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Linguistic Landscapes und Spot German an der Schnittstelle von Sprachwissenschaft und Deutschdidaktik
Neologisms in New Zealand Sign Language: a case study of COVID-19 pandemic-related signs
To leverage the Deaf community’s increasing online presence, the web-based platform NZSL Share was launched in March 2020 to crowdsource new and previously undocumented signs, and to encourage community validation of these signs. The platform allows users to upload sign videos, comment on videos and agree or disagree with (often new) signs being proposed. It is managed by the research team that maintains the ODNZSL, which includes the authors. NZSL Share is being used by individuals as well as Deaf community groups to record and share signs of a specialist nature (e.g., school curriculum signs). NZSL Share now has close to 50 actively contributing members. Its launch coincided with the 2020 COVID-19 outbreak in New Zealand and so some of the first signs contributed were COVID-19-related, which are the focus of this paper
Linguistic Landscape und Fremdsprachendidaktik. Perspektiven für die Sprach-, Kultur und Literaturdidaktik (Linguistic landscape and foreign language didactics. Perspectives for language, cultural and literary didactics). Edited by Camilla Badstübner-Kizik & Věra Janíková. Berlin: Peter Lang, 2018, 359 pp. (Posener Beiträge zur Angewandten Linguistik 10). ISBN: 9783631773543. EUR 56,10/GBP 46,00/USD 67,95. [Rezension]
Articulatory variability is reduced by repetition and predictability
Repeating the movements associated with activities such as drawing or sports typically leads to improvements in kinematic behavior: these movements become faster, smoother, and exhibit less variation. Likewise, practice has also been shown to lead to faster and smoother movement trajectories in speech articulation. However, little is known about its effect on articulatory variability. To address this, we investigate the extent to which repetition and predictability influence the articulation of the frequent German word “sie” [zi] (they). We find that articulatory variability is proportional to speaking rate and the duration of [zi], and that overall variability decreases as [zi] is repeated during the experiment. Lower variability is also observed as the conditional probability of [zi] increases, and the greatest reduction in variability occurs during the execution of the vocalic target of [i]. These results indicate that practice can produce observable differences in the articulation of even the most common gestures used in speech
Von A bis Z: Überlegungen zur Erstellung eines Wissensgraphen aus historischen Enzyklopädien
Strukturierte Daten, insbesondere Wissensgraphen, gewinnen in vielen Forschungsfeldern zunehmend an Bedeutung. Sie bieten eine kondensierte Sicht auf menschliches Wissen, sei es allgemein oder domänen-spezifisch. Unter anderem können sie damit in Forschungsprojekten helfen, Textkorpora mit zusätzlichen Informationen anzureichern oder das Beantworten spezifischer Fragestellungen durch Inferenzbildungen erst möglich zu machen. Für den Erstellungsprozess eines Wissensgraphen gibt es allerdings keinen universal gültigen Lösungsweg (Kejriwal 2019, 4). In diesem Beitrag geht es speziell um die Herausforderungen, einen Wissensgraphen aus historischen Enzyklopädien zu erstellen. Als Beispiel dafür dient das DFG-geförderte Projekt EncycNet. Es soll hierbei nicht die Präsentation von Methoden und deren Ergebnisse im Vordergrund stehen, sondern es sollen eher die Besonderheiten des Vorhabens und die damit einhergehenden konzeptuellen Überlegungen, die letztendlich auch bei der Auswahl der Methoden eine Rolle spielen, genauer darstellt werden. Im Folgenden soll deshalb zunächst ein kurzer Überblick über Wissensgraphen und deren Erstellung gegeben werden. Den Hauptteil leitet dann eine kurze Einführung zu EncycNet ein und schließlich werden die drei Herausforderungen des Projekts diskutiert
Gesprochenes Alltagsdeutsch im Bismarck-Archipel um 1900. Das Zeugnis regional markierter Superstrateinflüsse in Unserdeutsch
Unserdeutsch (Rabaul Creole German) entstand um 1900 an einer katholischen Missionsstation in Vunapope auf der Insel New Britain im Bismarck-Archipel. Seine dominante Substratsprache ist Tok Pisin, das melanesische Pidgin-Englisch, seine Superstratsprache Deutsch. Der Aufsatz versucht das sprachliche Superstrat von Unserdeutsch näher zu bestimmen, d. h. die Frage zu beantworten, welches Deutsch von den Missionaren in Vunapope um 1900, am Ort und zum Zeitpunkt der Entstehung von Unserdeutsch, gesprochen wurde. Zu diesem Zweck werden die als Superstrattransfer aus dem Deutschen erklärbaren, regional markierten linguistischen Strukturmerkmale in Unserdeutsch untersucht und im geschlossenen Sprachgebiet sprachgeografisch lokalisiert. Ergänzt wird diese linguistische Evidenz durch extra- und metalinguistische Evidenz aus einschlägigen, zeitgenössischen Quellen. Die Ergebnisse deuten auf ein vorwiegend nordwestdeutsch-westfälisch geprägtes, insgesamt jedoch heterogenes, standardnahes sprachliches Superstrat hin und widerlegen somit frühere diesbezügliche Aussagen in der einschlägigen Fachliteratur. Und sie zeigen zugleich auch, dass die Analyse von kolonialen und sonstigen Auswanderervarietäten, besonders von solchen, die – wie Unserdeutsch – im Laufe ihrer späteren Geschichte den Kontakt zum sprachlichen Mutterland vollständig verloren haben, zur Rekonstruktion historischer Mündlichkeit wertvolle Daten liefern kann
Normalfall Movierung: Geschichte und Gegenwart des generischen Maskulinums in Prädikativkonstruktionen
Der Beitrag betrachtet movierbare Personenbezeichnungen, die in einem Prädikativum mit Bezug auf ein weibliches Subjekt gebraucht werden (Typ sie ist Käufer/Käuferin). In solchen Fällen ist neben der Verwendung der movierten Personenbezeichnung auch die ihrer maskulinen Basis möglich, wobei zum tatsächlichen Gebrauch der beiden Varianten bisher widersprüchliche Angaben und kaum Daten vorlagen. Diese Untersuchung ergibt, dass die Movierung in der Prädikativkonstruktion seit dem Ahd. der Normalfall war und ist. Allerdings lassen sich einige Nischen ausmachen, in denen unmovierte Bezeichnungen etwas frequenter sind: Der mit Abstand höchste Wert findet sich bei weiblicher Selbstreferenz, während Maskulina bei weiblichen Subjekten der dritten Person Singular mit einer Ausnahme weitgehend unüblich sind. Diese Ausnahme ist der offizielle Sprachgebrauch der damaligen DDR. Öffentlichkeitsgerichtete Texte des 20./21. Jh., die nicht aus der DDR stammen, zeigen einen vermutlich gesellschaftlich bedingten Rückgang der sowieso schon seltenen unmovierten Formen ab Mitte der 1970er-Jahre