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ARE-Wochenbericht KW 05
Die ARE-Aktivität ist in den letzten Wochen deutlich angestiegen. Insbesondere bei den Schulkindern ist die Krankheitslast aktuell ungewöhnlich hoch. Das ARE-Geschehen wird weiterhin durch eine starke Zirkulation von Influenzaviren bestimmt. Influenzaerkrankungen werden in allen Altersgruppen verzeichnet, der dominierende Influenzavirussubtyp ist A(H1N1)pdm09, gefolgt von Influenza B-Viren.
Die Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen (ARE) in der Bevölkerung ist in der 5. KW 2025 im Vergleich zur Vorwoche gestiegen.
Im ambulanten Bereich ist die Zahl der Arztbesuche wegen ARE in der 5. KW 2025 im Vergleich zur Vorwoche deutlich gestiegen, insbesondere bei den Schulkindern.
Im Nationalen Referenzzentrum (NRZ) für Influenzaviren wurden in der 5. KW 2025 in insgesamt 261 der 320 eingesandten Proben aus dem ARE-Praxis-Sentinel respiratorische Viren identifiziert, darunter hauptsächlich Influenza A- und B-Viren (57 %). Von den 188 nachgewiesenen Influenzaviren waren 90 (48 %) Influenza A(H1N1)pdm09-, 78 (41 %) B- und 18 (10 %) A(H3N2)-Viren sowie zwei (1 %) nicht subtypisierte Influenza A-Viren.
Respiratorische Synzytialviren (RSV) wurden in 7 % der Proben nachgewiesen und SARS-CoV-2 in 1 %.
Im Rahmen der ICD-10-Code basierten Krankenhaussurveillance (ICOSARI) ist die Zahl schwerer akuter respiratorischer Infektionen (SARI) in der 5. KW 2025 stabil geblieben und lag insgesamt auf einem hohen Niveau. Bei den Schulkindern (5 bis 14 Jahre) haben sich die SARI-Fallzahlen seit dem Jahreswechsel mehr als verdreifacht und sind aktuell deutlich höher als in den Grippewellen der Vorsaisons. Der Anteil der Influenza-Diagnosen bei SARI-Patientinnen und -Patienten blieb hoch und lag in der 5. KW insgesamt bei 39 %. Unter Schulkindern, die mit einer SARI hospitalisiert waren, erhielten 70 % eine Influenza-Diagnose. RSV wurden bei 5 % der Fälle diagnostiziert und COVID-19 bei 2 %.
In der virologischen SARI-Surveillance des NRZ für Influenzaviren wurden in der 5. KW 2025 in 35 der 47 eingesandten Proben respiratorische Viren nachgewiesen, darunter hauptsächlich Influenza A- und B-Viren (47 %) sowie Rhinoviren und RSV (je 13 %).
In der 5. Meldewoche (MW) 2025 ist die Zahl der an das RKI übermittelten Influenza- und RSV-Fälle gestiegen, die Zahl der übermittelten COVID-19-Fälle ist stabil geblieben.
Im Abwassermonitoring ist für die letzten Wochen eine leichter Rückgang der SARS-CoV2-Viruslast zu beobachten, die Viruslast von Influenza A- und B-Viren stieg dagegen deutlich an
Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut 2025
STIKODie Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) wurden auf der 109. Sitzung der STIKO verabschiedet. Die folgenden Ausführungen ersetzen die im Epidemiologischen Bulletin 4/2024 veröffentlichten Impfempfehlungen. Inhaltliche Änderungen gegenüber 2024 sind geblaut und zusätzlich mit einem Balken am Rand gekennzeichnet. Die aktuellen Empfehlungen werden auch im Pocket-Format veröffentlicht oder können über die STIKO-App aufgerufen werden
Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) und der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin, Reisemedizin und Globale Gesundheit e. V. (DTG) zu Reiseimpfungen
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt Reiseimpfungen zum individuellen Schutz Reisender mit einem Expositionsrisiko gegenüber bestimmten impfpräventablen Erkrankungen und um den Import von Infektionserregern in das bereiste Land oder bei Rückreise nach Deutschland zu verhindern. Die im Epidemiologischen Bulletin 14/2025 publizierten Reiseimpfempfehlungen wurden von der STIKO und der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin, Reisemedizin und Globale Gesundheit e. V. (DTG) diskutiert und beschlossen. Neuerungen sind u. a. die aktualisierte Epidemiologie bei Cholera, Dengue, Hepatitis A und B, Meningokokken, Poliomyelitis sowie Typhus/Paratyphus
GrippeWeb-Monatsbericht KW 28-31
Die Aktivität akuter Atemwegserkrankungen (ARE-Inzidenz) in der Bevölkerung (GrippeWeb) ist von der 28. bis
zur 30. KW stabil geblieben und stieg zur 31. KW an. Durch den zuletzt beobachteten Anstieg befinden sich die
Werte aktuell zwar noch auf niedrigem Niveau, aber höher als sonst zur 31. KW. Sie lagen in der 31. KW bei rund
4.300 ARE pro 100.000 Einw. (Vorwoche: 3.600). Der Anstieg der Werte von der 30. auf die 31. KW ist
insbesondere auf die gestiegene ARE-Inzidenz bei den Erwachsenen zwischen 15 bis 59 Jahre zurückzuführen.
Die aktuelle ARE-Inzidenz entspricht einer Gesamtzahl von etwa 3,7 Millionen neu aufgetretenen akuten
Atemwegserkrankungen in der 31. KW. Die Inzidenz der grippeähnlichen Erkrankungen (ILI) ist von der 28. bis
zur 30. KW gesunken und anschließend zur 31. KW gestiegen und lag mit 900 ILI pro 100.000 Einw. im
Vergleich zu früheren Jahren in der 31. KW im oberen Wertebereich. Die geschätzte COVID-19-Inzidenz in der
Bevölkerung basierend auf Angaben der GrippeWeb-Teilnehmenden blieb auf niedrigem Niveau und lag im
Berichtszeitraum bei rund 100 bis 200 COVID-19-Erkrankungen pro 100.000 Einw. In der virologischmikrobiologischen
Surveillance in der Bevölkerung (GrippeWeb-Plus) wurden im Juni hauptsächlich
Rhino-/Enteroviren nachgewiesen, gefolgt von Parainfluenzaviren und humanen saisonalen Coronaviren.
Die für die Bevölkerung in Deutschland geschätzten Inzidenzen beruhen auf den Selbstauskünften von
Personen, die sich bei GrippeWeb registriert haben. Für die 28. bis 31. KW 2025 haben bisher 8.261 bis 12.038
GrippeWeb-Teilnehmende eine Meldung pro Woche abgegeben, von diesen hatten in der 31. KW 321 eine ARE
und 61 eine ILI (Datenstand: 5.8.2025, 0:00 Uhr). Durch Nachmeldungen, die bis zu vier Wochen lang möglich
sind, können sich noch Änderungen ergeben. Aktuell können durch die Nachmeldungen rund 12.000
Meldungen pro Woche für die Auswertungen berücksichtigt werden. Neue Teilnehmende sind herzlich
willkommen. Mehr Informationen zu GrippeWeb finden Sie hier. Eine Registrierung ist jederzeit und in wenigen
Schritten möglich
GrippeWeb-Wochenbericht KW 09
Die Aktivität akuter Atemwegserkrankungen (ARE-Inzidenz) in der Bevölkerung ist in der 9. KW 2025 im
Vergleich zur Vorwoche leicht gestiegen und lag bei rund 8.100 ARE pro 100.000 Einw. (Vorwoche: 7.700).
Dabei sind die Werte bei den Schulkindern (5 bis 14 Jahre) und den Erwachsenen bis 59 Jahre leicht
gestiegen und in den Altersgruppen der 0- bis 4-Jährigen und den ab 60-Jährigen gesunken bzw. stabil
geblieben. Die Inzidenz der grippeähnlichen Erkrankungen (ILI) ist in der 9. KW im Vergleich zur Vorwoche
gesunken und lag bei rund 2.400 ILI pro 100.000 Einw. (Vorwoche: 2.700). Die basierend auf Angaben der
GrippeWeb-Teilnehmenden geschätzte COVID-19-Inzidenz lag in der 9. KW bei rund 100 COVID-19-
Erkrankungen pro 100.000 Einw. In der virologischen Überwachung in der Bevölkerung (GrippeWeb-Plus)
wurden im Februar 2025 hauptsächlich Rhino-/Enteroviren, Influenzaviren, Respiratorische Synzytialviren (RSV)
und humane saisonale Coronaviren nachgewiesen. Die Grippe-Aktivität ist weiterhin hoch
Achievement of DMP quality assurance goals - type 2 diabetes – Adults
The indicator (key figure) presented here is part of the Diabetes Surveillance indicator set (research project at the Robert Koch Institute 2015 – 2024) with a total of 40 defined indicators or indicator groups. In addition to the indicator results, the methodological approach and the data source are described and the data are provided in aggregated form. All indicators are categorised into four fields of action: (1) Reducing the risk of diabetes, (2) Improving the early detection and treatment of diabetes, (3) Reducing the complications of diabetes, and (4) Reducing the burden and costs of disease. There are indicators for children and adolescents as well as for adults. The results of the Diabetes Surveillance at the end of the project in 2024 are published on the publication server of the Robert Koch Institute (https://edoc.rki.de/handle/176904/12467). In future, some diabetes indicators will be regularly updated with new data as part of the extended surveillance of non-communicable diseases at http://www.gbe.rki.de
Sugar-sweetened beverages – Children and adolescents
The indicator (key figure) presented here is part of the Diabetes Surveillance indicator set (research project at the Robert Koch Institute 2015 – 2024) with a total of 40 defined indicators or indicator groups. In addition to the indicator results, the methodological approach and the data source are described and the data are provided in aggregated form. All indicators are categorised into four fields of action: (1) Reducing the risk of diabetes, (2) Improving the early detection and treatment of diabetes, (3) Reducing the complications of diabetes, and (4) Reducing the burden and costs of disease. There are indicators for children and adolescents as well as for adults. The results of the Diabetes Surveillance at the end of the project in 2024 are published on the publication server of the Robert Koch Institute (https://edoc.rki.de/handle/176904/12467). In future, some diabetes indicators will be regularly updated with new data as part of the extended surveillance of non-communicable diseases at http://www.gbe.rki.de
Gesundheitsbezogene Lebensqualität – Körperliche Dimension – Erwachsene
Der hier dargestellte Indikator (Kennzahl) ist Teil des Indikatorensets der Diabetes-Surveillance (Forschungsprojekt am Robert Koch-Institut 2015-2024) mit insgesamt 40 definierten Indikatoren beziehungsweise Indikatorgruppen. Zusätzlich zu den Indikator-Ergebnissen werden das methodische Vorgehen und die Datengrundlage beschrieben sowie die Daten in aggregierter Form bereitgestellt. Alle Indikatoren sind in vier Handlungsfelder eingeordnet: (1) Diabetesrisiko reduzieren, (2) Diabetesfrüherkennung und behandlung verbessern, (3) Diabeteskomplikationen reduzieren bzw. (4) Krankheitslast und Krankheitskosten senken. Zudem wird zwischen Kindern und Jugendlichen sowie Erwachsenen unterschieden. Der Ergebnisstand der Diabetes-Surveillance zum Projektende 2024 ist auf dem Publikationsserver des Robert Koch-Institutes (https://edoc.rki.de/handle/176904/12467) veröffentlicht. Zukünftig werden einige Diabetes-Indikatoren als Teil einer erweiterten Surveillance nichtübertragbarer Erkrankungen unter http://www.gbe.rki.de regelmäßig mit neuen Daten aktualisiert werden
FSME-Risikogebiete in Deutschland
In Deutschland besteht ein Risiko für eine FSME-Infektion vor allem in Bayern und Baden-Württemberg, in Südhessen, im südöstlichen Thüringen, in Sachsen und im südöstlichen Brandenburg. Einzelne Risikogebiete befinden sich zudem in Mittelhessen, im Saarland, in Rheinland-Pfalz, in Niedersachsen und in Nordrhein-Westfalen. Wie das Epidemiologische Bulletin 9/2025 ausführt, kommen nun drei neue Risikogebiete hinzu, von denen zwei an bekannte Risikogebiete grenzen: In Bayern kommen der Stadtkreis Augsburg und in Brandenburg der Landkreis Elbe-Elster als Risikogebiete hinzu, in Niedersachsen wird der Landkreis Celle zum Risikogebiet. Somit sind aktuell 183 Kreise als FSME-Risikogebiete ausgewiesen. Im Jahr 2024 wurde mit 686 FSME-Erkrankungen die zweithöchste Erkrankungszahl seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 2001 gemeldet