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Wastewater-based Surveillance
In the AMELAG project, SARS-CoV-2, influenza viruses and respiratory syncytial virus (RSV) are monitored in wastewater. Nationwide, 168 wastewater treatment plants were participating by the end of 2024; up to 70 sites are expected to participate in 2025. The data collected will be integrated into this report in the coming weeks. For the calendar week 11 data from 47 WWTPs for SARS-CoV-2, from 47 WWTPs for influenza A virus and influenza B, from 30 WWTPs for RSV A and B and from 12 WWTPs of RSV A/B (joint measurements of RSV A and B) were available. Data from other WWTP are provided continuously.
Over the last weeks, a decreasing aggregated SARS-CoV-2 viral load can be observed. The values of the aggregated influenza A and B viruses are declining but still on a high level. The RSV load values in wastewater have increased in recent weeks, with the values for RSV B appearing to have increased more rapidly than for RSV A. The aggregated viral load of the combined measurements of RSV A and B seems to increase on average within the last weeks. The development observed over the last few weeks may still change due to late notifications
Depressive und Angstsymptomatik bei Erwachsenen in Deutschland: Ergebnisse aus dem Panel „Gesundheit in Deutschland“ 2024
Hintergrund: Telefonsurveys zeigen für 2020 – 2023 eine Verschlechterung der psychischen Gesundheit Erwachsener in Deutschland. Für das Jahr 2024 werden Ergebnisse aus dem neuen Panel „Gesundheit in Deutschland“ des Robert Koch-Instituts zu depressiver und Angstsymptomatik vorgestellt und in bestehende Zeitreihen eingeordnet.
Methode: Mit Daten von n = 27.102 schriftlich bzw. online befragten Teilnehmenden wurden Prävalenzen geschätzt und Subgruppenunterschiede untersucht. Trends 2014 – 2024 wurden unter Berücksichtigung von Methodenbrüchen modelliert.
Ergebnisse: Im Jahr 2024 wiesen geschätzt 22 % der Erwachsenen eine depressive Symptomatik auf (PHQ-9 ≥ 10), 14 % eine Angstsymptomatik (GAD-7 ≥ 10). Bei 8 % der Erwachsenen lag eine mittelschwere bis schwere depressive oder Angstsymptomatik vor (PHQ-9/GAD-7 ≥ 15). Frauen, jüngere Erwachsene sowie Personen mit niedriger oder mittlerer Bildung waren häufiger betroffen. Besonders hoch war die Belastung unter jungen Frauen: 47 % wiesen eine depressive oder Angstsymptomatik auf. Die Anteile 2024 liegen deutlich über den Vorjahreswerten, wobei diese Unterschiede größtenteils auf den Methodenwechsel zurückzuführen zu sein scheinen. Ob sich der von 2020 – 2023 beobachtete Anstieg weiter fortsetzt, kann auf Grund der veränderten Methodik nicht abschließend beurteilt werden.
Schlussfolgerungen: Es besteht weiterhin hoher Bedarf an Maßnahmen zur Förderung der psychischen Gesundheit der Bevölkerung. Die Etablierung des RKI-Panels in den kommenden Jahren ermöglicht in Zukunft eine methodisch konstante Beobachtung depressiver und Angstsymptomatik, welche eine zentrale Voraussetzung für die zuverlässige Beurteilung von Trends in der Bevölkerung darstellt.Peer Reviewe
Epidemiologie und Resistenzlage der Gonorrhö in Deutschland in den Jahren 2023 und 2024
Neisseria gonorrhoeae (NG) ist der Erreger der Gonorrhö und wird durch direkten Schleimhautkontakt, z. B. beim Geschlechtsverkehr oder während der Geburt übertragen. Die Gonorrhö zeigt ein vielgestaltiges klinisches Bild und kann unbehandelt sowohl bei Männern als auch bei Frauen Unfruchtbarkeit zur Folge haben. Die Gonorrhö ist grundsätzlich gut mit Antibiotika behandelbar, es wird jedoch weltweit eine Zunahme von Resistenzen gegenüber allen wichtigen therapeutisch eingesetzten Antibiotikaklassen, inklusive Penicillinen, Tetracyclinen, Makroliden, Fluorchinolonen sowie Cephalosporinen der dritten Generation beobachtet. Der Beitrag gibt einen detaillierten Überblick über die aktuelle Epidemiologie und Resistenzlage der Gonorrhö in DeutschlandEpidemiology and resistance profile of gonorrhea in Germany in 2023 and 2024
Neisseria gonorrhoeae (NG) causes gonorrhea and is transmitted through direct mucosal contact, e.g., during sexual intercourse or childbirth. Gonorrhea presents with diverse clinical symptoms and, if left untreated, can lead to infertility in both men and women. Gonorrhea is generally well treatable with antibiotics although there are worldwide increasing resistances to all major therapeutic antibiotic classes, including penicillins, tetracyclines, macrolides, fluoroquinolones, and third-generation cephalosporins. This article provides a detailed overview of the current epidemiology and resistance profile of gonorrhea in Germany
ARE-Wochenbericht des RKI KW 44
Die Aktivität akuter Atemwegserkrankungen ist insgesamt gesunken und liegt aktuell auf einem niedrigen bis moderaten Niveau. Das ARE-Geschehen wird momentan hauptsächlich durch Rhinoviren und SARS-CoV-2 bestimmt. Die SARS-CoV-2-Aktivität ist in den letzten Wochen in den meisten Systemen zurückgegangen und ist weiterhin deutlich niedriger als im Vorjahr um diese Zeit. Die Zahl schwer verlaufender Atemwegserkrankungen ist insgesamt sehr niedrig.
Durch die Herbstferien können die Werte stärker schwanken und sich nachträglich noch verändern.
Die Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen (ARE) in der Bevölkerung ist in der 44. KW 2025 im Vergleich zur Vorwoche leicht gesunken und lag auf einem niedrigen Niveau.
Im ambulanten Bereich ist die Zahl der Arztbesuche wegen ARE in der 44. KW im Vergleich zur Vorwoche gesunken und befand sich auf einem moderaten Niveau.
Im Nationalen Referenzzentrum (NRZ) für Influenzaviren wurden in der 44. KW 2025 in insgesamt 47 der 82 eingesandten Sentinelproben respiratorische Viren identifiziert, darunter hauptsächlich Rhinoviren (34 %) und SARS-CoV-2 (20 %).
Im Rahmen der ICD-10-Code basierten Krankenhaussurveillance (ICOSARI) ging die Zahl schwerer akuter respiratorischer Infektionen (SARI) in der 44. KW 2025 zurück auf ein sehr niedriges Niveau. Der Anteil der COVID-19-Diagnosen bei SARI-Patientinnen und -Patienten lag in der 44. KW bei insgesamt 12 %. Influenza-Diagnosen wurden bei 4 % und RSV-Diagnosen bei 2 % aller SARI-Fälle vergeben.
In der virologischen SARI-Surveillance des NRZ für Influenzaviren wurden in der 44. KW 2025 in drei der 14 eingesandten Proben respiratorische Viren nachgewiesen, darunter Influenza A- und B-Viren, SARS-CoV-2 und Rhinoviren (je 7 %).
Die Zahl der an das RKI gemäß IfSG übermittelten COVID-19-Fälle ist in der 44. Meldewoche (MW) 2025 im Vergleich zur 43. MW weiter gesunken. Die Zahl der übermittelten Fälle mit Influenzavirusinfektion blieb im Vergleich zur Vorwoche stabil. Die Zahl der RSV-Infektionen war in der 44. MW weiterhin niedrig.
Die rekombinante SARS-CoV-2-Linie XFG wurde in der 42. KW 2025 mit einem Anteil von 80 % weiterhin am häufigsten unter den zirkulierenden SARS-CoV-2-Linien nachgewiesen.
Die Werte der aggregierte SARS-CoV-2-Last im Abwasser zeigten in den letzten beiden Wochen einen Rückgang
Beschluss der STIKO-Empfehlung zur Impfung gegen Chikungunya
Chikungunya ist bislang bei deutschen Reiserückkehrenden sehr selten. Das allgemeine Risiko bei Reisen in Endemiegebiete ist als gering einzustufen, steigt aber entscheidend bei einer Reise in ein aktuelles Ausbruchsgebiet. Daher wird die Impfung bei Reisen in Gebiete empfohlen, für die ein aktuelles Chikungunya-Ausbruchsgeschehen bekannt ist, oder bei wiederholten Aufenthalten in einem Chikungunya-Endemiegebiet sowie für Personen, bei denen ein erhöhtes Risiko für eine Chronifizierung oder einen schweren Krankheitsverlauf besteht. Die STIKO empfiehlt dazu einen der beiden verfügbaren Impfstoffe gegen Chikungunya: den attenuierten Lebendimpfstoff Ixchiq für Personen im Alter von 12 bis 59 Jahren oder den Totimpfstoff Vimkunya für Personen ≥ 12 Jahre. Personen, die gezielte Tätigkeiten mit Chikungunya-Viren gemäß Biostoffverordnung ausüben, sollten eine Impfstoffdosis einer der beiden Impfstoffe unter Berücksichtigung der jeweiligen Altersgruppen als beruflich indizierte Impfung erhalten.Decision and scientific justification of the STIKO recommendation for the vaccination against Chikungunya
Chikungunya is currently very rare among returning German travelers. The general risk when traveling to endemic areas is considered low, but increases significantly when traveling to areas with Chikungunya outbreaks. Therefore, the vaccination is recommended for individuals traveling to areas with known outbreaks, for repeated stays in a Chikungunya-endemic area, and for individuals with an increased risk of disease chronification or severe progression. The STIKO recommends one of the two available vaccines against Chikungunya: the live-attenuated vaccine Ixchiq for individuals aged 12 to 59 years, or the inactivated vaccine Vimkunya for individuals aged 12 years and older. Individuals carrying out specific activities involving Chikungunya viruses in accordance with the Biological AgentsPeer Reviewe
GrippeWeb-Wochenbericht KW 07
Die Aktivität akuter Atemwegserkrankungen (ARE-Inzidenz) in der Bevölkerung ist in der 7. KW 2025 im
Vergleich zur Vorwoche relativ stabil geblieben und lag auf einem für die Jahreszeit erhöhten Wert von rund
8.800 ARE pro 100.000 Einw. (Vorwoche: 9.000). Die Werte bei den Schulkindern sind zurückgegangen. Die
Inzidenz der grippeähnlichen Erkrankungen (ILI) ist in der 7. KW im Vergleich zur Vorwoche gesunken und lag
bei rund 2.600 ILI pro 100.000 Einw. (Vorwoche: 3.000). Die basierend auf Angaben der GrippeWeb-
Teilnehmenden geschätzte COVID-19-Inzidenz lag in der 7. KW bei rund 100 COVID-19-Erkrankungen pro
100.000 Einw. In der virologischen Überwachung in der Bevölkerung (GrippeWeb-Plus) wurden seit der 5. KW
2025 hauptsächlich Rhino-/Enteroviren, Influenzaviren und humane saisonale Coronaviren nachgewiesen. Die
Grippe-Aktivität ist weiterhin hoch