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    „Zwei zu bir miydi?“ - Mischsprachliche Varietäten von Migranten jugendlichen im Hybriditätsdiskurs

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    Schriftenverzeichnis von Rainer Wimmer

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    Deutsch im Wandel. Bericht von der 61. Jahrestagung des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache, Mannheim, 11.–13. März 2025

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    Die 61. Jahrestagung des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache (IDS) beschäftigte sich mit dem Thema „Deutsch im Wandel“ und wurde von Annelen Brunner, Sandra Hansen, Kristin Kopf, Angelika Wöllstein und Gabriele Diewald organisiert. Wie in den vergangenen Jahren fand die Tagung, an der über 400 Tagungsgäste aus 26 Ländern teilnahmen, im „Congress Center Rosengarten“ in Mannheim statt, wo an drei Konferenztagen 15 Fachvorträge gehalten wurden

    Einleitung

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    Aussprachenormierung

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    Eintrag zum Wort "Aussprachenormierng" im Projekt "Wörterbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft (WSK) Online"

    Being а German-speaker in Central Europe: Language Policies and the Negotiation of Identities

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    In diesem Beitrag untersuchen wir das Verhältnis von Sprachpolitiken in Bezug auf die deutsche Sprache in Mitteleuropa wie auch die Erfahrungen deutschsprachiger Menschen in diesem Kontext. Wir bestimmen die verschiedenen Arten, wie Sprache als Thema auftaucht, indem wir auf eine Reihe Interviews zurückgreifen, die wir mit politischen Entscheidungsträgem, Minderheitenvertretem, Deutschlehrern und ‘normalen’ Menschen in Ungarn geführt haben. Das Augenmerk liegt insbesondere darauf, wie Verweise auf bestimmte Sprachvarianten in biografischen Interviews mit sozialen Erfahrungen und Erinnerungen verknüpft werden. Unsere Auswertung legt nahe, dass Sprachvarianten und deren Bewertung als Kennzeichen sozialer Identitäten sehr stark von den sozialen Bedingungen, in denen diese Berichte entstehen, sowie von den persönlichen Erfahrungen der Gesprächspartner abhängen.In this article we explore the relationship between language policies with regard to German in central Europe and the experience of being а Germanspeaker in this context. Drawing on а ränge of Interviews conducted with public officials, minority group representatives, schoolteachers and ‘ordinary’ individuals in Hungary, we identify different ways in which language recurs as а theme. In particular, we show how references to specific linguistic varieties are associated in biographical narratives with social experiences and memories. Our analysis suggests that the representation of linguistic varieties and their perception as indexical of social identities are strongly dependent on the social conditions in which the narratives are produced and on the individual experiences of the Speakers

    Sprache, regionale und nationale Identität, Zugehörigkeit und Diskriminierung

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    Einleitende Romanbeispiele illustrieren, dass Personen aufgrund ihrer Sprache (Dialekt, Varietät, Akzent) Eigenschaften, Identitäten und vor allem Zugehörigkeiten zugeschrieben werden. Ihre Sprache und sie selbst als Person werden eingeordnet und bewertet. Gleichzeitig wählen sie aus ihrem Sprachrepertoire oder passen dieses gegebenenfalls so an, wie sie es als richtig, zielführend oder den Erwartungen – ihren und denen der anderen – entsprechend einschätzen. Die Erwartungen an sprachliches Verhalten, Personen und die ihnen zugeschriebenen Identitäten und Zugehörigkeiten hängen ab von den gesellschaftlich vorherrschenden Vorstellungen von Sprache, Gruppen und Identitäten. Sie beeinflussen, welche Vorstellungen von Normen und Abweichungen davon vorhanden sind. Diese gesellschaftlichen Vorstellungsmuster führen dazu, dass Personen mit bestimmten Sprachbiographien und -repertoires (Mehrsprachigkeit, eher negativ bewertete Varietäten und Sprachen) kritischen Bewertungen eher ausgesetzt sind als andere

    Polish Conditionals between Auxiliary Verb Constructions and Simple Verb Constructions

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    Ohlers, Hu’e, Jeem. Zweisprachige Ortsschilder in Norddeutschland als Träger von Regionalidentitäten

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    Seit 1999 ist die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen in Deutschland gesetzlich verankert. Damit erfolgt eine staatliche Verpflichtung für Schutz- und Fördermaßnahmen für sechs Minderheitensprachen sowie für die Regionalsprache Niederdeutsch, deren Status als eigenständige Sprache auf diese Weise festgeschrieben ist. Ein Effekt der Sprachen-Charta besteht darin, dass seit rund zwanzig Jahren in Norddeutschland vermehrt zweisprachige Ortstafeln aufgestellt werden. Die Regionalsprache erfährt eine Aufwertung, indem sie in amtlichen Kontexten öffentlich sichtbar gemacht wird. Die Ortstafeln tragen zu einer Dynamisierung der sprachlichen Koexistenz von Niederdeutsch und Hochdeutsch bei. Sprachsymbolische Aufladungen sind dabei nicht unerheblich, weil mit Namen stets auch Fragen von Identität verknüpft sind. Im Gegensatz zu anderen europäischen Mehrsprachigkeitsregionen blieben hier bislang öffentliche Kontroversen aus, diskutiert wird allenfalls über den Lautstand und die angemessene Schreibweise des Namens. Der Beitrag nimmt eine erste Bestandsaufnahme für die zweisprachigen Ortstafeln in Niedersachsen vor; er betrachtet die Koexistenz zweier ungleichgewichtiger Sprachen und beschreibt Kriterien, die bei der Suche nach der angemessenen Schreibung niederdeutscher Ortsnamen herangezogen werden.The European Charter for Regional or Minority Languages became a part of German law in 1999. By entering this international convention the state committed itself to the protection and promotion of six minority languages as well as the regional language Low German, legalizing the status of a language for Low German. It is one of the Charter’s impacts that for the last twenty years bilingual place name signs have been disposed in Northern Germany. The regional language is being enhanced, when it is visualized in official contexts in public. The place name signs take a part in stimulating the social relationship between Low German and High German. The symbolical use of language becomes a relevant factor, as names constantly affect ideas of identity. Unlike reactions in other multilingual regions in Europe, place names in a non-standard language have not become a contentious issue in public. What is being argued, if any, concerns the pronunciation and appropriate spelling of the names. Taking a closer look at the situation in Lower Saxony the article provides a first stock taking. It examines the coexistence of two unequal languages and describes factors which are consulted when searching for the proper spelling of Low German place names

    New Types of Non-standard Dutch

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    Wie in anderen europäischen Staaten machte sich auch in den Niederlanden (und ebenso im niederländisch sprechenden Norden Belgiens) insbesondere im Laufe des 20. Jahrhunderts ein dramatischer gesellschaftlicher und kultureller Wandel bemerkbar. Dieser Wandel ist mitverantwortlich dafür, dass die traditionellen Dialekte zunehmend ihre Rolle als allgemeine Mittel der Alltagskommunikation verlieren. Sie wurden in dieser Funktion aber nicht von der Standardsprache ersetzt, sondern durch zwei neue Typen von Nichtstandard-Varietäten, die sich zwischen Standardsprache und traditionellen Dialekten entwickelt haben: ‘Regiolekte’ und regionale Varietäten der Standardsprache. Diese neuen Nicht-standard-Varietäten haben sich an verschiedenen Stellen des Sprachgebiets unterschiedlich stark herausgebildet. Hinzu kommen neue so genannte ‘Ethnolekte’ als Folge starker Einwanderungsströme (die ihre Ursache wiederum in Dekolonialisierungs- oder Arbeitsmigrationsprozessen haben). Von besonderem linguistischen Interesse ist hierbei die Frage nach der Verwurzelung dieser Ethnolekte in Substratsprachen (d.h. das Vorhandensein von Spuren der Muttersprache der betreffenden Ethnien), in sprachlichen Merkmalen des Zweitspracherwerbs sowie in endogenen Nicht-standard-Varietäten, und hier insbesondere in urbanen Dialekten. Der Beitrag behandelt alle drei neuen Typen nicht-standardsprachlicher Varietäten des Niederländischen. Nach einer kurzen Erörterung ihres allgemeinen linguistischen Stellenwerts werden forschungsspezifische Fragen und die Methoden zu ihrer Untersuchung vorgestellt. Dabei wird hervorgehoben, wie wichtig die genaue Analyse der jeweiligen inner- und außersprachlichen Faktoren und der extralinguistischen Einflüsse für ein genaueres Verständnis der Entstehung und Entwicklung dieser nicht-standardsprachlichen Varietäten ist

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