Publikationsserver des Instituts für Deutsche Sprache
Not a member yet
    11061 research outputs found

    Das Queere Korpus (QK): Vorstellung einer neuen Korpusressource und Beispielanalysen am Thema „Ehe für Alle“

    Get PDF
    The consideration of group-internal linguistic perspectives is an essential aspect of the Linguistics of Diversity and Inclusion. In the field of queer linguistics, this has so far mostly been done at the micro level, for example in the context of so-called small stories and other qualitative approaches, or smaller peer group corpora. Research on external perspectives is more common, e.g. on discourses in mainstream media or in political discussions about (a part of) the queer community. In German-speaking contexts, linguistic research on queer topics in general is still in its early stages, and corpus-based approaches to researching internal perspectives in particular are still rare. In our article, we present a new corpus resource that enables comprehensive corpusbased research on queer topics in German: the Queere Korpus (QK). The corpus is designed to comprise a balanced amount of various text types from three different German-speaking countries: Germany, Austria, and Switzerland. So far, it contains 55,916,108 tokens distributed across a total of 28 gay, lesbian, queer and non-binary/trans* sources. We included online magazines, websites and blogs, and (digitized) print magazines. In our paper, we describe the corpus compilation and structure in detail and outline possible research questions and goals, exemplified by an analysis of the corpus stratification regarding the topic “Ehe für Alle” (same-sex marriage). While the corpus is not yet publicly available, we provide an extensive dataset of frequency lists, co-occurrences and N-grams together with this article

    Ein Internationalismus kontrastiv: korpusbasierte Untersuchungen zu OKAY in der deutschen und französischen Sprachversion der Wikipedia

    Get PDF
    OKAY hat seinen Ursprung im Amerikanischen Englisch und ist seit seiner Entstehung 1839 in vielen Sprachen der Welt vertreten (vgl. Read 1963, Metcalf 2011). Dabei entwickelten sich Funktionen und Bedeutungen von OKAY heraus, die sich im Laufe der Zeit an die jeweiligen Sprachsysteme angepasst haben und die heute unterschiedlich detailliert in der Literatur untersucht sind (vgl. Metcalf 2011). Die Wikipedia, als vielsprachige Ressource mit derzeit 296 aktiven Sprachversionen (Wikipedia 2018), stellt eine ideale Datengrundlage für einen kontrastiven Vergleich von Funktion, Position und Form von OKAY im Deutschen und Französischen dar. Kontrastive Wikipedia-Studien (vgl. Franz 2011, Rogers 2013, Wessler et al. 2017) fokussieren vorrangig die Analyse von Wikipedia-Artikelseiten. Neben den Artikelseiten gibt es weitere Schreib- und Interaktionsbereiche, sogenannte „Namensräume, die spezielle Funktionen haben. So dient der Namensraum der Artikeldiskussionen dazu, Fragen zu diskutieren, die sich bei dem gemeinschaftlichen Bearbeiten der Artikel ergeben (vgl. Gredel et al. 2018). Gerade auf den Wikipedia-Artikeldiskussionsseiten, auf denen sich die Nutzer spontan und dialogisch austauschen und Bearbeitungen der Artikelseiten interaktiv aushandeln (vgl. Storrer 2013), wird die funktionale Vielfalt, wie sie OKAY auch innerhalb der Gesprächsorganisation zukommt (vgl. Schegloff/Sacks 1973, Beach 1993), deutlich. Der vorliegende Beitrag legt dar, welche sprachspezifischen und universalen Funktionen von OKAY auf den deutschen und französischen Wikipedia-Artikeldiskussionen auftreten und welche topologischen Merkmale OKAY in den beiden Sprachen aufweist. Ebenso werden die formalen Varianten von OKAY beschrieben und auf ihre Normkonformität überprüft. Im Anschluss werden typische Gebrauchsmuster von OKAY im Deutschen und Französischen untersucht. Hierzu werden die Ergebnisse durchgeführter Kookkurrenzanalysen präsentiert, die aufzeigen, dass sich sprachspezifische Gebrauchsmuster in den beiden Sprachen ausprägen. Die Datengrundlage der Untersuchungen stellen die am Institut für deutsche Sprache (IDS) Mannheim zur Verfügung gestellten Wikipedia-Korpora dar. Für einen Vergleich beider Sprachen wurden die Korpora der deutschsprachigen Wikipedia-Artikeldiskussionen (vgl. Wiki-D-de15) sowie der französischsprachigen Wikipedia-Artikeldiskussionen (vgl. Wiki-D-fr15) verwendet, die mithilfe der Korpusrechercheplattform COSMAS II abgefragt wurden. COSMAS II wurde ebenfalls zur Durchführung der Kookkurrenzanalysen verwendet

    LDV-Info 4

    Get PDF

    Spracheinstellungen aus sozialpsychologischer Perspektive II: Dialekte

    Get PDF
    In Schoel/Eck/Roessel/Stahlberg (in diesem Band) ging es um Einstellungen gegenüber Deutsch im Vergleich zu anderen Sprachen. Im Folgenden liegt der Fokus auf innerdeutschen, regionalen Varietäten und der Bewertung ihrer jeweiligen SprecherInnen. Es wird der Frage nachgegangen, wie Personen wirken, die die Standardvarietät sprechen, und wie demgegenüber Personen wahrgenommen werden, die einen Dialekt sprechen. In Schoel/Eck/Roessel/Stahlberg (in diesem Band; vgl. dort Kap. 2 und 3) wurde bereits dargestellt, dass zwei wichtige Dimensionen der Personenbewertung die Kompetenz- und die Wärmedimension sind. Die Studien zur AToL-Skala (Schoel/Eck/Roessel/Stahlberg in diesem Band, Kap. 2; Schoel/Roessel et al. 2012) untersuchten bereits die expliziten Einstellungen gegenüber Deutsch, Bairisch und Sächsisch bezüglich der Subskalen Wert, Klang und Struktur und der jeweiligen Sprecherbeurteilungen bezüglich Kompetenz und Wärme. Dabei zeigte sich, dass Deutsch positiver in Bezug auf Wert und Struktur, Bairisch und Sächsisch hingegen positiver in Bezug auf den Klang beurteilt wurden. DeutschsprecherInnen wurde zudem mehr Kompetenz und DialektsprecherInnen mehr Wärme zugeschrieben. Darüber hinaus zeigten sich spezifische positive Korrelationen von Wert und Struktur mit Kompetenz, sowie von Klang mit Wärme – ein Hinweis darauf, dass Bewertungen von Sprachen und Varietäten nicht unabhängig von der Bewertung ihrer jeweiligen SprecherInnen ist. In den folgenden Studien wird der Frage nachgegangen, warum StandardsprecherInnen stärker mit Kompetenz und Non-StandardsprecherInnen stärker mit Wärme in Verbindung gebracht werden

    Sprachpflege nach heutigem Verständnis

    Get PDF
    Wenn sprachpflegerische und sprachkritische Bemühungen einen spürbaren Einfluss auf den Sprachgebrauch der Gesellschaft ausüben sollen, dürfen die Vertreter der Sprachwissenschaft an den Universitäten und Instituten auf der einen Seite und auf der andern die glücklicherweise immer noch erfreulich große Zahl von Laien und Liebhabern der Sprache, die sich in „Sprachecken” und „Sprachspalten” von Zeitungen und Zeitschriften zum Wort melden, nicht länger gegeneinander arbeiten. Dies tun sie aber bis jetzt in erschreckendem Ausmass. Denn während die moderne Sprachwissenschaft tolerant und vorurteilslos den ständigen Wandel der Sprache kommentiert, verteidigt der Laienkritiker immer noch ein konservatives Sprachverständnis, für welches die Sprache der klassischen Literatur von Goethe bis Thomas Mann und des Bildungsbürgertums eine Art Denkmal ist, das vor Verschandelung geschützt werden muß. Die Sprachwissenschaft sollte demnach Mittel und Wege finden, um die Laien unter ihren Helfern zu einer positiven Einstellung zum Sprachwandel zu bekehren. Sie muss deren Freude an der Vielfalt der heutigen mündlichen und schriftlichen Textsorten wecken und ihnen die Augen öffnen für die erstaunliche Kreativität und den spielerischen Umgang mit Sprache, wie sie beispielsweise in Reklamen, Wandsprüchen oder in Aufsätzen von Kindern der Gastarbeiter und Flüchtlinge zutage treten

    Introduction

    Get PDF

    Parömiologische Aufgaben auf der Sprichwortplattform

    Get PDF
    Die Projektgruppe Didaktik hat es für sinnvoll erachtet, eine spezielle Gruppe von parömiologischen Aufgaben auf der Sprichwortplattform einzurichten. Die Sprichwortplattform richtet sich an Fremdsprachenlerner (Niveaustufe B1 bis C2) der beteiligten Sprachen, Fremdsprachenvermittler und Entwickler im Bereich Fremdsprachendidaktik. Die didaktischen Aufgaben wurden zunächst in zwei Hauptgruppen, B1-B2 bzw. C1-C2, verteilt. Die Aufgaben, die nach den Lernphasen der Sprichwörter, dem sogenannten phraseologischen Drei- bzw. Vierschritt (Erkennen, Verstehen, Festigen, Verwenden), auf der Sprichwortplattform angeordnet wurden, betreffen die Form, den Inhalt und die Verwendung der Sprichwörter. Die Aufgaben in diesen vier Gruppen umfassen damit die wichtigsten Aspekte, die beim Sprichwortlernen in einer Fremdsprache gewöhnlich auftauchen. Für Alltagsnutzer einer Fremdsprache ist es nicht notwendig zu wissen, was der Unterschied zwischen einer satzgliedwertigen und einer satzwertigen festen Wortverbindung ist, welche Sprichwörter idiomatisch sind oder wie Sprichwörter metasprachlich im Kontext kommentiert werden. Es gibt jedoch eine klar abgrenzbare Gruppe von Nutzern, die Interesse an solchen linguistischen Informationen haben: Studierende von Fremd- oder Muttersprachen, Linguisten, Lehrer sowie eventuell an der Sprache und Sprachwissenschaft interessierte Laien. Für diese Nutzergruppen sind die parömiologischen Aufgaben auf der Sprichwortplattform entstanden

    Legal status and regulation of the German language in the Federal Republic of Germany

    Get PDF
    Despite being an official language of several countries in Central and Western Europe, German is not formally recognised as the official language of the Federal Republic of Germany. However, in certain situations the use of the German language, including the spelling rules, is subject to state regulation (by acts of Federal Parliament or by administrative decisions). This article presents the content of this regulation, its scope, and the historical context in which it was adopted

    Die semantische Paraphrase in elexiko

    Get PDF
    Klicken Benutzer auf der Startseite eines redaktionell ausgearbeiteten elexiko-Wortartikels unter der Überschrift „Lesartenbezogene Angaben“ auf die Etikettierung einer bestimmten Lesart, präsentiert sich ihnen direkt die zur jeweiligen Lesart gehörende Bedeutungserläuterung. Zum gleichen Bereich zählen obligatorisch ein bis drei extra zu öffnende Paraphrasenbelege, die Informationen zur satzfunktionalen Wortklasse sowie gegebenenfalls enzyklopädische Hinweise, Abbildungen und/oder ein definitorischer Beleg. Die Bedeutungserläuterung in elexiko – auch semantische Paraphrase genannt – fasst wichtige Informationen zahlreicher anderer Angabenbereiche innerhalb der lesartenbezogenen Angaben zusammen und bietet dem Nutzer so eine kurze Übersicht über die Bedeutung und Verwendung des jeweiligen Stichwortes bzw. seiner Lesarten. Dadurch steht der Angabebereich der Bedeutungserläuterung in besonders engem Zusammenhang mit den weiteren lesartenbezogenen Angabebereichen der Wortartikel, wie im Abschnitt 4 dieses Beitrags dargestellt ist. Weiterhin beschreibt dieser Beitrag, wie die ursprüngliche Konzeption zur semantischen Paraphrase in elexiko heute umgesetzt wird (Abschnitt 2) und wie die in elexiko bestehende Beschreibungstechnik von den Lexikografen beurteilt wird (Abschnitt 3)

    ‘Repatriierte’ und Vertriebene: Wechselseitige Vorurteile in autobiographischen Berichten

    Get PDF
    Das untersuchte Textmaterial ist einem narrativen Interview mit einer Polin entnommen, die von den Kriegsereignissen unmittelbar betroffen wurde. Die Erzählerin, Frau S., kam 1945 - im Rahmen der ‘Repatriierung’ der polnischen Bevölkerung aus den früheren polnischen Ostgebieten - aus Wilna in die Masuren und hat dort die Vertreibung der Deutschen unmittelbar miterlebt. Da das Textmaterial starke Bezüge zu historischen und makropolitischen Sachverhalten aufweist, wird auch die geschichtliche und makropolitische Situierung der autobiographischen Aussagen in die Analyse des Textmaterials mit einbezogen. Die zentrale Fragestellung richtet sich auf die Inkonsistenz zwischen zwei vorurteilshaften Interviewpassagen über die masurischen Frauen einerseits und dem im Interview dokumentierten Wissen der Erzählerin über die historisch bedingte Notsituation von 1945 andererseits. Mittels einer am biographieanalytischen Ansatz von Schütze orientierten Vorgehensweise und unter Hinzunahme weiterer theoretischer Konzepte wird der Frage nachgegangen, warum das eigentlich zu erwartende Mitleid an einer bestimmten Stelle der Rekonstruktion der Erfahrungen von Frau S. ausbleibt. Die Ergebnisse der Untersuchung hängen mit der Ausarbeitung und der Diskussion hypothetischer Antworten auf die Frage nach den Grenzen des Mitleids zusammen. Es werden vier komplementäre Erklärungsversuche erörtert, die die diskursive „Motivierung“ der vorurteilshaften Äußerungen über die masurischen Frauen und somit die Inkonsistenz im Interview mit Frau S. erläutern könnten

    9,397

    full texts

    11,061

    metadata records
    Updated in last 30 days.
    Publikationsserver des Instituts für Deutsche Sprache is based in Germany
    Access Repository Dashboard
    Do you manage Open Research Online? Become a CORE Member to access insider analytics, issue reports and manage access to outputs from your repository in the CORE Repository Dashboard! 👇