13672 research outputs found
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Liste der vom Robert Koch-Institut geprüften und anerkannten Desinfektionsmittel und -verfahren
Ergebnisse einer Umfrage unter Leserinnen und Lesern des Epidemiologischen Bulletins
Ein Großteil der über 600 Teilnehmenden kommen aus dem ÖGD und der Ärzteschaft, viele Tätigkeitsfelder befassen sich zudem mit dem Thema Hygiene. Ab 2026 sind alle Ausgaben barrierefrei. Eine erweiterte Nutzungsmöglichkeit der Tabellen meldepflichtiger Infektionskrankheiten wird für 2026 angestrebt. Die Kurztexte im Inhaltsverzeichnis werden seit 2025 auch auf Englisch angeboten, den Wünschen nach ausführlicheren Abstracts wird in Zukunft mehr Beachtung geschenkt werden.Results of a reader’s survey - Epidemiologisches Bulletin
The majority of the more than 600 participants come from the public health service or are doctors. Additionally, as reported in the Epidemiologisches Bulletin 3/2026 hygiene plays an important role in the work of most professionals. From 2026 onwards, all issues are provided barrier-free. Furthermore, we plan to expand the usability of the tables of notifiable infectious diseases in 2026. Since 2025 all abstracts have been also available in English. In future we plan to provide abstracts in more detail
Socioeconomic Inequalities in Oral Cancer in Germany, Incidence, Mortality and Survival
Mit bundesweiten Krebsregisterdaten des ZfKD untersuchen wir Inzidenz und Überleben von Mundhöhlenkrebs (ICD-10-GM C00–C06) in Deutschland im Zeitraum 2009–2022. Im Fokus steht der Zusammenhang zwischen der sozioökonomischen Deprivation des Wohnortes (GISD) und der Verteilung sowie den Überlebenswahrscheinlichkeiten dieser Tumoren. Ziel ist es, sozial bedingte Unterschiede in der Epidemiologie von Mundhöhlenkrebs zu beschreiben.
Ziel des Forschungsvorhabens ist es, (1) alters- und geschlechtsstandardisierte Inzidenzraten von Mundhöhlenkrebs (ICD-10-GM C00–C06) nach Deprivationsniveau des Wohnortes für den Zeitraum 2009–2022 zu schätzen und regionale Unterschiede zu beschreiben sowie (2) das Gesamt- und relative 5-Jahres-Überleben von Patientinnen und Patienten mit Mundhöhlenkrebs nach sozioökonomischer Deprivation des Wohnortes zu bestimmen
ARE-Wochenbericht des RKI KW09
Die Grippewelle hält seit der 48. KW 2025 an, der Höhepunkt der Grippewelle ist jedoch überschritten. Die RSV-Welle hält ebenfalls an. Influenzaerkrankungen betreffen weiterhin alle Altersgruppen. Die Zahl der Arztbesuche sowie die Zahl der Hospitalisierungen aufgrund akuter Atemwegserkrankungen blieben in den letzten Wochen unter den Werten der Vorsaison um diese Zeit. Seit Beginn der Grippewelle wurden häufiger Influenza A(H3N2)- als Influenza A(H1N1)pdm09-Viren nachgewiesen.
Die Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen (ARE) in der Bevölkerung ist in der 9. KW 2026 im Vergleich zur Vorwoche weiter gesunken und lag auf einem moderaten Niveau.
Im ambulanten Bereich ist die Zahl der Arztbesuche wegen ARE in der 9. KW 2026 im Vergleich zur Vorwoche leicht gesunken und befand sich ebenfalls auf einem moderaten Niveau.
Im Nationalen Referenzzentrum (NRZ) für Influenzaviren wurden in der 9. KW 2026 in insgesamt 89 der 110 eingesandten Sentinelproben respiratorische Viren identifiziert. Es zirkulierten vorwiegend Influenza A-Viren (28 %), gefolgt von humanen saisonalen Coronaviren (hCoV; 20 %) und Respiratorischen Synzytialviren (RSV; 16 %). Von den 31 nachgewiesenen Influenzaviren waren 18 A(H3N2)- und 13 A(H1N1)pdm09-Viren (siehe auch Charakterisierung der Influenzaviren). Untersuchungen des Konsiliarlabors für RSV, hMPV und PIV zeigen, dass RSV-Infektionen zu ähnlichen Anteilen durch RSV A und RSV B (RSV A: 49 %, RSV B: 51 % bei 0- bis 4-Jährigen) hervorgerufen werden.
Im stationären Bereich ging die Zahl schwerer akuter respiratorischer Infektionen (SARI) in der 9. KW 2026 weiter zurück und lag auf einem moderaten Niveau. SARI-Patientinnen und -Patienten erhielten zudem spezifische Diagnosen: 25 % Influenza-, 18 % RSV- und 1 % COVID-19-Diagnosen.
In der virologischen SARI-Surveillance des NRZ für Influenzaviren wurden in der 9. KW 2026 in 15 der 34 eingesandten Proben respiratorische Viren nachgewiesen, darunter hauptsächlich Influenza A-Viren (17 %).
Die Zahl der an das RKI gemäß IfSG übermittelten RSV-Fälle ist in der 9. Meldewoche (MW) leicht gestiegen. Dagegen sind die Zahlen der Influenza-Fälle und der COVID-19-Fälle weiter gesunken.
Die SARS-CoV-2-Linie NB.1.8.1 wurde in der 6. und 7. KW 2026 mit einem Anteil von 61 % und die Linie XFG mit einem Anteil von 31 % unter den zirkulierenden SARS-CoV-2-Linien nachgewiesen.
Die Werte für die RSV-Last im Abwasser sind insgesamt gesunken. Die Influenza A-Viruslast im Abwasser geht seit drei Wochen zurück. Die SARS-CoV-2-Last ist weiterhin niedrig
FSME-Risikogebiete in Deutschland (Stand: Januar 2026)
In Deutschland besteht ein Risiko für eine FSME-Infektion vor allem in Bayern, Baden-Württemberg, Südhessen, im südöstlichen Thüringen, in Sachsen, im südöstlichen Brandenburg und östlichen Sachsen-Anhalt. Einzelne Risikogebiete befinden sich zudem in Mittelhessen, im Saarland, in Rheinland-Pfalz, in Niedersachsen und in Nordrhein-Westfalen. Nun gibt es zwei neue Risikogebiete: In Sachsen kommen der Landkreis Nordsachsen und in Sachsen-Anhalt der Stadtkreis Halle (Saale) als Risikogebiete hinzu. Somit sind aktuell 185 Kreise als FSME-Risikogebiete ausgewiesen. Im Jahr 2025 wurde mit 693 FSME-Erkrankungen die dritthöchste Erkrankungszahl seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 2001 gemeldet.TBE risk areas in Germany (as of January 2026)
In Germany, there is a risk of TBE infection primarily in Bavaria and Baden-Württemberg, in southern Hesse, in southeastern Thuringia, in Saxony and in southeastern Brandenburg. Isolated risk areas are also located in central Hesse, Saarland, Rhineland-Palatinate, Lower Saxony and North Rhine-Westphalia. Two new risk areas have now been added: the district of North Saxony in Saxony and the district of Halle (Saale) in Saxony-Anhalt. There are currently 185 designated TBE risk areas. In 2025, 693 TBE cases were reported, the third highest number since the beginning of data collection in 2001
ARE-Wochenbericht des RKI KW03
Das ARE-Geschehen wird weiterhin durch die Zirkulation von Influenzaviren bestimmt. Influenzaerkrankungen betreffen aktuell alle Altersgruppen und führen zusammen mit weiteren akuten Atemwegserkrankungen zu einer moderaten Zahl an Arztbesuchen und Hospitalisierungen. Während bei Menschen ab 80 Jahren ein Rückgang der Krankenhauseinweisungen wegen SARI beobachtet wurde, stieg die Zahl der SARI-Fälle bei den Schulkindern wieder an. In der Bevölkerung ist die ARE-Aktivität wie in den Vorsaisons in der 3. KW wieder gestiegen und lag auf einem niedrigen Niveau. Seit Beginn der Grippewelle laut RKI-Definition in der 48. KW 2025 werden überwiegend Influenza A(H3N2)-Viren nachgewiesen, seltener Influenza A(H1N1)pdm09-Viren. Es deutet sich der Beginn der RSV-Welle an.
Die Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen (ARE) in der Bevölkerung ist, ähnlich wie in den Vorjahren, in der 3. KW 2026 wieder gestiegen, lag jedoch weiterhin auf einem niedrigen Niveau.
Im ambulanten Bereich ist die Zahl der Arztbesuche wegen ARE in der 3. KW 2026 im Vergleich zur Vorwoche gesunken und befand sich wie in den Vorjahren auf einem moderaten Niveau.
Im Nationalen Referenzzentrum (NRZ) für Influenzaviren wurden in der 3. KW 2026 in insgesamt 105 der 138 eingesandten Sentinelproben respiratorische Viren identifiziert. Es zirkulierten vorwiegend Influenza A- und B-Viren (60 %), mit deutlichem Abstand gefolgt von Rhinoviren (7 %) und Respiratorischen Synzytialviren (RSV; 4 %). SARS-CoV-2 wurde in 1 % der Proben nachgewiesen. Von den 83 nachgewiesenen Influenzaviren waren 62 A(H3N2)- und 20 A(H1N1)pdm09-Viren sowie ein nicht subtypisiertes Influenza A-Virus (siehe auch Charakterisierung der Influenzaviren).
Im stationären Bereich ging die Zahl schwerer akuter respiratorischer Infektionen (SARI) in der 3. KW 2026 wie in den Vorjahren zurück und lag auf einem moderaten Niveau. SARI-Patientinnen und -Patienten erhielten zudem spezifische Diagnosen: 36 % Influenza-, 4 % RSV- und 2 % COVID-19- Diagnosen.
In der virologischen SARI-Surveillance des NRZ für Influenzaviren wurden in der 3. KW 2026 in 17 der 27 eingesandten Proben respiratorische Viren nachgewiesen, darunter hauptsächlich Influenza A- oder B-Viren (33 %).
Die Zahl der an das RKI gemäß IfSG übermittelten Influenza-Fälle sowie der RSV-Fälle ist in der 3. Meldewoche (MW) stabil geblieben. Die Zahl der COVID 19 Fälle ist dagegen gesunken.
Die SARS-CoV-2-Linie XFG wurde in der 1. KW 2026 mit einem Anteil von 56 % am häufigsten unter den zirkulierenden SARS-CoV-2-Linien nachgewiesen.
Bei den Werten für die Influenza A-Viruslast im Abwasser deutet sich ein Rückgang an. Die RSV-Last im Abwasser ist weiter gestiegen. Die SARS-CoV-2-Last ist seit einigen Wochen rückläufig
Indikationsgerechte Verwendung eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes (MNS) im Gesundheitswesen
Einrichtungen des Gesundheitswesens tragen insgesamt erheblich zu den weltweiten Treibhausgasemissionen bei und sind für ein hohes Abfallaufkommen verantwortlich. Die WHO sieht im Gesundheitssektor großes Potenzial, durch nachhaltigere Strukturen und Prozesse aktiv zum Umwelt- und Klimaschutz beizutragen. Ziel dieser Stellungnahme der Kommission für Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen und in Einrichtungen und Unternehmen der Pflege und Eingliederungshilfe (KRINKO) ist es, das Optimierungspotenzial mit Blick auf die indikationsgerechte Verwendung eines medizinischen MNS in Gesundheitseinrichtungen zu betrachten. Die Herausforderung liegt darin, die bestmögliche Verhältnismäßigkeit zwischen hygienisch optimaler Versorgung von Patienten inklusive Eigenschutz der Beschäftigten und einem nachhaltigen Handeln zu finden.KRINKO: Indication-based use of medical face masks in the healthcare sector
Healthcare facilities contribute significantly to global greenhouse gas emissions and are responsible for a high volume of waste. The WHO sees a great potential in the healthcare sector to actively contribute to environmental and climate protection through more sustainable structures and processes. The aim of this statement by the Commission for Infection Prevention and Hygiene in Healthcare and Nursing (KRINKO) is to examine the potential for optimization with regard to the indication-based use of medical face masks in healthcare facilities. The challenge lies in finding the best possible balance between optimal hygienic care for patients, including self-protection for employees, and sustainable action
ARE-Wochenbericht des RKI KW02
Nach dem Jahreswechsel wird das ARE-Geschehen durch die steigende Zahl an Influenzaerkrankungen bestimmt. Influenzaerkrankungen betreffen aktuell alle Altersgruppen und führen zusammen mit weiteren akuten Atemwegserkrankungen zu einer moderaten Zahl an Arztbesuchen und Hospitalisierungen. Bei Menschen ab 80 Jahren wird bereits eine hohe Zahl an Krankenhauseinweisungen wegen SARI beobachtet. In der Bevölkerung ist die ARE-Aktivität wie in den Vorsaisons zum Jahreswechsel zurückgegangen und lag zunächst auf einem niedrigen Niveau. Die Grippewelle hat laut RKI-Definition in der 48. KW 2025 begonnen. Unter den Influenzaviren werden seit einigen Wochen überwiegend Influenza A(H3N2)-Viren nachgewiesen, seltener Influenza A(H1N1)pdm09-Viren.
Die Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen (ARE) in der Bevölkerung ist seit der 51. KW 2025 gesunken und lag in der 2. KW 2026 wie in den Vorjahren zu dieser Zeit auf einem niedrigen Niveau.
Im ambulanten Bereich ist die Zahl der Arztbesuche wegen ARE wie in den Vorjahren in der 2. KW 2026 im Vergleich zur Vorwoche stark gestiegen und befand sich auf einem moderaten Niveau.
Im Nationalen Referenzzentrum (NRZ) für Influenzaviren wurden in der 2. KW 2026 in insgesamt 59 der 74 eingesandten Sentinelproben respiratorische Viren identifiziert. Es zirkulierten vorwiegend Influenza A- und B-Viren (55 %), mit deutlichem Abstand gefolgt von Rhinoviren (8 %) und Respiratorischen Synzytialviren (RSV; 7 %). SARS-CoV-2 wurde in 3 % der Proben nachgewiesen. Von den 41 nachgewiesenen Influenzaviren waren 31 A(H3N2)- und zehn A(H1N1)pdm09-Viren (siehe auch Charakterisierung der Influenzaviren).
Im stationären Bereich ging die Zahl schwerer akuter respiratorischer Infektionen (SARI) in der 2. KW 2026 wie in den Vorjahren zurück und lag auf einem moderaten Niveau. SARI-Patientinnen und -Patienten erhielten zudem spezifische Diagnosen: 33 % Influenza-, 4 % COVID-19- und 4 % RSV-Diagnosen.
In der virologischen SARI-Surveillance des NRZ für Influenzaviren wurden in der 2. KW 2026 in 14 der 27 eingesandten Proben respiratorische Viren nachgewiesen, darunter hauptsächlich Influenza A- und B-Viren (37 %).
Die Zahl der an das RKI gemäß IfSG übermittelten Influenza-Fälle ist in der 2. Meldewoche (MW) weiter gestiegen, auch die Zahl der RSV-Fälle hat deutlich zugenommen. Die Zahl der COVID-19-Fälle ist dagegen nur leicht gestiegen.
Die SARS-CoV-2-Linie XFG wurde im Zeitraum der 49. bis 52. KW 2025 mit einem Anteil von 38 % am häufigsten unter den zirkulierenden SARS-CoV-2-Linien nachgewiesen, wobei die Linien NB.1.8.1 und BA.3.2 mit annähernd ähnlich hohen Anteilen im Zeitraum vertreten waren.
Die Werte der aggregierten Influenza A-Viruslast im Abwasser sind in den letzten Wochen gestiegen. Die RSV-Last im Abwasser ist ebenfalls gestiegen. Die SARS-CoV-2-Last ist seit einigen Wochen rückläufig
Langzeitüberlebende nach Krebs in Deutschland: Prävalenz, Eigenschaften, Langzeitfolgen und Heilung (Datenaktualisierung bis zum Diagnosejahr 2023)
Forschungsbeschreibung:
Zum Langzeitüberleben nach Krebserkrankung existieren für Deutschland nur unzureichende Daten. Schätzungen zufolge sind etwa 4,5 Millionen Deutsche gerade an Krebs erkrankt sind oder haben eine Krebserkrankung durchlebt (Prävalenz). Die Zahl der Langzeitüberlebenden ist jedoch unbekannt. Ebenfalls unbekannt sind die Zusammensetzung der heutigen Langzeitüberlebenden hinsichtlich Grunderkrankung und Therapie, das Langzeitüberleben (>10 Jahre) und die Lebenserwartung, wie viele Betroffene als geheilt gelten und wie viele eine zweite Krebserkrankung bekommen. Mit Hilfe des Datensatzes des ZfKD sollen diese Fragen im Rahmen des Projektes beantwortet werden.
Forschungsziele:
1) Schätzung der Prävalenz von Langzeit-Krebsüberlebenden in Deutschland und Beschreibung von Merkmalen von Langzeit-Krebsüberlebenden in Abhängigkeit von Krebsart, Geschlecht, Alter, Tumorstadium und Überlebenszeit seit der Diagnose
2) Schätzung der Langzeitüberlebensrate (>10 Jahre), der Heilungsraten, der Lebenserwartung, der krebsbedingten Todesfälle und der Todesfälle aus anderen Ursachen; jeweils in Abhängigkeit von Krebsart, Geschlecht, Alter und Überlebensdauer seit der Diagnose
3) Bewertung des Risikos einer zweiten primären Krebserkrankung bei Langzeit-Krebsüberlebende