Hochschulschriftenserver der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt
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Wavelets im Rahmen der Econophysik : eine naturwissenschaftlich geprägte Analyse von Finanzmärkten
Die Dissertation stellt sich Fragestellungen der Finanzwirtschaft aus Sicht der Naturwissenschaften. Im Mittelpunkt steht die Wavelet-Transformation (WT), d. i. eine spektralanalytische Methode, die es ermöglicht, Daten mit Hilfe der sogenannten Zeit-Skalen-Dekomposition in eine andere Domäne zu überführen. Das wesentliche Ziel der Arbeit ist eine Fülle an Feldern im Finance aufzuzeigen, in denen Wavelets eingesetzt werden können. Den Rahmen der Arbeit bildet die sogenannte Econophysik, da zahlreiche Aspekte in ihr eine wesentliche Rolle spielen, die auch bei der WT von großer Bedeutung sind. So sind Motive wie Selbstähnlichkeit, Fraktale und Skaleninvarianz in beiden Sphären wichtige Elemente. Die eigentliche Verbindungsbrücke spannt die Betrachtungsweise der Econophysik, Finanzmärkte als komplexe Systeme zu interpretieren, die emergente Eigenschaften besitzen und von einer Vielzahl heterogener Marktteilnehmer mit unterschiedlich langen Anlagehorizonten konstituiert werden. Die These ist dabei, dass Wavelets aufgrund ihrer spektralanalytischen Natur die Fähigkeit haben, die im Preis inhärente Multiskalenstruktur freizulegen, um damit womöglich einen facettenreicheren Einblick in die Dynamik von Finanzmärkten zu gewinnen.
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in das Themenfeld der Econophysik. Danach wird der Fokus auf Wavelets gesetzt und die Entwicklung der Spektralanalyse von ihren Anfängen in einem historischen Kontext dargelegt. Daraufhin werden der mathematische Formalismus der Wavelet-Theorie erläutert und die wichtigsten Transformationsarten vorgestellt. Der wesentliche Vorteil der WT gegenüber der Fourier-Transformation ist, dass sie durch die Verwendung von Basisfunktionen mit lokalem Träger gleichzeitig lokale wie auch globale Phänomene analysieren und diese insbesondere zeitlich voneinander abgrenzen kann.
Im empirischen Teil werden zunächst die Eigenschaften von Wavelets genauer untersucht. Da eine wesentliche Schwäche der WT fehlende Auswahlkriterien in Bezug auf die jeweilige Wavelet-Familie und ihre genaueren Spezifikationen sind, wird eine umfassende Literaturübersicht erstellt, die das Spektrum der Auswahlmöglichkeiten anhand der bisherigen Praxis zumindest eingrenzt.
Die nachfolgenden Kapitel enthalten eine Vielzahl an empirischen Analysen, die das Potenzial der WT für die Praxis aufzeigen sollen wie beispielsweise die Multiskalen- und Varianzanalyse oder die Schätzung der fraktalen Dimension und des Hurst-Exponenten. Danach steht die Verwendung von Wavelets als Filter im Mittelpunkt bzw. ihr Potenzial im Hinblick auf die technische Analyse von Finanzdaten, namentlich der Trendextraktion. Hierzu werden die auftretenden Randeffekte in Zusammenhang mit verschiedenen Augmentationsmethoden untersucht und die Ergebnisse anhand einer Trading-Systematik getestet. Darüber hinaus wird ein Vergleich mit korrespondierenden Moving Average Filtern für ein Universum verschiedener Indizes durchgeführt. Die Resultate zeigen eine deutliche Überlegenheit der WT-basierten Trendextraktion in Bezug auf die Wertenwicklung.
Der letzte Themenkomplex betrifft das Feld der Portfoliooptimierung. Da in der Praxis bei der klassischen Markowitz-Optimierung oftmals historische Schätzer als Input für die erwartete Rendite und die Varianz verwendet werden, wird untersucht, inwiefern die Schätzung der beiden Parameter auf Basis von WT-gefilterten Zeitreihen zu einer Robustifizierung derselben im Zeitverlauf und damit unmittelbar zusammenhängend der Gewichtungsvektoren führt. Es zeigt sich, dass oft bereits ab dem ersten Level sowohl eine Performanceverbesserung als auch deutliche Kostenreduktion erzielt werden kann.This dissertation looks at questions from Finance from a natural science viewpoint. The focus lies on the so called wavelet transform (WT), i. e. a method from spectral analysis which allows data to be transformed into a different domain in form of the so called time-scale decomposition. The main objective of the thesis is to present a variety of possible applications for wavelets in finance. The so called econophysics is chosen to act as the framework for the thesis because it unifies many important aspects that are also of great relevance for the WT. Motives like self-similarity, fractals and scale invariance are examples for that. The main connection between the two approaches is the interpretation of econophysics regarding financial markets to be complex systems that have emergent properties and are constituted by a large number of heterogeneous agents with different investment horizons. Due to their spectral analytical nature, wavelets have the ability to expose the inherent multiscale structure in the price data in order to attain a more diverse insight into the dynamics of financial markets.
After an introduction to econophysics the focus is set on wavelets and the historical development of spectral analysis from the fourier to the wavelet transform. Furthermore, the mathematical formalism of the wavelet theory is discussed and the most important transformation types are presented. The main advantage of the WT over the Fourier transform are their basis functions with local support (i. e. the wavelets) which enables it to simultaneously analyze local and global phenomena of price data and separate them on the time axis.
In the empirical part, first the properties of wavelets are examined in more detail. Since one major weakness of the WT are missing selection criteria regarding the wavelet family and their detailed specifications, a comprehensive review of academic literature is presented in order to narrow the range of possibilities from a practical point of view.
The remaining chapters provide a wide range of empirical analyses based on the WT such as multi-scale and variance decomposition of financial data, the estimation of the fractal dimension or the Hurst exponent. Next, a possible application of the WT as a filter in the context of technical analysis is discussed, focusing on trend extraction. The edge effects are examined in this context and various augmentation methods are tested on the basis of a trading system. Moreover, a comparison with corresponding moving average filters is performed for a universe of different financial indices. The results show a clear superiority of the WT-based trend extraction with respect to the performance of the trading system.
The last area of the empirical research is aimed at portfolio optimization. In practice, historical estimates are often used as inputs for the expected return and variance in the classical Markowitz optimization framework. Therefore, an analysis of the parameter estimates on the basis of WT-filtered time series is performed in order to investigate the effects and a possible robustification of the weighting vectors over time. The results are promising and it is showed that a performance improvement as well as significant cost reduction is achieved from the first level
One speaker – many dialect registers : code-mixing and code-switching in the multidialectical area around Dinkelsbühl
Wie stark kann ein Sprecher seinen Code, d.h. sein Mittel der Informationsübertragung zum Empfänger der Sprachnachricht, einer veränderten Kommunikationssituation anpassen? Die in vergleichbaren Arbeiten schon oft gestellte Frage bildet auch den Ausgangspunkt dieser dialektologischen Studie, wobei verschiedene Sprechsituationen simuliert, ausgewertet und im Anschluss daran mittels eines Sprachschichtenmodells näher klassifiziert wurden. Die beiden Extrema, zwischen denen diese Sprachschichten angeordnet sind, sind dabei im Allgemeinen einerseits die Basismundart, d.h. ein „reiner“ Ortsdialekt, andererseits die „reine“ Standardsprache.
Beide sind mittlerweile auch im hier gewählten Raum abstrakte Orientierungsgrößen. In der Regel verfügen heutige Sprecher nämlich über mehrere Sprechweisen zwischen diesen beiden Extremen. Diese Sprechweisen bilden entweder ein mehr oder weniger breites Kontinuum, einen aus Merkmalen beider Ebenen gemischten Code, den ein Sprachbenutzer unbewusst, oft sprachsituationsunabhängig und vor allem ohne diskursfunktionale Bedeutung benutzt – sog. Code-Mixing – oder verschiedene, voneinander getrennte Codes, zwischen denen er je nach Situation bewusst umschaltet – und damit ein sog. Code-Switching vollzieht.
Diese verschiedenen Formen der Annäherung an Standard und Basisdialekt wurden zwar auch in dieser Arbeit untersucht. Der gewählte Untersuchungsraum um Dinkelsbühl bietet jedoch noch ein weiteres Problem: In ihm stoßen nämlich drei verschiedene Dialekte aufeinander: Schwäbisch als Subdialekt des Alemannischen, Ostfränkisch und Bairisch. Auch zwischen diesen Dialekten gibt es Code-Mixing und Code-Switching. Somit haben die Sprachbenutzer nicht nur verschiedene Annäherungsformen an die Standardsprache zur Verfügung, sondern auch an jeweils mindestens einen anderen Dialekt, so dass Variation in zwei Dimensionen stattfindet: vertikal zwischen Dialekt(en) und Standard sowie horizontal zwischen verschiedenen Dialekten.
In dieser Studie standen im Hinblick auf die Frage nach Mixing und Switching die lautlichen Einzelphänomene im Vordergrund; es wurde überprüft, ob sie bei verändertem Kommunikationskontext „überwindbar“ sind.
So ergaben sich insgesamt zwei Gruppen von Forschungsfragen, eine soziolinguistische und eine diachron-systemlinguistische, die in dieser Arbeit beantwortet wurden:
1. Welches Code-Mixing liegt bei Sprechern dieses Untersuchungsgebietes vor? Welche Code-Switching-Prozesse führen sie durch? Von welchen Variablen hängen Code-Mixing und Code-Switching ab? Wie verwenden die Sprecher in einem Raum mit drei Dialekten und der Hochsprache diese ihnen zur Verfügung stehenden Varietäten?
2. Wie sieht das dialektale Lautsystem in der „Normallage“ aus? Wie ist es, ausgehend vom Referenzsystem des Mittelhochdeutschen, entstanden? Was bedeuten Code-Mixing und Code-Switching für dieses Lautsystem?
Verschiedene Studien kommen zu dem Ergebnis, dass sich verschiedene Erhebungsformen – je nach Grad der Standardisierung – unterschiedlich im Sprachprofil einer Gewährsperson niederschlagen und durch den Wechsel der Form auch ein Sprechlagenwechsel induziert wird. So können standardnaher und standardferner Sprachgebrauch derselben Gewährsperson verglichen werden. Ziel ist es, Dialektalitätswerte von Gewährspersonen zu ermitteln, die dann verglichen werden. Diese Werte wurden über die Messung phonetischer Distanz nach dem Verfahren von HERRGEN / LAMELI ET AL. errechnet. Um diese phonetischen Messungen so präzise wie möglich vornehmen zu können, wurde das phonetische Computerprogramm PRAAT herangezogen, was in dialektologischen Arbeiten eher die Ausnahme ist. Ergänzt wurden die Explorationen von standardnaher und standardferner Sprachebene durch Interviews der Gewährspersonen und Befragungen auch über multidialektalen Sprachgebrauch.
Im systemlinguistischen Teil der Arbeit findet sich zunächst eine Beschreibung der Ortsmundart nach Vorlage der klassischen Lautatlanten. Hier wurde der Lautstand der Ortsmundart genau deskribiert. Das Aufzeigen der diachronen Entwicklung und eine Analyse des synchronen Lautstands bildeten die Basis dafür, die Phonologie des dialektalen Systems mit seinem auffälligen Code-Mixing und die Veränderungen durch Code-Switching-Prozesse zu untersuchen. Diese systemlinguistische Beschreibung ist dabei klassisch strukturalistisch orientiert und argumentiert mit der Symmetrie von Lautsystemen, mit Entwicklungen über Schub- und Zugketten und dgl.
Durch das in der Studie aufgezeigte Code-Mixing werden Versuche zur Kategorisierung der Mundarten um Dinkelsbühl und deren Zuordnung zu größeren Dialektarealen erschwert. Denn es hat sich herausgestellt, dass für unser Areal in der Gesamtschau von einer Normallage nicht gesprochen werden kann: Zwar stellt eine dialektnahe Sprachebene noch in großen Teilen das Register dar, das im Alltag gesprochen wird, aber es besteht bei jeder Gewährsperson aus einem höchst unterschiedlichen Mixing aus Merkmalen vier verschiedener Codes mit ihren Interdependenzen, die, je nach Situation und Funktion, auch geswitcht werden können. Diese Tatsache macht es notwendig, von einem arealen Standard-Dialekte-Kontinuum mit einer vertikalen und einer horizontalen Ausrichtung - einer Art quadriglossisch ausgerichtetem Sprachvarietätenkontinuum - auszugehen. Herkömmliche Varietätenmodelle mussten aus diesem Grunde erweitert werden.
Betrachtet man zunächst die vertikale Dimension, so haben die erhobenen Dialektalitätswerte gezeigt, dass sich die einzelnen Sprecher innerhalb dieses Varietätenkontinuums unterschiedlich positionieren. Soziolinguistisch vergleichbare Gruppen weisen dabei trotz unterschiedlich gemischter Codes meist ähnliche Grade von Dialektalität auf. Trotz allem handelt es sich bei Kategorisierungen nur um Tendenzen, denn ein Spezifikum dieser Region ist, dass jeder unterschiedlich spricht und sich nicht immer leicht in ein übergreifendes Modell einordnen lässt. Mit anderen Worten: Nur weil eine Gewährsperson ein bestimmtes soziolinguistisches Kriterium wie etwa ein bestimmtes Alter erfüllt, muss eine zweite Gewährsperson mit ähnlichen Eigenschaften nicht automatisch über einen gleich gemischten Code verfügen. Jedoch lassen sich bei den individuell gemischten Codes aber auch überindividuell gültige Gesetzmäßigkeiten wie Kookkurrenzrestriktionen ausmachen. Code-Mixing und auch Code-Switching geschehen daher zwar individuell, aber nicht willkürlich.
Beim Code-Mixing ist ein Stadt-Land-Kontrast sowohl in Bezug auf die Präferenzen der Grunddialekte als auch eine erhöhte Standardinterferenz bei manchen Gewährspersonen im Vergleich zum Umland festzustellen. Ein ebenso gewichtiger Faktor für Dialektgebrauch in unserem UG ist neben der Urbanität der ausgeübte Beruf. Er scheint nicht nur Switchingprozesse zum Standard, sondern vor allem auch zwischen den Dialekten - also die horizontale Dimension - maßgeblich zu beeinflussen, da interdialektales Switching nur bei Berufen mit mittlerem Kommunikationsradius belegt ist.
Bei der systemlinguistischen Betrachtung der Mundart um Dinkelsbühl fällt auf, dass die individuell gemischten Codes, die sich nur schwer einem Reindialekt zuordnen lassen, zu einem großen Pool an potenziellen Phonemen führen. Aus diesem Pool übernimmt ein Sprecher in seiner Normallage nicht alles, kann aber sein Lautsystem durchaus durch inaktive Phoneme, die aus einem anderen dialektalen Bereich stammen, ergänzen oder zu Gunsten eines anderen Dialektes verschieben.
Pragmatisch könnte der Gebrauch der Mundart im Allgemeinen oder das Switching in eine andere Mundart im Speziellen in gewissen Kommunikationssituationen bedeuten, einen Vorteil auch auf der emotionalen Ebene (Sympathie, Zugehörigkeit, Identifikation) zu besitzen. Auch wenn das interdialektale Switching nur punktuell stattfindet, so ist es doch deutlich wahrnehmbar. Und gerade wenn aus unbewusstem Code-Mixing bewusstes Code-Switching wird, haben Sprecher aus dem tridialektal ausgerichteten Gebiet um Dinkelsbühl prinzipiell Kommunikationsvorteile, die den allgemeinen Funktionen des Code-Switchings, wie sie etwa die Fremd- und Zweitsprachendidaktik längst erkannt haben, entsprechen.The borders of three Upper German dialects cross in the area around the medieval town of Dinkelsbühl: East Franconian coming from the north, Swabian coming from the west and south and Central Bavarian coming from the east. The study focuses on the consequences for the people and their ways of speaking in this area. First of all, an individual so-called “Code-Mixing” can be observed: The three dialects and also the Standard New High German create registers which vary from one individual to another. In other words: every person has a specific mixing of phonemes, which is for example more Swabian or more Franconian. Therefore, a “normal register” which all of the speakers possess does not exist.
A second aspect of the study are the different and individual switchings between the dialects and the Standard New High German, when situations of speaking have changed. One of the results is that a person in or around Dinkelsbühl is always identifiable because of his characteristic mode of speaking.
The most innovative part of this thesis is the often neglected influence of dialects among themselves. If a person from Dinkelsbühl talks to a Swabian, his way of speaking often has Swabian phonemes. But if the same person speaks to a Bavarian (or Franconian), he usually switches to a Bavarian pronunciation (or Franconian, respectively). Two groups of reasons are responsible for this so-called “Code-Switching”: changings of the language system such as symmetries and economy in the inventory of phonemes (intralinguistic reasons) and social advantages, especially in certain types of jobs, such as a conscious creation of sympathy, closeness to another speaker, identity or familiarity (sociolinguistic reasons).
Because of the wide code-mixing and code-switching, speakers from the area around Dinkelsbühl have passive and active benefits in certain situations of communication compared to “monolingual” ones
Die Unionsgespräche zwischen den Lateinern und Griechen bei den Konzilien in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts unter der besonderen Berücksichtigung der Rolle der Kiewer Metropoliten
Die Kircheneinheit war und bleibt eines der wichtigsten Themen kirchengeschichtlicher Forschungen, besonders in der heutigen Zeit, in der das Problem der Ökumene wohl so aktuell ist wie nie zuvor. Die Versuche einer Union in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurden von katholischen wie orthodoxen Kirchenhistorikern vielfach behandelt und oft einseitig nach deren eigenen subjektiven Interessen betrachtet. Um jene Spekulationen im Bezug auf dieses Thema zu vermeiden, setzt sich die vorliegende Studie das Ziel, unvoreingenommen die wahren Ursachen der misslungenen Unionsgespräche zu finden. Wie diese Arbeit zeigt, hatten die Unionsgespräche zwischen Rom und Konstantinopel eine schlechte Grundlage, wobei sie hauptsächlich durch die verschiedenen politischen Umstände bestimmt wurden. So mussten die Griechen aufgrund der wachsenden Türkengefahr um militärischen Beistand der abendländischen Länder bitten, die sie erst durch eine Union mit der römischen Kirche gewinnen konnten. Für die Lateiner war die Griechenfrage vor allem durch ihre innerkirchlichen Auseinandersetzungen zwischen dem Papst und den Konziliaristen zur besonderen Herausforderung geworden. Der Widerwille der Griechen gegen die dekretierte Union mit ihrer negativen Einstellung zu den Lateinern sowie die geringe Bereitschaft von Rom, in dogmatischen Fragen Kompromisse einzugehen, machten alle Hoffnungen auf die Einheit der Kirche zunichte. Anhand des Quellenmaterials konnte gezeigt werden, dass die von den Lateinern verlangte bedingungslose Unterwerfung der Griechen das Ziel die Unionsversuche a priori zum Scheitern verurteilte.
Neben der Behandlung der Unionsgespräche zwischen Rom und Konstantinopel befasst sich diese Studie darin auch mit der Rolle der Metropoliten von Kiew, Gregor Camblak (1415-1419) und Isydor (1436-1458). Es wird festgestellt, dass Gregor Camblak die einflussreichste Person der byzantinischen Kirche auf dem Konzil von Konstanz (1414-1418) und Metropolit Isydor einer der bedeutendsten Vorkämpfer für die Union auf dem Konzil von Ferrara-Florenz (1438-1439) war.Єдність Церкви була і залишається однією із найважливіших тем церковно-історичних досліджень, особливо в сьогоднішній час, коли проблема екуменізму є актуальною, як ніколи. Спроби унії в першій половині 15 ст. були як католицькими, так і православними дослідниками багаторазово аналізовані, однак, часто упереджено оцінені. Для того, щоб в майбутньому, стосовно цієї теми, уникнути різного роду спекулювань, ставить собі ця праця за мету – знайти об’єктивні причини невдалих спроб унії. Як показує ця робота, переговори про унію Церкви були побудовані на крихкій основі і, передусім, були зумовлені різноманітними політичними чинниками. Так, мусіли греки, враховуючи зростаючу турецьку загрозу, шукати військової допомоги в країнах Заходу, які були готові її надати, лише за умови, заключення унії Константинополя з Римом. Для латинників питання унії стало особливо важливим, після початку внутрішньо-церковного протистояння між прихильниками ідеї папства і конціліаризму. Небажання Константинополя об’єднюватися з Римом, як також, неготовність латинських ієрархів в догматичних питаннях йти на компроміси, зробили неможливими всі надії на досягнення єдності Церкви. Враховуючи джерельну базу, вдалося показати, що латинники вимагали від греків беззастережне підпорядкування папі, що a priori прирекло унійні намагання до невдачі.
Поруч з дослідженням унійних намагань між Римом і Константинополем займається ця праця також ролью в них Київських митрополитів: Григорія Цамблака (1415-1419) та Ісидора (1436-1458). Як показує дослідження, можна сміливо назвати митрополита Цамблака найвпливовішою персоною Візантійської Церкви на соборі в Констаці (1414-1418), а митрополита Ісидора – одним із найважливіших поборників ідеї унії на Ферраро-Флорентійському соборі (1438-1439)
Bodenerosion nach Brandereignissen auf La Palma
Erhöhte Bodenerosionsraten sind auf Brandflächen, v.a. im mediterranen oder subtropischen Raum, eine vielfach auftretende Folge des Feuers. Auch die kanarische Insel La Palma unterliegt häufig dem Einfluss von Waldbränden. Der vorherrschende kanarische Kiefernwald bietet dabei ideale Bedingungen für eine rasche Ausbreitung des Feuers. Die Insel zeigt u.a. aufgrund ihres ausgeprägten Reliefs und des vulkanischen Ausgangsmaterials auch im Hinblick auf die Entstehung von Muren bzw. die Ausbildung von Gullies eine erhöhte Vulnerabilität des Bodens nach einem Brandereignis.
Die post-Brand-Bodenerosionsraten (2011-2013) wurden in vorliegender Studie mittels Terrestrischem Laser Scanning quantifiziert und lineare Erosionserscheinungen mithilfe von dGPS/GPS kartiert und mit Geographischen Informationssystemen analysiert. Damit sollte festgestellt werden, ob sich die Bodenerosionsraten sukzessive dem Ausgangszustand im Sinne eines „window-of-disturbance“ wieder angleichen konnten. Auch war eine Beurteilung der Bedeutung der Nadelstreuauflage und der Brandintensität eines Brandereignisses im Hinblick auf die Vulnerabilität der Böden Bestandteil der Untersuchungen, weshalb Flächen mit einer unterschiedlichen Brandgeschichte (2000, 2009 und 2012) betrachtet wurden.
Da die Bodeneigenschaften und die Niederschläge bei der Bodenerosion eine wesentliche Rolle spielen, wurden diese Faktoren auch in die Auswertungen miteinbezogen. Die Untersuchungen fanden in drei unterschiedlichen Bereichen im kanarischen Kiefernwald und auf einer landwirtschaftlich genutzten Fläche statt. Dabei sind die Standorte durch Unterschiede des Bodens und des Klimas gekennzeichnet.
Insgesamt konnte festgestellt werden, dass der Terrestrische Laser Scanner eine geeignete Methode für die Erfassung von Bodenerosion und Umlagerungsprozessen auf post-Brandflächen darstellt, sich die Einsatzfähigkeit jedoch nach einer gewissen Regeneration der Vegetation verringert.Increased soil erosion rates are a common phenomenon on post-fire sites especially in mediterranean and sub-tropical regions. La Palma, one of the Canary Islands, is also affected by frequent wildland fires. The dominant canary pine forest on the island therefore offers ideal conditions for fast fire spreading. Due to pronounced relief differences and volcanic parental material, amongst other things, the island shows high vulnerability against the development of debris flows and gullies.
In this study, the current post-fire soil erosion rates (2011-2013) were quantified by terrestrial laser scanning and forms of linear erosion were mapped and analyzed with the help of dGPS/GPS and geographical information systems. The influence of initial conditions on the soil erosion rates within a “window-of-disturbance” was determined. Additionally, the relevance of the remaining tree needle layer after a fire and the fire severity with regard to the vulnerability of soil was an integral part of the research. Therefore, study sites with a different fire history (fires of 2000, 2009 and 2012) had been chosen.
Soil properties and precipitation play an important role with regard to soil erosion, which is why these factors were considered and included in the analysis. The investigation was conducted at three different areas in canary pine stands and one agriculturally modified area. These sites are characterized by different soil properties and climate conditions.
It was found that a terrestrial laser scanner is an appropriate method for detecting soil erosion and redistribution processes on post-fire sites. However, its usability decreases with the regeneration of vegetation
Claire, Rose, Blanche – James Ensors Bildstrategien in Liebesgärten, Nymphenbildern und dem Spätwerk
In unzähligen Büchern zu diversen Themen der Kunstgeschichte fehlt ein Kapitel über James Ensor. Dies ist hauptsächlich auf die schlechte Erforschung seines komplexen Spätwerks aus dem 20. Jahrhundert zurückzuführen. Erstmals liegt mit dieser Arbeit eine umfassende Studie der über dreißig Jahre umfassenden Schaffensphase und deren Neubewertung vor. Eine Neubestimmung der Persönlichkeit des Künstlers, seiner Sozialisation und des künstlerischen Netzwerks bildet die Grundlage der Ausführungen, die einen wortgewandten Ironiker offenbaren, der seine Position in der Kunstwelt im 20. Jahrhundert neu bestimmt. Im Fokus stehen die Werkgruppen der Liebesgärten und Nymphenbilder, die zwischen Mittelalter, Rubens, Watteau und den utopistischen Wunschbildern des 19. Jahrhunderts kunst- und geistesgeschichtlich kontextualisiert werden.
In eine spezifische moderne Tradition stellt den Künstler die Strategie der Wiederholung, die als Verfahren die abstrakten Qualitäten der Motivbearbeitung in den Vordergrund rückt. In Versionen und Varianten reflektiert Ensor über Originalität und Serialität und die Bedeutung und Möglichkeiten der Malerei. Er experimentiert mit Bildmedien und Stil, und lässt den Zufall in seine Kunst einfließen. Die iterative Struktur des Spätwerks mit seinen vielfältigen interikonischen Bezügen wird an hochironischen Selbstportraits und animierten Stillleben verdeutlicht.
In den Liebesgärten besteht ein Missverhältnis zwischen Bildthema und -aussage, was die gängige biographistische These von einem Paradies, das Ensor sich eingerichtet habe, widerlegt. Bildimmanente Brüche zeigen sich in der Addition grotesker Gestalten in ein ansonsten harmonisches Ambiente, der Verknüpfung von Liebe mit Narrheit, und in kitschigen Elementen wie Nippes-Figuren als Teil der Bildnarrative. Als grundlegendes strukturelles Merkmal des Spätwerks wird die Ironie bestimmt, die schon früh Ensors zitierenden Rückgriff auf die Kunstgeschichte prägt. Die Kritik an der Gesellschaft ist entgegen dem träumerisch-verspielten ersten Eindruck dieser neuen Bildwelten dadurch nicht weniger nachdrücklich als in den expliziteren Darstellungen des 19. Jahrhunderts. Seine Strategie der Selbstinszenierung als Retter der belgischen Kunst und das fortwährende Infragestellen dieses Anspruchs in seinem Werk wird im Kontext der Ironie begreifbar. Ebenso Ensors ungewöhnlichen Bildmontagen, die von Anregungen aus literarischen Drogenbeschreibungen über das belgische Marionettentheater bis zu den feinsinnigen Bildwelten Watteaus reichen, ist nur mit einem kritischen Begriffsapparat (von Appropriation über Pastiche und Travestie zum Zitat) beizukommen.
Ein anderer Ensor, dessen Kenntnis auch neues Licht auf die Werke der 1880er und 1890er Jahre wirft, offenbart sich auch in seiner eigeninszenierten Rolle als Regisseur der eigenen Kunst. Bühnenartige Kompositionsweisen in verschiedenen Bildgattungen werden untersucht, die Werkgruppe der Tänzerinnen auf ihre Nähe zur Bühne hin befragt, und schließlich wird eine neue Interpretationsmöglichkeit der berühmten Maskenfiguren als Puppen oder Marionetten vorgeschlagen. Der Motivkomplex menschlicher Stellvertreterfiguren von Automaten bis Hampelmännern schärft den Blick für Problematiken wie Determination und Willensfreiheit und gleicht zunächst diskrepant erscheinende Bildfiguren wie Maskenfiguren und Tänzerinnen einander an.
Unser Blick auf die Kunst des frühen 20. Jahrhunderts erweitert sich durch die erstmalige Interpretation des Hauptwerks „La Gamme d’Amour (Flirt des Marionettes)“, einer Ballett-Pantomime, die zu Lebzeiten mit einigem Erfolg in Belgien aufgeführt wurde. Anhand der Komponenten Musik, Libretto, Gemälde und Kostümzeichnungen, und vor dem Hintergrund des symbolistischen Theaters und den avantgardistischen Ballets russes, wird das in Tableaus aufgebaute Gesamtkunstwerk analysiert und als moderne, durchaus abgründige, Commedia dell’Arte präsentiert.
Entgegen der Forschungsmeinung, Ensors Kunst offenbare Misogynie, nimmt diese geradewegs eine Gegenposition zum klassisch-dualistischen Frauenbild des 19. Jahrhunderts ein. In obszönen Zeichnungen rechnet Ensor subtil mit dem gesellschaftlichen Umgang mit Sexualität und Erotik ab. Die Graphiken stellen den begehrenden Blick stets in Anführungszeichen. Das Motiv Frauenakt reflektiert Farbe und personalisiert Malerei. Ensors Schriften zeigen Ansätze auf, Kunst als Ersatzreligion etablieren zu wollen. Dem Akt als abstraktem Konzept entspricht die werkimmanente Abstraktion vor allem der Nymphenbilder, die aufgrund bildbestimmender Helligkeit, Anti-Narration, Negation von Räumlichkeit und Zeitlichkeit und der vage stilisierten Idealität der Nymphen als figürlich-abstrakte Kompositionen gelten können.
In der Arbeit werden zahlreiche (darunter viele bislang unbekannte) Zitate Ensors, dem als Schriftsteller in diesem Jahrhundert noch keine Aufmerksamkeit zuteil kam, erstmals ins Deutsche übertragen.Countless books on various topics of art history are missing a chapter on James Ensor – mainly due to the lack of research about his complex oeuvre from the 20th century. For the first time this dissertation presents a comprehensive study of Ensor’s last thirty years and their revaluation. A redefinition of the artist’s personality, his socialization and artistic network forms the basis for the analyses which will uncover a subtle, eloquent ironist who redetermines his position in the 20th century art world. The dissertation focuses on love gardens and nymph pictures. Their context is the intellectual and cultural history of utopian ideals between the Middle Ages, Rubens, Watteau and the myriad manifestations of the 19th century.
Ensor’s strategies of repetition and alteration position him in a particular modern tradition. In versions, variants and variations he reflects on originality and seriality and the meaning and possibilities of painting in general. Ensor experiments with media and styles and allows chance into his art. Highly ironic self-portraits and animated still lifes clarify the iterative structure of the later work and its complex intericonic references.
The dissertation contradicts the common argument of Ensor’s love gardens being the pictorial correlate of a sensitive side of the painter’s personality, and furthermore his fantasies of (erotic) love paradises shifted onto canvas. The love garden contains a discrepancy between iconography and meaning which refutes this common biographistic assumption. For a paradise this place is far too uncomfortable, too inconsistent, and of course also untimely and absurd. On closer inspection, love garden and mask painting are two sides of the same coin. By analyzing the content of pictorial “cracks” and distancing factors – such as quarrels, monsters, folly, kitsch and above all irony – the functionality of these works exposes itself. Irony like repetition is a fundamental structural feature of the later work, and both also characterize Ensor’s way of treating artistic “influences”. Contrary to the playful-dreamy first impression Ensor’s new imagery is giving, social criticism in these works is not less keen than in its more explicit representations of the late 19th century. His strategy of self-presentation as a savior of Belgian art and at once the constant questioning of this claim in his work is apprehensible in the context of irony. With Ensor’s unusual manner of montage, his art challenges among others the Belgian puppet theater, literary descriptions of drug use and the subtle imagery of Watteau.
A different Ensor, who also sheds new light on the works of the 1880s and 1890s, is also revealed in his role as stage director of his own art. Stage-like composition techniques in various genres like pictures of dancing girls are examined, and a new interpretation of the famous mask figures as dolls or puppets will open new possibilities. Interpreting dancers, nymphs, masks or skeletons as agent figures (like machines, androids or jumping jacks) enhances awareness of issues such as determination and free will, and equals figures like masks and dancers which at first seem discrepant.
Our knowledge of the art of the early 20th century will also be widened by the first ever analysis
of the magnum opus “La Gamme d’Amour (Flirt des Marionettes)”, a ballet-pantomime which was successfully being performed in Belgium in Ensor’s lifetime. Based on its components music, libretto, paintings and costume drawings and against the background of the symbolist theater and avant-garde group Ballets Russes this Gesamtkunstwerk will be analyzed and presented as a modern, abyssal Commedia dell’Arte.
Contrary to previous sentiments that saw Ensor as misogynist, his art takes a counter-position to the 19th century dualistic image of women. Obscene drawings excoriate the way society deals with sexuality and eroticism, and the desiring gaze is nothing but reflection. The female nude reflects color and personalizes painting. Ensor’s writings show the approach to establish art as a substitute for religion. The nude as an abstract concept corresponds to the immanent abstraction especially of the nymph pictures. Those can be regarded as figurative-abstract compositions due to brightness, anti-narrating, negation of spatiality and temporality and the vague stylized ideality of the nymph figurines.
Many (previously unknown) quotes by Ensor – who as a writer in this century has not attracted attention so far – are translated into German for the first time
Hält die Service-Profit Chain was sie verspricht? Eine metaanalytische Betrachtung
Die Service-Profit Chain (SPC) wird als theoretisches Konzept und als Leitfaden zur Steigerung des wirtschaftlichen Erfolgs von Dienstleistungsunternehmen in Forschung und Unternehmenspraxis genutzt. Problematisch hieran ist, dass bisherige empirische Befunde zur SPC unzureichend, widersprüchlich und stark fragmentiert sind. Die SPC konstatiert, dass die Kombination verschiedener Praktiken des Human Resource Managements einen positiven Effekt auf den Unternehmenserfolg hat. Dieser positive Effekt wird durch die Wahrnehmungen, die Zufriedenheit und das sich daraus ergebende Verhalten von Mitarbeitern einerseits und Kunden andererseits vermittelt. Dementsprechend vereint die SPC unternehmensinterne, mitarbeiterzentrierte und unternehmensexterne, kundenzentrierte Faktoren zu einer Wirkkette. Diese Wirkkette bildet die wichtigsten Prozesse im Wertschöpfungsprozess eines Dienstleistungsunternehmens ab. Gemäß der SPC sind Dienstleistungsunternehmen besonders erfolgreich, wenn sie ihre Mitarbeiter und Kunden zufriedenstellen und dauerhaft an sich binden. International führende Dienstleistungsunternehmen richten ihre Unternehmensphilosophie entlang dieser Grundsätze aus.
Diese Dissertation überprüft die SPC und potenzielle Erweiterungen der Wirkkette mithilfe meta- und pfadanalytischer Verfahren. Die Arbeit trägt so zu einem besseren Verständnis der Wirkmechanismen innerhalb der SPC bei, auf dem Dienstleistungsunternehmen und Wissenschaftler aufbauen können. Die Ergebnisse bestätigen einerseits die grundlegende Argumentationsstruktur der SPC mit wenigen Einschränkungen. Andererseits liefern die Erkenntnisse dieser Forschungsarbeit Hinweise darauf, dass der Dienstleistungskontext Einfluss auf Beziehungen des unternehmensinternen Abschnitts der SPC und hier im Speziellen auf die Beziehungen zwischen den Human Ressource Praktiken und der Mitarbeiterzufriedenheit hat. Darüber hinaus können zusätzliche positive und negative Effekte innerhalb der SPC belegt werden, welche die Wirkmechanismen der SPC ergänzen. Durch diese zusätzlichen Beziehungen werden u. a. Effizienzeffekte mitberücksichtigt, welche die SPC in ihrer ursprünglichen Form nicht abbildet. Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass Dienstleistungsunternehmen die SPC weiterhin als grundlegenden Leitfaden für langfristigen Unternehmenserfolg nutzen können. Allerdings muss dabei der jeweilige Dienstleistungskontext mitberücksichtigt werden. Durch die Erweiterungen der SPC verschiebt sich der Fokus der Wirkkette weg von der Zufriedenheit der Mitarbeiter und Kunden hin zu den Human Ressource Praktiken, der Mitarbeiterleistung und der Kundenloyalität. Die Limitationen der Arbeit werden diskutiert.Abstract English
The service-profit chain (SPC) is a management concept and a prominent guidepost for achieving sustainable corporate success. It has received considerable attention from scholars and practitioners alike. Yet, empirical validation of the chain is insufficient, contradictory, and highly fragmented. The SPC postulates that combinations of human resource practices positively affect a service provider’s economic success. This positive effect is mediated by the perceptions, satisfaction and behavior of employees and customers. The SPC ties together internal, employee-related and external, customer-related variables in a chain of effects that comprises the most important relationships within a service provider’s value creation process. According to the SPC, employee and customer satisfaction and loyalty are paramount to the success of service companies in general. Leading international service companies align their corporate culture with these guidelines.
This dissertation empirically tests the SPC and potential extensions of the original model using meta-analytic and path modelling techniques. It therefore contributes to a better understanding of the mechanisms within the SPC, which service companies and academics can capitalize on. The results confirm the SPC’s fundamental train of thought with some restrictions. For example, the results indicate that the relationships within the SPC’s internal, employee-focused section – and here in particular the relationships between the human resource practices and employee satisfaction – are contingent on the respective service context. Additional positive and negative paths between employee and customer-focused variables complement the SPC. Inter alia these supplementary paths account for efficiency-effects, which the SPC does not yet include. Consequently, service companies can continue to use the SPC as a very basic guideline for achieving sustainable corporate success. They must, however, keep in mind the specific characteristics of the respective service setting. The extensions of the SPC highlight the importance of human resource practices, employee performance and customer loyalty for the economic success of a service provider and thus shift the focal point away from employee and customer satisfaction towards the former variables. The limitations of the analysis are discussed
Transport- und Kapazitätsplanung für Mehrwegbehälter unter Berücksichtigung sprungfixer Transportkosten
Many companies use reusable containers to store and transport products. Under good conditions this can help to reduce costs and improve the ecological footprint of logistic operations. On the other hand, the acquisition, maintenance and distribution of the containers need to be organised.
The aim of this thesis is to provide mathematical models for planning transports and capacity adaptations in a container system. First, the main characteristics of this type of system and the planning tasks are analysed. A key characteristic of container transports is identified: containers can often be moved in larger quantities on the same vehicle, so that transport costs should not be regarded as linear but increasing stepwise with the number of vehicles employed. Hence, the costs represent a fixed-step function of the quantity.
It is shown that extensive literature is available concerning related topics. Mathematical models already exist, which allow for some of the facets of transport and capacity planning that are important for reusable containers. However, these approaches never cover all relevant aspects. Some are missing completely; among them the challenge to model fixed-step transportation costs.
To get a flexible, yet mathematically tractable modelling, a toolbox with two basic models and multiple add-ons was developed. These can be combined to reflect a certain application. The first basic model considers linear transport costs. It can be reduced to the well investigated minimum cost flow problem which is known to be solvable in a very efficient manner. To consider fixed-step transport costs, another basic model was proposed. This is a more complex mixed integer program. It can be solved by a tailored branch-and-cut approach, which combines the positive characteristics of a heuristic and an exact solution algorithm: it provides a reasonable and feasible solution quickly and reaches the optimum solution in the end. The model add-ons include the aspects of lost orders, delayed deliveries and take-along transports as well as two capacity measures, namely purchase and disposal of containers as well as leasing. All of these extensions can be integrated into both basic models, still preserving their mathematical characteristics.In vielen Unternehmen werden wiederverwendbare Behälter zum Lagern und zum Transport von Gütern benutzt. Dies kann auf der einen Seite zur Kostenreduktion und zu mehr Nachhaltigkeit beitragen. Auf der anderen Seite entstehen jedoch neue Planungsaufgaben, wenn die Anschaffung, Instandhaltung und Verteilung der Behälter organisiert werden muss.
Ziel der Doktorarbeit ist es, mathematische Methoden für die Transport- und kurzfristige Kapazitätsplanung in Behälternetzwerken zu entwickeln. Hierzu werden zunächst die Eigenschaften und inhärenten Planungsprobleme solcher Netzwerke analysiert. Dabei lässt sich eine Besonderheit beim Transport von Behältern identifizieren: Oft können große Mengen von Behältern mit einem einzelnen Transportvehikel bewegt werden. Deshalb sind die Transportkosten nicht als linear anzusehen. Sie steigen vielmehr stufenweise mit der Anzahl der verwendeten Vehikel an. Die Kosten bilden dabei also eine sprungfixe Funktion der Transportmenge.
Bei der Literaturauswertung zeigt sich, dass es eine Fülle an Forschungsliteratur zu verwandten Themen gibt. Die entwickelten mathematischen Modelle bilden einige der Facetten der Transport- und Kapazitätsplanung ab, die für wiederverwendbare Behälter relevant sind. Jedoch werden nie alle für Mehrwegbehälter wichtigen Gesichtspunkte abgedeckt. Ein besonders wichtiger Aspekt fehlt bislang vollständig: die Möglichkeit, sprungfixe Transportkosten exakt abzubilden.
Die mathematischen Methoden, die für diese Arbeit entwickelt werden, bilden einen flexiblen Baukasten aus zwei Grundmodellen und mehreren Erweiterungen, die alle miteinander kombiniert werden können. Das erste Grundmodell unterstellt lineare Transportkosten. Für diesen Fall kann gezeigt werden, dass das Modell in das gut untersuchte Minimalkostenflussproblem überführt werden kann, für das sehr effiziente Lösungsverfahren verfügbar sind. Das zweite Grundmodell hingegen ersetzt die linearen Transportkosten durch sprungfixe Kosten. Da es sich hierbei um ein wesentlich komplexeres, nämlich gemischt-ganzzahliges Problem handelt, wurde ein Branch-und-Cut-Verfahren entwickelt, mit dem sich bereits schnell eine zulässige Lösung finden lässt, und letztendlich die optimale Lösung gefunden wird. Die Modellerweiterungen zielen darauf ab, weitere wichtige Aspekte der Transport- und Kapazitätsplanung zu integrieren. Dies sind geplante Verspätung oder Nichtbedienung von Aufträgen, die Ausnutzung von Restkapazitäten durch Mitnahmetransporte, An- und Abschaffungen sowie das Mieten von Behältern. All diese Erweiterungen lassen sich in die beiden Grundmodelle integrieren, ohne die mathematischen Eigenschaften jeweils zu verändern
Stochastic dynamic lot sizing with positive order lead times
Die Losgrößenplanung bestimmt optimale Produktionsmengen unter Berücksichtigung von Rüst- und Lagerhaltungskosten. In der stochastischen dynamischen Variante werden dabei dynamische Nachfragen in einem diskreten Periodenraster unterstellt, wobei von der Nachfrage (bis sie sich realisiert) lediglich die stochastische Verteilung bekannt ist. Die Realisierung erfolgt typischerweise in der gleichen Periode, in der die Nachfrage fällig wird. Dies ändert sich allerdings, wenn Kunden mit positiven Vorlaufzeiten bestellen. In diesem Fall erhält man bereits einige Zeit vor der Nachfrageperiode Informationen, welche bei der Entscheidung über die optimale Losgröße relevant sind. Diese Informationen heißen auch Advance Demand Information.
In dieser Arbeit wird der Effekt von positiven Bestellvorlaufzeiten auf stochastische Losgrößenplanungsprobleme untersucht. Dabei wird zunächst die Problemstellung detailliert analysiert. Ein Ergebnis dabei ist, dass sich positive Bestellvorlaufzeiten insbesondere bei Problemen unter der sogenannten statisch-dynamischen Unsicherheitsstrategie auswirken. Aus diesem Grund werden im Anschluss bestehende Ansätze aus der Literatur für diese Problemklasse untersucht und bewertet. Danach werden daraus neue Ansätze entwickelt, welche durch Berücksichtigung der Advance Demand Information bessere Ergebnisse erzielen können. Diese Ansätze werden im folgenden Schritt schließlich einer numerischen Analyse unterzogen. Sie werden dabei anhand von aussagekräftigen Testdatensätzen auf ihre Genauigkeit, ihre Kostenersparnis und ihren praktischen Nutzen hin untersucht. Die Arbeit endet mit einem Fazit und einem Überblick über offene Forschungsfragen.Lot sizing determines optimal production quantities considering setup and inventory holding costs. The stochastic dynamic version assumes dynamic demand in a discrete set of periods. The demand is assumed to be stochastic (until its realization). The realization typically happens in the same period the demand has to be fulfilled. This changes if customers order with positive lead times. In this case we get new information ahead of the demand period, which is relevant for deciding the lot size. This information is also called advance demand information.
In this thesis the effect positive order lead times have on stochastic lot sizing is examined. First the problem is analyzed in detail. One result is, that positive order lead times have a particular impact on problems considering the so called static-dynamic uncertainty strategy. For that reason approaches for this class of problems presented in literature are examined and evaluated next. Thereafter, theses approaches get developed into new ones, which achieve better results by incorporating advance demand information. These approaches are finally evaluated by a numerical analysis. Their accuracy, cost saving potential and practical application are examined with comprehensive test data. The thesis ends with a conclusion and an overview of open research topics
Populismus - Gefahr oder Chance für den demokratischen Verfassungsstaat?
Die vorliegende Arbeit widmet sich dem Phänomen Populismus begriffstheoretisch, demokratietheoretisch und in der politischen Praxis. Anhand zweier Fallbeispiele von Regierungsverantwortungsübernahmen durch populistische Parteien in den Niederlanden und Österreich untersucht die Arbeit sowohl konkret als auch grundsätzlich die Gefahren- und Chancenpotentiale, welche sich für etablierte demokratische Verfassungsstaaten ergeben. Die Auslotung der Potentiale mündet in einer ambivalenten Bewertung. Die mittels populistischer Impulse erfolgende Enttabuisierung der Politik kann sowohl den demokratischen Verfassungsstaat bedrohende als auch revitalisierende Wirkung entfalten. Die Autoritarismusthese belegt eine potentiell freiheitsfeindliche Tendenz, während die formulierte Remobilisierungsthese ein vor allem (re-)vitalisierendes Moment beschreibt. Dem Aufkeimen von Populismen in demokratischen Verfassungsstaaten wird eine erhellende Indikatorfunktion attestiert. Für den Fall von tatsächlich etablierten und gemeinhin akzeptierten demokratischen Verfassungsstaaten werden starke Abwehr- bzw. Haltekräfte belegt, welche in Bezug auf populistische Phänomene eine Domestizierungs- und Marginalisierungsthese untermauern. Politische Bildung wird als integral für den Selbsterhalt einer freiheitlichen Ordnung im Rahmen des demokratischen Verfassungsstaates angesehen. Abschließend würdigt die Arbeit neben den zweifellos bestehenden Gefahren, welche von populistischen Impulsen ausgehen, auch die durchaus vorhandenen Chancenpotentiale.This work is dedicated to the phenomenon of populism addressing the concept in terms of semantics, democratic theory, and in political practice. Based on two case studies of government responsibility takeovers by populist parties in the Netherlands and Austria this work analyzes hazards and potential opportunities both in practice as well as in principle that arise for established democratic constitutional states. The exploration of the potentials leads to an ambivalent review. The sprout of populist impulses may lead to a dissolution of taboos in politics, possibly developing both threatening as well as revitalizing effects on the democratic constitutional state. The authoritarianism thesis hints at populism's potentially hostile tendency against the liberal state. The remobilization thesis on the other hand describes an in the main (re-)vitalizing moment. The emergence of populism in democratic constitutional states is attested an enlightening indicator function. In the event of firmly established and commonly accepted democratic constitutional states strong defensive or preservative forces can be traced, thus underpinning a domestication and marginalization thesis regarding populist phenomena. Civic education is considered to be integral to the self-preservation of a liberal order within the democratic constitutional state. In its conclusion the work sums up the undoubted risks emanating from populist impulses as well as the nevertheless existing positive potentials
Raum-zeitliche Auswirkungen unterschiedlicher hydrologischer Bedingungen auf die Waldvegetation der Donauauen zwischen Neuburg und Ingolstadt [kumulative Dissertation]
Auen sind durch den Eingriff des Menschen stark in ihrem Bestand gefährdet. Die auentypische Dynamik, mit regelmäßigen Überflutungen und Grundwasserstandsschwankungen, fehlt weitgehend. Die Auwaldvegetation hat sich dadurch maßgeblich verändert und auentypische Habitate (u.a. Weichholzauen) sind in den meisten Auwäldern nicht mehr vorhanden. In dieser Arbeit werden die raum-zeitlichen Auswirkungen unterschiedlicher hydrologischer Bedingungen (fehlende Dynamik vor Maßnahmenbeginn und neu initiierte Dynamik durch ein Redynamisierungsprojekt) auf die Auwaldvegetation der Donauauen zwischen Neuburg und Ingolstadt untersucht. Dargelegt werden zum einen die Veränderung der Vegetation nach Jahren ohne Dynamik und zum anderen die Effekte einer Redynamisierung auf die Waldvegetation innerhalb der Aue.
Um Veränderungen festzuhalten ist ein gut durchdachtes Monitoring essentiell. Überlegungen zur Flächenauswahl werden in Kapitel 2 ausführlich behandelt. Habitatreiche Ökosysteme, wie Auen, verlangen dabei nach unterschiedlichen Methodiken zum Monitoring der verschiedenen Habitate. Die Vorteile eines stratifiziert-zufälligen Monitoringdesigns für die Auwaldvegetation werden dargelegt. Durch diese Methodik wird eine gleiche Verteilung der Flächen auf die wirksamen Umweltgradienten erreicht. Für die Ufer- und Wasservegetation ist hingegen ein Monitoring durch Transekt zu empfehlen.
Die Untersuchungen zur Waldvegetation und deren Standortabhängigkeit vor Beginn der Redynamisierung zeigen auf, dass bergahornreiche Auefolgegesellschaften und eschenreiche Hartholzauen unterschiedlichen Wasserhaushalts dominieren (Kapitel 3). Eine Terrestrialisierung des Auwalds kann nachgewiesen werden. Weichholzauen hingegen sind nicht mehr anzutreffen. Die überragende Rolle des Wasserhaushalts für die Artenzusammensetzung kann bestätigt werden und der Grundwasserstand, die Höhe über dem Umgehungsbach und die Bodenfeuchte sind als die wichtigsten floristischen Hauptgradienten erkannt worden.
Die Auswirkungen der Redynamisierungsmaßnahmen auf die Auwaldvegetation ist anhand von Wiederholungsaufnahmen zwischen 2008 und 2012 untersucht worden (Kapitel 4). Flächen, die nicht geflutet werden, zeigen aktuell noch keine Reaktion auf die geänderten abiotischen Bedingungen. Flächen, die hingegen regelmäßig durch den Umgehungsbach unter Wasser stehen, zeigen eine signifikante Veränderung der Artenzusammensetzung. In diesen hoch dynamischen Bereichen kann eine Entwicklung hin zu feuchteren Bedingungen nachgewiesen werden. Eine deutliche Zunahme von auentypischen Arten und ein Anstieg der Ellenberg Feuchtezahl kann beobachtet werden. Die Überflutungsdauer ist dabei als der wesentlichste Hauptgradient erkannt worden.
Eine räumliche Prognose der Vegetation ist mittels der Ellenberg Feuchtezahl erstellt worden (Kapitel 5). Auf Basis von Grundwasser- und Bodendaten kann die Feuchtezahl erfolgreich vorhergesagt und die Veränderung der Vegetation, die durch die Maßnahmen initiiert wurden, räumlich erfasst werden. Durch ein Generalisiertes Adaptives Model (GAM) ist es möglich die Auswirkungen der Maßnahmen auf die Vegetation zu prognostizieren. Die Ellenberg Feuchtezahl hat sich als geeignetes Mittel für eine Prognose der Vegetation in Auwäldern erwiesen.
Die kurzfristigen Auswirkungen eines zehnjährigen Hochwassers auf die Vegetation des Auwalds werden ergänzend (BOX) analysiert. Im Juni 2013 fand im Auwald ein natürliches Hochwasser statt, wodurch weite Teile des Auwalds für ca. drei Wochen geflutet waren. Die Effekte auf die Vegetation waren dabei deutlich stärker als dies bei einer ökologischen Flutung der Fall ist. Die Vegetationsdecke der Krautschicht ging deutlich zurück, während der Anteil des offenen Bodens deutlich zunahm. Das System wurde somit teilweise auf null gesetzt.
In der Synthese (Kapitel 6) werden die räumlichen und zeitlichen Effekte sowie der Einfluss der Überflutung und des Grundwassers übergreifend diskutiert. Offenbar stellt die Überflutungsdauer den wichtigsten Faktor für die Artenzusammensetzung dar. Nach Maßnahmenbeginn sind die größten Veränderungen an den Standorten nachzuweisen, die durch den Umgehungsbach periodisch überflutet werden. Hier konnten sich sehr schnell neue auentypische Arten etablieren. Im Vergleich zu den nicht direkt vom Umgehungsbach beeinflussten Standorten veränderte sich die Vegetation hier hin zu Arten, die Überflutungen tolerieren können. In weiten Teilen des Projektgebietes sind jedoch aktuell noch keine Veränderungen festzustellen. Die Auswirkungen der ökologischen Flutungen und des Grundwasseranstiegs sind nicht nachzuweisen. Da das Grundwasser bereits vor Maßnahmenbeginn eindeutig als floristischer Hauptgradient nachzuweisen ist, ist davon auszugehen, dass die Vegetation zeitverzögert darauf reagieren wird und die Effekte in einem längeren Zeitraum wirksam werden. Ein langfristiges Monitoring ist daher zu empfehlen, um diese Effekte zu erfassen.Floodplains are critically endangered due to anthropogenic influences like straightening and embankment of the rivers and the building of barrages. Regular floodings and groundwater fluctuations, thus the floodplain typical dynamics, are missing. As a result of this, the alluvial vegetation has drastically changed and floodplain typical habitats (e.g. softwood forests) do not exist anymore in most riparian areas. Within this work, the spatial and temporal changes of the alluvial forest vegetation under different hydrological situations (missing dynamics before the onset of restoration; newly initiated dynamics caused by a redynamisation project) are analyzed.
To capture the changes on vegetation, a well thought out monitoring set-up is mandatory. Considerations on a proper plot selection are described in detail in chapter 2. Habitat rich ecosystems, like floodplains, demand for different methods for the monitoring of the different habitats (e.g. floodplain forest, semi-aquatic/aquatic sites). The advantages of a stratified-random sampling design for the floodplain forest are shown. With this design an even distribution of the plots on the ecological effective environmental gradients is guaranteed. Transect sampling is recommended for the semi-aquatic/aquatic sites, instead.
The analysis of the vegetation before the restoration has started shows that successional forest communities, rich in sycamore and hardwood forests, rich in ash trees, dominate, whereas softwood forest cannot be recorded (chapter 3). A terrestrialization of the floodplain forest is detected. The main gradient for vegetation composition can be defined by the groundwater-level, the height above the floodplain river and the soil moisture content.
The effects of the restoration project on the alluvial forest vegetation were investigated between 2008 and 2012 (chapter 4). Plots that are not or rarely flooded, do not yet show any response to the changed abiotic conditions. Plots which are regularly flooded due to the new floodplain river show a significant change in vegetation composition, instead. A directional vegetation change towards wetter and more dynamic conditions within these plots can be observed. The number of floodplain typical species and the mean Ellenberg moisture value increased. Flooding duration is detected as the main environmental gradient and structural changes of vegetation are mainly caused by periodic inundation.
A spatial prediction of vegetation is done by the Ellenberg moisture value (chapter 5). Based on groundwater and soil data, the moisture value is successfully predicted and changes on vegetation, initiated by the measures, are captured in space. With the help of a Generalized Adaptive Model (GAM) it is possible to prognosticate the effects of the measures on the alluvial forest. The Ellenberg moisture value has proven to be a useful tool for vegetation prognosis within a floodplain.
The short-term effects of a HQ10 on floodplain vegetation were analyzed in the BOX. A natural flood took place in June 2013 and large parts of the floodplain were inundated for about three weeks. The effects on vegetation were much stronger than during an ecological flooding, The vegetation cover of the herb layer was drastically reduced and the percentage of open soil increased. Thus, the system was partly set back to an early successional stage.
The spatial and temporal effects and the influence of flooding and groundwater are discussed in chapter 6. Flooding duration was detected as the main gradient for changes in vegetation composition. After restoration has started, the greatest changes are observed on plots being regularly inundated by the new floodplain river. Floodplain typical species can quickly establish on these stands and, in comparison to plots that are never or hardly flooded, species tolerant of flooding can easily grow there. But, in most parts of the study area, no greater changes can be observed yet. The influence of the ecological flooding and the groundwater increase cannot be proven so far. As groundwater was detected as an important variable for vegetation composition before the onset of restoration, it is to be expected that vegetation will react with a time-lag to the groundwater increase and fluctuations. Thus, a long-term monitoring is recommended