Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
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Business Process Management: Analysis, Modelling, Optimisation and Controlling of Processes
Special Issue on Whole Genome Amplification
The development of whole-genome amplification (WGA) techniques has opened up new avenues for genetic analysis and genome research, in particular by facilitating the genome-wide analysis of few or even single copies of genomic DNA, such as from single cells (prokaryotic or eukaryotic) or virions. Using WGA, the few copies of genomic DNA obtained from such entities are unspecifically amplified using PCR or PCR-related processes in order to obtain higher DNA quantities that can then be successfully analysed further
Virtuelle Stilberatung als Möglichkeit der Aufforderung zur Singularität
Konsument:innen scheint die Lust vergangen zu sein, individuellen Kleidungsstil auszudrücken, da der Onlinehandel zur Steigerung von Auswahlmöglichkeiten geführt hat. Dies mündet unter anderem in der Nutzung virtueller Stilberatungen. Diese Dienste dienen dazu, Kund:innen möglichst effizient, individuell und authentisch „zu machen“, und sind somit als paradoxaler Demokratisierungsprozess zu verstehen. Eine Erklärung für den Erfolg dieser Dienstleistungen soll mit Reckwitz’ Singularisierungsthese gestützt werden
Generalisierte FDM-Aufgaben an HAW sowie Erfahrungen in der hochschulübergreifenden Zusammenarbeit und Integration NRW- und bundesweiter Angebote: Die Perspektive der FDMScout*innen
Forschungsdatenmanagement (FDM) nimmt in Wissenschaftsinstitutionen und Scientific Communities einen immer größeren Stellenwert ein. Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) sehen sich mithin der Aufgabe gegenübergestellt, Rahmenbedingungen für ein gelingendes FDM in Forschungsvorhaben zu schaffen. Die vorliegende Grafik hat zum Ziel, die Ausgestaltung dieser Rahmenbedingungen zu befördern, indem sie – mit Blick auf die operative Ebene – die Bedarfe der Forschenden mit FDM-Dienstleistungen zusammenbringt sowie Wechselwirkungen visualisiert. Auf diese Weise soll sie die Komplexität des Handlungsfelds FDM veranschaulichen und zugleich als Handreichung zur Ausgestaltung adäquater FDM-Ressourcen und -Prozesse für die Zielgruppe der Forschenden dienen.
Die Zusammenstellung basiert auf den generalisierten Erfahrungen, die zwischen 2020 und 2023 von den in der Förderlinie „FDMScouts.nrw“ finanzierten Projektverbünden in vier gemeinsamen Handlungsfeldern (Netzwerkarbeit, Information und Sensibilisierung, Koordination, Beratung) gesammelt wurden. Die zehn beteiligten Hochschulen arbeiteten in fünf Verbünden an Strukturen und Prozessen für eine nachhaltige Etablierung des Forschungsdatenmanagements vor Ort. Dabei berücksichtigt die Grafik überregionale Serviceangebote und Institutionen für den Bereich FDM, wie sie bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung zur Verfügung standen
Multisensory guidance under sensory constraints in augmented reality
This research investigates the efficacy of multisensory cues for locating targets in Augmented Reality (AR). Sensory constraints can impair perception and attention in AR, leading to reduced performance due to factors such as conflicting visual cues or a restricted field of view. To address these limitations, the research proposes head-based multisensory guidance methods that leverage audio-tactile cues to direct users' attention towards target locations. The research findings demonstrate that this approach can effectively reduce the influence of sensory constraints, resulting in improved search performance in AR. Additionally, the thesis discusses the limitations of the proposed methods and provides recommendations for future research
Politische Ökonomie: Kollektives Handeln und die Entstehung von Gemeingütern zwischen privatem und öffentlichem Nutzen
Einleitung: Polyamorie
Die Vorstellung, dass wir mehrere Menschen zugleich lieben können, wird in modernen, westlich geprägten Gesellschaften sowohl als fast trivialerweise wahr anerkannt, als auch als grundsätzlich verfehlt abgelehnt. Während beispielsweise kein Zweifel daran besteht, dass wir üblicherweise unsere Eltern und zeitgleich etwaige Geschwister sowie umgekehrt Eltern für gewöhnlich alle ihre Kinder lieben und wir zudem zumeist mehrere enge und tiefe Freundschaften pflegen, ist die gesellschaftlich vorherrschende Auffassung von romantischer Liebe weitgehend von der Idee geprägt, dass es sich ausschließlich um exklusive Zweierbeziehungen handeln könne. Darüber hinaus haftet allen von der romantischen exklusiven Paarbeziehung abweichenden Formen, Liebe in Beziehungskonstellationen zu leben, eine diese moralisch mindestens als implizit fragwürdig, wenn nicht sogar offen als verwerflich kennzeichnende Be- beziehungsweise Verurteilung an. Tatsächlich gibt es allerdings viele Alternativen zur Monogamie. Der vermutlich berühmtesten, der Polyamorie, widmet sich der vorliegende Schwerpunkt. Das Wort „Polyamorie“ ist ein griechisch-lateinischer Hybrid (griech. polýs, viel/mehrere; lat. amor, Liebe) und die Bezeichnung für das zeitgleiche und konsensuelle Eingehen mehrerer Liebesbeziehungen. „Polycule“ ist das englische Kunstwort für eine ganze Reihe deutscher Ausdrücke für polyamore Beziehungsmodelle wie etwa auch „konsensuell- nichtmonogames Beziehungsnetzwerk“, „Sorgegemeinschaft“, „Wahlfamilie“ oder „Polykül“. Polyamore Beziehungsmodelle sind demnach breit gefächert und können letztlich alle möglichen Beziehungskonstellationen zwischen Personen umfassen, die einander auf die eine oder andere liebende Weise nahestehen. Dieser Schwerpunkt wirft vereinzelt Schlaglichter der philosophischen und ethischen Reflexion auf einige der Fragen und Herausforderungen, die sich hinsichtlich ethischer Polyamorie stellen beziehungsweise die mit dieser Form der nichtmonogamen Beziehungspraxis und -haltung einhergehen. Unsere Autor*innen eröffnen Diskussionsräume über einige grundlegende Aspekte einer Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Polyamorie. Damit stecken wir mit diesem Schwerpunkt das große Feld der philosophischen und ethischen Analyse rund um die Polyamorie lediglich grob ab – eine systematische und umfassende philosophische Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Polyamorie muss an anderer Stelle erfolgen. Nichtsdestotrotz erleichtern wir mit diesem Schwerpunkt den Einstieg in die vielfältigen philosophischen und ethischen Fragen, die sich mit dem Phänomen der Polyamorie ergeben und bereiten den Grund für eine dezidierte und genaue Auseinandersetzung mit den Herausforderungen, vor die wir uns mit ihr gestellt sehen.The idea that we can love several people at the same time is both recognized as almost trivially true and rejected as fundamentally flawed in modern societies of the global North. For example, while there is no doubt that we usually love our parents and any siblings at the same time, and conversely parents usually love all their children, and we also usually have several close and deep friendships, the prevailing social view of romantic love is largely characterized by the idea that it can only be exclusive relationships between two people. In addition, all forms of living love in relationship constellations that deviate from the exclusive romantic couple relationship are at least implicitly questionable, if not openly condemned as morally reprehensible. In fact, however, there are many alternatives to monogamy. This special issue is dedicated to what is probably the most famous: Polyamory. The word “polyamory” is a Greek-Latin hybrid (Greek polýs, many/several; Latin amor, love) and the term for the simultaneous and consensual entering into several love relationships. “Polycule” is the English artificial word for a whole range of other expressions for polyamorous relationship models, such as “consensual-non-monogamous relationship network”, “care community”, or “family of choice”. Polyamorous relationship models are therefore broadly diversified and can ultimately encompass all possible relationship constellations between people who are close to each other in one way or another. This special issue highlights some of the philosophical and ethical reflections on some of the questions and challenges that arise with regard to ethical polyamory or that are associated with this form of non-monogamous relationship practice and attitude. Our authors open up spaces for discussion on some fundamental aspects of an examination of the phenomenon of polyamory. With this focus, we are only broadly outlining the large field of philosophical and ethical analysis surrounding polyamory – a systematic and comprehensive philosophical examination of the phenomenon of polyamory must take place elsewhere. Nonetheless, with this focus, we are making it easier to get to grips with the many philosophical and ethical questions that arise in connection with the phenomenon of polyamory and preparing the ground for a dedicated and precise examination of the challenges we face with it
Polyamorie und Ethik: Skizze einer wertebasierten Ethik konsensuell nichtmonogamer Beziehungsnetzwerke
„Polyamorie“ ist die Bezeichnung für das explizite und konsensuelle Eingehen mehrerer Liebesbeziehungen zur selben Zeit. Mit polyamoren Konstellationen korreliert, dafür wird in diesem Beitrag argumentiert, eine Ethik der Beziehungsgestaltung und sie schließen darüber hinaus für gewöhnlich das Teilen äquivalenter gesellschaftspolitischer Prämissen ein, auf die im Folgenden an einigen Stellen hingewiesen wird. Eine Ethik der Polyamorie umfasst zwei Eigenschaften: Polyethiken brechen zum einen mit dem traditionellen Verständnis vom Individuum oder Handlungssubjekt. Ich werde zeigen, dass polyamoren Beziehungsnetzwerken und der Ethik, die in ihnen idealiter gelebt wird, ein relationales Denken zugrunde liegt. Zum anderen zeichnen sich Polyethiken durch ein besonderes Augenmerk auf die Beziehungen, die als poly bezeichnet werden können, aus, in denen typischerweise eine Reihe von Werten realisiert werden. Zuvor gilt es allerdings, das Verständnis von Liebe zu definieren, das nach meinem Verständnis einem Polycule bzw. polyamoren Beziehungsnetzwerken im Allgemeinen zugrunde liegt.„Polyamory” is the term for explicitly and consensually entering into multiple love relationships at the same time. Polyamorous constellations correlate, this paper argues, with a specific ethics and, moreover, they usually include the sharing of equivalent socio-political premises, which will be referred to at some points in the following. An ethics of polyamory includes two characteristics: first, polyethics breaks with the traditional understanding of the individual or agent. I will show that relational thinking underlies polyamorous relational networks and the ethics that are ideally lived in them. Second, polyethics is characterized by a particular attention to the relationships that can be called poly, in which a set of values is typically realized. Before that, however, it is necessary to define the understanding of love that, according to my understanding, generally underlies a polycule or polyamorous relationship networks