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Krankheitslast von schweren akuten Atemwegserkrankungen (SARI) in der Saison 2024/25 im stationären Bereich
Schwere akute respiratorische Infektionen (SARI) gehen mit langer Arbeitsunfähigkeit, stationären Krankenhausaufenthalten bis hin zu SARI-bedingten Todesfällen sowie hohen wirtschaftlichen Kosten einher und führen zu einer Belastung des Gesundheitssystems. In Deutschland gibt es seit 2015 eine ICD-10-Code-basierte Surveillance schwerer akuter respiratorischer Infektionskrankheiten (ICOSARI) für den stationären Bereich. Im Beitrag werden die Daten aus der syndromischen SARI-Surveillance für die Saison 2024/25 vorgestellt und mit neun Vorsaisons verglichen. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf dem saisonalen Verlauf, der Krankheitslast und -schwere sowie den altersgruppen- und krankheitsspezifischen Unterschieden.Burden of severe acute respiratory diseases in inpatient care during the season of 2024/25
Severe acute respiratory infections (SARI) are associated with long periods of work disability, inpatient hospital stays, and even SARI-related deaths, as well as high economic costs, placing a strain on the healthcare system. Germany has had an ICD-10 code-based surveillance of severe acute respiratory infections (ICOSARI) for inpatient care since 2015. This article presents data from the syndromic SARI surveillance for the 2024/25 season and its comparison with nine previous seasons. The focus is on the seasonal course, disease burden and severity, as well as age-group and disease-specific differencesPeer Reviewe
Long-term Incidence Trends of Head and Neck Cancers in Germany: Comparing Cancer Types Associated with HPV and Tobacco
Research Question: How have long-term incidence trends of head and neck cancer types associated with different risk factors evolved in Germany? This study examines incidence trends of HPV-associated head and neck cancers—particularly oropharyngeal—from 1999 to 2023. These will be compared to trends in cancers mainly associated with tobacco consumption, including oral cavity and laryngeal cancers. The data will be stratified by age group, sex, and federal state
Wochenbericht zur hitzebedingten Mortalität KW 30
Hitzeperioden führen in Deutschland regelmäßig zu einem Anstieg der Mortalität. Um über die aktuelle Lage in Deutschland zu informieren, wird dieser Bericht während des Sommers 2025 (Juni-September) wöchentlich aktualisiert. Der aktuelle Bericht umfasst Schätzungen der hitzebedingten Sterbefälle im Zeitraum der Kalenderwochen (KW) 15 bis 30/2025
Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut 2025
STIKODie Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) wurden auf der 109. Sitzung der STIKO verabschiedet. Die folgenden Ausführungen ersetzen die im Epidemiologischen Bulletin 4/2024 veröffentlichten Impfempfehlungen. Inhaltliche Änderungen gegenüber 2024 sind geblaut und zusätzlich mit einem Balken am Rand gekennzeichnet. Die aktuellen Empfehlungen werden auch im Pocket-Format veröffentlicht oder können über die STIKO-App aufgerufen werden
Virologische ARE- und SARI-Surveillance – Zirkulation von Atemwegsviren in der Saison 2024/25
An der virologischen ARE-Surveillance beteiligen sich derzeit 125 ambulante ärztliche Praxen, die virologische SARI-Surveillance umfasst aktuell 15 Krankenhäuser. Auch in der Saison 2024/25 lieferten sowohl die virologische ARE- als auch die SARI-Surveillance erneut umfassende Daten zum Erregerspektrum akuter Atemwegserkrankungen im ambulanten und stationären Bereich.Virological ARE and SARI Surveillance – Circulation of Respiratory Viruses in the 2024/25 Season
Currently, 125 outpatient medical practices are participating in the virological ARE surveillance, and 15 hospitals are participating in the virological SARI surveillance. In the 2024/25 season, both the ARE and SARI surveillance again provided comprehensive data on the pathogen spectrum of acute respiratory diseases in outpatient and inpatient settings
Wochenbericht zur hitzebedingten Mortalität KW 33
Hitzeperioden führen in Deutschland regelmäßig zu einem Anstieg der Mortalität. Um über die
aktuelle Lage in Deutschland zu informieren, wird dieser Bericht während des Sommers 2025
(Juni-September) wöchentlich aktualisiert. Der aktuelle Bericht umfasst Schätzungen der
hitzebedingten Sterbefälle im Zeitraum der Kalenderwochen (KW) 15 bis 33/2025
Impfquoten in Deutschland
Impfquoten sind essenziell für die Bewertung von Impfprogrammen. Das RKI publiziert regelmäßig die Impfquoten zu den von der STIKO empfohlenen Impfungen im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter. Sie liegen bei Kindern auf einem hohen Niveau. Impfserien werden jedoch oft zu spät oder gar nicht abgeschlossen. Die Einführung der RSV-Prophylaxe im Säuglingsalter kann als Erfolg bewertet werden. Bei Mädchen stagnieren die HPV-Impfquoten und bei Jungen stiegen sie zuletzt nur noch minimal an. Die Auffrischimpfung im Jugendalter wird von weniger als zwei Dritteln der Jugendlichen genutzt. Auch die Impfquoten bei Erwachsenen, Menschen mit Vorerkrankungen und Schwangeren liegen häufig deutlich unter 50 %.Immunization coverage in Germany
Monitoring immunization coverage is essential for evaluating immunization programmes. The RKI regularly publishes immunization coverage for all vaccines recommended by the STIKO for children, adolescents, and adults. Coverage is high among children. However, vaccination series are often completed too late or not at all. The introduction of monoclonal antibodies against RSV for infants can be considered a success. HPV immunization coverage is stagnating among girls and has recently risen only minimally among boys. Less than two-thirds of adolescents receive their booster dose. Immunization coverage among adults, people with medical preconditions, and pregnant women is also often well below 50%.Peer Reviewe
Körperliche Aktivität in Deutschland: Diskrepanz zwischen hoher gesellschaftlicher Erwartung und tatsächlichem Aktivitätsverhalten im Alter
Hintergrund: Körperlich aktiv zu bleiben trägt im Alter nachweislich zu einem längeren und gesünderen Leben ohne Unterstützungsbedarf bei. Entsprechend hat sich eine gesellschaftliche Erwartung im Alter aktiv zu bleiben (präskriptive Altersnorm) etabliert – vor allem unter älteren Menschen selbst. Aber sind sie tatsächlich entsprechend körperlich aktiv?
Methode: Anhand repräsentativer Daten der Befragung Age_ISM Germany (Alter 16 – 96) wird untersucht, wie stark ältere im Vergleich zu jüngeren Befragten der präskriptiven Norm zustimmen, dass „alte Menschen normalerweise körperlich aktiv bleiben sollten“. Demgegenüber gestellt wird das tatsächliche Aktivitätsverhalten 18- bis über 90-Jähriger anhand der GEDA-Umfragedaten 2019/2020 des Robert Koch-Instituts. Hierdurch werden die Zustimmung zur präskriptiven Norm und das tatsächliche Verhalten miteinander verglichen.
Ergebnisse: Obwohl die präskriptive Altersnorm, körperlich aktiv zu bleiben, in den höheren Altersgruppen stärker befürwortet wird als in den jüngeren Altersgruppen, ist der Anteil der Personen, die nach Definition der Weltgesundheitsorganisation ausreichend aktiv sind, in höheren Altersgruppen signifikant geringer.
Schlussfolgerungen: Es zeigt sich eine Norm-Verhaltens-Lücke: Besonders ab 75 Jahren klaffen Erwartungen an körperliche Aktivität und tatsächliches Verhalten zunehmend auseinander. Auf individueller Ebene kann das negative Altersstereotyp des inaktiven, passiven alten Menschen, beispielsweise dazu beitragen, dass sich ältere Menschen weniger von Bewegungsprogrammen angesprochen fühlen. Auf gesellschaftlich-struktureller Ebene könnte dies auf einen Mangel an alterssensiblen Bewegungsangeboten hinweisen.Peer Reviewe