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    Of stars and colons: A corpus-based analysis of gender-inclusive orthographies in German press texts

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    New gender-inclusive orthographies such as the asterisk or the colon arewidely debated in various German public spheres, including areas of academia. However, little is known about the frequency and distribution of these neographies. This study presents a microdiachronic analysis of binary (i.e., including onlymen and women) and non-binary (i.e., inclusive of all genders) variants of gender-inclusive orthographies from 2015 to 2023. Using the German Reference Corpus(DeReKo), we assembled a subcorpus of press texts from 15 sources, comprisingapproximately 1.2 billion tokens. Our corpus-driven approach reveals that the nonbinary variants asterisk (Schüler*innen‘pupils’) and colon (Schüler:innen) havebecomedominant after the 2019 change of the German civil status law to encompass a third positive gender option, divers. Binary forms, especially the capitalI(as inSchülerInnen), have been in decline since. The non-binary forms are un-evenly distributed across sources and lexemes, a pattern further explored througha lexicon-based search. We examined 131 pre-selected personal nouns with systematic gender differentiation to compare binary and non-binary variants to regularmasculine and feminine forms. The results show that masculine forms remaindominant, followed by feminine forms, with both maintaining stable frequenciesover time. In contrast, binary and non-binary forms remain marginal. These quantitative baselines enhance the linguistic understanding of how sources, lexemes, and extralinguistic events shape the use of gender-inclusive language. Our studythus offers a foundation for more objective discussions on the subject

    Slowenische und ungarische Sprichwörter kontrastiv

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    Unter diachronem Aspekt betrachtet, wurden in der Geschichte der Sprachforschung zahlreiche Versuche unternommen, das Sprichwort zu definieren. Dabei handelt es sich nach Mieder (1999) um das Definieren der Sprichwörter vom Standpunkt des Lesers, Hörers, Rezipienten etc. – oder so wie er es nennt „des Publikums“ – auf der einen Seite. Auf der anderen Seite bemühen sich die Folkloristen bzw. Sprachwissenschaftler und insbesondere die Parömiologen um das Formulieren einer „wissenschaftlichen Definition“. Die für das breite Publikum bestimmte und in vielen Bedeutungswörterbüchern vorkommende Definition, nach der ein Sprichwort – kurz gesagt – „ein von Weisheit geprägter Satz“ ist, erweist sich als zu generalisierend und demzufolge für eine wissenschaftliche Analyse unzugänglich. In der Literatur wird darauf verwiesen, dass satzwertige Phraseme, insbesondere Sprichwörter, in der Regel als All-Aussagen zu interpretieren sind (vgl. z. B. Burger 2003). Für die Zwecke eines Forschungsprojektes sollte jedoch eine Arbeitsdefinition erarbeitet werden, die klare Kriterien für die Auswahl formuliert

    Didaktische Lerntipps für das Sprichwortlernen. Bedeutung, Funktionen und Umsetzung

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    Der Erwerb von Sprichwörtern verläuft je nach situativem Kontext als bewusstes Lernen oder intuitiver Erwerb. Während der intuitive Erwerb von Sprichwörtern als Idealfall angesehen werden muss, ist das bewusste Lernen von Sprichwörtern den Einschränkungen und Möglichkeiten des institutionellen Lernens unterworfen. Der vorliegende Beitrag geht gezielt auf einen wichtigen, aber oft vernachlässigten Aspekt des Lernens ein, nämlich die Möglichkeiten, die didaktische Lerntipps für den Erwerb von fremdsprachlichen Sprichwörtern bieten können. Dabei werden eine Reihe von bedeutenden Aspekten angesprochen, wie autonomes Lernen als genereller Bezugsrahmen, die Präsenz und das Erlernen von Sprichwörtern, die Verflechtung von Sprichwortlernen und autonomem Lernen und nicht zuletzt konkrete didaktische Tipps zum Sprichwortlernen sowie deren Umsetzung auf der Sprichwortplattform (www.sprichwort-plattform.org)

    Konnektorenforschung aus unterschiedlichen Blickwinkeln: Einleitende Bemerkungen

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    Den Leitfaden dieses Bandes bildet das Thema ‘Konnektoren’, das sich in letzter Zeit sowohl in funktionalen als auch in formalen Arbeiten eines erneuten Interesses erfreut – auch dank der zahlreichen Publikationen des Instituts für Deutsche Sprache wie dem Handbuch der deutschen Konnektoren von Pasch u.a. (2003), auf das viele der Beiträge dieses Bandes selbst Bezug nehmen. Das Hauptanliegen in diesem Band besteht in dem Bemühen, einen weiten Blickwinkel anzubieten – sowohl hinsichtlich des theoretischen Rahmens, in dem die einzelnen Beiträge entstanden sind, als auch der Auswahl der einzelnen Schwerpunkte. Neben Aufsätzen, die sich mit theoretischen Fragen befassen (Breindl, Waßner, Moroni, Volodina, Pittner, Schnorbusch), finden hier auch die diachrone (Ferraresi, Dal Negro, Kotin) und die sprachvergleichende Perspektive (Ravetto / Blühdorn, Bongo) Beachtung

    Referenzfixierungs-Spiele in Goethes „West-östlichem Divan“

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    Aus sprachwissenschaftlicher Perspektive wird die Erscheinung der „Personenwechselung“, das heißt der unterschiedlichen Referenz auf ein und dieselbe Person, in Johann Wolfgang von Goethes Gedicht „Hegire“ und seiner Einleitung zu den „Noten und Abhandlungen zu besserem Verständnis des West-östlichen Divans“ untersucht. Die Variation in der Selbstreferenz soll in Form der Textverlaufsanalyse beschrieben werden im Hinblick auf die benutzten Referenzmittel und ihre Funktion sowie auf die Fragen nach der Referenzfixierung. Dabei wird auch die unterschiedliche Textsortenzugehörigkeit der beiden Beispiele berücksichtigt

    Sprachkorpora im Deutschunterricht

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    Digitale Sprachkorpora bieten eine Vielzahl innovativer und spannender Möglichkeiten für die Untersuchung von Sprache. Im Deutschunterricht können Korpora eingesetzt werden, um Wissen zum System und Gebrauch von Sprache an authentischen Sprachdaten zu erarbeiten und die Gewinnung von Einsichten in die Funktionen und Gebrauchskontexte von Sprache als datengestützte, empirische Tätigkeit einzuüben. Für das Deutsche steht eine Reihe exzellenter Korpusressourcen zur Verfügung, die online genutzt werden können und deren Handhabung mit entsprechender Anleitung durch die Lehrkraft für Schüler:innen der Sekundarstufen gut erlernbar ist. Dieser Band zeigt Lehramtsstudierenden und Lehrkräften, wie Korpora im Deutschunterricht für die Untersuchung von Sprache und Sprachgebrauch eingesetzt werden können. Neben einer Einführung in die Grundlagen korpusgestützter Sprachanalyse und einer Vorstellung einschlägiger Korpora zum Deutschen, die in der Schule genutzt werden können, wird an sechs ausführlich ausgearbeiteten Unterrichts­modellen aufgezeigt, wie im eigenen Unterricht mit Korpora gearbeitet werden kann. Leitendes didak­tisches Prinzip ist dabei die Idee des forschenden Lernens, die exemplarisch für Themen aus den Bereichen Wortbildung, Rechtschreibung, Pragmatik und Sprachwandel, für die Untersuchung von Wortbedeutungen und für die Prüfung von Formulierungsvarianten beim Textschreiben umgesetzt wird. Daneben wird in einem weiterführenden Kapitel gezeigt, wie Lehrkräfte eigene Korpora erheben und für die Analyse von Textdaten nutzen können. Die vorgestellten Modelle sind auf Kompetenzerwartungen aus den aktuellen Bildungsstandards und ausgewählten Lehrplänen bezogen. Darüber hinaus wird aufgezeigt, welchen Beitrag die forschende Arbeit mit Sprachkorpora zum fächerübergreifenden Bildungsziel der Vermittlung von Daten- und Digtialkompetenz (Data Literacy, Digital Literacy) leisten kann

    Leitfäden und Toolboxen für die inklusive, diversitätssensible Gestaltung von Partizipation in der Forschung

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    Ergänzungsmaterial zum Kapitel “Inklusion und Diversität in partizipativer Forschung” In: Voigt-Heucke, Silke; Oesterheld, Marius; Maibaum, Arne; Schrögel, Philipp (Hg.) (in Vorb.). Praxishandbuch Partizipation in der Wissenschaft – Methode, Modus oder Mindset. National und international existieren verschiedene praxisorientierte Materialien und Leitfäden für die Gestaltung inklusiver, diversitätssensibler und/oder barrierearmer Projekte zu Wissenschaftskommunikation und Partizipation. Im Folgenden ist eine Auswahl zusammengestellt

    Specifics of language use in a polarized discourse on sex and gender: A distributional approach

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    Drawing on the example of Marie-Luise Vollbrecht, our BMBF-funded project KoKoKom investigates whether—and how—participants in polarized discourses like the one on the (non-)binarity of gender still establish a common ground. To this end, we have compiled a corpus (992,414 tokens) of social media posts and comments (YouTube, Reddit, Instagram, X, Facebook), transcripts of relevant YouTube videos and television programs, and texts from the German reference corpus DeReKo (Kupietz et al. 2018) across the period 07/2022–10/2022 containing the word Vollbrecht. One methodological focus involves contrastive analysis of word embedding models, comparing a model trained on our project corpus with one trained on DeReKo —the largest German reference corpus (see Fankhauser & Kupietz 2017; 2019 for details). This comparison reveals, for example, that the nearest neighbors of the word Biologin [biologist] have shifted substantially: instead of other subdisciplinary titles like Ökologin [ecologist], they now refer to Vollbrecht’s qualification as Wissenschaftlerin [scientist], reflecting a rhetorical strategy in our corpus, where Biologin is used to underline Vollbrecht’s authority. In our poster presentation, we will introduce the KoKoKom project, describe the corpus and methodological background, and put our initial analyses and findings up for discussion

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