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Prevalence of known and unknown diabetes – Adults
The indicator (key figure) presented here is part of the Diabetes Surveillance indicator set (research project at the Robert Koch Institute 2015 – 2024) with a total of 40 defined indicators or indicator groups. In addition to the indicator results, the methodological approach and the data source are described and the data are provided in aggregated form. All indicators are categorised into four fields of action: (1) Reducing the risk of diabetes, (2) Improving the early detection and treatment of diabetes, (3) Reducing the complications of diabetes, and (4) Reducing the burden and costs of disease. There are indicators for children and adolescents as well as for adults. The results of the Diabetes Surveillance at the end of the project in 2024 are published on the publication server of the Robert Koch Institute (https://edoc.rki.de/handle/176904/12467). In future, some diabetes indicators will be regularly updated with new data as part of the extended surveillance of non-communicable diseases at http://www.gbe.rki.de
Wastewater-based Surveillance
In the AMELAG project, SARS-CoV-2, influenza viruses and respiratory syncytial virus (RSV) are monitored in wastewater. Nationwide, 168 wastewater treatment plants were participating by the end of 2024; up to 70 sites are expected to participate in 2025. The data collected will be integrated into this report in the coming weeks. For the calendar week 14 data from 69 WWTPs for SARS-CoV-2, from 68 WWTPs for influenza A virus and influenza B, from 31 WWTPs for RSV A and B and from 32 WWTPs of RSV A/B (joint measurements of RSV A and B) were available. Data from other WWTP are provided continuously.
After a continuous decrease within the last months, the aggregated SARS-CoV-2 viral load is currently on a low level. The values of the aggregated influenza A and B viruses have been declining for a couple of weeks. The RSV load values in wastewater have been quite stable within the last three weeks for RSV A and RSV B. The aggregated viral load of the combined measurements of RSV A and B has decreased significantly within the last two weeks. The development observed over the last few weeks may still change due to late notifications
Der Einfluss von Alter, Geschlecht und Urbanität auf die Gesundheitsversorgung und den Zugang zu innovativen Therapien von onkologischen Patientinnen und Patienten
In der Gesundheitsversorgung onkologischer Patientinnen und Patienten hat es in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gegeben. In frühen Erkrankungsstadien sind operative Verfahren bei den meisten Entitäten die leitliniengerechte Behandlung. Dabei werden immer häufiger laparoskopische und robotisch assistierte Resektionen durchgeführt. Darüber hinaus haben systemische Therapien an Bedeutung gewonnen. Innovative Arzneimitteltherapien können inzwischen die Prognose und das Outcome bei zahlreichen Krebsarten im Vergleich zur Situation vor 10 Jahren deutlich verbessern. Klinische Studien konnten zeigen, dass neue Medikamente vor allem für fortgeschrittene Stadien Verbesserungen des Gesamt- und rezidivfreien Überlebens erzielen.
Die Implementierung einzelner Therapieformen scheint jedoch, ähnlich wie auch Diagnose, Zugang zu spezialisierter Versorgung und Mortalität, in verschiedenen Populationsgruppen unterschiedlich verteilt zu sein. Aus internationalen Studien ist bekannt, dass Betroffene aus ländlichen Regionen schlechteren Zugang zu (spezialisierter) Versorgung haben als solche, die in Ballungsgebieten wohnen. Für Deutschland konnte u.a. gezeigt werden, dass bei der systemischen Behandlung des malignen Melanoms zielgerichtete Substanzen häufiger in Ostdeutschland und Immun Checkpoint Inhibitoren häufiger in Westdeutschland genutzt werden. Auch Geschlechts- und Altersunterschiede im Zugang zu innovativen Therapien wurden berichtet.
Die vorliegende Studie untersucht den Einfluss von Alter, Geschlecht und Urbanität auf die Versorgung von onkologischen Patientinnen und Patienten am Beispiel der Entitäten Kolon, Rektum, Pankreas, Lunge, Brust, Prostata und Haut (malignes Melanom). Neben einer subgruppenspezifischen deskriptiven Darstellung behandlungsrelevanter klinischer Charakteristika werden der Einfluss von Alter, Geschlecht und Urbanität auf die Häufigkeit der Durchführung einzelner Therapien (inkl. Art der Operation und Protokoll der systemischen Therapie) sowie die Dauer zwischen Diagnose und einzelnen Therapien oder zwischen einzelnen Therapieschritten (z. B. Abstand zwischen Operation und adjuvanter Chemotherapie) untersucht. Schließlich wird die Überlebenszeit in den einzelnen Subgruppen analysiert.
Der Datensatz des ZfKD ermöglicht die Untersuchung der drei zentralen demographischen Variablen in einer deutschlandweiten versorgungsnahen und nahezu vollständigen Stichprobe. Auf Basis der verfügbaren Kreiskennziffern werden vier siedlungsstrukturelle Kreistypen (Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung) gebildet. Alter und Geschlecht werden als kategoriale Variablen genutzt. Die verfügbaren Datumsangaben zu Therapien und Tod ermöglichen die Untersuchung der für die Studie relevanten Zeitabstände und Überlebenszeit.
Die zentralen Fragestellungen, analytischen Endpunkte und geplanten statistischen Analysen der Studie sind nachfolgend kurz beschrieben. Eine ausführliche Darstellung inklusive einer Spezifikation von Hypothesen sowie einer detaillierten Beschreibung der Methodik ist der Anlage "Statistischer Analyseplan" zu entnehmen.
Fragestellung I.
Unterscheidet sich der zeitliche Abstand zwischen Diagnose und Therapie bzw. zwischen einzelnen Therapieschritten zwischen jenen Betroffenen, die in Ballungsgebieten wohnen, und jenen aus ländlichen Regionen?
Fragestellung II.
Unterscheidet sich die Häufigkeit einer bestimmten durchgeführten Therapie zwischen jenen Betroffenen, die in Ballungsgebieten wohnen, und jenen aus ländlichen Regionen?
Fragestellung III.
Unterscheidet sich die Art der eingesetzten Therapie (OP-Zugang, Protokoll der systemischen Therapie) zwischen jenen Betroffenen, die in Ballungsgebieten wohnen, und jenen aus ländlichen Regionen?
Fragestellung IV.
Gibt es eine Interaktion/Effektmodifikation zwischen Geschlecht und Wohnort bzw. Alter und Wohnort?
Fragestellung V.
Beeinflusst die Zugehörigkeit zu bestimmten Bevölkerungssubgruppen unter Berücksichtigung der spezifischen Behandlungscharakteristik und patientenseitiger Faktoren das Gesamt- und rezidivfreie Überleben der Betroffenen?
Analytische Endpunkte I und IV
Anzahl Tage zwischen Diagnose und OP
Anzahl Tage zwischen OP und Beginn Chemotherapie
Anzahl Tage zwischen OP und Beginn Strahlentherapie
Analytische Endpunkte II und IV
Durchführung OP
Durchführung Chemotherapie
Durchführung Strahlentherapie
Analytische Endpunkte III und IV
OPS-Code
Chemotherapie Protokoll
Chemotherapie Substanzen
Chemotherapie Stellung zur OP
Strahlentherapie Stellung zur OP
Analytische Endpunkte V
Datum des Auftretens von Rezidiven, neu aufgetretene Metastasierung
Sterbedatum
Statistische Analysen I bis IV
Subgruppenspezifische (Alter, Geschlecht, Urbanität) deskriptive Darstellung behandlungsrelevanter klinischer Charakteristika stratifiziert nach Entität
- Topologie, Morphologie, TNM, Lokalisation von Fernmetastasen, Mutation, Tumordicke
- Analytische Endpunkte
(Häufigkeiten, Prozentwerte, Mittelwerte, Standardabweichungen)
(Urbanität entspricht siedlungsstrukturellem Kreistypen nach Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung)
Regressionsanalysen zur Prüfung von (adjustierten) Gruppenunterschieden inklusive Interaktion zwischen Urbanität und Alter bzw. Geschlecht
Statistische Analysen V
Überlebenszeitanalysen (Gesamt- und rezidivfreies Überleben für Gesamtstichprobe und nach Subgruppen):
- Kaplan Meier Analysen (Endpunkt: Sterbedatum bzw. Datum Lokalrezidiv ODER Datum Rezidiv ODER Datum Fernmetastase ODER Sterbedatum)
Multivariable Cox Regressionen (adjustiert für klinische Charakteristika
Wastewater-based Surveillance on SARS-CoV-2
In the AMELAG project, SARS-CoV-2, influenza viruses and respiratory syncytial virus (RSV) are monitored in wastewater. Nationwide, 168 wastewater treatment plants were participating by the end of 2024; around 70 sites participate in 2025. The data collected will be integrated into this report in the coming weeks. For the calendar week 21 data from 65 WWTPs for SARS-CoV-2, from 67 WWTPs for influenza A virus and influenza B, from 40 WWTPs for RSV A and B and from 26 WWTPs of RSV A/B (joint measurements of RSV A and B) were available. Data from other WWTP are provided continuously.
The aggregated SARS-CoV-2 viral load is currently on a low level. The values of the aggregated influenza A and B viruses have been declining for a couple of weeks and are currently on a low level. The RSV load values in wastewater are on a low level for RSV A and further declining for RSV B. The aggregated viral load of the combined measurements of RSV A and B is also on a low level. The development observed over the last few weeks may still change due to late notifications
ARE-Wochenbericht
Das ARE-Geschehen wird aktuell hauptsächlich durch Erkältungsviren wie Rhinoviren bestimmt, vereinzelt werden noch Influenzaviren und RSV nachgewiesen. Die Zahl schwer verlaufender ARE liegt seit einigen Wochen auf einem niedrigen Niveau.
In der Saison 2024/25 war die ARE-Aktivität in den verschiedenen Sentinel-Systemen bereits im Herbst relativ hoch, wobei bis zum Jahresende hauptsächlich Rhinoviren und SARS-CoV-2 zirkulierten. Ab dem Jahreswechsel schloss sich eine ausgeprägte Influenza-Welle an mit einer besonders hohen Krankheitslast bei Schulkindern. Es zirkulierten überwiegend Influenza B- und A(H1N1)pdm09-Viren.
Die Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen (ARE) in der Bevölkerung ist in der 20. KW 2025 im Vergleich zur Vorwoche gestiegen.
Im ambulanten Bereich ist die Zahl der Arztbesuche wegen ARE in der 20. KW 2025 im Vergleich zur Vorwoche stabil geblieben.
Im Nationalen Referenzzentrum (NRZ) für Influenzaviren wurden in der 20. KW 2025 in insgesamt 44 (71 %) der 62 eingesandten Sentinelproben respiratorische Viren identifiziert, darunter hauptsächlich Rhinoviren (50 %) sowie weitere Atemwegsviren des Erregerpanels.
Im Rahmen der ICD-10-Code basierten Krankenhaussurveillance (ICOSARI) ist die Zahl schwerer akuter respiratorischer Infektionen (SARI) in der 20. KW 2025 leicht gesunken. Der Anteil der COVID-19-Erkrankungen bei SARI-Patientinnen und -Patienten lag in der 20. KW bei insgesamt 2 %. RSV- sowie Influenza-Diagnosen sind jeweils bei weniger als 1 % der SARI-Fälle vergeben worden.
In der virologischen SARI-Surveillance des NRZ für Influenzaviren wurden im April 2025 in 42 der 100 eingesandten Proben respiratorische Viren nachgewiesen, darunter Rhinoviren (15 %), hMPV (9 %) sowie Influenza A- und B-Viren (8 %).
Im Vergleich zur Vorwoche ist in der 20. Meldewoche (MW) 2025 die Zahl der an das RKI gemäß IfSG übermittelten Fälle mit Influenzavirusinfektion oder RSV-Infektion gesunken.
Die Werte der aggregierten Influenza-Viruslast im Abwasser befinden sich mittlerweile wieder auf einem niedrigen Niveau. Die Werte der RSV-Last im Abwasser befinden sich für RSV A auf einem niedrigen Niveau und sinken weiter für RSV B
Risk of cardiovascular disease in Germany: results from GEDA 2022
Background: Knowledge of the risk of cardiovascular disease (CVD) is important for its prevention.
Methods: Data from a non-clinical test for the absolute risk of having a heart attack or stroke for the first time in the next ten years is available from 3,271 35- to 69-year-old participants in the GEDA 2022 study without a diagnosis of heart attack or stroke. This risk was categorised as low (< 5 %), still low (≥ 5 % – < 7.5 %), increased (≥ 7.5 % – < 10 %) and high (≥ 10 %). In addition, the self-perceived CVD risk was asked as almost no, low, moderate and high risk.
Results: According to the CVD test, 73.5 % of adults were at low risk, 7.8 % were still at low risk, 6.0 % were at increased risk and 12.8 % were at high risk. In contrast, 28.7 % perceived themselves to be at almost no risk, 45.3 % at low risk, 20.4 % at moderate risk and 5.6 % at high risk of CVD. The higher the test-based risk, the lower the proportion of those who perceived themselves as having almost no or only a low risk. Nevertheless, half of the people with an increased to high risk according to the test result perceived themselves to be at almost no or only a low risk. The underestimation of risk was associated with lower education, better mental health and physical activity in both sexes.
Conclusions: People who underestimate their risk of CVD despite an unfavourable risk factor profile are a key target group for cardiovascular prevention
Abwassersurveillance
Im Vorhaben AMELAG werden SARS-CoV-2, Influenzaviren und respiratorische Synzytialviren (RSV) im Abwasser überwacht. Bundesweit nahmen bis zum Jahreswechsel 2024/2025 168 Kläranlagen teil, im Jahr 2025 ist die Teilnahme von bis zu 70 Standorten geplant. Die dabei erhobenen Daten werden in den kommenden Wochen in diesen Bericht integriert. Für die 7. Kalenderwoche liegen Daten aus 55 Kläranlagen für SARS-CoV-2, aus 55 Kläranlagen für das Influenza A-Virus bzw. Influenza B-Virus, aus 25 Kläranlagen für RSV A bzw. RSV B und aus 27 Kläranlagen für RSV A/B (gemeinsame Messungen von RSV A und B) vor. Daten weiterer Kläranlagen werden nachgeliefert.
In den letzten Wochen ist eine leicht fallende aggregierte SARS-CoV-2-Viruslast zu erkennen. Die Werte der Influenza A- und B-Viren stiegen in den letzten Wochen deutlich an, mit höheren Werten für Influenza A-Virus gegenüber dem Influenza B-Virus. Der Anstieg hat sich für die 7. Kalenderwoche nicht fortgesetzt. Die Werte der RSV-Last im Abwasser steigen in den letzten Wochen an, hier scheinen die Werte für RSV B rascher anzusteigen als für RSV A. Die Entwicklung der letzten Wochen kann sich aufgrund von Nachmeldungen jedoch noch verändern
Inzidenz des Uvealmelanoms in Deutschland (Diagnosejahre 2000 bis 2022)
Das uveale Melanom (UM) ist das am häufigsten vorkommende primär intraokulare Malignom bei Erwachsenen [2]. UM entstehen am häufigsten aus Melanozyten der Aderhaut (85%-90%), können aber auch von der Iris (3%-5%) und dem Ziliarkörper (5%-8%) ausgehen [1]. Das Durchschnittsalter bei der Diagnose liegt bei etwa 62 Jahren; die Diagnose wird jedoch am häufigsten zwischen 70 und 79 Jahren gestellt. UM machen 3-5% aller Melanome aus und gelten somit trotzdem als seltene Tumore. Die Inzidenz variiert stark mit dem Geschlecht und der ethnischen Herkunft der Patienten. Diese wird in den USA bei jährlich 4-7 Neuerkrankungen pro Million Einwohner geschätzt. In Europa wurde hinsichtlich der Inzidenz ein Nord-Süd-Gefälle beobachtet: sie liegt bei 2 pro Million Einwohner in Spanien und Italien, bei 4-6 pro Million in Mitteleuropa und bei bis zu acht pro Million Einwohner jährlich in Dänemark und Norwegen [5]. Daraus kann extrapoliert werden, dass in Deutschland ein UM bei rund 500-600 neue Patienten pro Jahr diagnostiziert wird. Im Universitätsklinikum Essen werden jährlich im Schnitt 380 neue Patienten mit einem UM untersucht und behandelt.
Genaue, methodisch standardisierte Zahlen zur UM-Inzidenz in Deutschland fehlen jedoch bisher, bis auf eine fast 20 Jahre alten Schätzung, die auf eine Fall-Kontroll-Studie basierte. Dies liegt zum Teil daran, dass die Diagnose eines UM in den meisten Fällen klinisch gestellt wird und nicht histologisch, was eine gewisse (geringe) Ungenauigkeit bringen kann. Eine weitere Konsequenz daraus ist, dass Kliniker (Augenärzte) weniger eng mit Krebsregister kooperieren als Pathologen und somit in Deutschland lange Zeit nur wenige Fälle weitergegeben wurden, was ein Monitoring der UM-Inzidenz deutlich erschwert hat. Diese Situation hat sich glücklicherweise verbessert, seitdem Landesgesetze eine Meldung von Krebsfällen verpflichtend gemacht haben und die technischen Voraussetzungen für eine zuverlässige und zeitnahe Fallmeldung geschaffen wurden.
Beantragt werden die Personen- und Tumordaten aller dem ZfKD in den Jahren 2014-2019 (falls schon vorhanden auch 2020) gemeldeten UM-Fälle, sowie die zugehörigen Daten zur Primärtherapie und Sterbefallangaben. Die Fälle sollen anhand der ICD-O-3 Codes C69.3 und C69.4 erkannt werden. Weiterhin werden auch die Fälle mit dem Code C69.2 (bösartige Neubildung der Retina) und C69.9 (NOS), weil es sich dabei häufig um fehlkodierte Aderhauttumore geht; als Malignome der Retina kommen praktisch nur Retinoblastome in Frage, welche nur im frühen Kindesalter auftreten. Anhand dieser Daten soll zum ersten Mal – basierend auf Krebsregisterdaten – die Inzidenz des UM in Deutschland berechnet werden. Mithilfe der Sterbefallangaben wird auch eine Bestimmung des mittleren Gesamtüberlebens von UM-Patienten angestrebt, bzw. eine Schätzung des Tumorspezifischen Überlebens, worüber für deutsche Patienten bisher keine verlässliche Aussage gemacht werden konnte.
Bei unserem Forschungsprojekt geht es maßgeblich darum, Erkenntnisse zur epidemiologischen Lage des UM zu gewinnen, vorangig um die aktuelle (altersstandardisierte) jährliche Inzidenz ihre demographische Verteilung innerhalb der Bundesrepublik. Dies wird anhand der beantragten Personen- und Tumordiagnoseangaben berechnet werden. Weiterhin steht auch die Mortalität der Erkrankung im Vordergrund, die anhand der Sterbefallangaben möglicherweise besser untersucht werden könnte.
Zusätzlich zur Gesamtzahl an Fällen sollen der Anteil an DCO-Fällen sowie die Angaben zur Primärtherapie für die Einschätzung der Vollständigkeit der gemeldeten Daten benutzt werden, da das Gesamtverhältnis von Strahlentherapie zu Operation mit unseren Klinikinternen Daten verglichen werden kann: Eine Tumorbestrahlung ist nur in wenigen deutschen Zentren möglich, wohingegen eine Augenenukleation (Operation) deutlich breiter verfügbar ist; in unserer Klinik werden ca. 80% der Patienten bestrahlt
RKI-Ratgeber Kopflausbefall
Kopfläuse (Pediculus humanus capitis) sind weltweit verbreitet und werden häufiger bei Grundschulkindern (7 – 9 Jahre) nachgewiesen. Kopflausbefall hat nichts mit fehlender Sauberkeit zu tun, da Kopfläuse durch das Waschen der Haare mit gewöhnlichem Shampoo nicht beseitigt werden. Enge zwischenmenschliche Kontakte, bei denen sich Haare verschiedener Personen berühren können, begünstigen die Verbreitung von Kopfläusen. Sie können zu allen Jahreszeiten auftreten. Ihre Verbreitung wird durch zu später oder fehlender Information von Kontaktpersonen über aufgetretenen Kopflausbefall und fehlende oder unzureichend wirksame Behandlungsmaßnahmen begünstigt. Der RKI-Ratgeber gibt einen detaillierten Überblick über die Eigenschaften und Verbreitung der Kopflaus, Symptome, Diagnostik und Therapie des Kopflausbefalls sowie Präventionsmaßnahmen
Epidemiologie von Hepatitis-B- und Hepatitis-C-Virusinfektionen in Deutschland im Jahr 2024
In diesem Artikel wird anlässlich des diesjährigen Welt-Hepatitis-Tages die epidemiologische Situation von Infektionen mit Hepatitis-B- und Hepatitis-C-Viren (HBV und HCV) in Deutschland im Jahr 2024 auf Grundlage der Meldedaten im Vergleich zu den Vorjahren dargestellt. Es wurden 22.126 HBV-Infektionen und 9.624 HCV-Infektionen an das Robert Koch-Institut übermittelt. Somit setzte sich der in den beiden Vorjahren verzeichnete starke Anstieg der übermittelten HBV- und HCV-Infektionen nicht weiter fort. Die Anzahl der übermittelten HCV-Fälle ist im Vergleich zum Vorjahr um 8 % gesunken, während HBV-Fälle um 5 % zurückgegangen sind. Die Zahlen der 2024 gemeldeten HBV- und HCV-Infektionen stellen trotz des leichten Rückgangs im Vergleich zum Vorjahr immer noch fast eine Verdreifachung beziehungsweise eine Verdopplung der im Jahr 2021 gemeldeten Fälle dar. Im Vergleich zum Durchschnitt der letzten fünf Jahre ist ein starker Anstieg der gemeldeten Fälle in allen Bundesländern zu verzeichnen.On the occasion of this year's World Hepatitis Day, this article presents the epidemiology of infections with hepatitis B and hepatitis C viruses (HBV and HCV) in Germany in 2024, based on reported data in comparison to the previous years. 22,126 HBV infections and 9,624 HCV infections were reported to the Robert Koch Institute. The significant increase in reported HBV and HCV infections from the two previous years did not continue. The number of reported HCV cases decreased by 8% compared to the previous year, while HBV cases decreased by 5%. Despite a slight decrease compared to the previous year, the number of HBV and HCV infections reported in 2024 have still almost tripled and doubled, respectively, in comparison to the cases reported in 2021. Compared to the average of the last five years, there has been a sharp increase in reported cases in all federal states.Peer Reviewe