and wash lotions, medical gloves and protective gloves, preconditions for hand hygiene, skin protection and skin care, quality assurance of the implementation of hand hygiene measures and legal aspects.
The guideline was developed by the German Society for Hospital Hygiene in cooperation with 22 professional societies, 2 professional organizations, the German Care Council, the Federal Working Group for Self-Help of People with Disabilities and Chronic Illness and their Family Members, the General Accident Insurance Institution Austria and the German-speaking Interest Group of Infection Prevention Experts and Hospital Hygiene ConsultantsDie Konsensus basierte Leitlinie ist in folgende Themen untergliedert: Prävention nosokomialer Infektionen durch hygienische Händeantiseptik, Prävention postoperativer Wundinfektionen durch chirurgische Händeantiseptik, Infektionsprävention in der Bevölkerung durch Händeantiseptik bei epidemischer bzw. pandemischer Situation, Händewaschung aus sozialer und infektionspräventiver Indikation, Auswahl von Alkohol-basierten Händeantiseptika und von Waschlotionen, medizinische Handschuhe und Schutzhandschuhe, Voraussetzungen für die Händehygiene, Hautschutz und Hautpflege, Qualitätssicherung der Umsetzung der Maßnahmen der Händehygiene und rechtliche Aspekte.
Die Leitlinie wurde von der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene in Zusammenarbeit mit 22 Fachgesellschaften, 2 Berufsverbänden, dem Deutschen Pflegerat, der Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihren Angehörigen, der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt Österreich und der Deutschprachigen Interessengruppe der Fachexperten/innen für Infektionsprävention und Berater für Spitalhygiene erarbeitet.Peer Reviewe
Risiko- und Schutzfaktoren im Zusammenhang mit gesundheitsbezogener Lebensqualität bei Kindern und Jugendlichen mit ADHS in Deutschland – Ergebnisse aus dem Konsortialprojekt INTEGRATE-ADHD
Hintergrund: Es ist bekannt, dass die gesundheitsbezogene Lebensqualität (gLQ) von Menschen mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) beeinträchtigt ist. Die Identifizierung von Faktoren, die die gLQ beeinflussen, kann wichtige Informationen für die Entwicklung von Präventions- und Interventionsprogrammen für betroffene Kinder und Jugendliche liefern. Ziel der vorliegenden Studie war es, gesundheitsbezogene und psychosoziale Risiko- und Schutzfaktoren für die gLQ bei Kindern und Jugendlichen mit einer administrativen ADHS-Diagnose zu untersuchen.
Methode: Im Rahmen des Konsortialprojekts INTEGRATE-ADHD nahmen n = 4.809 Eltern von Kindern und Jugendlichen im Alter von 7 bis 17 Jahren zwischen Oktober 2021 und August 2022 an einer Online-Befragung teil und beantworteten Fragen zur gLQ (KIDSCREEN-27), zur Inanspruchnahme der Gesundheitsversorgung sowie zu psychosozialen Risiko- und Schutzfaktoren. Es wurden multiple lineare Regressionsanalysen durchgeführt, um den Zusammenhang zwischen diesen
Faktoren und den fünf gLQ-Dimensionen des KIDSCREEN-27 zu bewerten.
Ergebnisse: Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass elterliche Psychopathologie und elterliche Belastung Risikofaktoren für eine geringere gLQ bei Kindern und Jugendlichen mit ADHS sind. Außerdem wurde ein positiver Zusammenhang zwischen den fünf gLQ-Dimensionen und den psychosozialen Faktoren Familienklima und soziale Unterstützung festgestellt, was darauf hindeutet, dass es sich hierbei um Schutzfaktoren handelt.
Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung von Präventions- und Interventionsprogrammen für Kinder und Jugendliche mit ADHS, die die psychische Gesundheit der Eltern berücksichtigen und darauf abzielen, Ressourcen wie das Vorhandensein eines guten Familienklimas und sozialer Unterstützung zu stärken.Peer Reviewe