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A computational model of arm gestures in conversation
Currently no standardised gesture annotation systems are available. As a contribution towards solving this problem, CoGesT, a machine processable and human usable computational model for the annotation of a subset of conversational gestures is presented, its empirical and formal properties are detailed, and application areas are discussed
Ausdrücke rund um das Thema (Online-)Dating und ihre lexikographische Präsentation. (Aus der Rubrik „Wörter und Wörterbücher“)
Bewertungskriterien für die Sprachberatung in der Schule
Zunächst wird mit dem „Zürcher Textanalyseraster” ein systematischer, detaillierter Katalog von Kriterien der Beobachtung an und der Rückmeldung auf geschriebene Texte vorgestellt. Neben Kriterien bzgl. der Sprachmittelverwendung gilt die Aufmerksamkeit besonders den Eigenschaften der Textualität (Kohärenz, Präsuppositionen, Rezipientenführung). Das Analyseinstrument versteht sich primär als deskriptiv und setzt der üblichen Mängelfixierung eine Perspektive auf Qualitäten entgegen. - Im zweiten Teil werden thesenförmig Kriterien für eine gute Sprachberatung in der Schule (in der das vorgestellte Raster ein Instrument sein könnte) genannt, dies bes. unter Rückgriff auf Einsichten der neueren Schreibforschung; Beratung von Prozessen (statt Produkten), von Kommunikation (statt Sprache), Normentransparenz und Normenreflexion sind wichtige Stichworte. Der Beitrag schließt mit einem Schlaglicht auf den Zusammenhang von schulischer und außerschulischer Sprachberatung: Schulische wie außerschulische Sprachberatung hat es immer mit Lernenden zu tun. Und: Schulische Sprachberatung prägt die künftigen „Kunden” außerschulischer Sprachberatung
Normen und Normenkonflikte. Am Beispiel eines Schreibseminars in der beruflichen Fort- und Weiterbildung
Unabdingbare Voraussetzung für eine Lehrtätigkeit in der beruflichen Fort- und Weiterbildung, in der Schreibfertigkeiten vermittelt werden, ist die Fähigkeit und Bereitschaft, den eigenen Sprachgebrauch wie die Sprachgebräuche anderer kritisch zu reflektieren. Nur so kann mit den Normenproblemen und -konflikten, die in einem Schreibtraining auf Schritt und Tritt auftreten, erfolgreich umgegangen werden. Ein sprachreflexives Bewußtsein ist aber nicht nur Voraussetzung bei den Lehrenden, seine Vermittlung muß zugleich ein wesentliches, wenn auch heimliches Ziel eines jeden Schreibseminars sein. Denn neben der Schulung in rein sprachlichen Fertigkeiten muß den zu Schulenden klar gemacht werden, daß sie ständig mit Sprachnormen konfrontiert sind. Sie müssen außerdem darauf vorbereitet werden, Normenkonflikte zu erkennen und die Art der Konflikte zu durchschauen. Schließlich sollen sie lernen, mit diesen Konflikten umzugehen
Prädikation durch Wortbildung. Zum Zusammenhang von Wortgrammatik und Satzsemantik
Wortbildungen, vor allem Komposita, aber auch Derivationen, sind ein für das Deutsche sehr typisches sprachliches Mittel, mit dem semantische Aspekte in hoher Verdichtung in einer einzigen Wortform zusammengefasst werden können, für die man, wenn man sie explizit ausdrücken wollte, sonst ganze oder gar mehrere Sätze benötigen würde. Sie sind auch geeignet dafür, Inhalte auszudrücken, die man lieber (z.B. als Präsuppositionen; generell: als verstehensrelevantes Wissen) impliziert, ohne sie explizit (und damit besser angreifbar) zu formulieren. Der Beitrag geht dem prädikativen Charakter von Wortbildungen im Deutschen nach und zeigt dabei unter anderem auch auf, inwiefern in manchen Wortbildungen auch Aspekte der Thema-Rhema-Gliederung zum Zuge kommen
Temporal relationships between speech and hand gestures in the vicinity of potential turn boundaries in German and Swedish conversation
Both gesture and talk are basic building blocks of face-to-face conversation. In this study, we address the temporal dynamics of hand gesture phases relative to places and types of turn transition. We annotated gesture features and measured temporal aspects of gesture related to speech in two languages, German and Swedish. We found variation in the temporal relationships of gesture types and alignment of gesture phases that relate to the management of turn-taking in conversation. Specifically, the frequency of different gesture phases accompanying the offset of speech differed depending on whether the same speaker held the floor or whether a new speaker took up a turn. In addition, we found that differences in temporal alignment of gesture phases can distinguish between the type of turn transition that is upcoming up to a second before the place of transition is reached. Our results emphasize the importance of the interaction of the verbal and the gestural modality to maintain the smooth flow of conversation
Verben mit Präpositionen: Listen für A1 und A2
Die Listen mit Verben mit Präpositionen (kurz: VmP-Listen) enthalten Verben mit Präpositivkomplement, auch Präpositivergänzung oder Präpositionalobjekt (Lit.-Angaben, z. B. Zifonun et al. 1997, Duden 2022) genannt
From recordings to codes: Approaches to the study of social interaction and relationships to theory
Conversation analysis’ inductive qualitative approach consistently relies on contrastive patterns across collections of cases making the data amenable to hypothesis generation about inter-relationships among practices as well as relationships between practices and exogenous variables. But how can this quantification be done in ways that do not return us to a Balesian version of coding that disregards CA principles? CA-grounded coding should be designed to build codes out of rich conversation analytic work, which includes being true to members’ orientations to phenomena as well as to incorporating both compositional and positional aspects of phenomena into the coding scheme. In this special issue, we bring together scholars who have conducted CA-grounded coding studies to discuss the methodological issues involved in the development and application of a coding scheme; the practicalities of these endeavors with CA principles; and the ways in which challenges can be overcome
Sprachwissenschaft und Öffentlichkeit zwischen Wissensvermittlung und Eventmanagement – Betrachtungen aus der Praxis
Der Beitrag befasst sich mit dem Verhältnis von Sprachwissenschaft und Öffentlichkeit aus der Perspektive der Öffentlichkeitsarbeit am Institut für Deutsche Sprache (IDS) in Mannheim. Es wird der Frage nachgegangen, wieso sprachwissenschaftliche Erkenntnisse überhaupt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen. In einem kleinen Rückblick wird dargestellt, wie die polemischen Diskussionen um die Rechtschreibreform dem Ansehen sprachwissenschaftlicher Forschung lange Zeit geschadet haben. Weiter wird beschrieben, welche „Öffentlichkeiten“ sich an das IDS wenden und wie das IDS – auch durch die Wissenschaftszeitung Sprachreport – den Zugang zu verschiedenen Interessentengruppen sucht. Außerdem werden Beispiele für die „Eventisierung“ und Popularisierung der Sprachwissenschaft auf überregionaler und lokaler Ebene dargestellt und die damit verbundenen Probleme und Grenzen für die wissenschaftliche Arbeit und für die Wissensvermittlung skizziert