Publikationsserver des Instituts für Deutsche Sprache
Not a member yet
    11061 research outputs found

    Mathematische Häufigkeitsmaße in der Korpuslinguistik. Eigenschaften und Verwendung

    Get PDF
    In der Korpuslinguistik und der Quantitativen Linguistik werden ganz verschiedenartige formale Maße verwendet, mit denen die Gebrauchshäufigkeit eines Wortes, eines Ausdrucks oder auch abstrakter oder komplexer sprachlicher Elemente in einem gegebenen Korpus gemessen und ggf. mit anderen Gebrauchshäufigkeiten verglichen werden kann. Im Folgenden soll für eine Auswahl dieser Maße (absolute Häufigkeit, relative Häufigkeit, Wahrscheinlichkeitsverteilung, Differenzenkoeffizient, Häufigkeitsklasse) zusammengefasst werden, wie sie definiert sind, welche Eigenschaften sie haben und unter welchen Bedingungen sie (sinnvoll) anwendbar und interpretierbar sind – dabei kann eine Rolle spielen, ob das Häufigkeitsmaß auf ein Korpus als Ganzes angewendet wird oder auf einzelne Teilkorpora. Zusätzlich zu den bei den einzelnen Häufigkeitsmaßen genannten Einschränkungen gilt generell der folgende vereinfachte Zusammenhang: Je seltener ein Wort im gegebenen Korpus insgesamt vorkommt und je kleiner dieses Korpus ist, desto stärker hängt die beobachtete Gebrauchshäufigkeit des Wortes von zufälligen Faktoren ab, d.h., desto geringer ist die statistische Zuverlässigkeit der Beobachtung

    Das Forschungs- und Lehrkorpus für Gesprochenes Deutsch (FOLK). Zum Nutzen eines großen annotierten Korpus gesprochener Sprache für interaktionslinguistische Fragestellungen

    Get PDF
    Der Beitrag illustriert die Nutzung des Forschungs- und Lehrkorpus Gesprochenes Deutsch (FOLK) für interaktionslinguistische Fragestellungen anhand einer exemplarischen Studie. Zunächst werden die Stratifikation (Datenkomposition) des Korpus, das zugrundeliegende Datenmodell und dessen Annotationsebenen sowie Typen von Untersuchungsinteressen vorgestellt, für die das Korpus nutzbar ist. Im Hauptteil wird Schritt für Schritt anhand einer Studie zur Verwendung des Formats was heißt X in der sozialen Interaktion gezeigt, wie mit FOLK relevante Daten gefunden und analysiert werden können. Abschließend weisen wir auf einige Vorsichtsmaßnahmen bei der Benutzung des Korpus hin

    Das GeWiss-Korpus: Neue Forschungs- und Vermittlungsperspektiven zur mündlichen Hochschulkommunikation

    Get PDF
    Das Korpus GeWiss (Gesprochene Wissenschaftssprache kontrastiv: Deutsch im Vergleich zum Englischen und Polnischen) bietet vielfältige Möglichkeiten zur Erforschung und Vermittlung der mündlichen Hochschulkommunikation. Mit den im Projekt ZuMult entwickelten Zugangswegen zu Korpora der gesprochenen Sprache eröffnen sich für einen deutlich größeren Personenkreis umfassende Nutzungsmöglichkeiten, die sowohl für sprachdidaktische Kontexte als auch für Forschungszwecke relevant sind. In diesem Beitrag wird eine Auswahl der in ZuMult geschaffenen Werkzeuge im Hinblick auf ihr Potenzial zur Arbeit mit den GeWiss-Daten vorgestellt. Im Anschluss wird anhand von expliziten sprachlichen Positionierungsmustern aufgezeigt, wie diese Korpustools für eine sprachdidaktisch orientierte empirische Untersuchung zu den Spezifika mündlicher Wissenschaftskommunikation genutzt werden können

    Multimodale und agile Korpora. Perspektiven für Digital Herrnhut (N-ARC1)

    Get PDF
    In Dresden entsteht für den Forschungshub Digital Herrnhut der Pilot für ein agiles und multimodales Referenzkorpus der nächsten Generation (Nex-Gen Agile Reference Corpus (NARC)) in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB). Dieses Korpus (N-ARC1) wird textliche, kartografische und audiovisuelle Quellen sowie weitere Artefakte fassen, die, miteinander vernetzt, als offene Forschungsdaten (teil-)maschinell angereichert werden können und in einer virtuellen Forschungsumgebung öffentlich und nachnutzbar zur Verfügung stehen sollen. Dafür bieten die Dokumente und Spuren der Herrnhuter Brüdergemeine - eine am Beginn des 18. Jahrhundert gegründete und in nur wenigen Jahrzehnten weltumspannende Glaubensgemeinschaft - einen idealen Ausgangspunkt. Im Beitrag werde ich exemplarisch an einigen ausgewählten Beispielen aus den Themenkreisen Datenerschließung, Datenstrukturierung, -erweiterung und -vernetzung zwischen akademischer Lehre, Forschung und bürgerwissenschaftlicher Beteiligung die Herausforderungen illustrieren, vor denen wir derzeit in der Umsetzung in Dresden stehen

    Hacía la desambiguación de nominalizaciones en alemán a partir de información estructural, léxica y de corpus

    Get PDF
    Between classical symbolic word sense disambiguation (wsd) using explicit deep semantic representations of sentences and texts and statistical wsd using word co-occurrence information, there is a recent tendency towards mediating methods. Similar to so-called lightweight semantics (Marek, 2009) we suggest to only make sparse use of semantic information. We describe an approximation model based upon flat underspecified discourse representation structures (FUDRSs, cf. Eberle, 2004) that weighs knowledge about context structure, lexical semantic restrictions and interpretation preferences. We give a catalogue of guidelines for human annotation of texts by corresponding indicators. Using this, the reliability of an analysis tool that implements the model can be tested with respect to annotation precision and disambiguation prediction and how both can be improved by bootstrapping the knowledge of the system using corpus information. For the balanced test corpus considered the recognition rate of the preferred reading is 80-90% (depending on the smoothing of parse errors).Entre el método clásico y simbólico de desambiguación de sentidos (WSD) que utiliza representaciones semánticas profundas de oraciones y textos, y el método estadístico que utiliza información relativa a la co-ocurrencia de palabras, existe una tendencia reciente a usar métodos híbridos. De manera similar a la llamada semántica light-weight (Marek, 2009), en este artículo se propone hacer uso de escasa información semántica. Describimos un modelo de aproximación sobre la base de Flat Underspecified Discourse Representation Structures (FUDRSs, cf. Eberle 2004) que valora conocimiento sobre estructura contextual, restricciones de semántica léxica e interpretaciones preferenciales. Presentamos una guía de anotación para la anotación por humanos de textos con los correspondientes indicadores. Mediante su uso, la fiabilidad de la herramienta que implementa el modelo puede ser testada con respecto a la precisión de anotación y a la predicción de desambiguación, y cómo ambas pueden ser mejoradas mediante el bootstrapping del conocimiento del sistema usando información de corpus. Para el corpus set de test considerado, la tasa de reconocimiento de la lectura preferida es del 80-90% (dependiendo de la compensación de errores de análisis sintáctico)

    “Sinnen & Simulieren” diskurs- und kultursemiotisch. Symbole und Narrative der Großen Finanz- und Wirtschaftskrise 2007ff. zwischen aktuellem Mediendispositiv, Spielfilm und Gegenwartsliteratur

    No full text
    Der Beitrag stellt am Beispiel der Großen Weltwirtschaftskrise seit dem Jahr 2007 ein diskurs- und kultursemiotisches Untersuchungsmodell vor, das sich der narrativen Dimension wirtschaftsbezogener Themen und Probleme in Massenmedien, Film und Literatur widmet. Zur Erfassung seines Gegenstandbereichs geht es von der konstitutiven Bedeutung von Symbolen und anderen analogiebildenden Verfahren in der Sprache der Massenmedien aus und ergänzt diese um weitere wichtige Parameter einer Erzählanalyse im weiteren Sinn (mit Blick auf Diskursanteile der Alltagswelt und spezifischer Fachwissenschaften, intertextuelle und interpikturale Aspekte, intermediale Text-Bild-Ton-Kombinatorik, die Bedeutung diskursiver Positionen und pragmatischer Applikationen). Anschließend wird für eine Erzählanalyse im engeren Sinne die Ebene unterschiedlicher Darstellungen geschichtlicher Zeit (Vergangenheits- und Gegenwartsorientierung vs. Zukunfts-Prognostik) von der Ebene verschiedener diskursiver Stil- und Tonlagen unterschieden (Realismus, Pararealismus und Autoreflexivität; Faktualität vs. Fiktionalität). Die konkreten Beispiele entstammen der internationalen Film- und Romanproduktion der Gegenwart, wie sie das in erster Linie massenmedial vermittelte Krisengeschehen von Anfang an mit begleiten (u.a. Chandlers „Der große Crash“ für den Spielfilm; Goetz, Lancaster, Chirbes u.a.m. für die Literatur)

    Korpusbefunde und Grammatik am Beispiel des Genitivs im Deutschen

    Get PDF
    Der Beitrag setzt sich aus der Sicht einer Grammatikerin mit zwei am Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS) durchgeführten korpusgrammatischen Studien zum Genitiv im Deutschen auseinander: einer Studie zur Wahl des s-Markers in der starken Substantivflexion und einer Studie zu Sonderfällen des Genitivattributs. Dabei werden die Stärken der Vorgehensweise gewürdigt; es wird jedoch auch deren zwiespältige Beziehung zu etablierten systemgrammatischen Regularitäten diskutiert.The contribution discusses two corpus grammatical studies on the genitive case in German undertaken at the „Leibniz Institute for the German Language“ (IDS) from the viewpoint of a grammarian: a study dealing with the choice between the s-markers in the strong declension and a study dealing with special cases of the genitive attribute. The qualities of the approach are appreciated, but its ambivalent relationship with established regularities of the grammatical system is debated as well

    Interpunktion als interaktionale Ressource. Eine korpusgestützte Untersuchung zur Funktion von Auslassungspunkten in der internetbasierten Kommunikation

    Get PDF
    Der Beitrag untersucht Praktiken der Adaption von Auslassungspunkten für die Bearbeitung von Anforderungen des interaktionsorientierten Schreibens. Ausgehend vom Stand der Forschung wird anhand einer randomisierten Stichprobe aus dem MoCoDa2-Korpus gezeigt, welche formalen und funktionalen Charakteristika sich für die Verwendung von Auslassungspunkten in WhatsApp-Chats nachweisen lassen. Aus der Analyse der Stichprobe wird eine Funktionstypologie abgeleitet, anhand derer sich Praktiken des Auslassens, Andeutens, Organisierens und Segmentierens mittels Auslassungspunkten in Produkten des text- und des interaktionsorientierten Schreibens vergleichen lassen.In this paper we examine how ellipsis points are adapted for the purposes and requirements of interaction-oriented writing. Based on current research and a random sample from the MoCoDa2 corpus, we describe formal and functional characteristics of ellipsis points in WhatsApp chats. From our analysis we develop a typology that allows to compare practices of omission, segmentation, indication and sequential organization using ellipsis points in text- and interaction-oriented writing

    Nutzung digitaler Textkorpora und Analysewerkzeuge beim materialgestützten Schreiben im Deutschunterricht

    Get PDF
    In diesem Beitrag greifen wir das im Deutschunterricht bislang noch wenig genutzte Potenzial einer Verknüpfung von Sprachreflexion mit der Recherche und Analyse authentischer Sprachdaten mithilfe digitaler Textkorpora auf und machen es für das materialgestützte Schreiben nutzbar. Dazu skizzieren wir didaktische Grundlagen und curriculare Vorgaben zum materialgestützten Schreiben und entwickeln einen Vorschlag zur Weiterentwicklung dieser Aufgabenart, die Möglichkeiten der Nutzung digitaler Textkorpora als Werkzeuge zur Informationsgewinnung beim materialgestützten Schreiben verdeutlicht und in konkrete Unterrichtsüberlegungen mündet.In this article, we focus on the potential of linking language reflection with the search for and analysis of authentic language data with the help of digital text corpora, which has been little used in teaching German so far, and make it usable for material-based writing. To do so, we outline didactic principles and curricular guidelines for material-based writing and develop a concept for the further development of this type of task which illustrates the possibilities of using digital text corpora as tools for information retrieval in material-based writing and leads to specific teaching considerations

    9,397

    full texts

    11,061

    metadata records
    Updated in last 30 days.
    Publikationsserver des Instituts für Deutsche Sprache is based in Germany
    Access Repository Dashboard
    Do you manage Open Research Online? Become a CORE Member to access insider analytics, issue reports and manage access to outputs from your repository in the CORE Repository Dashboard! 👇